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Veröffentlicht am 30.12.2018

Kurz, keck, und dabei immer absolut klar.<3 // Wenn Magie, Spannung, und Humor funken sprühen...

Verborgene Magie
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Hinter diesem doch sehr ansprechend gestaltetem Cover verbirgt sich eine Kurzgeschichten-Sammlung zur „Stadt der Finsternis“-Reihe vom Autorenduo Ilona Andrews.

Wer nun vermutet, vorerst die Hauptreihe ...

Hinter diesem doch sehr ansprechend gestaltetem Cover verbirgt sich eine Kurzgeschichten-Sammlung zur „Stadt der Finsternis“-Reihe vom Autorenduo Ilona Andrews.

Wer nun vermutet, vorerst die Hauptreihe lesen zu müssen, kann ich vertrösten. Auch ich habe dieses Buch ohne irgendwelche Vorkenntnisse, aber doch schon mit einem gewissen Interesse für die eigentliche Reihe gelesen.

Natürlich kann es nicht schaden, vorher ein gewisses Hintergrundwissen zu besitzen, aber auch ohne dieses bin ich einfach nur restlos begeistert. 3

Da eine kurze Inhaltsangabe zu einer Kurzgeschichten-Sammlung mir gerade zu viel verrät, verbinde ich es mit meiner Meinung zu vereinzelten Charakteren.

Mit Julie begegnet uns in „Magische Prüfungen“ eine unglaublich taffe Persönlichkeit, witzig und dabei auch noch so clever. Ihre Mitmenschen hat sie doch meist relativ schnell durchschaut. Ich bin gespannt, inwieweit sie und Yu in der Hauptreihe in Erscheinung treten… :)
Auch Kate war mit ihrer eigenen Kurzgeschichte („Ein fragwürdiger Klient“) für mich ein richtiges Highlight. Bereits in der ersten Geschichte fand ich ihre Kommentare interessant und war von der zweiten Geschichte unglaublich begeistert. Ich würde sagen, dass mit Saiman noch nicht das letzte Wort gewechselt wurde…;)
Auch Siroun und Adam („Vergeltungsklausel“) fand ich wirklich gut gestaltet, ich freue mich schon darauf, mehr von beiden zu lesen. Bei ihnen kann noch so einiges in der Hauptreihe passieren…
Alena und Duncan sind in „Vom Schwein und von den Rosen“ einfach nur herzallerliebst. 3 Ihre erste Begegnung werden sie bestimmt so schnell nicht mehr vergessen. ;)
Und zu guter Letzt haben mich auch Nassar und Grace mit „Grace und die kleinen Zaubereien“ in ihren Bann gezogen.
Obwohl ich die Reihe eben noch nicht gelesen habe, hatte ich keine Schwierigkeiten, da vieles erklärt wird.
Ich kann nur wiederholen, dass ich diese Reihe auf jeden Fall noch lesen muss.

Der Schreibstil ist einfach grandios, man ist sofort in der Geschichte drin, das Autorenduo schafft es, mit so wenigen Worten immer wieder komplexe Charaktere darzustellen und zudem auch noch immer, eine gute Prise Humor in die Geschichten hineinzuweben.

So bleibt es spannend und abwechslungsreich zu gleich. Manchmal habe ich die Geschichte mit einem kleinen Schmunzeln und in freudiger Erwartung auf weitere Szenen mit diesen Figuren in der Hauptreihe beendet. :)

Dadurch, dass es eben immer recht kurz Geschichten sind, ist selbstverständlich auch die Handlung nicht so umfangreich, aber jedoch trotzdem sehr gut konstruiert, sodass ich auch hier keine Abstriche machen möchte.

Alles in allem kann ich nur 5 / 5 Sternen verteilen und mich beim LYX-Verlag dafür bedanken, dass sie auch diese Geschichten übersetzt, veröffentlicht und mit einem äußerst schönen Cover versehen haben.

Es ist eigentlich schon fast schade, dass man sich dieses Cover und auch generell die Reihe nicht mehr ins Regal stellen kann. :( ;)

Dafür gibt es nun aber definitiv einen weiteren Interessenten und baldigen Käufer der Reihe. Vielleicht kann euch ja auch diese Sammlung für die Reihe begeistern, wenn ihr es nicht bereits seid. ;)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 03.11.2018

Egal wie hoch deine Erwartungen sind, sie werden nicht einmal annähernd an das Buch heranreichen! ;)

Verdammt nah am Himmel
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Ende September 2018 veröffentlicht Linda Schipp mit „Verdammt nah am Himmel“ ihr zweites Buch über den Drachenmond-Verlag.
Die Thematik lässt sich am Cover ableiten und falls dies nicht reicht, weist einen ...

