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Veröffentlicht am 10.07.2018

Wenn die Bücher rufen....

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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Samir hat sein Leben satt. Er versucht es jetzt bei der roten Garde des weißen Königs und hofft auf ein ruhiges und gut bezahltes Leben. Seine gelernten Fähigkeiten bei der Diebesgilde der Elstern macht ...

Samir hat sein Leben satt. Er versucht es jetzt bei der roten Garde des weißen Königs und hofft auf ein ruhiges und gut bezahltes Leben. Seine gelernten Fähigkeiten bei der Diebesgilde der Elstern macht ihm den Einstieg in die Garde viel zu leicht.
Dort wird er jedoch nicht wie erhofft in die Leibwächtergarde des Königs, sondern in die Bücherstadt zur Bewachung der dortigen Tore abkommandiert. Sam ist beeindruckt von dieser Stadt voller Bücher, die scheinbar kilometerweit und unendlich tief unter der oberen Stadt Mythia liegt.
Dort lernt er Kani, eine der Dienerinnen des Königs kennen, die er vor einem scheinbar mythischen Vogelwesen rettet. Die Rettung jedoch bringt in mitten hinein in ein Abenteuer, welches er kaum glauben kann.
Kanis Vater, ein belesener Universitätsprofessor will mit Hilfe seiner Tochter Kani die mythischen Wesen retten, doch das gelingt scheinbar nur mit der Hilfe des magischen Buches, welches die magische Wüstenhexe stets bei sich trägt.
Das erste Abenteuer in der magischen unterirdischen Bücherstadt kann also beginnen und wir treffen auf krächzende Vogelwesen, galoppierende Hufmenschen und auf eine Armee magischer Assassinen, deren Ziel Sami und Kani erst viel zu spät erahnen.
Ein gelungener und spannender Auftragt von Akram El-Bahay einer mir bisher unbekannten Trilogie. Ich mag den feinen Humor von El-Bahay, der es schafft, Samirs nicht endende Trauer und Kanis unerschütterlicher Glauben an die Macht der Bücher in eine wunderbare Geschichte zu stecken, die für mich hoffentlich noch nicht so schnell enden wird.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um meine Rezension und um mein Bildmaterial handelt. Das Buch wurde von mir selbst gekauft! #Werbung ohne Gegenleistung!

Veröffentlicht am 21.06.2018

Eintauchen in eine so unbekannte Welt

Im Bann des Ozeans
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Starten Sie mit Robert Hofrichter eine Expedition in die Wunderwelt der Tiefe. Ich liebe Dokumentationen über das Meer, die Südsee und über außergewöhnliche Meeresbewohner und war erstaunt, dass sich diese ...

Starten Sie mit Robert Hofrichter eine Expedition in die Wunderwelt der Tiefe. Ich liebe Dokumentationen über das Meer, die Südsee und über außergewöhnliche Meeresbewohner und war erstaunt, dass sich diese wunderbare „Unterwelt“ auch zwischen zwei Buchdeckeln mit Begeisterung erzählen lässt.

Hofrichter versteht es geschickt den Leser mit der Geburt der Ozeane über die Physik dieses Wunderwerks in die Welt der Meerestiere eintauchen zu lassen. Mit viel Witz und natürlich auch dem Fachwissen begleiten wir Kuriositäten der Meere, magische Baumeister und Filmstars hinweg zu den Ursprüngen.

„Im Bann des Ozeans“ mahnt von der Empfindlichkeit dieser faszinierenden Meereswelt, lässt den Leser aber nicht mit einem schlechten Gewissen zurück. Mit zahlreichen Bildern und kleinen eigenen Erlebnissen des Forschers steigt man hinab in die Tiefe zu uns unbekannten Welten, die längst noch nicht gänzlich erforscht sind.

Man taucht ein in die unbekannte Welt der großen Ozeane und ist erstaunt, wie wenig man eigentlich über dieses so schützenswerte Stück unserer Erde weiß.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Was ist schon normal?

Spinster Girls – Was ist schon normal?
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Was ist schon normal? Diese Frage hat sich ja schon jeder einmal gestellt und man sollte sie sich auch ab und an noch regelmäßig stellen.

Evelyn allerdings, scheint jenseits von Normal zu sein. Frisch ...

Was ist schon normal? Diese Frage hat sich ja schon jeder einmal gestellt und man sollte sie sich auch ab und an noch regelmäßig stellen.

Evelyn allerdings, scheint jenseits von Normal zu sein. Frisch aus einer langanhaltenden Zwangsstörung hat sie es endlich wieder zur Schule geschafft und kämpft dort alltäglich gegen ihre Sucht.

Ihr gelingt es neue Freundschaft mit Lottie und Amber zu schließen, begibt sich trotz Bedenken ihrer Therapeutin Sarah auf Dates und endet in einem Desaster.

