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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2019

Vorurteile sind die Vernunft der Narren

Dönerröschen
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Mit dem Roman "Dönerröschen" hält der Autor für uns einen Jugendroman bereit, der auf der einen Seite humorvoll ist, auf der anderen Seite uns mit Vorurteilen und dem Schubladendenken der Menschen konfrontiert.

Jonas ...

Mit dem Roman "Dönerröschen" hält der Autor für uns einen Jugendroman bereit, der auf der einen Seite humorvoll ist, auf der anderen Seite uns mit Vorurteilen und dem Schubladendenken der Menschen konfrontiert.

Jonas ist 16 und gerade mit seinen Eltern in den Münchner Vorort Neuperlach, liebevoll klein Istanbul genannt, gezogen. Probleme, neue Freunde hier zu finden hat er nicht. Und er trifft auf ein Mädchen, das ihn fasziniert. Sie kommt ihm bekannt vor, doch woher?!

Herrlich beschriebene Szenen und Figuren, die sehr real daherkommen und eine Geschichte, die gar nicht so abwegig ist.

Und am Ende kann man doch für sich festhalten - Deutsche, Türken - ega wo man herkommt, wichtig ist doch wer man innen drinne ist!

Veröffentlicht am 28.01.2019

¨Romantisch friesisch und irisch gut

Das kleine Haus am Deich
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Es ist gar nicht so einfach, eine zehnjährige Ehe hinter sich zu lassen. Den Menschen, den man mal als seinen Seelenverwandten angesehen hat, ziehen zu lassen. Plötzlich steht diese Person vor einem und ...

Es ist gar nicht so einfach, eine zehnjährige Ehe hinter sich zu lassen. Den Menschen, den man mal als seinen Seelenverwandten angesehen hat, ziehen zu lassen. Plötzlich steht diese Person vor einem und sagt eine unumwunden ins Gesicht, dass man nicht mehr geliebt wird - einfach so - und das schon eine Weile. Und was macht man bzw. frau? Es werden die Fehler bei sich selbst gesucht...

So ergeht es in dieser Geschichte der Halbirin Róisin mit ihrer Ehe und ihrem Mann. Doch zum Glück hat sich einen guten Bekannten Sean, der doch eigentlich Sven heisst und einen Irish Pub hat und da nunmal ein Ire als Besitzer besser ist/klingt, wurde aus dem friesischen Sven ein irischer Sean. Und genau dieser vermietet ihr ein ganz kleines Häuschen - perfekt für sie, um mit der Ehe und ihrem Ex Marco abzuschliessen.
Doch ganz so einfach wie das klingt, ist es nicht für sie...und dann ist da noch Enda - ein richtiger Ire in Friesland...

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, kurzweilig und schön geschrieben. Die Personen war toll beschrieben, sehr sympathisch und authentisch.

Die Geschichte ist locker leicht und lässt sich flüssig lesen. An einigen Stellen hatte ich einen dicken Kloss im Hals und habe auch das eine oder andere Tränchen verdrückt. Manchmal wollte ich Rosh auch einfach mal ganz fest schütteln, dass sie endlich aufhört, in Selbstmitleid zu verfallen und ihr Leben in die Hand nimmt und was daraus macht! Natürlich kann man an der Stelle über die Reaktionen von ihr den Kopf schütteln und sagen...nee also das ist doch an den Haaren herbei gezogen oder völlig überzogen...aber jeder Mensch leidet anders und bei ihr war es eben doch ein wenig mehr.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat (hatte aber keinen Sterneabzug zur Folge) war, dass die Geschichte für mich einfach zu abrupt geendet hat. Ich fand, da hätte noch mehr kommen können, der Trip nach Irland, das Kennenlernen der Eltern, sogar der Vater hätte ein wenig Raum verdient. Da fand ich dann im Nachhinein das Geplänkel zwischen Enda und ihr ein wenig zu viel, bzw. hat einfach sehr viel Raum eingenommen.

Alles in allem hat mir der Roman gut gefallen und wer weiss, evtl. gibt es ja eine Fortsetzung - ich würde mich jedenfalls darüber freuen!!

Veröffentlicht am 21.09.2018

Spannender Ostfrieslandkrimi

Wattmord in Carolinensiel. Ostfrieslandkrimi
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Gut recherchierter Ostfrieslandkrimi, der mich mit einem sympathischen und unermüdlichen Ermittlerduo, einer guten Story und vor allem einem anhaltenden Spannungsbogen auf Trapp gehalten hat.


Zu Beginn ...

Gut recherchierter Ostfrieslandkrimi, der mich mit einem sympathischen und unermüdlichen Ermittlerduo, einer guten Story und vor allem einem anhaltenden Spannungsbogen auf Trapp gehalten hat.


Zu Beginn war der Einstieg vom Schreibstil evtl. etwas holprig - es fehlte einige Absätze, die Schauplätze veränderten sich ohne einen Hinweis - aber das änderte sich, je weiter ich in der Geschichte kam.

Man wird in diesem Buch mit einer unaussprechlichen Gräueltat konfrontiert, die nicht bzw. nur umschrieben wird (Gott sei dank) und bekommt dabei schon Gänsehaut.