Ende September 2018 veröffentlicht Linda Schipp mit „Verdammt nah am Himmel“ ihr zweites Buch über den Drachenmond-Verlag.
Die Thematik lässt sich am Cover ableiten und falls dies nicht reicht, weist einen das kurze Zitat unter dem Autorennamen daraufhin. ;)
Die Brücke steht direkt für die Verbindung zwischen dem Leben und dem Tod, handelt es sich ja schließlich um eine Nahtoderfahrung, weshalb auch wieder der Titel verdeutlicht wird, ist man doch mit diesem kurzen Todeszustand "verdammt nah am Himmel", manche sprechen ja sogar vom weißen Licht und Stimmen, die sie gehört haben. Teilweise wird auch gesagt, dass sie noch nicht sterben wollen und demnach nicht die andere Seite der Brücke erreicht haben, umgekehrt oder niemals losgelaufen sind. Die Stimmen hätten dann von der anderen Seite rufen können. Weißes Licht könnte für die Wahl stehen. Die Person kann völlig frei wählen.
Durch die Wolken muss ich auch irgendwie an Schwerelosigkeit denken, man schwebt ja während dieser Erfahrung zwischen dem Leben auf der Erde und dem Himmel. Man könnte die Wolken also symbolisch für den Menschen deuten.
Rose ist eigentlich nur mit dem Auto auf dem Weg nach Hause, doch auf der Pearly Gates Bridge findet ihre Fahrt ein jähes Ende und sie erlebt etwas, womit sie nicht gerechnet hätte.
Jack wiederum vervollständigt auf der falschen Brückenseite gerade seine „Top-Ten-Liste der Orte zum Sterben“ als beide sich begegnen.
Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie, die vor Leben nur so sprüht, sich von ihrem Glauben, ihrem Bauchgefühl leiten lässt, begegnet ihm, der dem allen einfach nur noch ein Ende setzen möchte, Dinge stets rational betrachtet.
Obwohl sich beide auf Anhieb nicht ausstehen können, treten sie aus der Situation heraus zusammen eine Reise an, die das Potential besitzt, alles über den Haufen zu werfen, was sie zu wissen gedachten…
Auch wenn ich erst dachte, dass mir Jack als Kopfmensch deutlich besser gefällt, haben sie doch beide einen unglaublichen Charme, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.
Immer wieder stellen sie sich selbst seltene und tiefgründige Fragen, die den Leser neue Erkenntnisse gewinnen lassen. Gleichzeitig sind sie so authentisch, dass man absolut nachempfinden kann, warum sie fühlen wie sie fühlen und akzeptiert damit nicht nur Jacks Wunsch nach dem Tod, sondern kann ihn nachvollziehen.
Dabei sind dem Leser aber noch lange nicht viele Hintergründe der Figuren gegeben! Ich möchte dazu nur sagen, dass sich vieles völlig anders entwickelt als gedacht.
Beide mussten schon so unglaublich viel Leid erfahren und gerade, wenn man denkt, es geht doch eigentlich nicht weiter, kommen neue Erkenntnisse.
Auch ein besonderer Humor lässt sich hier wiederfinden. Mal ist es Sarkasmus und mal ist Jack auch unfassbar selbstironisch, verdeutlicht damit irgendwie auch, wie unfassbar er doch gebrochen ist.
Beide Figuren machen mit Hilfe des anderen unfassbare Entwicklungen durch, die der Leser ebenso mitmacht, was ich so selten erlebe. Man lernt über und mit den Figuren einfach so viel fundiert und wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Gerade der Schreibstil der Autorin ermöglicht es, nahezu sofort, Empathie für völlig fremde Figuren zu empfinden. Er ist so besonders, dass man ihn so schnell nicht vergisst. Hier erlebt man, dass auch Autoren Künstler sind, weiß Linda Schipp es doch gekonnt und klischeefrei, poetisches, wie Metaphern, mit bitterernsten Themen zu kombinieren und den Leser damit enorm zu berühren. Man wechselt zwischen Philosophie und Pragmatismus und ist dadurch so unfassbar an die Geschichte gefesselt, dass man sie definitiv nicht missen möchte.
Wie nicht anders zu erwarten, vergebe ich 5 / 5 Sternen, auch wenn ich liebend gerne mehr vergeben würde. Dieses Buch gibt einem einfach so viel und wird mich so schnell nicht wieder loslassen. Es wird unfassbar genial zwischen dem nötigen Ernst, Hoffnung und jeder Menge Emotionen jongliert, sodass man unabhängig davon, ob man es wollte oder nicht, einfach in den Sog dieses Buch gezogen wird. <3