Aber was wäre das Leben eines Teenagers, wenn er daraus nicht lernen würde? Doch Evie vergisst den ersten Typen und steigt gleich ins nächste Abenteuer und trifft auf Oli, der ihr erschreckenderweise den Spiegel offen und ehrlich vorhält. Gedrängt von der verzweifelten Suche nach der Liebe und dem so heilenden geliebtwerden missachtet Evie alle Warnhinweise und Selbstbeobachtungen.

Einzig Lottie und Amber, die den Club der Spinster-Girls gründen und von nun an für den reinen Feminismus kämpfen, helfen Evie mehr als einmal unbekannter Weise aus dieser bitteren Falle des Selbstzweifels.

Holly Bourne hat mit „Spinster Girls“ und dem ersten Teil – Was ist schon normal – eine wunderbare Trilogie über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens geschaffen. Begleitet von Evie sieht man nunmehr Menschen mit Zwangsstörungen aus einem ganz anderen Licht und es macht einem einfach, den wahren Menschen dahinter zu erkennen.

Man fiebert mit Evie durch die Kapitel, hofft inständig, dass das nächste Date ein Volltreffer wird und denkt gerne an die eigene Zeit der Dates und schrecklichen Partys zurück. Mit ihren Freundinnen Lottie und Amber hält das Thema Feminismus endlich Einzug in unsere Jungendzimmer zurück!

Ich freue mich auf den nächsten Teil!

Veröffentlicht am 20.06.2018

Ein gelungener erster Teil der fünfteiligen Cazalet-Saga.

Die Jahre der Leichtigkeit
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Mit „Die Jahre der Leichtigkeit“ führt uns Elizabeth Jane Howard in den Süden Englands in die Jahre vor Kriegsbeginn.

Die reiche und bodenständige Familie Cazalet verbringt dort auf dem Land ihre Sommer. ...

Mit „Die Jahre der Leichtigkeit“ führt uns Elizabeth Jane Howard in den Süden Englands in die Jahre vor Kriegsbeginn.

Die reiche und bodenständige Familie Cazalet verbringt dort auf dem Land ihre Sommer. Während die drei Brüder nach und nach das Geschäft von Brig übernehmen, kümmern sich die Ehefrauen um den Haushalt. Von Nannys und Hauslehrerin begleitet findet auch die große Anzahl an Kindern eine Beschäftigung.

Doch die Zeit scheint im Umbruch. Chamberlain versucht, mit Deutschland Frieden zu schließen und der Familie steckt noch der letzte Krieg in den Knochen. Obwohl das Idyll nicht schöner sein könnte, trägt fast jedes Familienmitglied, ob Kind oder Erwachsener, ein kleines Geheimnis mit sich. Erst der drohende Krieg bringt alle wieder enger zusammen und sorgt für die eine oder andere Überraschung.

Wer auf Downton Abbey steht, wird diese Familie einfach lieben. Man überwindet mit diesen Familienmitgliedern Ehekrisen, Liebesaffären und fühlt die aufkommende Sorge des anstehenden Krieges.

Ein gelungener erster Teil der fünfteiligen Cazalet-Saga.

Veröffentlicht am 15.06.2018

Müssen wir so bleiben wie wir sind?

Das geheime Leben der Seele
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Die zentrale Frage, die man sich als Leser stellt: Wieso sind wir, wie wir sind? Und müssen wir so bleiben?
In den fünf zentralen Kapiteln befasst sich von Sabine Wery von Limont mit dem limbischen System, ...

Die zentrale Frage, die man sich als Leser stellt: Wieso sind wir, wie wir sind? Und müssen wir so bleiben?
In den fünf zentralen Kapiteln befasst sich von Sabine Wery von Limont mit dem limbischen System, dem Konsistenzprinzip, dem Krankheitsfall, der Psychosomatik und final mit dem Gleichgewicht.
Wer unter diesem Buch ein reines Fachbuch für Psychologen und Hirnforscher versteht, liegt falsch. Sabine Wery von Limont befasst sich mit der Seele des Menschen so, dass selbst Laien die zentralen Fragen und selbst medizinische Fachtexte umsetzten können.

Mit ausreichenden Beispielen von Ursache und Wirkung wird schnell klar, was uns Mensch eigentlich ausmacht, ob gänzlich erforscht oder nicht.

Mit feinem Humor und einem wirklich interessanten Schreibstil fällt es dem Leser leicht, sich ein eigenes und gutes Bild von seiner Seele, wie auch die von anderen zu machen und Sabine Wery von Limont versteht es ausgezeichnet, sich mit diesem nicht wirklich greifbaren Thema zu befassen.

Für mich ein gelungenes Sachbuch, was mich viel über die Seele und natürlich auch viel über mich selbst gelehrt hat.