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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2018

Ganz tolles Hörbuch :)

Percy Jackson - Teil 1
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Na, wer kennt die sagenumwobenen griechischen Götter nicht?
Und wer mag jugendlichen Helden, die in der Schule die uncoolen Looser sind und sich durch mystisches Blut zu wahrlichen Helden entpuppen?

Der ...



Na, wer kennt die sagenumwobenen griechischen Götter nicht?
Und wer mag jugendlichen Helden, die in der Schule die uncoolen Looser sind und sich durch mystisches Blut zu wahrlichen Helden entpuppen?

Der ist mit Percy Jackson- Diebe im Olymp super beraten! Ich denke die Story ist vielen bekannt, daher hier nur meine Meinung:

Ich habe die beiden Filme gesehen und da ja meist das Buch besser ist, als der Film, habe ich gleich mal beim Hörbuch zugeschlagen. Und siehe da, das Hörbuch war besser als die Filme :) Ich fand die verschiedenen Facetten der Götter toll, die eingearbeitet wurden, die tollpatschigen Helden (Rover und Percy) aber auch Athenes Tochter, die sowohl Geist und Mut, als auch Muskeln mitbringt und dadurch die Jungs ab und an mal retten muss.

Ich fand die Stimme des Sprechers toll. Sie ist jugendlich und charmant. Dadurch werden die Figuren noch realer.

Sehr zu empfehlen :)

Veröffentlicht am 28.09.2018

Ich liebe diesen Kabarettisten! :D

Ermpftschnuggn trødå!
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Jochen Malmsheimer packt hier mal wieder aus. Von einer sehr blumigen Ode an sein Hose und die der anderen, den Gesprächen zwischen Neandertalern, oder aber seine Liebe zur Sprache. Hier ist wieder alles ...

Jochen Malmsheimer packt hier mal wieder aus. Von einer sehr blumigen Ode an sein Hose und die der anderen, den Gesprächen zwischen Neandertalern, oder aber seine Liebe zur Sprache. Hier ist wieder alles vertreten und bringt einen, durch seinen speziellen Stil, vorallem die Wortneuschöpfungen, zum herzhaften Lachen!

Ganz dicke Empfehlung!

Veröffentlicht am 28.09.2018

Ein Hauch "Chocolat" - Die Fotografin ist ein wunderbares Hörbuch!

Die Fotografin - Am Anfang des Weges
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Petra Durst-Benning legt mit ihrem historischen Roman "Die Fotografin- Am Anfang des Weges" eine sehr berührende Geschichte vor.

1911. Deutschland. Mimi Reventlow ist eine junge Pfarrerstochter, die ...

Petra Durst-Benning legt mit ihrem historischen Roman "Die Fotografin- Am Anfang des Weges" eine sehr berührende Geschichte vor.

1911. Deutschland. Mimi Reventlow ist eine junge Pfarrerstochter, die von ihrem Freund und ihren Eltern immer als brave Hausfrau in einer Pfarrei gesehen wurde. Doch die haben die Rechnung ohne Mimi gemacht. Denn sie hat seit langem einen Traum. Den Traum Wanderfotografin zu werden. So wie ihr Onkel Joseph, zudem sie mehr Zuneigung verspürt als zu ihren Eltern, denn er versteht sie. So wird Mimi mit Josephs Hilfe und gegen alle Widerstände Fotografin und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe.
Sie bereist als Fotografin das ganze Land. Als Frau ist dies gar nicht so einfach, aber nach und nach schafft sie es ihren Traum zu leben. Doch nach über sechs Jahren erreicht sie die Nachricht ihrer Mutter: Joseph ist nach einer Lungenentzündung nun bettlägerig. Mimi lässt alles liegen und reist umgehend zu ihrem Onkel, der so krank ist, dass er nicht mehr alleine in seinem Haus in Laichingen leben kann. Sein altes Atelier steht frei und so verzichtet Mimi auf ihre Unabhängigkeit, öffnet das Atelier und pflegt ihren Onkel.
Die misstrauischen Blicke der Dorfbewohner, die Armut des Dorfes und auch der grausame Fabrikbesitzer, der das ganze Dorf in der Mangel hat...all dem sieht sie sich nun gegenüber...wie soll sie das alles aushalten?

Mein Fazit:
Die Geschichte erinnert vom Flair her ein wenig an den Film "Chocolat". Eine starke Protagonistin, die so charmant daherkommt, dass man sich in die verlieben muss.

Ich fand die Geschichte sehr berührend. Die Autorin lässt die einzelnen Charaktere authentisch wirken. Die Dialoge, Monologe und auch die Taten sind tiefgehend, dass man sich gut in diese hinein denken kann und so nur noch besser mitfiebern.

Durch den Schreibstil der Autorin wird man binnen weniger Sätze in die Geschichte gesogen. Die Charaktere werden zum Leben erweckt. Die Orte werden wahr. Die damalige Zeit erscheint vor dem inneren Auge. Dies ist auch Svenja Pages wundervollen, empathischen Lesung zu verdanken. Denn sie gibt den einzelnen Momenten und Charakteren die passende Betonung. Ich war wieder mal sehr angetan von ihrer Lesung! Ich habe das Gefühl sie wird immer besser!
Die Geschichte selber ist eigentlich sehr ruhig und dennoch passiert sehr viel.

