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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2018

Ein wichtiger Ratgeber für Eltern hochsensibler Kinder

Alle Antennen auf Empfang
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Hochsensible Kinder haben ihre Antennen immer auf Empfang, und so stehen sie schnell unter Stress, der sich in Angst, Wut oder Abschottung zeigt. Wie kann diesen Kindern geholfen werden, dass sie besser ...

Hochsensible Kinder haben ihre Antennen immer auf Empfang, und so stehen sie schnell unter Stress, der sich in Angst, Wut oder Abschottung zeigt. Wie kann diesen Kindern geholfen werden, dass sie besser mit der Reizüberflutung umgehen können?

Die Autorinnen Mira Mondstein und Deva Wallow haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und für Eltern hochsensibler Kinder einen Ratgeber herausgegeben. An die ersten Kapitel über die Symptome der Hochsensibilität schließen sich weitere Abschnitte an vom Baby- und Kleinkindalter über das Kindergartenalter bis hin zum Grundschulalter. Zum Schluss gibt es noch ein Kapitel mit Tipps für das Leben mit hochsensiblen Kindern, um den Alltag für alle Beteiligten angenehmer zu gestalten. Ergänzt werden die Erläuterungen von Beispielen über hochempfindliche Kinder. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, man kann sich dabei sehr gut auf die Sachlage konzentrieren (und muss dafür nicht irgendwelche Fachwörter nachschlagen). Je kleiner das Kind, umso mehr wird der Leser von den Themen des Buches profitieren.

Ein Buch, das den Eltern hilft, den Kindern zu helfen und ihnen Wege aus der Reizüberflutung aufzeigen zu können. Als Nachschlagewerk gut geeignet, mit vielen Tipps, die im Alltag manches entzerren können. Deshalb unbedingt empfehlenswert!

Veröffentlicht am 19.10.2018

Hasi im Glück

Der Totenversteher
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Hasi, eigentlich Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, ist durch eine üppige Erbschaft von seinen Geldsorgen befreit. Doch nicht lange, denn bald stellt sich heraus, dass seine geerbte Villa ...

Hasi, eigentlich Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, ist durch eine üppige Erbschaft von seinen Geldsorgen befreit. Doch nicht lange, denn bald stellt sich heraus, dass seine geerbte Villa einem Investmentbetrüger zum Opfer gefallen ist. Kurzerhand kann er in der Dachgeschosswohnung einer Nachbarin unterkommen. Doch wie das Schicksal es so will, kommt er einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere. Und immer wieder taucht die tote Tante bei ihm auf, sie hat eine Botschaft für ihn, aber die muss er erstmal enträtseln. Wenn er nur wüsste, wie wichtig die für ihn wäre…!

Mit der Figur des Hasi hat das Autorenduo Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk einen echten „Hans im Glück“ ins Leben gerufen: Was auch immer geschieht, Hasi verliert nicht seine gute Laune und sieht in allem das Positive. Dieses Verhalten treiben die Autoren so auf die Spitze, dass manche Szene ein einziger Lacher ist, von Anfang bis Ende. Überhaupt schreiben die beiden die Geschichte mit einem Augenzwinkern. Die Figuren sind so skurril entworfen wie es nur geht, auch hier sind die Charakterisierungen überspitzt, so dass schnell klar wird, hier geht’s nicht bitter ernst zu. Das völlig Unerwartete an diesem Buch ist einfach köstlich, nichts scheint hier unmöglich, jederzeit kann eine neue Wende eine ganz andere Richtung in der Geschichte vorgeben. Und so ganz nebenbei gibt’s noch einen Schuss Gesellschaftskritik, lustig verpackt und zum Äußersten getrieben.

Wer an einem völlig überdrehten, skurrilen Krimi interessiert ist, der seine Handlung überhaupt nicht ernst nimmt, dafür aber mit viel schwarzem Humor aufwartet und bei dem es ganz und gar nicht wichtig ist, den Täter zu erwischen, der ist hier genau richtig. Bitte unbedingt die Lacher, gar Brüller einkalkulieren, die manche Szenen hervorrufen werden! Ein Buch für alle Gelegenheiten, unbedingt empfehlenswert!

Veröffentlicht am 19.10.2018

Zipfelmaus und Freunde entdecken das Weihnachtsfest

Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan
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Der Winter ist gekommen, die Tiere in Frau Bienenstichs Garten richten sich darauf ein. Der Igel verabschiedet sich von allen, weil er Winterschlaf machen will. Doch dann vergisst er, sich von Shakira ...

Der Winter ist gekommen, die Tiere in Frau Bienenstichs Garten richten sich darauf ein. Der Igel verabschiedet sich von allen, weil er Winterschlaf machen will. Doch dann vergisst er, sich von Shakira zu verabschieden, und überhaupt benimmt er sich ganz seltsam. Er hat wohl vergessen, dass er Winterschlaf halten muss! Zipfelmaus erinnert sich, dass er ganz begeistert vom Weihnachtsfest der Menschen erzählt hat. Das würde ihm doch sicherlich helfen, sich wieder an den Winterschlaf zu erinnern! Ein Weihnachtsfest muss also her, und die Freunde tragen zusammen, was man so braucht: einen Weihnachtsbaum, den Schmuck dazu…

