Profilbild von SillyT

SillyT

Lesejury Star
offline

SillyT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SillyT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2018

Spannend

Rachewinter
0

In Wien wird der Mord an dem Manager Johann Wulf von Arbeitern auf dem gegenüberliegenden Haus gefilmt. Schnell wird auch der angebliche Täter gefunden: Michael Kotten, Sohn des steinreichen Geschäftsmannes ...

In Wien wird der Mord an dem Manager Johann Wulf von Arbeitern auf dem gegenüberliegenden Haus gefilmt. Schnell wird auch der angebliche Täter gefunden: Michael Kotten, Sohn des steinreichen Geschäftsmannes Richard Kotten. Anwätlin Evelyn Meyers soll ihn vor dem Gericht als seine Verteidigerin vertreten und schon beim ersten Gespräch mit ihrem Mandanten kommen ihr tatsächlich Zweifel an dessen Schuld.
Gleichzeitig wird in Leipzig in einem Motelzimmer die Leichen des ebenfalls erfolgreichen Geschäftsmannes Klaus Hinze gefunden. Auf den ersten Blick sieht es nach einem Unfall aus, doch Walter Pulaski, der vor Ort ist, hat seine Zweifel daran. Zu allem Überfluss ist Hinze Ninas Vater, der besten Freundin Jasmins, Pulaskis Tochter. Auch Pulaski kommen die Umstände des Todes merkwürdig vor.
Somit beginnen Evelyn in Wien und Pulaski in Leipzig zu ermitteln. Ob es wohl Zusammenhänge gibt?
Meine Meinung
Das Cover des Thrillers sieht sehr gelungen aus und mir gefällt es, dass die vorher erschienen Bände passend zu diesem neu aufgemacht wurden. Es ist sehr ansprechend und verlockt dazu, das Buch in die Hand zu nehmen.
Als Andreas Gruber Fan denkt man zugleich an die Maarten S. Snejder Reihe, aber ich möchte einfach auch noch betonen, dass diese beiden Reihen nichts miteinander zu tun haben und somit auch völlig unabhängig voneinander betrachtet werden sollten. Vergleichen sollte man nicht, denn die Reihe um Walter Pulaski ist anders aufgebaut und hat seinen ganz eigenen Reiz.
Trotzdem ist der Schreibstil Grubers unverkennbar, denn er weiß, wie er Spannung mit Worten erzeugt und wie es ihm gelingt, den Leser zu fesseln. Er schreibt klar und an den richtigen Stellen detailliert, wobei diese Reihe durchaus von den etwas zart besaiteteren Lesern gelesen werden kann, da hier nicht in Unmaßen gemetztelt wird. Trotzdem werden bestimmte Szenen dargestellt und beschrieben, aber manches bleibt der Fantasie des Lesers überlassen.
Schon der Einstieg beginnt sehr spannend, denn im Prolog begleitet der Leser zwei Bauarbeiter, die im Haus gegenüber ein Paar im Bett beobachten. Doch was danach geschieht, lässt die beiden Männer erschrecken. Dann gibt es zunächst einen Schnitt und man verfolgt die Ermittlungen der Anwältin in Wien und Pulaskis in Leipzig. Es beginnt noch recht ruhig, doch schon auf den ersten Seiten bekommt man einen Eindruck davon, wie es in diesem ruhigerem Tempo nicht weitergehen wird, denn die ersten Zweifel an dem Verdächtigen kommen schon auf. Je mehr gesucht und herausgefunden wird, desto spannender wird es. Als man dann auch noch die ein oder andere Szene aus der Sicht des Täters erhält, wird es richtig spannend und irgendwann fiel es mir schwer, das Buch zur Seite zu legen. Alles in allem ein konstanter, gelungener Spannungsaufbau bis hin zu einem Showdown, bei dem der Leser genug Zeit hat, selbst Theorien aufzustellen und zu grübeln, was möglich und was unmöglich zu sein scheint.
Wie bereits erwähnt, wird der Thriller aus unterschiedlichen Perspektiven durch einen dritte Person Erzähler wiedergegeben. Dieser lässt den Leser zum Einen bei dem Geschehen zusehen, gibt ihm aber durch die wechselnden Perspektiven einen etwas intensiveren Einblick, als die einzelnen Ermittler erhalten. Hauptaugenmerk liegt auf Anwältin Evelyn Meyers und auf Ermittler Walter Pulaski, doch kleinere Episoden zeigen auch andere Charaktere. Letzten Endes gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen, die ebenfalls die Spannung aufrecht halten.
Walter Pulaski und auch Evelyn Meyers haben mir als Protagonisten sehr gut gefallen und konnten mich begeistern. Schon die erste Begegnung mit Pulaski und dessen Zynismus ließen mich durchaus schmunzeln. Ich mag seine Art, er nimmt kein Blatt vor den Mund und ist doch durch und durch auch der behütende und beschützende Vater für seine Tochter. Evelyn ist sehr clever und lässt sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen oder verunsichern. Solche Protagonisten/Ermittler mag ich in Thrillern sehr gerne, da sie das gesamte Bild noch ein wenig lebendiger werden lassen. Ihre Gegner sind dieses Mal knallhart und nicht so leicht zu knacken, auch das war sehr gut aufgebaut und durchdacht.
Mein Fazit
Mit dem dritten Teil der Walter Pulaski Reihe konnte mich Andreas Gruber einmal mehr sehr gut unterhalten und brachte mir spannende Lesestunden. Um hier inhaltlich alles zu verstehen, muss man nicht unbedingt die vorausgegangenen Teile kennen, denn es ist alles klar und verständlich dargestellt und der Fall in sich abgeschlossen. Gruber weiß mit Worten Spannung aufzubauen und auch seine Charaktere wissen zu überzeugen. Ein gelungener Thriller, der perfekt für einen Lesetag geeignet ist.