Wer also Lust hat auf eine historische Geschichte, über eine starke Frau, die ihren Platz im Leben sucht, der greife sich dieses Hörbuch!

Veröffentlicht am 25.09.2018

Eine Odé an das Fahrrad, wunderschön und toll formuliert

Lob des Fahrrads
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In "Lob des Fahrrads" von Marc Augé, beschreibt der Autor, was dem Menschen in der heutigen Zeit fehlt. Das Fahrrad!

Der Autor erzählt von den Beginnen des Radelns, den ersten Fahrrädern und der damit ...

In "Lob des Fahrrads" von Marc Augé, beschreibt der Autor, was dem Menschen in der heutigen Zeit fehlt. Das Fahrrad!

Der Autor erzählt von den Beginnen des Radelns, den ersten Fahrrädern und der damit gewonnenen Freiheit. Zudem nimmt er den Radsport ein wenig unter die Lupe. Als der Radsport aufkam fesselte dieser die Menschen. Unglaubliche Leistungen wurden gefeiert. Der Inbegriff von sportlicher Höchstleistung.
Die ersten Dopingfälle zerstörten den Traum und das bis heute. Die Höchstleistungen der Radsportler wurden nur noch mit Argwohn betrachtet, selbst wenn kein Doping im Spiel war.
Das Fahrrad verlor mehr und mehr an Bedeutung. Die Neuausrichtung der Großstädte lassen kaum mehr Radfahrer zu und das Zusammenleben von Auto und Fahrrad ist kaum mehr friedlich möglich. Doch was wäre wenn doch das Fahrrad wieder an Wert erlangen würde? Dieses Gedankenexperiment geht der Autor auf wundervolle Weise durch und ich muss sagen, dass er auch in mir die Liebe zum Fahrrad aufgefrischt hat und ich gleich Lust bekam, mein Fahrrad aus dem Stall zu holen.

Ich kann dieses kleine Büchlein guten Gewissens empfehlen. Es ist wunderschön geschrieben und mit Humor und einem optimistischen Weitblick gespickt.
Total niedlich fand ich auch die kleinen Zeichnungen!

Veröffentlicht am 21.09.2018

Ein ROman der mit dem Finger zeigt und auf 250 Seiten in der WUnde bohrt

Gun Love
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"Gun Love" von Jennifer Clement ist ein unglaublich tiefgründiger Roman, der mit einer so bildhaften und poetischen Sprache daherkommt, dass allein dies schon dazu führt, dass man jeden Satz festhalten ...

"Gun Love" von Jennifer Clement ist ein unglaublich tiefgründiger Roman, der mit einer so bildhaften und poetischen Sprache daherkommt, dass allein dies schon dazu führt, dass man jeden Satz festhalten und nicht wieder loslassen möchte!

Der Roman handelt von der wunderschönen, ja fast an einen Albino erinnernden Pearl. Fast erinnert sie an eine kleine Prinzessin, wäre da nicht ihr zu Hause. Ein Ford Mercury der in einem Trailerpark steht.Vorne im Auto wohnt Pearl, hinten ihre Mutter die damals mit ihrem kleinen Baby vor einem Leben voller Gewalt floh.
Zusammen leben sie einen Traum, voller Musik, Hoffnung und Liebe. Während für die beiden die Welt dort, in ihrem Ford, in Ordnung ist, liegt die Welt außerhalb ihres Autos in der Gewalt der Waffen. Und das ist für die beiden auch in Ordnung, bis eines Tages ein Mann mit seiner Waffe auftaucht und Pearls Mutter nur noch einem Traum hinterher hängt. Ein Leben mit diesem Mann, der so undurchschaubar ist.

Obdachlosigkeit, Waffen, Erniedrigung, Hass, Schmuggel, Diebstahl... die Liste der Thematiken in diesem Buch ist so lang und so berührend. Es ist fantastisch, wie die Autorin diese bedrückenden Themen in ein Paket verschnürt, das Stück für Stück preisgibt, wie grauenvoll die Welt und Systeme sein können. Sie schafft es, dass der Leser zunächst auf das Gute hofft und nach und nach gibt sie erst preis, wie groß der Horror und der Irrsinn in dieser Welt ist. Man könnte beim Lesen verzweifeln, aber die Autorin packt den Leser und zeigt wie wichtig diese Themen und lässt den Leser nicht weg sehen.
Diese Magie ist vor allem auf den Schreibstil der Autorin zurückzuführen, denn sie ist so unglaublich gut, dass ich versucht war jeden Satz festzuhalten und nie wieder zu vergessen. Diese wunderbare, bildhafte und poetische Sprache, die Wortgewandtheit der Autorin lassen die Charaktere greifbar werden.
Sie macht den Geruch der Müllkippe, der einzelnen Trailer, der Menschen sichtbar und verwandelt 250 Seiten in pure Poesie. Während die Liebe zwischen Mutter und Tochter zauberhaft wahr und als einzig wichtig erscheint, wird der Irrsinn rund um diese kleine Familie jedoch immer sichtbarer. Der Irrsinn verschlingt diese kleine Familie, brennt die Hoffnung nieder und zeigt, was in unserer großen Welt so grauenvoll schief läuft.

Ich war schon lange nicht mehr so begeistert von einem Roman!


Mein Buchhighlight diesen Monat und vielleicht sogar im ganzen Jahr!