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Veröffentlicht am 29.09.2018

Gefühlvoller Liebesroman, der aber nicht an seine Vorgänger herankommt.

Wie die Erde um die Sonne
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„Wie die Erde um die Sonne“ ist der vierte und letzte Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittany C. Cherry.

Lucy ist die jüngste von drei Schwestern und fühlt sich nach dem Tod der Mutter verpflichtet, ...

„Wie die Erde um die Sonne“ ist der vierte und letzte Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittany C. Cherry.

Lucy ist die jüngste von drei Schwestern und fühlt sich nach dem Tod der Mutter verpflichtet, die Familie zusammenzuhalten, was aber gar nicht so einfach ist, wenn die älteste Schwester einen hasst und aus dem Leben der anderen verschwindet und die mittlere an Krebs erkrankt ist und ihre Welt zu zerbrechen droht.
Graham ist Bestsellerautor, egozentrisch, kalt und emotionslos. Als seine Frau ihn und deren neugeborene Tochter verlässt, ist er überfordert und bittet Lucy, die Schwester seiner Frau, um Hilfe.

Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Er der Gefühlskalte und sie die, die alles fühlt. Doch zusammen mit seiner Tochter bringt Lucy so nach und nach wieder Licht in Grahams dunkles Leben.

Das Problem, wenn man bereits einige Bücher von einem Autor gelesen hat, die einen wirklich umgehauen und schwer beeindruckt haben, ist, dass die Erwartungshaltung an ein neues Buch höher liegt als bei anderen Büchern. So ging es mir auch bei diesem hier. Die ersten drei Teile der Reihe waren für mich absolute Lesehighlights. Ich habe sie verschlungen und geliebt, wurde von den Charakteren und ihren Geschichten tief berührt.

„Wie die Erde um die Sonne“ ist definitiv ein sehr schönes Buch und absolut lesenswert. Und wenn ich es als erstes gelesen hätte, wäre meine Bewertung vielleicht anders ausgefallen. Aber verglichen mit den anderen drei Teilen ist es deutlich das schwächste Buch.

Der Schreibstil ist nach wie vor flüssig und angenehm zu lesen. Wie auch in den anderen Büchern gibt es einen Spruch, der immer wieder in verschiedenen Szenen wiederholt wird. In diesem Fall sind es die vier Elemente. Und auch Licht und Schatten werden häufig aufgegriffen. Aber es war mir definitiv zu viel, wie oft in dieser Geschichte „jemandem das Herz brach“ – gefühlt auf jeder Seite mindestens einmal.

Mit Grahams Persönlichkeit hatte ich zu Beginn des Buches meine Schwierigkeiten, mit Lucys eher gegen Ende hin. Die Geschichte der beiden konnte mich nur bedingt mitreißen. Was wahrscheinlich auch an meiner fehlenden Verbindung zu ihnen lag. Die Entwicklung der Tochter verläuft mir für ein Frühchen diesen Ausmaßes entschieden zu komplikationslos und schnell. Da hätte ich mir etwas mehr Recherche erhofft und eine realistischere Darstellung, wie man sie von den anderen Büchern kennt.

Der (deutsche) Titel passt in meinen Augen nicht wirklich zu der Geschichte. Irgendwas mit den Elementen oder mit Licht und Schatten wäre passender gewesen.
Die Übersetzung bzw. das Korrekorat schwächelt ein bißchen.

Aber dennoch ist es ein schöner, gefühlvoller Liebesroman, der Liebe, Freundschaft, Verlust und Familie beschreibt. Die Kraft und Hoffnung, die von dem einen geliebten Menschen ausgehen und die Macht haben, alles zu bewegen und wieder Licht in die dunkelste Seele zu bringen.

Fazit:
Gefühlvoller Liebesroman, der aber nicht an seine Vorgänger herankommt.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Schöne Liebesgeschichte mit coolem Setting

Change Your Color / Rache ist Metal
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„Rache ist Metal – Change your Color 1” ist ein NewAdult-Roman von Sontje Beermann.