Veröffentlicht am 15.09.2018

Ich möchte nach Redwood

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
0

Einen Neuanfang, das ist es, was Avery Stowe sich erhofft, nachdem sie sich von ihrem Mann Richard scheiden ließ. Gerade ist sie in dem kleinen Ort Redwood, in dem ihre Mutter lebt, angekommen. Gemeinsam ...

Einen Neuanfang, das ist es, was Avery Stowe sich erhofft, nachdem sie sich von ihrem Mann Richard scheiden ließ. Gerade ist sie in dem kleinen Ort Redwood, in dem ihre Mutter lebt, angekommen. Gemeinsam mit ihrer kleinen autistischen Tochter Hailey erhofft sie sich, hier endlich zur Ruhe zu kommen und wieder zu leben. Als Hailey in einem Wald einen kleinen, schwer verletzten Welpen findet, bricht Avery umgehend zur Tierklinik auf. Hier trifft sie den äußerst attraktiven Tierarzt Cade O’Grady, doch das erste Kennenlernen läuft nicht so optimal. Cade glaubt, dass der Welpe Avery gehört und diese ihn vernachlässigt habe und Avery hält Cade für einen Trottel. Zugegeben, ein attraktiver Trottel, aber das spielt keine Rolle. Bis sie sich näher kennenlernen …
Meine Meinung
Das Cover in seinen warmen Tönen und der schönen Schrift fand ich gleich sehr harmonisch und hübsch, so das es meine Aufmerksamkeit weckte. Als ich dann noch hörte, dass so viele von der Geschichte schwärmten, wollte auch ich unbedingt wissen, was es mit Redwood auf sich hat.
Dank des sehr weichen und harmonischen Schreibstils der Autorin Kelly Moran fiel es sehr leicht, in die Geschichte zu kommen. Abgerundet wird dieses noch durch wunderbare, teils sehr witzige und schlagfertige Dialoge zwischen den Charakteren, die immer wieder zum Schmunzeln und Lächeln bringen. Das macht vor allem die Charaktere der Geschichte lebendig, aber auch der kleine Ort Redwood wird sehr gut beschrieben. Ich hatte hier fast schon den Eindruck, dass es diesen malerischen Ort wirklich gibt.
Genau dieser Ort mit seinen Einwohnern ist es auch, was diese Geschichte extrem charmant macht. In Redwood kennt jeder jeden und die Menschen, die hier leben, wissen noch, wie man sich für andere einsetzt. Ich habe mich sehr wohl mit diesem Ort und der Geschichte gefühlt, auch wenn hier natürlich mit der Liebesgeschichte das Rad nicht neu erfunden wurde. Trotzdem ist es ein Buch, das man einfach gerne liest, weil es zum Träumen einlädt und die Welt ein kleines bisschen heller und wärmer macht.
Erzählt wird die Geschichte von Avery und Cade, dem jüngsten der drei Brüder und Tierärzte, die gemeinsam eine Tiefklinik führen. Wie schon gesagt, war so manches zwar vorhersehbar und auch die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, eine recht typische für dieses Genre, doch es machte auch unheimlich viel Spaß. Eine perfekte Geschichte für gemütliche Lesenachmittage.
Aus den Perspektiven der Protagonisten Avery und Cade wird durch einen dritte Personerzähler die Geschichte erzählt. Man befindet sich ganz dicht am Geschehen und verfolgt dieses wie in einem Film. Bilder und Ereignisse der Geschichte sind so lebhaft geschildert, dass man sich gleich mittendrin befindet.
Aber neben diesem Ort Redwood sind es auch die besonderen Charaktere, die das Herz erwärmen. Natürlich sind sie einfach charmant, gut aussehend und liebenswert, aber jeder einzelne hat auch Persönlichkeit. Ich mochte Avery vom ersten Augenblick an, denn sie setzt mich mit Leib und Seele für ihre kleine, bezaubernde Tochter Hailey ein. Auch sonst ist sie ein wunderbarer und warmherziger Mensch mit Humor und Seele. Ebenso mochte ich auch Cade, den Herzensbrecher unter Brüdern, der als Tierarzt natürlich Tiere liebt, aber auch sonst ganz viel Herz hat. Hailey, Averys Tochter, hat mich berührt und brachte mich zum Lächeln.
Letzten Endes ist aber auch jeder einzelne Nebencharakter, sprich jeder Bewohner Redwoods, der hier vorkommt, mit Leben versehen und alle zusammen sind so liebenswert, dass man am liebsten gleich den Koffer packen möchte, um nach Redwood zu ziehen.
Mein Fazit
Mit dem ersten Band der Trilogie rund um die drei O’Grady Brüder hat Kelly Moran sich gleich in mein Herz geschrieben. Wunderbare Charaktere und eine warmherzige, absolut charmante Geschichte sorgen für sehr gute Unterhaltung und lassen den Leser für einen kurzen Moment nach Redwood entfliehen. Ein Wohlfühlroman für kuschelige Lesestunden.

Veröffentlicht am 15.09.2018

Ein wunderschöner Abschluss

Der Anfang zwischen Jetzt und Hier
0

Achtung Band 3 der Trilogie – inhaltliche Spoiler vorhanden!

Ein paar Jahre im gemeinsamen Leben von Mila und Leo sind vergangen. Mittlerweile sind die beiden verheiratet und leben glücklich in ihrer ...

Achtung Band 3 der Trilogie – inhaltliche Spoiler vorhanden!

