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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2018

guter Schwedenkrimi

Sommernachtstod
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Was geschah mit dem fast 5-jährigen Billy, als er im Garten einem Kaninchen folgt? Er ist spurlos verschwunden, nur sein Schuh wird gefunden. Eine groß angelegte Suchaktion bleibt erfolglos. Kommissar ...

Was geschah mit dem fast 5-jährigen Billy, als er im Garten einem Kaninchen folgt? Er ist spurlos verschwunden, nur sein Schuh wird gefunden. Eine groß angelegte Suchaktion bleibt erfolglos. Kommissar Mansson ist für die Suche / die Ermittlungen verantwortlich. Schnell gibt es einen Verdächtigen, die Dorfbewohner urteilen schnell. Die Mutter kommt mit dem Verlust nicht klar, sie ist zunächst schwer krank, als dann eigentlich eine Besserung in Sicht ist, nimmt sie sich das Leben. Auch der Vater ist von Geschehnissen gezeichnet.

Das Buch erzählt zum einen im Sommer 1983, als Billy verschwand. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt in der Gegenwart. Vera, die Schwester von Billy ist Gesprächstherapeutin. Sie leidet als Erwachsene immer noch an dem Verschwinden von Billy. Als in einer Gesprächsrunde ein bisher unbekannter Mann von einem verschwundenen Kind aus seiner Kindheit erzählt, ist bei Vera Billys Verschwinden wieder absolut präsent. Wer ist der Mann und was ist damals tatsächlich passiert?


In einem insgesamt spannenden Kriminalroman erfährt der Leser die gesamte Tragweite mit einem für mich unerwarteten Ausgang.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Ein eher 'ruhiger' Thriller, aber dennoch fesselnd

Wahrheit gegen Wahrheit
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Die ersten Seiten des Buches haben mich doch tatsächlich etwas irritiert zurück gelassen, bis ich dann das Unglaubliche begriffen hatte: Viv arbeitet bei der CIA, ihre Aufgabe ist die Suche nach russischen ...

Die ersten Seiten des Buches haben mich doch tatsächlich etwas irritiert zurück gelassen, bis ich dann das Unglaubliche begriffen hatte: Viv arbeitet bei der CIA, ihre Aufgabe ist die Suche nach russischen Spionen, dabei stößt sie auf ein Foto von ihrem Ehemann. Matt ist die Liebe ihres Lebens, seit 10 Jahren sind sie ein Paar. Die beiden leben mit den gemeinsamen Kindern ein erfülltes Familienleben. Viv kann es gar nicht glauben, aber es ist Matt auf dem Foto. Dennoch ist sie fest überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss. Als Viv Matt mit dem Thema konfrontiert, rechnet sie damit, dass Matt alles abstreitet, doch er gibt es zu. Auf die Frage von Viv: "wie lange schon", antwortet der 37-jährige Matt: "22 Jahre".
Basiert ihre Liebe, ihre Familie mit den Kindern auf einer extra dafür konzipierten Lüge?

Der Schreibstil liest sich flott und flüssig, somit ist das gesamte Buch mit seinen insgesamt knapp 350 Seiten zügig gelesen. Das Buch ist aus der Sicht von Vivian geschrieben, was ich sehr gelungen finde, somit baut sich eine Spannung auf, weil der Leser die andere Betrachtungsweise nicht kennt.

Dieser insgesamt doch eher 'ruhigere' Thriller hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 16.06.2018

wahre Freundinnen

Wir sehen uns im Sommer
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Asa Hellberg mit ihrer passenden Art für Frauen um die fünfzig zu schreiben, überzeugt auch mit ihrem aktuellen Wohlfühlroman.

Das Buch beginnt mit einem Brief von Sonja. Sonja ist eine der vier Freundinnen, ...

Asa Hellberg mit ihrer passenden Art für Frauen um die fünfzig zu schreiben, überzeugt auch mit ihrem aktuellen Wohlfühlroman.

Das Buch beginnt mit einem Brief von Sonja. Sonja ist eine der vier Freundinnen, sie weiß, dass ihr Leben zu Ende geht. Sie hatte sich für jede der Freundinnen etwas Besonderes überlegt und dafür alles in die Wege geleitet. Und nun möchte sie, dass ihre Asche an Orte gebracht wird, die Sonja zu Lebzeiten sehr viel bedeutet haben.

Fünf Jahre später sind die Freundinnen Sonjas letztem Wunsch immer noch nicht nachgekommen. Mehrfach hatten sie einen Anlauf für die gemeinsame Reise genommen, aber irgendetwas kam immer dazwischen.

