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Veröffentlicht am 24.01.2019

Dinosaurier!

Die ganze Welt der Dinosaurier
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Das Negative zuerst …. 15 Euro für 32 Seiten sind ganz schön teuer, aber das haben die Bücher von arsEdition so an sich (soweit sie mir vertraut sind und ich lese viele Bücher des Verlags …). Aber … das ...

Das Negative zuerst …. 15 Euro für 32 Seiten sind ganz schön teuer, aber das haben die Bücher von arsEdition so an sich (soweit sie mir vertraut sind und ich lese viele Bücher des Verlags …). Aber … das war es auch schon. Ich liebe dieses Buch. Es handelt sich um ein Bilderbuch mit ein bisschen Text, die Zielgruppe sind Kinder zwischen 4 und 6. Und es geht um Dinosaurier.
Eine kleine Rahmenhandlung führt in die Welt der Dinosaurier ein. Wundervolle Illustrationen machen den Text verständlich und vermutlich können sich Kinder Namen wie Parasaurolophus oder Micropachycephalosaurus ohne Probleme merken.
Die ganze Welt der Dinosaurier ist aber mehr als ein einfaches Bilderbuch. Manchmal wird der Leser auch gefordert und muss Gegenstände suchen oder Unterschiede erkennen.
Da werden auch die (Groß)Eltern gefordert.
Habe ich schon gesagt, dass ich das Buch liebe? Ja, das ist so. Abgesehen von Steinzeitmensch und Schabe sind die Dinosaurier (und andere) durchaus realistisch dargestellt, auf Verniedlichungen wird verzichtet.
So wird schon früh das Interesse an Dinosauriern geweckt und gefördert.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Beängstigend, auf klassische Weise

Der Vogelgott
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Das Buch erinnert an einen klassischen Schauerroman a la H. P. Lovecraft oder Edgar Allen Poe. Es passiert nicht viel, aber das, was nicht passiert (oder was passieren könnte) ist beeindruckender/beängstigender ...

Das Buch erinnert an einen klassischen Schauerroman a la H. P. Lovecraft oder Edgar Allen Poe. Es passiert nicht viel, aber das, was nicht passiert (oder was passieren könnte) ist beeindruckender/beängstigender als jeder Schockmoment.
Sprachlich wirkt der Roman altmodisch, es wird viel angedeutet, vieles im Unklaren gelassen und doch merkt man, dass der Schrecken in der heutigen Zeit stattfindet. Internet existiert, ist aber nicht hilfreich um dem Horror zu entgehen.
Die großen Alten hätten ihren Spaß am Vogelgott (der nie tatsächlich auftaucht und man nicht weiß, was real ist oder was tatsächlich passiert).
Röckel bescheibt, aber sie erklärt nichts und das macht diesen Roman so beängstigend.
Vier Sichtweisen des Vogelgottes (oder mytseriösen Vogelgestalten) wird anhand der Familie Weyde beschrieben. Jedes Familienmitglied kommt auf andere Art und Weise mit dem Wesen in Berührung.
Ich kann nicht sagen, dass das Buch spannend ist. Aber das muss es auch nicht sein. Es spielt mit dem Verlangen des Lesers mehr zu erfahren und dem Warten auf den großen Moment, wenn sich alles aufklärt. Der Leser entwickelt eine gewisse Anspannung jedenfalls erging es mir so und das ist die Stärke des Buchs. Röckel schaft eine ständig bedrohliche Atmosphäre, die zeigt, dass auch der klassische Horrorroman immer noch funktionieren kann.
Ich habe es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben. Freunde von H. P. Lovecraft werden ebenfalls ihre Freude daran haben.
Ein ungewöhnliches Buch, aber lesenswert. Und wenn es schlaflose Nächte bereitet, dann hat der Leser wohl eine sehr blühende Fantasie.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Cliffhanger jagt Cliffhanger

Das Heer des Weißen Drachen
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Da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt ist es schon zwingend erforderlich, den ersten Band gelesen zu haben, da die Story doch sehr komplex ist und viele Dinge als gegeben hingenommen werden ...

Da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt ist es schon zwingend erforderlich, den ersten Band gelesen zu haben, da die Story doch sehr komplex ist und viele Dinge als gegeben hingenommen werden (und selbst mir am Anfang leichte Schwierigkeiten bereiteten, um der Handlung folgen zu können).
Etwas von dem Feuer des Vorgängers ist verloren gegangen, aber das lässt sich wohl auch mit eigenen Abneigungen erklären. Es gibt Handlungsstränge, die mich nicht sonderlich interessiert haben, andere dagegen blieben spannend bis zum Schluss. Langeweile kommt nicht auf und die bereits bekannten Protagonisten gewinnen an Tiefe.
Was mich etwas gestört hat (aber das ist eher eine allgemeine Abneigung) waren die Kriegsszenen. Ich bin (und war) kein großer Freund von Schlachten, ich habe lieber kleinere Kämpfe auf Augenhöhe. Aber ich sehe ein, dass ein episches Werk wie Draconis Memoria ohne große Schlachten nicht auskommt. Darüber hinweg trösten immer noch die Einzelschicksale und Clay ist mir wirklich ans Herz gewachsen.
Fast 700 Seiten rasanter Spannungsaufbau …. wenn das so weiter geht steht dem Leser ein grandioses Epos bevor.