Ein paar Jahre im gemeinsamen Leben von Mila und Leo sind vergangen. Mittlerweile sind die beiden verheiratet und leben glücklich in ihrer Villa in Potsdam. Mila arbeitet als Ärztin im Krankenhaus und Leo hat mit seinem Modelabel den großen Erfolg. Gemeinsam mit Jason nimmt Leo bietet Leo Kinder, die es nicht so leicht haben im Leben, einen Kurs in ihrem Label, der diesen sehr viel Spaß macht. Dabei lernt Leo den kleinen Emil kennen und irgendwie muss er bei seiner Geschichte auch ein wenig an sich selbst denken. Der Wunsch, dem kleinen Kerl ein zu Hause zu bieten, ist riesig und als man einen kurzzeitige Pflegestelle für ihn sucht, ist Leo Feuer und Flamme. Doch Mila ist alles andere als begeistert, sehr zum Erstaunen Leos. Was ist nur mit ihr los? Sonst waren sie sich doch immer einig?
Meine Meinung
Nach Das Leben zwischen Jetzt und Hier und Die Wahrheit zwischen Jetzt und hier beendet Cara Mattea mit diesem Band ihre Geschicht rund um die Protagonisten Leo und Mila. Diese Beiden sind mir schon durch die vorhergegangenen Bände sehr ans Herz gewachsen, doch diese Geschichte ging mir noch einmal richtig nah.
Der Schreibstil der Autorin kommt mir im Laufe dieser Trilogie reifer vor und so wie sich auch der Inhalt erwachsener und reifer lesen lässt, so kommt mir auch das Geschriebene vor. Man spürt aber immer noch die Liebe der Autorin zu diesen ganz besonderen Figuren und sie schafft es auch hier, mich völlig mit ihren Worten zu fesseln.
Der Inhalt hat mich sehr berührt, gerade das, was Mila in dieser Geschichte erlebt, machte mich, auch aus persönlichen Gründen, tief betroffen. Ich habe mit ihr richtig mitgeweint und mitgelitten und ich kann hier nur sagen, dass Cara Mattea da das richtige Gespür für diese Situation hat. Mir liefen hier durchaus mehrfach die Tränen, denn ich konnte so gut nachempfinden wie Mila sich fühlt. Aber auch sonst ist diese Geschicht einfach wieder sehr gut erzählt und seien es die Momente aus dem Klinikalltag oder die privaten Augenblicke, es las sich, als würde es die Charaktere wirklich geben. Es fiel mir immer wieder schwer, das Buch zur Seite zu legen, allein auch mit dem Wissen, dass die Geschichte nun zu Ende ist.
Wie auch schon zuvor erleben wir die Geschichte aus wechselnder Perspektive zwischen Mila und Leo. Dabei wissen wir immer mehr von dem jeweils anderen, als dieser selbst, so dass wir einen kleinen Blick hinter die Gedanken der Charaktere erhalten. Jeweils in der Ich-Form erzählen Mila und Leo von ihren Gefühlen und Gedanken, von ihrer Liebe, aber auch von ihrer Zerrissenheit.
Wie auch in den Vorgängern sind die Charaktere einfach das, was diese Geschichte so mitreißen lässt, denn sie sind schon fast so etwas wie gute Freunde geworden. Man kennt ihre Erlebnisse, weiß, was sie miteinander durchgemacht und was sie alles erreicht haben. Aber auch ihnen merkt man an, dass sie älter und erwachsener geworden sind und doch sind es genau die beiden Personen, die man zuvor kennengelernt hat. Beide stehen fest im Leben, sowohl privat als auch beruflich. Doch dann geschieht etwas, dass Mila fast zerbrechen lässt. Diese Gedanken die sie hat, diese Selbstzweifel, packt Cara Mattea in überaus gefühlvolle Worte und ich hätte Mila gerne in den Arm genommen. Auch Leo ist deutlich reifer geworden und doch genau wie Mila sich selbst treu geblieben. Seine Leidenschaft um etwas zu erreichen, was er sich in den Kopf gesetzt hat, hat er nicht verloren und ist einfach ein toller Mensch. Das er sein Herz an den kleinen Emil verloren hat, konnte ich nur allzu gut verstehen, denn er ist wirklich ein ganz bezaubernder kleiner Mann, den man selbst gerne beschützten möchte. Aber auch die Nebencharaktere, die man zum großen Teil auch bereits kennt, bleiben hier greifbar und sind immer noch die, die man kennenlernte.
Mein Fazit
Eine wundervolle Trilogie habe ich mit Der Anfang zwischen Jetzt und Hier beendet und der Abschied fiel mir schwer, da mir sowohl die Geschichte der Charaktere, wie auch diese selber sehr ans Herz gewachsen sind. Wer gerne aus diesem Genre liest, ist hier genau richtig, sollte aber unbedingt mit Band 1 beginnen, da die Geschichte aufeinander aufbaut und einen Teil aus dem Leben der Protagonisten erzählt. Lesetipp!

