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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2018

Sehr berührend

Jeder von uns ist ein Rätsel
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Alvie ist 17 Jahre alt, wohnt alleine, arbeitet im Zoo und versteht Tiere besser als Menschen.
Auch Stanley ist anders, ein Außenseiter. Und durch einen Zufall lernen sich die beiden kennen.
Als sie sich ...

Alvie ist 17 Jahre alt, wohnt alleine, arbeitet im Zoo und versteht Tiere besser als Menschen.
Auch Stanley ist anders, ein Außenseiter. Und durch einen Zufall lernen sich die beiden kennen.
Als sie sich persönlich treffen, schockiert sie Stanley mit ihrer direkten Art, mit ihm Sex haben zu wollen. Doch für Alvie ist das nur so eine Sache, die sie erfahren möchte, obwohl sie es gar nicht mag, wenn andere Menschen sie berühren. Denn sie ist Autistin, hat das Asperger Syndrom.
Erzählt wird diese anrührende Geschichte aus Alvies Sicht und wirbt so auf unaufdringliche Weise für die Einzigartigkeit der Menschen, für ein anderes Weltbild und für mehr Menschlichkeit. Es ist eine Geschichte, die nachdenklich stimmt, aber auch zum Lächeln bringt, die Geschichte einer Freundschaft und vorsichtigen Annäherung.
Eine Geschichte, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt wird, die den Leser immer wieder mit Alvies offener, direkter Art konfrontiert und die mich zu meinem Bücherregal zu "Watership Down" geführt hat.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Hervorragend

Der Blackthorn-Code − Das Geheimnis des letzten Tempelritters
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Christopher und sein Freund Tom werden dem König von England vorgestellt und treffen dort auch Sally wieder.
Und schon stecken sie direkt in der nächsten Verschwörung und schaffen es Leben zu retten, ...

Christopher und sein Freund Tom werden dem König von England vorgestellt und treffen dort auch Sally wieder.
Und schon stecken sie direkt in der nächsten Verschwörung und schaffen es Leben zu retten, unter Anderem das des Königs. Doch der Attentäter kann entkommen und die drei werden auf eine Reise nach Paris geschickt, wo sie dann in die Suche nach dem Schatz der Tempelritter geraten. Mehr möchte ich nicht verraten.
Kevin Sands hat es auch im dritten Band wieder geschafft mich zu fesseln. Das Paris des 17. Jahrhunderts wird so gut beschrieben, dass ich es vor mir sehe. Zur Unterstützung gibt es einige Karten. Und natürlich werden wieder Codes entschlüsselt. Eine tolle Geschichte, ein fesselnder Schreibstil, fundiertes Hintergrundwissen - hier stimmt einfach alles.

Veröffentlicht am 09.11.2018

Brillant

Lenz (Ein Kommissar-Eschenbach-Krimi 6)
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Schon "Eistod" und "Im Sommer sterben" haben mir gut gefallen, so dass ich mich schon sehr auf den neuen Fall von Kommissar Eschbach gefreut habe. Jetzt habe ich zwar eine kleine "Lücke", weil ich die ...

Schon "Eistod" und "Im Sommer sterben" haben mir gut gefallen, so dass ich mich schon sehr auf den neuen Fall von Kommissar Eschbach gefreut habe. Jetzt habe ich zwar eine kleine "Lücke", weil ich die letzten Bände nicht gelesen habe, aber das lässt sich ja noch nachholen.
Auch mit diesem Buch konnte mich Michael Theurillat wieder einmal überzeugen. Ewald Lenz, Eschbachs alter Freund und Kollege, ist verschwunden und wird auch noch wegen Verwicklungen in Terrorismus gesucht. Was ist da wohl passiert?
Erzählt wird die Geschichte in eher einem langsamen Tempo, abwechselnd aus der Perspektive von Eschbach und von Lenz. Behandelt werden hochaktuelle und brisante Themen. So geht es um den Syrien-Konflikt, die Rolle Europas und die Nato. Eine verwickelte Geschichte, die man genau lesen muss, um nicht den "Anschluss zu verpassen". Ein gelungener Schreibstil und der rote Faden, der am Ende alle losen Enden wieder zusammen knüpft machen das Buch für den Leser mit Anspruch zum Lesegenuss.

Veröffentlicht am 18.09.2018

Berührend

Für immer und einen Herzschlag
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Organspenden sind wichtig - und dieses Buch schafft es, auch Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren. Verpackt in eine sehr gefühlvolle Geschichte, die mit Trauerbewältigung, Verlust, Hoffnung, ...

Organspenden sind wichtig - und dieses Buch schafft es, auch Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren. Verpackt in eine sehr gefühlvolle Geschichte, die mit Trauerbewältigung, Verlust, Hoffnung, Bangen, aber auch Liebe und Dankbarkeit und so viel mehr Themen zu tun hat.
Abwechselnd erzählt aus der Perspektive von Niah und von Jonny erhält der Leser einen sehr guten Einblick in die ganz unterschiedliche Ausgangslage, in die persönlichen Nöte und Gefühle.
Nia hat Schuldgefühle und war bis zum Ende bei ihrem Zwillingsbruder Leo. Einblicke in das Familienleben nach dem schmerzvollen Tod gehen dem Leser nahe. Aber auch Jonny hat es nicht einfach und mit Emily kommt eine weitere Komponente hinzu.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Von den Ottonen zur 1848er Revolution

Land im Sturm
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Von der Zeit der Ottonen zu den Wenden, zum 30jährigen dann ein Sprung ins 19. Jahrhundert in die napoleonische Zeit und zum Abschluss die 1848er Revolution - um die 1000 Jahre deutsche Geschichte.
Unterteilt ...

Von der Zeit der Ottonen zu den Wenden, zum 30jährigen dann ein Sprung ins 19. Jahrhundert in die napoleonische Zeit und zum Abschluss die 1848er Revolution - um die 1000 Jahre deutsche Geschichte.
Unterteilt in 5 Abschnitte geht es doch immer wieder um die Nachkommen der "Stammfamilien", die der Leser bereits im 1. bzw. 2. Abschnitt kennen lernt. Die Geschichten spielen über einen relativ kurzen Zeitraum, jedem Abschnitt ist ein knapper historischer Rahmen vorangestellt zur besseren Orientierung. Wir lernen die Geschichte immer aus der Sicht der handelnden Personen kennen und wissen darum immer nur so viel, wie sie wissen konnten.
Ein Säbel begleitet den Leser als roter Faden durch das Buch. Die Namen kehren immer wieder, auch wenn zwischen den Abschnitten viele Generationen liegen. Gefallen hat mir, dass dieses Muster zum letzten Abschnitt hin unterbrochen wurde und wir nur einen Zeitsprung von 35 Jahren unternehmen.
Ulf Schiewe gelingt es wunderbar mit diesem episodenhaften Roman seine Leser zu unterhalten und nebenbei historisches Grundlagenwissen zu vermitteln ohne jedoch lehrmeisterisch oder langweilig daher zu kommen. Interessante Charaktere, die ein Leben voller Entbehrungen, oder aber auch in (relativem) Reichtum führen, die im Krieg leben, aber auch die Liebe kennen lernen. Manches Mal wäre ich gerne bei der ein oder anderen Person länger verweilt.
Ein umfangreicher, seitenstarker Roman, der jedoch trotz der Länge keine Langeweile aufkommen lässt.

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