Veröffentlicht am 30.09.2018

Ein erneuter Beweis, dass Liebe in Jugendbüchern nicht automatisch mit Klischees verbunden sein muss.

The way to find love
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Mareike ist mir sehr sympathisch geworden. Sie hat bedingt durch die Tabletten nicht unbedingt die schlankste Gestalt, aber trotzdem ein gutes Selbstbewusstsein, ohne sich selbst zu überschätzen.
Des Weiteren ...

Mareike ist mir sehr sympathisch geworden. Sie hat bedingt durch die Tabletten nicht unbedingt die schlankste Gestalt, aber trotzdem ein gutes Selbstbewusstsein, ohne sich selbst zu überschätzen.
Des Weiteren ist sie sehr sarkastisch und ihrer Fehlbarkeit, die ja jeder irgendwie besitzt, durchaus bewusst. Das gefällt mir. Oft teilen uns Figuren nicht von vorneherein mit, dass sie auch durchaus falsch liegen können, reflektieren also nicht unbedingt die unterschiedlichen Sichtweisen.
Auch Sebastian hat so eine sarkastische Ader, weshalb sie sich dann wahrscheinlich auch auf Anhieb so gut verstehen und versucht immer wieder sich von seinen Betreuern, das Leben nicht zu sehr vorschreiben zu lassen. ER raucht und bleibt auch gern über die Ausgangssperre hinaus weg. Er meidet diese ganze Gefühlsduselei, ist fest davon überzeugt, dies nicht zu mögen.
In Mareike sowie Basti kann ich mich sehr gut hineinversetzen, was zu einem schönen Leseerlebnis führt.
Die Nebencharaktere gefallen mir ebenfalls sehr. Alina, Mareikes Freundin, besitzt am Anfang so diese typische jugendliche Naivität, was die Gefühle des anderen Geschlechts angeht und Lara ist eine Nervensäge, die fast als Bastis Schwester durchgehen könnte.
Die Freundschaften an sich sind in meinen Augen realistisch. Natürlich gilt da auch einmal "Bros before Hoes“ und man verzeiht sich relativ schnell, nichts von den Entwicklungen in Sachen Beziehung erwähnt zu haben, wenn die andere gerade Liebeskummer hatte.

Auch in der Handlung ist es weiterhin relativ stereotyparm, kann ein Mädchen in gewissen Gebieten überzeugend und in anderen gleichzeitig schüchtern wirken.
Der männliche Part leugnet auch nicht immer Gefühle zu haben, sondern gibt dies gerne frei und offen zu und schämt sich nicht mit anderen über Liebeskummer zu sprechen.
Hat man sich in größerer Weise belogen, kann sich dies auch kippen lassen, ohne dass man die Beziehung zerstört.
Die Liebe kommt nicht unbedingt mit dem ersten Blick, sondern kann sich mit der Zeit unbemerkt entwickeln.
Und zu guter Letzt bedeutet ein Tumor nicht immer gleich Krebs und den Tod, es kann sich auch um entfernbares Material handeln.
(Achtung SPOILER!)
Oftmals stirbt der „Träger“ in Büchern am Ende, doch im normalen Leben gibt es Menschen wie Mareike, die daran nicht krepieren müssen. Auch Jay musste in dem absolut fantastischen Buch „Liebe ist was für Idioten. Wie mich“ und dessen Fortsetzung von Sabine Schoder nicht sterben. (Ende des SPOILERs!)

Der Schreibstil lässt einen nur so durch die Geschichte rennen. Er lässt einen diese Geschichte entspannt genießen, teilweise auch über die Figuren und ihre Gründe schmunzeln. Carolin Emrich kann einfach super Geschichten erzählen. :)

Diese ganzen Aspekte lassen die Geschichte in meinen Augen so unglaublich real wirken und machen sie damit authentisch!!
Deshalb kann ich dieses auf seine Art erfrischende Buch nur empfehlen und verbleibe mit 5 / 5 Sternen gespannt auf Alinas und Lars Geschichte. <3

Veröffentlicht am 22.09.2018

Sie sollte das „Luckiest Girl Alive“ sein, oder?