Veröffentlicht am 09.09.2018

Achtung: süchtig machend!

Pheromon 2: Sie sehen dich
0

Achtung Band 2 – inhaltliche Spoiler sind vorhanden!

2018: Der Anschlag auf das HFP-Gebäude, ein Versuch von Jake und seinen Freunden, die beginnende Alieninvasion zu stoppen, ist gänzlich schief gegangen. ...

Achtung Band 2 – inhaltliche Spoiler sind vorhanden!

2018: Der Anschlag auf das HFP-Gebäude, ein Versuch von Jake und seinen Freunden, die beginnende Alieninvasion zu stoppen, ist gänzlich schief gegangen. Zwar ist es Jake und Amy gelungen, zu fliehen, doch nun wird zumindest Jake überall gesucht. Nun weiß er, was es mit seinen neuen Fähigkeiten auf sich hat, denn er ist ein Hunter, er kann Aliens und Menschen aufspüren und eigentlich wurde er von den Aliens geschaffen, um Menschen für diese zu finden. Gemeinsam mit ihm gibt es noch vier weitere Jugendliche, die ebenfalls Hunter sind und als Jake eine von ihnen trifft, weiß er, dass es noch lange nicht vorbei ist.
2118: Die junge und erfolgreiche Anwältin Giovanella bekommt von einem der reichsten Männer des Planeten einen merkwürdigen Auftrag. Sie soll in der Vergangenheit einen Jungen namens Jake finden, der von jetzt auf gleich spurlos verschwand und bis heute vom FBI gesucht wird. Gemeinsam mit Carl, einer KI, die wie ein Mensch aussieht, beginnt sie in der Vergangenheit zu forschen und stösst auf eine unglaubliche Geschichte.
Meine Meinung
Genau wie bei Band 1 sticht auch der zweite Band mit seinem farbigen Buchschnitt und dem knallgelben Insekt ins Auge. Es zieht dadurch automatisch Blicke auf sich und macht neugierig.
Band zwei beginnt nahtlos da, wo Band eins endete und man befindet sich wieder umgehend mitten im Geschehen. Genau so schnell, wie der Fortgang der Geschichte ging, kam ich auch in diese wieder hinein und es kam mir vor, als hätte ich die beiden Bücher gleich nacheinander gelesen. Einstiegsschwierigkeiten hatte ich hier gar keine.
Beeindruckt bin ich nach wie vor von dem Schreibstil der beiden Autoren, beide schreiben temporeich und voller Action, fesseln mit ihren Worten ans Geschehen und schaffen es ganz geschickt ihre beiden Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Sie ergänzen sich perfekt und es greift ineinander wie kleine Zahnrädchen.
Dabei ist die Handlung dieses Mal noch um einiges spannender. Man weiß nun endlich, was mit Jake geschehen ist und das Aliens darauf lauern, die Macht über die Erde an sich zu reißen. Knall auf Fall jagt ein Ereignis das nächste und man kommt hier wirklich kaum zum Luft holen. Ich habe dieses Buch an einem Nachmittag begonnen und Abends beendet, allein das sagt schon aus, wie spannend ich diese Geschichte fand. Aber Achtung, auch Band zwei endet mit einem fiesen Cliffhanger und ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den dritten Teil und darauf, wie es weitergeht.
