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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2018

Was ist geschehen in Birchwood Manor?

Die Tochter des Uhrmachers
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Kate Morton gelingt es auch mit diesem Buch, den Leser in unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Welten eintauchen zu lassen.


Dieser Roman erzählt zu unterschiedlichen Zeiten. Unter anderem im ...

Kate Morton gelingt es auch mit diesem Buch, den Leser in unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Welten eintauchen zu lassen.


Dieser Roman erzählt zu unterschiedlichen Zeiten. Unter anderem im Jahr 1862 und auch in der Gegenwart.

In der Gegenwart lesen wir von Elodie. Sie arbeitet in London als Archivarin. Dabei stößt sie zufällig auf eine alte Skizze, darauf zu erkennen ist ein Haus. Dieses Haus ist ganz eindeutig das Haus, von dem ihre Mutter ihr in ihrer Kindheit Gutenachtgeschichten erzählt hat. Es sind Erinnerungsfetzen, die sie nicht greifen kann. Und dann findet Elodie auch noch ein Foto von einer jungen Frau, die ihr sehr vertraut vorkommt. Das ganze lässt ihr keine Ruhe und sie begibt sich auf eine Reise.

Im Sommer 1862 lädt der Künstler Edward Radcliff seine Künstlerfreunde nach Birchwood Manor ein. Dieser Sommer endet tragisch mit einem Tod.

Insgesamt ist es wieder ein wunderbarer Roman von Kate Morton, so wie ich es mir erhofft und gewünscht habe. Aber ich muss auch sagen, dass es eine kleine Herausforderung ist, die einzelnen Zeiten und Personen auseinander zu halten. Ich habe diese kleine Herausforderung gut bewältigt und hatte somit wunderschöne Lesestunden. Ganz vielen Dank dafür!

Fazit: "Die Tochter des Uhrmachers" ist ein wunderschönes Buch für gemütliche Lesestunden am Kamin.

Veröffentlicht am 20.10.2018

Wieder ein sehr berührender Roman von Dani Atkins

Das Leuchten unserer Träume
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Zunächst einmal möchte ich das wunderschön gestaltete Cover mit dem golden schimmernden Meer erwähnen.

Sophie ist eine erwachsene Frau, die ihre Zeit gerne zu Hause mit ihrem Kater Fred verbringt. Eines ...

Zunächst einmal möchte ich das wunderschön gestaltete Cover mit dem golden schimmernden Meer erwähnen.

Sophie ist eine erwachsene Frau, die ihre Zeit gerne zu Hause mit ihrem Kater Fred verbringt. Eines Nachts wacht sie auf und findet sich in einem Alptraum wieder: Das Mehrparteienhaus, wo Sophie in der Dachgeschosswohnung lebt, steht in Flammen. Das Feuer ist in dem Moment noch nicht in ihre Wohnung eingedrungen, aber durch das Treppenhaus kommt sie nicht mehr raus. Sie ist quasi in ihrer Wohnung gefangen. Ben rettet ihr das Leben. Seit dem Moment ist das Leben von Sophie quasi mit dem von Ben verbunden.

Bereits ab Seite 20 hat mich das Buch absolut gefesselt. Aber man spürt beim Lesen deutlich, dass die Autorin bewusst nicht alles preis gibt. Dadurch entwickelt sich eine Spannung, die lange gehalten werden kann.

Insgesamt ist es wieder ein wunderschöner und berührender Roman von Dani Atkins.

Veröffentlicht am 19.09.2018

Ein Buch zum Abtauchen

Die Sonnenschwestern
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Nach "Die Reise der Amy Snow" und "Die zwei Leben der Florence Grace" hat mir auch dieses dritte Buch von Tracy Rees sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil lädt wunderbar zum Abtauchen ein.

Dieses Buch wird ...

Nach "Die Reise der Amy Snow" und "Die zwei Leben der Florence Grace" hat mir auch dieses dritte Buch von Tracy Rees sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil lädt wunderbar zum Abtauchen ein.

Dieses Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt. In der Gegenwart geht es um Nora. In Noras Leben verändert sich kurz vor ihrem 40. Geburtstag gerade alles. Ihren Mann hat sie verlassen un ihren Job gekündigt. Nora und ihre Mutter hatten sich immer sehr nah gestanden, doch auch hier scheint sich eine Distanz aufzutun, für die Nora keine Erklärung hat.

