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Veröffentlicht am 18.07.2018

Eine lange, emotionsgeladene Suche

Dhanyavaad Mama
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Isabel wird, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester, als Baby von deutschen Eltern adoptiert. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, reisen ihre Eltern nach Delhi, um die Geschwister in einem Kinderheim ...

Isabel wird, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester, als Baby von deutschen Eltern adoptiert. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, reisen ihre Eltern nach Delhi, um die Geschwister in einem Kinderheim der „Missionaries of Charity“ abzuholen, einer Organisation, die auf Mutter Theresa zurückgeht.

Isabel realisiert als Kind, dass sie aus einem anderen Land adoptiert wurde. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, möchte sie mehr über ihre Herkunft erfahren. Als junge Erwachsene macht sie sich auf die Suche. Ihre liebevollen Adoptiveltern unterstützen sie dabei. Im Laufe von mehreren Reisen nach Indien kann sie nach und nach die Frage nach ihrer Abstammung beantworten. Obwohl es bei dieser emotionsgeladenen Suche viele Hindernisse und Schwierigkeiten gibt, lernt sie schließlich ihre indische Familie kennen.

Dem Leser wächst die hübsche Isabel schnell ans Herz. Offen berichtet sie in diesem Buch von ihrer Suche, und auch von ihrer Gefühlswelt bei dem Auf und Ab ihrer abenteuerlichen Suche. Das Buch liest sich stellenweise wie ein Krimi, zu gerne möchte der Leser gemeinsam mit der Autorin aufdecken, was tatsächlich im Jahr 1989 in Indien geschah.

Aber es geht nicht nur um die Adoption. Isabel lässt den Leser dieses bunte Land mit ihren Augen sehen. Mehrere abenteuerliche Zugfahrten, festliche Paraden, das ständige Verkehrschaos, und nicht zuletzt das gelegentliche Gefühl als Westler ausgenutzt zu werden, runden diesen faszinierenden Adoptionsbericht ab. Zahlreiche Bilder ergänzen den Text. Stellenweise erinnert die Erzählung zum Schluss ein bisschen zu sehr an Tagebucheinträge, was aber auch verständlich ist.

Insgesamt ein gut lesbares und empfehlenswertes Buch, vor allem für Menschen, die sich für das Thema Auslandsadoption oder für das Leben in Indien interessieren.

Veröffentlicht am 16.06.2018

Es gibt keine größere Liebe …

Weil du es ihm wert bist
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Max Lucado gehört zu den beliebtesten Autoren Amerikas. Es ist nicht nur der Autor von fast 100 Büchern, sondern auch Pastor einer Gemeinde in Texas. In diesem Buch geht es in fünfzehn kurzen Kapiteln ...

Max Lucado gehört zu den beliebtesten Autoren Amerikas. Es ist nicht nur der Autor von fast 100 Büchern, sondern auch Pastor einer Gemeinde in Texas. In diesem Buch geht es in fünfzehn kurzen Kapiteln um den Tod Jesu am Kreuz. Die einzelnen Kapitel beginnen mit einigen passenden Bibelversen, und dann folgt meistens ein Erlebnis des Autors, z.B. sein einschüchternder Besuch einer Damenabteilung, weil er seiner Frau ein Geschenk kaufen wollte. An diesem Beispiel zeigt er, wie viel größer Gottes Liebe ist, weil er für uns Mensch wurde.

Er betrachtet nacheinander die einzelnen Szenen vor der Kreuzigung und unter dem Kreuz. Von dem Speichel der Soldaten, der Dornenkrone und den Nägeln, bis hin zu den Leichentüchern und dem leeren Grab, bringt er dieses weltverändernde Geschehen hinein in unseren Alltag. Er schreibt mit Humor von seinen Erlebnissen, und malt immer wieder dem Leser Gottes große Liebe vor Augen.