Alexandra ist Produktmanagerin einer Kosmetiklinie in einem großen Konzern und hat sich mit ihrer kühlen, arroganten ...

„Rache ist Metal – Change your Color 1” ist ein NewAdult-Roman von Sontje Beermann.

Alexandra ist Produktmanagerin einer Kosmetiklinie in einem großen Konzern und hat sich mit ihrer kühlen, arroganten Art bei ihren Angestellten ziemlich unbeliebt gemacht. Deswegen haben die sich einen Plan ausgedacht, um es ihrer Chefin mal so richtig heimzuzahlen. Zu ihrem 10-jährigen Firmenjubiläum bekommt sie eine Kreuzfahrt geschenkt. Doch anstatt auf eine Kreuzfahrt nach Norwegen schicken sie sie auf die Metal Cruise – einem Schiff voller Metalfans.

Der Klappentext hörte sich sehr interessant an, die Leseprobe war positiv und die Vorstellung auf einer Metal Cruise mitzufahren, gefällt mir sehr gut. Somit war der Grundstein zum Lesen der Geschichte gelegt.

Der Schreibstil ist gut – flüssig, locker und leicht. Die Stimmung auf dem Schiff und auch die der Charaktere lässt sich gut nachvollziehen, auch wenn mir manchmal das gewisse Prickeln gefehlt hat.

Die Idee hinter der Geschichte finde ich sehr gut. Hinter Alexandras kühler, arroganter Art verbirgt sich eine tief verletzte und eingeschüchterte Seele, die sich versucht zu schützen. Doch die Wandlung von Alexandra und der Einsturz ihrer in vielen Jahren aufgebauten Mauern geht mir etwas zu schnell – aber die Kreuzfahrt dauert nun mal nur eine knappe Woche, somit bleibt nicht viel Zeit, um dies zu erreichen, so dass man da als Leser ein Auge zudrücken muss. ?

Insgesamt hat mir die Atmosphäre sehr gut gefallen, die bunte Mischung der Metal-Fans, die Landgänge und die Entstehung der Freundschaften sind gut beschrieben.

Das Cover fängt die geladene Stimmung gut ein und wirkt ansprechend.

Fazit:
Schöne Liebesgeschichte mit coolem Setting

Veröffentlicht am 19.09.2018

Mit kleineren Abstrichen gelungener Fantasy-Roman

Das Erwachen
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„Das Erwachen“ ist der erste Teil der Dunkle Götter-Trilogie von Michael Manning, eine Fantasy-Geschichte rund um Magie und Götter.

Mort wächst als einfacher Junge bei einem Hufschmied auf. Doch als plötzlich ...

„Das Erwachen“ ist der erste Teil der Dunkle Götter-Trilogie von Michael Manning, eine Fantasy-Geschichte rund um Magie und Götter.

Mort wächst als einfacher Junge bei einem Hufschmied auf. Doch als plötzlich die Magie in ihm erwacht, gerät er zunehmend in Gefahr. Denn die Magie wurde in seiner Welt ausradiert. Mit dem finsteren Lord Devon schafft sich Mort einen einflussreichen Feind, der auch noch einen dunklen Gott entfesselt hat und somit eine große Bedrohung für Mort und seine Freunde darstellt.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Im Prolog erfährt man von dem Attentat, bei dem Morts Eltern ums Leben gekommen sind. Danach beginnt Morts Geschichte.
Der Schreibstil ist flüssig, spannend und teilweise recht humorvoll geschrieben. Während Morts Part in der Ich-Erzählperspektive gehalten ist, gibt es auch noch personale Sichtweisen von anderen Personen. Dies sorgt für eine interessante Abwechslung und einen facettenreichen Blick auf das Geschehen.

Die Kapitel werden von Auszügen aus einem Magierbuch eingeleitet und geben dem Leser damit auch noch Einblicke in die Welt der Magie, wie sie vor Morts Geburt existiert hat.

Die Welt rund um Mort wird sehr stark in Schwarz und Weiß eingeteilt. Entweder sind die Charaktere von Grund auf gut oder böse, Nuancen dazwischen scheint es nicht zu geben.