Luckiest Girl Alive
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TifAni FaNelli hat es geschafft! Sie hat einen beneidenswerten Job beim Women’s Magazine, kann dementsprechend auch teure Designerkleidung tragen und trägt einen prächtigen Smaragd am Ringfinger. Dieser ...

TifAni FaNelli hat es geschafft! Sie hat einen beneidenswerten Job beim Women’s Magazine, kann dementsprechend auch teure Designerkleidung tragen und trägt einen prächtigen Smaragd am Ringfinger. Dieser stammt von ihrem attraktiven, adeligen Verlobten Luke, mit dem sie also „lucky“ sein sollte, schließlich ist alles perfekt.
Doch dann soll eine Doku gedreht werden, die sich mit dem befasst, was sie seit 14 Jahren zu verdrängen versucht und die Fassade langsam zerbröckeln lässt.

Allein das Cover dieses Thrillers ist schon sehr viel versprechend und passt makellos zum Inhalt des Buches.
Die Rose steht für das Schöne, den schönen Schein, denn sie ist gleichzeitig schwarz, es ist etwas Dunkles passiert. Sie, auch in Bezug auf Ani, ist innerlich fast eingegangen.
Ihrer Verteidigung, der Dornen, wurde sie bereits beraubt, ist also stark verwundbar, wurde teilweise bereits gebrochen, da diese Dornen abgebrochen wurden. und besitzt nur noch ein einzelnes Blatt, das sie weiterhin am Leben erhält.
Sie ist also insgesamt sehr empfindlich und leicht zerstörbar und das passt perfekt zum Hintergrund von Ani.

Nach und nach wird man in den Sog der Geschichte gezogen und aus der verstörenden jungen Frau lässt sich mit der Zeit eine gebrochene, um Fassung ringende Frau erkennen, die vieles für ihr jetziges Leben tun würde.

Ani gefällt mir sehr. Anfangs wirkt sie sehr oberflächlich und erst mit der Zeit wird ihr komplexer Charakter deutlich. Sie ist klug genug, viele ihrer Gedanken für sich zu behalten, die einem ein sehr gutes Bild ihren Gesprächspartner und ihrer Scheinwelt vermitteln. Obwohl ich ihr Schicksal glücklicherweise nicht teilen muss, ist sie mir doch sehr sympathisch geworden und hinterlässt den Leser sprachlos. Ihr Verlobter ist nicht der richtige für sie und teilweise fragt man sich auch, ob er sie wirklich liebt oder nur eine fast schon hörige Frau sucht. Generell werden die anderen Figuren relativ wenig beleuchtet, aber wirklich stören tut dies nicht, ist man doch schon von ihrer Geschichte in den Bann gezogen worden.

Die Spannung ist in dieser Handlung ein immer wieder plötzlich auftretender Begleiter, der einen atemlos zurücklässt. Es geschehen Dinge, die ich so niemals hinter diesem Klappentext vermutet hätte. Nur wenn man das Buch bis zum Ende liest, wird einem die komplette Tragweite offenbart, sodass ich Lesern empfehle, sich nicht vom vielleicht als enttäuschend empfundenen Anfang entmutigen zu lassen und der Geschichte eine Chance zu geben. Sie ist es absolut wert!

Abwechselnd erzählt Ani von der Gegenwart und Vergangenheit, sodass man erahnen könnte, was ihr damals widerfahren ist, nur um dann eine völlig unerwartete Wendung mitzuerleben, die die Frage offenlässt, wie sie dadurch nur gebrochen und nicht daran zerbrochen ist.
Der Schreibstil ist ebenfalls spektakulär, die Seiten fliegen förmlich dahin und man bemerkt dies erst, wenn es draußen auf einmal schon dunkel wird. Aufgrund der Zuordnung zum Genre der Thriller wird hier auf fast schon erschreckende Weise alles bis ins letzte Detail beschrieben und vermittelt den Eindruck, direkt neben Ani ein Teilnehmer des Geschehens zu sein.
Wirklich, wer mit diesem Buch beginnt, sollte sich auf eine fesselnde Geschichte gefasst machen, die fast durchweg von der Protagonistin getragen wird.

