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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2018

Voller Witz und Humor

Müritz, Mord und Mückenstich
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Das Buch:

Frieda, ehemals engagierte Journalistin, die in einer Redaktion
von langweiligen Frauenzeitschriften gelandet ist, wird von
ihrem Mann mit einem Camping-Wochenende überrascht. Dumm nur,
dass ...

Das Buch:

Frieda, ehemals engagierte Journalistin, die in einer Redaktion
von langweiligen Frauenzeitschriften gelandet ist, wird von
ihrem Mann mit einem Camping-Wochenende überrascht. Dumm nur,
dass sie Campen hasst. Die Lage wird nicht besser, als direkt vor
ihrem Zelt ein Toter in einer Hängematte baumelt, Friedas Spürnase kitzelt,
und sie stürzt sich in einen Schlamassel aus
Lokalpolitik, Fremdgeherei, Ranger-Nationalpark-Gezoffe und
einer historischen Seidenraupenzucht - solange es ihre Übelkeit zulässt,
ist sie doch zum Schrecken ihres Mannes zum dritten Mal schwanger.

Fazit:

Die Autorin nimmt uns mit auf einen Campingplatz
an der wunderschönen Müritz.
Ab der ersten Seite ein höchst unterhaltsam geschriebenes Buch.
Die Schreibweise ist wunderbar.
Leicht und locker werden die Probleme der Camper beschrieben.
Man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Auch die Charaktere sind sehr liebevoll und sehr echt gestaltet.
Frieda ist eine sehr sympathische Frau, die so herrlich
unkonventionell einen Mord aufklärt.
Man lebt und leidet mit ihr.
Alles in allen ein frischer, sehr humorvoller und sympathischer Kriminalroman mit einer Ermittlung aus einem etwas anderen Blickwinkel.
Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 01.08.2018

Lucas der Anti-Held

Totes Gleis
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Inhalt:
West-Berlin, Sommer 1988.
Der Fernsehreporter Lucas Hermes steht beruflich und privat vor dem Aus.
Um wieder ins Geschäft zu kommen, braucht er dringend einen Knüller.
Als innerhalb von wenigen ...

Inhalt:
West-Berlin, Sommer 1988.
Der Fernsehreporter Lucas Hermes steht beruflich und privat vor dem Aus.
Um wieder ins Geschäft zu kommen, braucht er dringend einen Knüller.
Als innerhalb von wenigen Tagen drei Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben kommen,
beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren.
Für Hermes steht bald fest, dass die Spuren ins rechtsextreme Milieu führen.
Doch als mehrere Zeugen sterben und seine Mitstreiterin,
die attraktive Journalistin Anna Rademacher, entführt wird,
zeigt sich, dass weit mehr hinter der Sache steckt.

Ein spannender und sehr interessanter Kriminalroman.
Sehr gut geschrieben und mit etwas anderen Charakteren bestens besetzt.
Lucas Hermes ist alles andere als ein Held.
Als Journalist ist er immer auf der Suche nach einer Schlagzeile.
Der Krimi besticht durch seine atmosphärisch dichte und lebendige Beschreibung.
Spritzig und sehr Lehrreich wird die Zeit kurz vor dem Mauerfall präsentiert.
Die Orte sind anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.
Eine Ermittlung aus einem etwas anderen Blickwinkel.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten.
Ein sehr gut recherchierter Krimi.
Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 17.07.2018

Cosma Pongs kann es nicht lassen

Tot im Winkel
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Das Buch:
Ausgerechnet in einem einsamen Hotel im Moor führt
die Düsseldorfer Kriminalpolizei einen Profilingworkshop durch.
Da muss ja was passieren, glaubt Hobby-Krimiautorin Cosma Pongs
und mietet sich ...

