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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2018

Auch die schlimmsten Kindheitswunden können heilen

Veronika beschließt zu leben
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Veronika und Susan werden beide im Jahr 1947 geboren. Veronika wächst in einem lieblosen Zuhause in Hamburg auf. Sie sehnt sich vergeblich nach Zuwendung und Liebe. Ihre Mutter macht ihr deutlich, dass ...

Veronika und Susan werden beide im Jahr 1947 geboren. Veronika wächst in einem lieblosen Zuhause in Hamburg auf. Sie sehnt sich vergeblich nach Zuwendung und Liebe. Ihre Mutter macht ihr deutlich, dass sie ungewollt war, und dass sie die Schuld an die schwierige Ehe ihrer Eltern trägt. Veronika zerbricht fast unter dieser Last, und schließlich versucht sie sich das Leben zu nehmen.

Susan hingegen wächst in einem liebevollen Elternhaus auf. Sie ist hübsch und begabt, und wird vor allem von ihrem Vater verwöhnt. Sie möchte berühmt werden, was ihr auch zuerst mit ihrem Gesang, und später als Schauspielerin gelingt. Doch obwohl sie bessere Voraussetzungen hatte als Veronika, zerbricht schließlich alles, was sie sich aufgebaut hat. Sie muss erkennen, dass die Liebe, die ihr entgegengebracht wurde, teilweise nicht ihr galt, sondern ihren Leistungen und ihrer Karriere. Auch sie verliert jeden Lebensmut.

Während Veronikas Geschichte die Erlebnisse der Autorin wiedergeben, beruht die Beschreibung von Susans Lebens auf bekannte Eckdaten einer prominenten Frau, der Rest ist fiktiv. Das Buch verfolgt das Leben beider Frauen abwechselnd, von 1947 bis 1976. Beide hören von Jesus und überlegen umzukehren, aber nur eine der beiden Frauen trifft diese Entscheidung.

Der Titel dieses Buchs ist wohl eine Anspielung auf das bekannte Buch „Veronika beschließt zu sterben“. Es will aufzeigen, dass die Umstände zwar einen Menschen formen, aber dass trotzdem jeder die Möglichkeit hat etwas aus seinem Leben zu machen. Walter Nitsche, Leiter der Arbeitsgemeinschaft seelsorgerlicher Berater, greift in seinem Nachwort noch einmal typische und entscheidende Verletzungen in Veronikas Leben auf, und betont, dass wie hilfreich Seelsorge sein kann.

Auch wenn manches an den beiden Lebensgeschichten ein bisschen zu konstruiert wirkt, ist dieses Buch ein wertvolles und hilfreiches Buch, das durch den flüssigen Schreibstil und der interessanten Geschichte schnell gelesen ist.

Veröffentlicht am 18.07.2018

Eine lange, emotionsgeladene Suche

Dhanyavaad Mama
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Isabel wird, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester, als Baby von deutschen Eltern adoptiert. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, reisen ihre Eltern nach Delhi, um die Geschwister in einem Kinderheim ...

Isabel wird, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester, als Baby von deutschen Eltern adoptiert. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, reisen ihre Eltern nach Delhi, um die Geschwister in einem Kinderheim der „Missionaries of Charity“ abzuholen, einer Organisation, die auf Mutter Theresa zurückgeht.

Isabel realisiert als Kind, dass sie aus einem anderen Land adoptiert wurde. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, möchte sie mehr über ihre Herkunft erfahren. Als junge Erwachsene macht sie sich auf die Suche. Ihre liebevollen Adoptiveltern unterstützen sie dabei. Im Laufe von mehreren Reisen nach Indien kann sie nach und nach die Frage nach ihrer Abstammung beantworten. Obwohl es bei dieser emotionsgeladenen Suche viele Hindernisse und Schwierigkeiten gibt, lernt sie schließlich ihre indische Familie kennen.

Dem Leser wächst die hübsche Isabel schnell ans Herz. Offen berichtet sie in diesem Buch von ihrer Suche, und auch von ihrer Gefühlswelt bei dem Auf und Ab ihrer abenteuerlichen Suche. Das Buch liest sich stellenweise wie ein Krimi, zu gerne möchte der Leser gemeinsam mit der Autorin aufdecken, was tatsächlich im Jahr 1989 in Indien geschah.

Aber es geht nicht nur um die Adoption. Isabel lässt den Leser dieses bunte Land mit ihren Augen sehen. Mehrere abenteuerliche Zugfahrten, festliche Paraden, das ständige Verkehrschaos, und nicht zuletzt das gelegentliche Gefühl als Westler ausgenutzt zu werden, runden diesen faszinierenden Adoptionsbericht ab. Zahlreiche Bilder ergänzen den Text. Stellenweise erinnert die Erzählung zum Schluss ein bisschen zu sehr an Tagebucheinträge, was aber auch verständlich ist.

Insgesamt ein gut lesbares und empfehlenswertes Buch, vor allem für Menschen, die sich für das Thema Auslandsadoption oder für das Leben in Indien interessieren.

Veröffentlicht am 16.06.2018

Es gibt keine größere Liebe …

Weil du es ihm wert bist
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Max Lucado gehört zu den beliebtesten Autoren Amerikas. Es ist nicht nur der Autor von fast 100 Büchern, sondern auch Pastor einer Gemeinde in Texas. In diesem Buch geht es in fünfzehn kurzen Kapiteln ...

Max Lucado gehört zu den beliebtesten Autoren Amerikas. Es ist nicht nur der Autor von fast 100 Büchern, sondern auch Pastor einer Gemeinde in Texas. In diesem Buch geht es in fünfzehn kurzen Kapiteln um den Tod Jesu am Kreuz. Die einzelnen Kapitel beginnen mit einigen passenden Bibelversen, und dann folgt meistens ein Erlebnis des Autors, z.B. sein einschüchternder Besuch einer Damenabteilung, weil er seiner Frau ein Geschenk kaufen wollte. An diesem Beispiel zeigt er, wie viel größer Gottes Liebe ist, weil er für uns Mensch wurde.