Wie auch zuvor wird die Handlung in zwei Handlungsstränge unterteilt, ein Teil spielt in der Gegenwart im Jahr 2018, der andere hundert Jahre in der Zukunft im Jahr 2118. Allein diese unterschiedlichen Darstellungen der äußeren Begebenheiten sind wieder einmal gelungen. Das Leben in 2118 ist zwar dieses Mal nicht so sehr beschrieben, wie in dem ersten Band, dafür weiß man ja auch, wenn man diesen kennt, wie es dort aussieht. Die beschriebene technische Entwicklung klingt plausibel und ist gut verständlich.
Die Perspektiven wechseln innerhalb des Geschehens, wobei man in der Gegenwart zum großen Teil Jake und in der Zukunft meist Giovanella begleitet. Aber auch Skagen, der Junge der Lee begleitete, bekommt ein wenig Raum. So nach und nach erhält man kleinere Puzzleteilchen, die aber nicht alle ein Bild ergeben. So manches ist noch nicht aufgeklärt und ich bin hier mächtig auf die Auflösung gespannt.
Die Charaktere sind dieses Mal überschaubarer geworden. Jake mochte ich nach wie vor sehr gerne und ich habe richtig mit ihm mitgefiebert. Langsam klärt sich für ihn auf, wer er ist und auch wenn es immer noch unglaublich klingt, hat auch er seine Zweifel begraben. Neben ihm gibt es noch einige weitere Charaktere, die nun neu hinzukommen und die wie er Hunter sind. Giovanella aus dem Jahr 2118 war mir auch gleich sehr sympathisch, sie ist clever und lässt sich auch nicht so schnell unterkriegen. Hier und da brachte sie mich auch durchaus zum Schmunzeln, bei mancher Handlung. Alles in allem sind die Charaktere zwar nicht mit absolutem Tiefgang und Emotionen beschrieben, doch hier steht ja auch deutlich die Spannung und Action im Vordergrund, somit gibt es auch bei den Charakteren keine Beanstandung, denn sie sind alle vorstellbar und soweit charakterisiert, dass man sich mit ihnen verbunden fühlt.
Mein Fazit
Wenn ich schon bei dem ersten Teil glaubte, ein Buch voller Spannung und Action gelesen zu haben, wurde ich hier gleich nochmal eines besseren belehrt, denn die Autoren legen hier noch einmal eine richtig dicke Schippe oben drauf. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und bin begeistert von dem Einfallsreichtum der Autoren, denn ich habe hier in keinster Weise an den Beschreibungen der Ereignisse und des Settings gezweifelt. Eine absolut gelungene Fortsetzung, deren Cliffhanger zum Schluss mich noch einmal mehr gespannt auf einen dritten Band warten lässt. Aber Achtung: Band eins sollte hier durchaus bekannt sein, bevor man zu Sie sehen dich greift. Unbedingt lesen!