Diese Ausgabe ist eine Neuauflage der deutschen Ausgabe, die erstmals im Jahr 2001 erschienen ist. Schade, dass das Bild auf dem Cover in dieser Ausgabe verändert wurde, denn der Autor erwähnt in seinem Vorwort ein Kreuz aus Nägeln, aus einer verfallenen Kirche in Russland, das ihm geschenkt wurde, und das auf dem Einband zu sehen sein sollte.

Nicht nur in der Passionszeit, eignet sich dieses Buch für die tägliche Andacht, oder um besser zu verstehen, welche Bedeutung der Tod Jesu für uns heute hat.

Veröffentlicht am 15.06.2018

Einfachheit und Achtsamkeit

Es gibt so viel, was man nicht muss
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Tomas Sjödin ist ein schwedischer Pastor und Autor. Neben mehreren Büchern, schreibt er auch Kolumnen für eine schwedische Zeitung. In diesem Buch sind 77 dieser Artikel zusammengefasst. Die Themen sind ...

Tomas Sjödin ist ein schwedischer Pastor und Autor. Neben mehreren Büchern, schreibt er auch Kolumnen für eine schwedische Zeitung. In diesem Buch sind 77 dieser Artikel zusammengefasst. Die Themen sind genauso vielfältig wie alltäglich. Sie laden ein zu einem bewussteren Leben.

Ganz offen erzählt der Autor von seiner Trauer über den Tod seiner beiden Söhne. Er zweifelt an Gott, und doch hält er sich an ihn fest. Er kann sich ein Leben ohne das Gebet nicht vorstellen. Viele seiner Geschichten drehen sich um alltägliche Begegnungen, durch die er einen tieferen Sinn entdeckt. Auch in seiner Kindheit hat er, durch das Vorbild seiner Eltern, wichtige Erkenntnisse gewonnen. Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen Einfachheit, Glauben und Liebe durch das Buch.

Dieses Buch muss nicht von vorne bis hinten gelesen werden. Die einzelnen Texte können unabhängig voneinander gelesen werden, und eignen sich auch gut zum Vorlesen. Jeder wird vermutlich von einigen Texten mehr, von anderen weniger angesprochen werden, aber insgesamt regen die Texte zum Nachdenken an, und vermitteln wichtige Lebensweisheiten. Eine ausführlichere Bewertung ist auf strickleserl.com zu finden.

Veröffentlicht am 13.06.2018

Wichtige Fakten

Der Islam aus dem Blickwinkel der BIbel
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Gehört der Islam zu Deutschland? Immer wieder kommt diese Frage auf. Das Problem ist vermutlich, dass viele Menschen nicht wirklich wissen, was im Koran steht und was Moslems glauben. Dieses Buch untersucht ...

Gehört der Islam zu Deutschland? Immer wieder kommt diese Frage auf. Das Problem ist vermutlich, dass viele Menschen nicht wirklich wissen, was im Koran steht und was Moslems glauben. Dieses Buch untersucht vor allem die Frage, ob der Jesus der Bibel identisch ist mit dem Isa des Korans.

Der Autor legt am Anfang des Buchs die Grundlage für seine weiteren Erklärungen. Er schreibt über Religionen allgemein, über Irrlehren und die Wahrheit der Bibel. Dabei steht für ihn fest, dass die Bibel zuverlässig und vertrauenswürdig ist. Vor allem die vielen erfüllten Prophetien sprechen für diesen Anspruch.

Sehr ausführlich stellt dann der Autor die wichtigsten Informationen über den Jesus der Bibel zusammen. Danach beschreibt er den Isa des Korans, und anschließend vergleicht er beide. Eindringlich zeigt er, dass Jesus und Isa nicht identisch sein können, es spricht zu viel dagegen. Im letzten Drittel des Buchs geht es dann allgemeiner um einen Vergleich zwischen dem Christentum und dem Islam. Vor allem das Gottesbild unterscheidet sich sehr. Aber auch die Einstellung zu Gewalt und die Vorstellung des Paradieses ist in beiden Religionen völlig anders. Der Autor stellt fest, dass Moslems einen anderen Gott anbeten als die Christen. Eine Vermischung von beiden Religionen macht keinen Sinn. Dabei merkt man beim Lesen die Liebe des Autors zu dem Gott der Bibel, der in Liebe auf uns zugeht, der wahrhaftig und zuverlässig ist, und der uns nicht um Ungewissen lässt, ob wir in den Himmel kommen werden oder nicht.