Er betrachtet nacheinander die einzelnen Szenen vor der Kreuzigung und unter dem Kreuz. Von dem Speichel der Soldaten, der Dornenkrone und den Nägeln, bis hin zu den Leichentüchern und dem leeren Grab, bringt er dieses weltverändernde Geschehen hinein in unseren Alltag. Er schreibt mit Humor von seinen Erlebnissen, und malt immer wieder dem Leser Gottes große Liebe vor Augen.

Diese Ausgabe ist eine Neuauflage der deutschen Ausgabe, die erstmals im Jahr 2001 erschienen ist. Schade, dass das Bild auf dem Cover in dieser Ausgabe verändert wurde, denn der Autor erwähnt in seinem Vorwort ein Kreuz aus Nägeln, aus einer verfallenen Kirche in Russland, das ihm geschenkt wurde, und das auf dem Einband zu sehen sein sollte.

Nicht nur in der Passionszeit, eignet sich dieses Buch für die tägliche Andacht, oder um besser zu verstehen, welche Bedeutung der Tod Jesu für uns heute hat.

Veröffentlicht am 15.06.2018

Einfachheit und Achtsamkeit

Es gibt so viel, was man nicht muss
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Tomas Sjödin ist ein schwedischer Pastor und Autor. Neben mehreren Büchern, schreibt er auch Kolumnen für eine schwedische Zeitung. In diesem Buch sind 77 dieser Artikel zusammengefasst. Die Themen sind ...

Tomas Sjödin ist ein schwedischer Pastor und Autor. Neben mehreren Büchern, schreibt er auch Kolumnen für eine schwedische Zeitung. In diesem Buch sind 77 dieser Artikel zusammengefasst. Die Themen sind genauso vielfältig wie alltäglich. Sie laden ein zu einem bewussteren Leben.

Ganz offen erzählt der Autor von seiner Trauer über den Tod seiner beiden Söhne. Er zweifelt an Gott, und doch hält er sich an ihn fest. Er kann sich ein Leben ohne das Gebet nicht vorstellen. Viele seiner Geschichten drehen sich um alltägliche Begegnungen, durch die er einen tieferen Sinn entdeckt. Auch in seiner Kindheit hat er, durch das Vorbild seiner Eltern, wichtige Erkenntnisse gewonnen. Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen Einfachheit, Glauben und Liebe durch das Buch.

Dieses Buch muss nicht von vorne bis hinten gelesen werden. Die einzelnen Texte können unabhängig voneinander gelesen werden, und eignen sich auch gut zum Vorlesen. Jeder wird vermutlich von einigen Texten mehr, von anderen weniger angesprochen werden, aber insgesamt regen die Texte zum Nachdenken an, und vermitteln wichtige Lebensweisheiten. Eine ausführlichere Bewertung ist auf strickleserl.com zu finden.

Veröffentlicht am 13.06.2018

Wichtige Fakten

Der Islam aus dem Blickwinkel der BIbel
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Gehört der Islam zu Deutschland? Immer wieder kommt diese Frage auf. Das Problem ist vermutlich, dass viele Menschen nicht wirklich wissen, was im Koran steht und was Moslems glauben. Dieses Buch untersucht ...

Gehört der Islam zu Deutschland? Immer wieder kommt diese Frage auf. Das Problem ist vermutlich, dass viele Menschen nicht wirklich wissen, was im Koran steht und was Moslems glauben. Dieses Buch untersucht vor allem die Frage, ob der Jesus der Bibel identisch ist mit dem Isa des Korans.

Der Autor legt am Anfang des Buchs die Grundlage für seine weiteren Erklärungen. Er schreibt über Religionen allgemein, über Irrlehren und die Wahrheit der Bibel. Dabei steht für ihn fest, dass die Bibel zuverlässig und vertrauenswürdig ist. Vor allem die vielen erfüllten Prophetien sprechen für diesen Anspruch.

Sehr ausführlich stellt dann der Autor die wichtigsten Informationen über den Jesus der Bibel zusammen. Danach beschreibt er den Isa des Korans, und anschließend vergleicht er beide. Eindringlich zeigt er, dass Jesus und Isa nicht identisch sein können, es spricht zu viel dagegen. Im letzten Drittel des Buchs geht es dann allgemeiner um einen Vergleich zwischen dem Christentum und dem Islam. Vor allem das Gottesbild unterscheidet sich sehr. Aber auch die Einstellung zu Gewalt und die Vorstellung des Paradieses ist in beiden Religionen völlig anders. Der Autor stellt fest, dass Moslems einen anderen Gott anbeten als die Christen. Eine Vermischung von beiden Religionen macht keinen Sinn. Dabei merkt man beim Lesen die Liebe des Autors zu dem Gott der Bibel, der in Liebe auf uns zugeht, der wahrhaftig und zuverlässig ist, und der uns nicht um Ungewissen lässt, ob wir in den Himmel kommen werden oder nicht.

Ein informatives und erhellendes Buch, das jeder lesen sollte, der mehr über den Islam wissen möchte. Dabei ist vor allem das letzte Drittel des Buchs interessant, da es eine Fülle von Informationen enthält. Es ist sehr gut geeignet, um den Islam besser zu verstehen. Da der Autor oft mit der Bibel argumentiert, wird ein überzeugter Moslem, der noch nicht dieses Vertrauen in die Bibel hat, vermutlich weniger empfänglich für die Argumente dieses Buchs sein.

Sehr empfehlenswert!