Veröffentlicht am 20.09.2018

Wenn Hunde Detektive sein wollen ...

Oberons blutige Fälle
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Ich kenne (bisher) kein einziges Buch über den Eisernen Druiden, aber der Titel dieses Buchs hat mich doch sehr angesprochen. Ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn man nicht unbedingt von blutigen Fällen ...

Ich kenne (bisher) kein einziges Buch über den Eisernen Druiden, aber der Titel dieses Buchs hat mich doch sehr angesprochen. Ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn man nicht unbedingt von blutigen Fällen reden kann. Der Titel ist blutrünstiger als der Inhalt. Aber vielleicht ist das auch gut so.
Auch sollte man nicht versuchen irgend welche Gemeinsamkeiten zwischen Sherlock Holmes und Oberon zu suchen. Die gibt es nicht. Aber das spielt auch keine Rolle. Im ehesten Fall wäre Oberon sowieso „nur“ ein Dr. Watson, denn auch wenn der Buchtitel vermuten lässt, dass der Hund die Fälle löst, so ist es doch eher Atticus, der eiserne Druide, der die Zusammenhänge herstellt und Oberon hilft, die Welt der Menschen besser zu verstehen.
Oberons blutige Fälle ist witzig geschrieben, ein bisschen Krimi, ein bisschen Tier und ein bisschen Fantasy. Zusammen ergibt das eine unterhaltsame Mischung, bei der egal ist, dass es sich nicht um besonders knifflige Fälle handelt.
Der erste Fall „Der entführte Pudel“ hat mir etwas besser gefallen als „Das Eichhörnchen auf dem Zug“, obwohl der Anfang des zweiten Falls vielversprechend war (allerdings tatsächlich nur so lange, bis die Leiche auftaucht).
Pluspunkte der Geschichte sind die mentalen Unterhaltungen zwischen Oberon und dem Eisernen Druiden. Dadurch heben sich die Krimis von üblichen Tierkrimis ab (und natürlich durch den Einsatz von Magie).
Ich habe mich gut unterhalten, die Mischung aus Krimi und Fantasy funktioniert gut (auch wenn die Fälle nicht sonderlich blutig sind und sich auch die Fantasyelemente in Grenzen halten).
Wie anfangs erwähnt habe ich noch kein Buch über den Eisernen Druiden gelesen. Aber durch Oberons blutige Fälle habe ich Lust auf mehr bekommen, allerdings hatte ich nicht das Gefühl die anderen Bücher von Kevin Hearne kennen zu müssen, auch wenn es die eine oder andere Andeutung gibt. Diese spielen allerdings keine große Rolle.

Veröffentlicht am 30.08.2018

Ein kleiner Ort und viele Spinner ...

Ein besoffener Bär im Bergwerkswald
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Der Klappentext verspricht einen witzigen Kryptozoologieroman, aber Ein besoffener Bär im Bergwerkswald ist viel mehr. Der Roman ist witzig, es gibt ein Geheimnis im Wald, Verschwörungstheoretiker, Kryptozoologen, ...

Der Klappentext verspricht einen witzigen Kryptozoologieroman, aber Ein besoffener Bär im Bergwerkswald ist viel mehr. Der Roman ist witzig, es gibt ein Geheimnis im Wald, Verschwörungstheoretiker, Kryptozoologen, Men in Black, Präastronautiker und jede Menge Spinner. Aber auch eine Menge Möchtegernpolitiker und einen überforderten/ahnungslosen Bürgermeister mit seiner Familie, die nicht ganz unschuldig an der ganzen Misere ist.
Ein besoffener Bär im Bergwerkswald ist großer Lesespaß für Freunde, die etwas skeptisch auf diverse Bigfootvideos und Aliensichtungen schauen. Daneben gibt es viel Wortwitz, Situationskomik und ironische Beschreibungen (die Umschreibungen der Tochter des Bürgermeisters habe ich nicht gezählt… aber sie sind zahlreich und irgendwie unpassend …). Auch der Leser wird am Anfang im Ungewissen gelassen, aber selbst nachdem man nach etwa der Hälfte des Buchs erfährt, was das Monster in dem Video ist (und ohne groß spoilern zu müssen: Ein Elefantenbaby ist es nicht), bleibt der Lesespaß erhalten, denn die Reaktion auf die Wahrheit ist ebenso witzig wie davor die Suche davor.