Ein informatives und erhellendes Buch, das jeder lesen sollte, der mehr über den Islam wissen möchte. Dabei ist vor allem das letzte Drittel des Buchs interessant, da es eine Fülle von Informationen enthält. Es ist sehr gut geeignet, um den Islam besser zu verstehen. Da der Autor oft mit der Bibel argumentiert, wird ein überzeugter Moslem, der noch nicht dieses Vertrauen in die Bibel hat, vermutlich weniger empfänglich für die Argumente dieses Buchs sein.

Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 12.06.2018

Täter und Opfer

Das Finkenmädchen
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Birdy heißt eigentlich Felicitas oder Fliss, aber sie möchte die Namen ihrer Kindheit am liebsten vergessen. Nicht vergessen kann sie jedoch was sie bei „ihm“ und „ihr“ erlebte. Als kleine Mädchen versuchte ...

Birdy heißt eigentlich Felicitas oder Fliss, aber sie möchte die Namen ihrer Kindheit am liebsten vergessen. Nicht vergessen kann sie jedoch was sie bei „ihm“ und „ihr“ erlebte. Als kleine Mädchen versuchte sie sich Gehör zu verschaffen, aber die Erwachsenen in ihrer Umgebung waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt um auf ein kleines, lernbehindertes Mädchen zu hören. Nun ist sie erwachsen und im Gefängnis. Angenehmer als eine richtige Justizvollzugsanstalt, sollen die Insassen in der „Farm“ auf das Leben draußen vorbereitet werden. Sie leben in Wohngemeinschaften und haben relativ viel Freiheit. Jeder hat eine Aufgabe und Birdys Aufgabe ist die Pflege der Finken, die gezüchtet und verkauft werden. So kam sie auch zu ihrem Spitznamen.

Kurz vor ihrer Entlassung kommt Rose in dieselbe Anstalt. Ihr prominenter Mann starb unter mysteriösen Umständen, und weil sie von seiner Lebensversicherung profitierte, wurde sie für seinen Tod verantwortlich gemacht. Rose war früher die Nachbarin der kleinen Fliss, aber sie erkennt die inzwischen erwachsene Frau nicht wieder. Birdy jedoch weiß genau wer Rose ist, und sie hat eine Rechnung mit ihr zu begleichen.

Beide Frauen erzählen abwechselnd ihre Geschichte, und nach und nach wird das ganze Geschehen aufgerollt, sowohl Birdys teilweise traumatische Kindheit, als auch die entscheidenden Ereignisse in Roses Leben, vor allem als untertänige Frau an der Seite ihres bekannten Mannes. Einen besonderen Beitrag leistet dieses Buch, indem es Verständnis für die Opfer weckt; dabei ist nicht nur das kleine Kind ein Opfer, sondern auf ganz andere Weise auch die Frau an der Seite des Täters und seine Kinder.

Eine gutgeschriebene Geschichte, die bis zum Schluss spannend bleibt. Auch wenn manche Szenen traurig oder gar erschütternd sind, weckt die Erzählung den Wunsch beim Leser das Kleine zu beschützen, so wie Birdy ihre geliebten Vögel umsorgt und beschützt. Wie wichtig es ist genau hinzuhören und hinzusehen, und die Worte von Kindern ernst zu nehmen, ist Birdy ein großes Anliegen, denn das hat sie in ihrer Kindheit schmerzlich vermisst. Und die Überlegungen von Rose, wie ein kleines Ereignisse das ganze Leben eines Menschen verändern kann, regen dazu an achtsam mit anderen umzugehen.

Eine berührende und lesenswerte Erzählung über Mitmenschlichkeit und dem Schutz der Kleinen.

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