Es hat mir einfach restlos gefallen und wird mir bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleiben.
Ich möchte dieses Buch über eine Frau, die doch endlich einfach nur im Leben ankommen, glücklich sein und nicht mehr von oben herab betrachtet werden möchte, in meinem Regal einfach nicht mehr missen und bewerte es damit mit vollen 5 / 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Geschichte
Veröffentlicht am 11.09.2018

Wenn sich der Schnee rot verfärbt, wird dir der Preis für die Freiheit bewusst werden.

Colours of Life 1: Schneerot
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„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane ...

„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane eine atemberaubende Trilogie gezaubert, die vor Kurzem vom Amrûn Verlag neu verlegt wurde.
So ist dieses wunderschöne Cover hinzugekommen, dass durch den Schnee und die rote Feder im Vordergrund einen Bezug zum Titel und zur Handlung aufbaut und sich auch sehr schön in einem Bücherregal macht. ;)
Doch worum geht es eigentlich?
Hinter diesem Cover verbirgt sich nicht etwa eine seichte poetische Geschichte, nein. Es handelt sich um eine Dystopie, die durchaus lyrische Elemente aufweist und es in sich hat.
Die Protagonistin Crys wurde vom Militär entführt, um in einer geheimen Forschungsanstalt als Testobjekt zu fungieren. Dabei wird ihr eine Chemikalie verabreicht, die sie übernatürliche Kräfte entwickeln lässt. Abhängig von dieser bilden sich neue oder erweiterte Fähigkeiten aus. Viele finden dadurch auch ihren Tod, handelt es sich schließlich immer noch um Chemikalien. So werden Jugendlichen oder sogar Kindern solch eine Substanz initiiert und der Person Aufgaben zugeteilt. Crys zählt seit nun mehr zwei Jahren zu den Auserwählten, kann sie doch durch ihre Gabe bestimmen, welche Chemikalie sich am besten für diese Person eignet. Zwei Jahre, in denen sie die Anstalt nicht wieder verlassen durfte, sich jedoch nach der Freiheit und ihrer Schwester Violet sehnte.
Und nun taucht plötzlich der ominöse Cameron auf, der mit anderen zusammen aus dieser Anstalt fliehen möchte. Crys‘ Wunsch scheint in greifbare Nähe zu rücken, doch welchen Preis wird die Freiheit mit sich bringen?
Am Anfang führt uns Crys etwas in die Geschichte ein und dann geht es so langsam aber sicher auch schon mit der eigentlichen Handlung los, was mir sehr gefällt. Generell braucht sich der Leser hier nicht auf langwierige Handlungsstränge einzulassen, da immer wieder neue Wendungen hinzukommen und die Autorin weiß, wie man Spannung aufrechterhält, bzw. den Fokus unbeachtet zu verändern und zwischen verschiedenen zu wechseln. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr angenehm. Er hebt sich insoweit von anderen ab, dass sie nicht nur die Gefühle übermitteln kann, sondern zusätzlich mit einer durchaus poetischen Art und Weise Vergleiche und Tatsachen verdeutlicht.
Auch die Charaktere gefallen mir sehr. Crys besitzt eine gute Menge Sarkasmus und weiß sich damit durchaus auch zu behaupten. Auch Cameron ist mit seiner selbstüberzeugten Art liebenswürdig. Beide geben nicht kampflos auf und haben ein schweres Päckchen zu tragen. Mit der Zeit kommen dann auch noch neue Erzähler hinzu, die der Geschichte eine andere Richtung geben und Figuren in den Vordergrund rückt, wer weiß, welche Rollen sie noch in den Fortsetzungen spielen. Die Einführung der neuen personalen Erzähler ist nicht immer optimal gelungen, teilweise hätte man sie schon eher zu Wort kommen lassen können, doch dies tut der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch, irritiert den Leser nur kurzeitig, da diese Erzähler später doch sehr nützlich sind.
Was soll ich noch groß dazu sagen? Ich war schneller durch dieses Buch durch als mir eigentlich lieb ist, spricht aber auch gleichzeitig sehr für dieses Buch. Wer gerne Dystopien liest, sollte sich diese einmal zu Herzen nehmen, hinterher aber nicht traurig sein, dass erst nächstes Jahr der zweite Teil erscheint. ;)