Das Buch:
Ausgerechnet in einem einsamen Hotel im Moor führt
die Düsseldorfer Kriminalpolizei einen Profilingworkshop durch.
Da muss ja was passieren, glaubt Hobby-Krimiautorin Cosma Pongs
und mietet sich in das Hotel ein. Sehr zum Unmut ihrer Tochter,
Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs. Und tatsächlich:
Während Paula mit dem smarten Gerichtsmediziner Doc Fischgrät
einen lauschigen Abend in der Hotelbar verbringt,
stürzt der arrogante Star-Profiler vom Balkon seines Hotelzimmers
und landet direkt vor Cosmas Füßen. Ein Mord, das steht für Cosma außer Frage.

Tot im Winkel ist der zweite Band aus dieser Reihe.
Das schöne ist, man kommt sofort in die Geschichte rein
und es fehlen keine Informationen über Vergangenes.
Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Dass Ermittler-Duo Mutter und Tochter bringt richtig Schwung
in das Geschehen. Auch die anderen Charaktere sind bis in die Nebenrollen
wunderbar besetzt. Originell und sehr humorvoll wird ermittelt.
Oft in Anlehnung an Agatha Christi.
Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit erhalten.
Ein Buch, das große Lust auf mehr macht.
Allerbeste Unterhaltung bis zum überraschenden Ende.
Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 06.07.2018

Ein literarischer Hochgenuss.

Die Unruhigen
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Linn Ullmann erzählt uns eine fiktive? Geschichte
über ihre berühmten Eltern Liv Ullmann und Ingmar Bergmann.
Wie sie die Trennung der Eltern erlebt, ihre Sommerwochen
beim Vater und ihre Auslandsreisen ...

Linn Ullmann erzählt uns eine fiktive? Geschichte
über ihre berühmten Eltern Liv Ullmann und Ingmar Bergmann.
Wie sie die Trennung der Eltern erlebt, ihre Sommerwochen
beim Vater und ihre Auslandsreisen mit der Mutter.
Es ist nicht immer einfach, weil die Eltern eigentlich mit
ihrem eigenen Leben sehr ausgefüllt sind.

Ein sehr persönliches Buch, eine autobiografisch
gefärbte Erzählung. Ohne Pathos, fast nüchtern
erzählt die AutorIn von ihrem Leben mit den berühmten
Eltern. Einfühlsam und intensiv wird die Kindheit und
Jugend, die die Tochter im Sommer beim Vater erlebt hat wieder
gegeben. Die schreibweise ist teilweise sehr berührend
und man kann die Atmosphäre von damals förmlich greifen.
Besser und liebevoller kann man sich mit seinen Eltern
nicht auseinandersetzen.
Vor allem die Wiedergabe der Tonbandaufnahmen zwischen Vater
und Tochter gehen sehr zu Herzen.
Auch die nicht ganz einfache Kindheit mit der Mutter wird so liebenswert erzählt.
Ein literarischer Hochgenuss.

Veröffentlicht am 24.05.2018

Ein warmherziges Roadmovie

Ans Meer
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Carla möchte so gerne noch ein letztes Mal
das Meer sehen. Anton der Fahrer eines
Linienbusses hat ein gutes und weiches Herz.
Er lässt sich überreden. Sich einmal im Leben etwas
zuzutrauen und die ...

Carla möchte so gerne noch ein letztes Mal
das Meer sehen. Anton der Fahrer eines
Linienbusses hat ein gutes und weiches Herz.
Er lässt sich überreden. Sich einmal im Leben etwas
zuzutrauen und die Route ändern.
Anton und eine bunt gemischte Schar von Fahrgästen
bricht auf in den Süden.

Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Der Schreibstil ist wunderschön, einfühlsam und intensiv.
Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.
Was ist ein Leben ohne Überraschungen.
Ein jeder sollte sich trauen seinen Traum zu leben.
Dank kurzer Kapitel und wechselnden Perspektiven ist es
ein sehr kurzweiliges Buch.
Herzerwärmend aber nie kitschig.
Eine kurze Geschichte mit großem Inhalt.
Eine klare Leseempfehlung.