Veröffentlicht am 09.09.2018

Tolle Fortsetzung

Die Wahrheit zwischen Jetzt und Hier
0

Achtung: Band 2 einer Trilogie – inhaltliche Spoiler zum ersten Band vorhanden!

Es sieht so aus, als könnte das gemeinsame Leben von Leo und Mila endlich richtig beginnen, denn Leo hat es geschafft und ...

Achtung: Band 2 einer Trilogie – inhaltliche Spoiler zum ersten Band vorhanden!

Es sieht so aus, als könnte das gemeinsame Leben von Leo und Mila endlich richtig beginnen, denn Leo hat es geschafft und den Krebs endlich besiegt. Als er zu Milas Geburtstag überraschend aus der Reha zurückkommt, ist sie überglücklich. Doch schnell holt sie beide der Alltag ein, Leo studiert, ist ständig im Label und renoviert nebenbei die große Villa, die ihm vermacht wurde und Mila hat alle Hände voll zu tun im Krankenhaus und mit ihrem Studium. Beide müssen sich erst einmal in ihren gemeinsamen Alltag einleben und dann kommt etwas, mit dem Leo nie gerechnet hätte, ein Streit mit Mila eskaliert. Als er davon seinem Bruder erzählt, weil er befürchtet, seinem Vater doch ähnlich zu sein, erfährt er etwas, mit dem er niemals gerechnet hätte.
Meine Meinung