Man wird als Leser rasant durch diesen Krimi geführt, es gibt verschiedene Wendungen und so einige Aha-Momente kamen mir unter.

Auch die Auflösung des Falles ging schnell von statten, das passte aber zum rasanten Vorantreiben der Geschichte und plötzlich merkte man, das war noch nicht alles...

Der Fall wurde dann doch gelöst (mich hätte doch interessiert, was mit den ah so privilegierten Personen passierte) und das Ermittlerduo sah sich einer privaten Herausforderung gegenüber.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und ich werde beim hoffentlich bald kommenden Folgeband sehr gern wieder das Buch zur Hand nehmen und mich mit einer Tasse meines heiß geliebten Ostfriesentees den Ermittlungen von Bert und Nina anschließen.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Ein Buch über Mut, Freundschaft und natürlich Drachen

Drachenkralle 1: Die Klaue des Morero
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Der erste Teil der Drachenkralle-Trilogie "Die Klaue des Morero" hat mir sehr gut gefallen.

Hier wird die klassische Geschichte des Kampfes von Gut gegen Böse in eine phantastische Welt namens Sarmela ...

Der erste Teil der Drachenkralle-Trilogie "Die Klaue des Morero" hat mir sehr gut gefallen.

Hier wird die klassische Geschichte des Kampfes von Gut gegen Böse in eine phantastische Welt namens Sarmela gebracht. Anhand einer Karte am Beginn des Buches, bekommt der Leser einen Eindruck über diese Land und auch die einzelnen Gebiete, die für die Geschichte von Bedeutung sind.

Die Reise unser Helden wird sehr gut beschrieben, was sie erleben, was sie fühlen. Aber auch die Umgebung konnte mir die Autorin durch ihren guten und flüssigen Schreibstil sehr gut veranschaulichen.

Der Spannungsbogen der Geschichte wurde kontinuierlich aufgebaut und riss auch an keiner Stelle für mich ab. Unnötiges wurde weggelassen, so zum Beispiel wenn die Reise über einen gewissen Zeitraum ereignislos verlief wurde dies auch so beschrieben und nicht lang darüber gesprochen, dass eben nichts passiert ist.

Die Kampfszenen waren meines Erachtens gut beschrieben, nicht blutrünstig, in einem guten Mass, dass man es sich vorstellen konnte.

Das Ende der Geschichte ist rund und bringt diesen ersten Teil zu einem guten Ende, wenn auch herbe Verluste zu beklagen sind. Natürlich fehlt auch ein kleiner Hinweis auf den zweiten Teil nicht, so dass man gespannt sein darf, wie es denn weitergeht - ich bin es jedenfalls!

Was für mich nicht gestimmt hat, war die eingebaute Liebesgeschichte, das wirkte für mich krampfhaft und passte einfach nicht.

Ein wirklich sehr schönes Buch über Drachen, Freundschaft und den Mut, für etwas einzustehen, was einem wichtig ist und den Mut, über seinen eigenen Schatten zu springen, zum Wohl anderer.

Veröffentlicht am 21.09.2018

humorvoller Kreuzfahrtkrimi

Nie zu alt für Casablanca
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Was passiert mit TKKG, wenn sie erwachsen geworden sind?

Auf diese Frage gibt "Nie zu alt für Casablanca" eine humorvolle und spannende Antwort.

Die V.I.E.R. sind vier Freunde, die zu ihren Schulzeiten ...

Was passiert mit TKKG, wenn sie erwachsen geworden sind?

Auf diese Frage gibt "Nie zu alt für Casablanca" eine humorvolle und spannende Antwort.

Die V.I.E.R. sind vier Freunde, die zu ihren Schulzeiten Kriminalfälle gelöst haben. Irgendwann haben sie sich - bis auf zwei - aus den Augen verloren.
Durch einen schweren Schicksalsschlag eines der Mitglieder werden sie nun wieder zusammen geführt und erleben ein Abenteuer nach dem anderen. Und was sie alles aufdecken zum Ende der Geschichte hin, ist nicht nur für die Polizei unglaublich!

Die Autoren haben sehr gut die Settings der Geschichte recherchiert und man kann sich die Städte wie Cadiz, Casablanca, Granada sehr gut vorstellen.
Auch der Schreibstil ist flüssig und nachvollziehbar, so dass man gut in die Geschichte rein kommt und ihr folgen kann. Die Geschichte fängt recht gemächlich an und wird dann immer rasanter, wobei der Spannungsbogen konstant bleibt und man an keiner Stelle das Gefühl hat, dass einem langweilig wird. Der Showdown hat es dann ganz schön in sich, da blieb einem beinahe beim Lesen der Atem weg!

Die einzelnen Figuren sind sehr gut ausgearbeitet in ihrem Charakter und ihren Eigenheiten, was mir allerdings ein bisschen fehlte waren ein klein wenig die Beschreibungen der jeweiligen Personen.

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und ich freue mich, wenn noch weitere Abenteuer der V.I.E.R. folgen würden.