Jede der drei Freundinnen hat ihr Päckchen zu tragen. Im Moment durchlebt Rebecca eine Phase der tiefen Trauer, vor einigen Monaten hat sie ihren geliebten Mann verloren. Sie kann sich nicht vorstellen in dieser für sie so schwierigen Zeit, die Reise mit Maggan und Susanne anzutreten. Doch Maggan und Susanne können Rebecca überreden und endlich die Reise für Sonja unternehmen.

Die Briefe und die Geschichte von Sonja sind der rote Faden des Buches. Einiges aus dem Leben von Sonja wussten die Freundinnen bis dahin nicht. Lesenswerter fand ich allerdings, welche Veränderungen sich bei Maggan, Rebecca und Susanne ereignet haben.

So ergibt sich insgesamt ein absolut runder und sehr lesenswerter Wohlfühlroman.

Veröffentlicht am 26.05.2018

Eine wahre Geschichte übers Freisein und die große Liebe

Die Magnolienfrau
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Der Untertitel, den ich auch als Titel für meine Rezension gewählt habe, finde ich absolut passend. Dieses Buch ist im Genre 'Sachbuch' erschienen, das hatte mich zunächst vom Lesen zurückgehalten. Dieses ...

Der Untertitel, den ich auch als Titel für meine Rezension gewählt habe, finde ich absolut passend. Dieses Buch ist im Genre 'Sachbuch' erschienen, das hatte mich zunächst vom Lesen zurückgehalten. Dieses ist ein sehr gelungenes Buch, in dem Sabrina de Stefani aus ihrem Leben berichtet - sie hat einiges erleben müssen. Der Schreibstil ist leicht und verständlich, ich konnte gut in Sabrinas Geschichte eintauchen.

Sabrina wuchs bei ihrer Großmutter auf, sie wurde mit einer verkrümmten Wirbelsäule geboren und musste die ersten drei Lebensjahre im Gipsbett verbringen. Im Frühjahr und Sommer wurde sie von ihrer Großmutter im Kinderwagen unter einen Magnolienbaum gestellt. Seit je her spürt sie die Kraft, die ihr ein Magnolienbaum gibt. Sabrina ist auf der Suche nach einem erfüllten Leben. Diese Erfüllung scheint sie in Indien zu finden, doch dann kommt alles anders.

Sehr beeindruckend finde ich, wie die Autorin es geschafft hat, eine beginnende Unzufriedenheit zu hinterfragen und dann auch die Bereitschaft, Änderungen in Angriff zu nehmen.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Ein schönes Sommerbuch

Eine Liebe in Apulien
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Bereits das Cover verspricht eine herrliche Lektüre für den Sommer und genau das ist dieses Buch auch.

Viola durchlebt eine schwere Zeit. Sie hat gerade ihren Job verloren und ihre Beziehung ist gescheitert. ...

Bereits das Cover verspricht eine herrliche Lektüre für den Sommer und genau das ist dieses Buch auch.

Viola durchlebt eine schwere Zeit. Sie hat gerade ihren Job verloren und ihre Beziehung ist gescheitert. Zu alledem erhält sie in dieser ohnehin schon schweren Zeit die Nachricht, dass ihre geliebte Großmutter Adele gestorben ist. Viola bereut es, dass sie ihre Großmutter seit zwei Jahren nicht mehr besucht hat. Aber regelmäßige Telefonate haben den Kontakt zu ihr gehalten.

Viola reist mit ihren Eltern nach Apulien in Süditalien, wo ihre Großmutter auf einem einst wunderschönen Gutshof gelebt hat. Als sie dort ankommt, muss sie die nächste Erkenntnis erleben, dass das alte Gut seit Violas letzem Besuch mächtig heruntergekommen ist.

Völlig überraschend hinterlässt die Großmutter Viola ihr Hab und Gut sowie das Anwesen. Viola fällt die Entscheidung nicht leicht, ob sie die Herausforderung, die ihre Großmutter ihr übertragen hat, annehmen soll. Aber sie weiß auch, dass ihre Großmutter eine besondere Gabe hatte und dass sie Entscheidungen sehr bewusst getroffen hat.

Insgesamt ist dieses eine wunderbar locker leichte Sommerlektüre. Allerdings hätte ich mir den Schluss des Buches etwas vollständiger gewünscht, da hätte die Geschichte noch etwas weitergehen können.