In einem weiteren Handlungsstrang geht es um Chloe in den 1950-iger Jahren. Chloe ist ein junges Mädchen, das auch eine sehr gute Beziehung zu ihrer Mutter hat. Jedes Jahr im Sommer darf Chloe drei Wochen bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf am Meer verbringen. Sie genießt die Zeit dort sehr. Gleich im ersten Jahr freundet sie sich mit dem zwei Jahre jüngeren Llew an. Von da an verbringen sie jedes Jahr die meiste Zeit der drei Wochen im Sommer gemeinsam.

Ich persönlich fand des Handlungsstrang von Chloe interessanter. Im Verlauf des Buches erfährt der Leser, wie beide Handlungsstränge zusammenhängen und zum Ende hin verbinden sie sich auf wunderbare Weise miteinander.

Veröffentlicht am 09.08.2018

herzerwärmend

Ans Meer
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Dieser wunderschöne und kurzweilige Roman erstreckt sich über insgesamt 140 Seiten. Wir lesen von Anton, er ist Busfahrer. Diesen Beruf wollte er schon als Kind ausüben. Viele seiner Fahrgäste, wovon auch ...

Dieser wunderschöne und kurzweilige Roman erstreckt sich über insgesamt 140 Seiten. Wir lesen von Anton, er ist Busfahrer. Diesen Beruf wollte er schon als Kind ausüben. Viele seiner Fahrgäste, wovon auch einige Schulkinder sind, kennt er mit Namen und auch mit der jeweiligen Familiengeschichte. Eines Tages hat Carla eine ungewöhnliche Bitte: Carla weiß, dass sie bald sterben wird. Ihr größter Wunsch ist es, noch einmal das Meer zu sehen. Carla bittet Anton, dass er sie mit seinem Bus ans Meer fährt. Anton kann diese Bitte nicht abschlagen. Mit an Bord sind unter anderem einige Schulkinder und die demenzkranke Frau Prenosil.

Parallel dazu lesen wir von Doris, sie ist Antons Nachbarin, Anton hat sich in sie verliebt, aber irgendwie finden die beiden nicht so richtig zueinander.

Anton ist schon ein spezieller Typ. Auf der einen Seite sehr schüchtern aber unheimlich liebenswert und sympathisch. Anton als Protagonist macht dieses Buch so lesenswert, aber auch die anderen Charaktere sind wunderbar herausgearbeitet und beschrieben.

Insgesamt ist dieses ein wunderschönes Buch mit einer sehr herzerwärmenden Geschichte!

Veröffentlicht am 29.07.2018

Das letzte Viertel des Buches hat mir am besten gefallen und das Ende war richtig gut!

Der Schatten
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Wer "Die Falle" und "Die Wahrheit" von Melanie Raabe kennt und mag, für den ist auch dieses neue Buch etwas.

Der Schreibstil liest sich flüssig und gefällt. Melanie Raabe versteht es Spannung aufzubauen ...

Wer "Die Falle" und "Die Wahrheit" von Melanie Raabe kennt und mag, für den ist auch dieses neue Buch etwas.

Der Schreibstil liest sich flüssig und gefällt. Melanie Raabe versteht es Spannung aufzubauen und zu halten.

Norah ist Journalistin und gerade nach Wien gezogen. Vorher hat sie in Berlin gewohnt, zusammen mit ihrem Freund Alex, von dem hat sie sich getrennt. Gerade in Wien angekommen, wird sie von einer Bettlerin angesprochen, dass sie am 11. Februar einen Mann Namens Arthur Grimm ermorden wird. Norah kennt keinen Arthur Grimm, das Datum lässt ihr quasi das Blut in den Adern gefrieren.

Ihr Neuanfang in Wien läuft nicht so reibungslos, wie sie es sich gedacht hat. Ihr fehlen ihre Freunde und der Kontakt zu den neuen Kollegen fällt ihr nicht leicht. Theresa, die in der Wohnung über ihr wohnt, sucht Norahs Nähe, doch zu Theresa möchte Norah eigentlich keinen nähen Umgang: Theresa hat sehr viel Ähnlichkeit mit jemandem aus Norahs Vergangenheit.

Dann geschehen jede Menge merkwürdiger Dinge: mal ist es eine Zahnbürste, die verschwindet, mal liegt auf einmal ein weißes Plüschkaninchen in Norahs Wohnung.

Was geht da vor? Da das Meiste aus der Sicht von Norah erzählt wird, kennt der Leser das Gesamtbild nicht und man macht sich so seine Gedanken. Norah zweifelt an sich selber oder verrennt sie sich da in etwas?

Insgesamt ist "Der Schatten" ein spannender Thriller, wobei mir das letzte Viertel und das Ende am besten gefallen haben.