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den ersten Band der Trilogie, Das Leben zwischen Jetzt und Hier, gelesen habe. Doch mir fiel es erstaunlich leicht, hier wieder in Milas und Leos Geschichte hineinzufinden. Nur ein paar Seiten und ich war wieder mitten in Berlin mit den Beiden und durfte miterleben, wie es mit ihnen weitergehen wird.
Das Cover des ebooks passt sehr gut zu dem Vorgänger, aber es unterscheidet sich deutlich von dem Taschenbuch, also nicht verwirren lassen. Das Taschenbuchcover gefällt mir ein wenig besser, denn es wirkt harmonischer und macht neugieriger.
Nichts desto trotz steckt hinter diesem Cover eine wirklich schön geschriebene Geschichte. Cara Mattea hat einen sehr jungen, sehr modernen Schreibstil, aber dabei auch sehr viel Gefühl. Man spürt hier, wie auch schon beim ersten Band, sehr viel Emotionen zwischen den Worten.
Die Geschichte von Mila und Leo geht fast nahtlos weiter und plötzlich stehen die Beiden gemeinsam in einem normalen Alltag. Bisher kannten sie dieses Leben so noch nicht und sie müssen feststellen, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Sie werden mit Problemen konfrontiert, mit denen sie nicht gerechnet hätten und die mehr Sorgen machen, als sie geglaubt haben. Doch dann geschieht etwas und die Beiden müssen wieder zusammenhalten. All diese Darstellung hat Cara Mattea sehr natürlich erzählt und man konnte das Leben der Beiden miterleben und mit ihnen mitfiebern. Die Geschichte liest sich durchweg spannend und unterhaltsam und ist nicht diese 0815 Geschichte zwischen Bad Boy und naivem Mädchen. Interessant ist auch das Leben der Beiden, Leos im Label und Milas in der Klinik. Man merkt hier doch sehr gut, dass Cara Mattea, die selber Medizin studiert, durchaus weiß, wovon sie erzählt.
Aus der Ich-Perspektive erzählen hier wieder abwechselnd Mila und Leo von den Ereignissen. Dabei können wir uns einmal mehr in sie einfühlen und einleben und auch ihre Gedanken und die daraus resultierenden Handlungen nachempfinden.
Beide Charaktere bekommen noch eine Portion mehr Tiefgang und es ist schon fast so, als würde ich die Beiden persönlich kennen. Ich könnte mir vorstellen, mit beiden befreundet zu sein, denn sie sind sowohl als Paar als auch als eigenständige Persönlichkeiten wundervolle Menschen. Mila ist mir sehr ans Herz gewachsen und sie hat so eine Mischung aus Stärke und ich möchte sie fest in den Arm nehmen. Sie ist deutlich erwachsener geworden als zuvor und die Entwicklung ihrer Person hat mir sehr gut gefallen. Genau so geht es mir auch mit Leo, der immer noch deutlich impulsiver ist, der aber auch immer noch eine große Portion Zweifel in sich trägt. Doch auch ihm spürt man eine deutliche Entwicklung an.
Auch die Nebencharaktere der Geschichte gefallen mir durchweg, denn sie wirken natürlich und lebendig und jeder einzelne von ihnen hat vor meinem inneren Auge ein deutliches Bild angenommen.
Mein Fazit

Wer den ersten Band der Trilogie bereits mochte, für den ist der zweite Band ein absolutes Must read, denn mir hat die gesamte Entwicklung sehr gut gefallen. Nicht nur die Protagonisten der Geschichte sind erwachsener geworden, sondern auch die gesamte Erzählung kam mir erwachsener vor. Mir sind die Protagonisten sehr ans Herz gewachsen und ihre Geschichte konnte mich auch dieses Mal berühren und fesseln. Lesetipp für New Adult Fans!