Die Entwicklung von Morts Zauberkünsten und seine Versuche, sie sich selbst - nur mit Anleitung eines Buches – beizubringen, sind etwas unrealistisch (selbst für Fantasy), da es zu problemlos klappt und ihm sogar die schwierigsten Dinge wie Heilung von lebensbedrohlichen Verletzungen bei sich selber auf Anhieb gelingen. Hier eben auch Schwarz-Weiß-Sicht: Mort ist der Held der Geschichte und dem muss eben alles leicht von der Hand gehen – von kleineren Fettnäpfchen, in die er hineintritt mal abgesehen.

Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie Mort sich weiterentwickelt, mit seiner Herkunft klarkommt und sich das Einmischen der Götter noch auf sein Leben auswirken wird.

Fazit:
Mit kleineren Abstrichen gelungener Fantasy-Roman.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Ein schönes Buch mit einer rührenden Geschichte

Der kleine Prinz
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„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery ist wohl einer der Klassiker unter den Kinderbüchern.
Der kleine Prinz will nach einem Streit mit seiner Blume fliehen und reist von Planet zu Planet.

Unterwegs ...

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery ist wohl einer der Klassiker unter den Kinderbüchern.
Der kleine Prinz will nach einem Streit mit seiner Blume fliehen und reist von Planet zu Planet.

Unterwegs trifft er die verschiedensten Menschen, den Eitlen, den Säufer, den Strebsamen, den Geldgierigen, bis er irgendwann auf der Erde landet und in der Wüste einen Piloten trifft, der eine Bruchlandung gemacht hat. Die beiden freunden sich an und der kleine Prinz bringt dem Piloten auf seine Weise seine Erfahrungen, die er auf der Reise gemacht hat, bei.

Der Schreibstil ist von der Wortwahl und dem Satzbau recht einfach und kindgerecht. Doch meiner Meinung nach erschließen sich die versteckten Kritiken an der Menschheit und Gesellschaft kleineren Kindern eher nicht.

Trotzdem ist es ein schönes Buch mit einer rührenden Geschichte.

Veröffentlicht am 21.07.2018

Eine Reise durch eine faszinierende Fantasywelt voller mystischer Kreaturen und machtgieren Herrschern.

Vakouja - Ränkespiele
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„Vakouja – Ränkespiele“ von Irina Grabow ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie, erschienen im August 2017.

Der Fischerssohn Lian landet als „Steuerpfand“ auf Zarons Burg und soll dort dem Schmied ...

„Vakouja – Ränkespiele“ von Irina Grabow ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie, erschienen im August 2017.

Der Fischerssohn Lian landet als „Steuerpfand“ auf Zarons Burg und soll dort dem Schmied Jano zur Hand gehen. Schwere, dunkle Zeiten stehen ihm bevor, doch mit der Zeit gewöhnt er sich an sein neues Leben und schafft es sogar Zarons Vertrauen zu gewinnen. Als er sich dann allerdings in das falsche Mädchen verliebt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Nachdem ich dieses Buch nicht mehr geschafft habe, während der Lesewinterchallenge zu lesen, war klar, dass ich es auf jeden Fall nun in der Summertimechallenge lese.

Die Fantasywelt rund um Vidar wird sehr gut beschrieben und man kann sich die Landschaft, die Charaktere und die sonderbaren Kreaturen bildlich vorstellen. Trotz der neuen unbekannten Welt gelingt der Einstieg in den Roman problemlos und man lernt die Besonderheiten und die Geschichte Vidars langsam und „behutsam“ im Laufe von Lians Reise kennen.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht und ansprechend. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen personalen Erzählperspektiven erzählt und ermöglicht somit bei einer größeren Anzahl an Charakteren den tieferen Einblick in deren Gefühlswelt.

Das Ende ist leider in mehrfacher Sicht unbefriedigend, wobei ich hier nur den Cliffhanger erwähnen will – das andere würde zu sehr spoileren.

Fazit:
Eine Reise durch eine faszinierende Fantasywelt voller mystischer Kreaturen und machtgieren Herrschern.