Was ist denn überhaupt Weihnachten? Das müssen die Tiere erstmal überlegen, denn dieses Fest kennen sie gar nicht. Igel hat davon erzählt, bevor er so seltsam wurde. Wie rührend sich alle um den Igel kümmern, sich Gedanken um ihn machen – das spiegelt den „Geist von Weihnachten“, so wie wir Erwachsene ihn auch gerne haben. Entstanden ist ein sehr versöhnliches, liebevolles Buch über Weihnachten, selbst die diebische Elster erhält in diesem Buch eine positive Konnotation. Sehr schön sind alle Figuren entworfen in diesem Buch, sowohl in der Erzählung wie auch in den Illustrationen dazu. Die Helden dieser Erzählung haben schon ein paar Abenteuer hinter sich, manchen Lesern sind sie bereits bekannt: Diese detailreiche Schilderung mit den dazugehörigen Illustrationen zieht sich durch die gesamte Reihe um die Zipfelmaus und ihre Freunde.

Während sich die Geschichte um den verwirrten Igel entfaltet, kann auch der Leser sich fragen, was Weihnachten denn für ihn selbst bedeutet. Eine wichtige Frage, bei der Kinder sehr schnell merken, dass es gar nicht nur um die Geschenke geht… Es ist eine Freude, die Zipfelmaus und ihre Freunde in diesem kleinen, ein bisschen auch dramatischen Abenteuer zu begleiten. Weihnachtsfreude kommt dabei schnell auf.

Ein weiteres bezauberndes Buch von der Zipfelmaus, das muss unbedingt weiter empfohlen werden. Und dazu gibt es noch eindeutige fünf Sterne.

Veröffentlicht am 10.10.2018

Geheimnisse und Abenteuer in einer fremden Welt

Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers
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Arlos Mutter zieht mit ihren beiden Kindern nach Pine Mountain, in das abgeschiedene Bergdorf ihrer Kindheit, in ihr Elternhaus, das inzwischen ihr Bruder bewohnt. Schon gleich bei der Ankunft merkt Arlo, ...

Arlos Mutter zieht mit ihren beiden Kindern nach Pine Mountain, in das abgeschiedene Bergdorf ihrer Kindheit, in ihr Elternhaus, das inzwischen ihr Bruder bewohnt. Schon gleich bei der Ankunft merkt Arlo, dass hier was Seltsames geschieht, denn er sieht den Hund Cooper, der ohne Stimme bellt, weil er nämlich schon lange verstorben ist. Arlo schließt sich den Rangern an, und bald haben er und seine Freunde Henry Wu und Indra ein großes Abenteuer zu bestehen - bis dahin, dass sie sich plötzlich in den Long Woods wiederfinden, die so mancherlei Gefahren bergen.

Arlo hat es bisher nicht ganz leicht gehabt im Leben, vor allem, nachdem sein Vater nach China emigrieren musste und so bald nicht wieder zurückkehren kann. Schnell jedoch gewinnt Arlo Freunde an seiner neuen Schule, und auch in der Freizeit unternehmen sie gerne was gemeinsam. Indra und Henry Wu kennen sich gut aus mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis, und das ist auch gut so, davon werden die drei Freunde bald Gebrauch machen müssen.

Sehr bildhaft beschreibt der Autor John August Arlos Welt, so dass man sich als Leser schnell in sie hinein versetzen kann. In Pine Mountain läuft manches ganz anders, und so ist es nicht verwunderlich, dass gespenstische Gestalten auftreten, die es gar nicht geben kann. Damit entführt der Autor den Leser in eine ganz eigene Welt, die sich nach und nach dem Protagonisten öffnet. Ergänzt werden diese fantastischen Beschreibungen durch Illustrationen, die einen geheimnisvollen Blick auf diese unbekannte Welt zeigen. Die Spannung ist auf den jungen Leser abgestimmt, der sich in eine solche gefahrvolle, aber auch zauberhafte Welt hineindenken möchte. Doch auch Erwachsene können, ähnlich wie bei Harry Potter, durchaus Gefallen finden an dieser Geschichte über diese andere Welt voller Geheimnisse und Gefahren.

Als Auftakt der Reihe um Arlo Finch ist das Buch ein guter und gelungener Einstieg, der sehr schnell nach der Fortsetzung verlangt. Für aufgeweckte Leser ab 10 Jahren unbedingt zu empfehlen!

Veröffentlicht am 10.10.2018

Ermittlerin ganz wider Willen

3 Zimmer, Küche, Mord
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Loretta zieht um, mit dem festen Vorsatz, ein Leben „mit ohne Mord“ zu führen. Doch dann entdeckt sie gleich in den ersten Tagen einen Nachbarn tot im Garten. Noch bleibt Loretta eisern bei ihrem Vorsatz, ...

Loretta zieht um, mit dem festen Vorsatz, ein Leben „mit ohne Mord“ zu führen. Doch dann entdeckt sie gleich in den ersten Tagen einen Nachbarn tot im Garten. Noch bleibt Loretta eisern bei ihrem Vorsatz, nicht zu ermitteln. Dann überschlagen sich auf einmal die Ereignisse, und Loretta ist mittendrin…

Dies ist inzwischen der 10. Band der Loretta-Luchs-Reihe, für mich ist es aber die erste Begegnung mit dieser unerschrockenen Ermittlerin, die in diesem Band so ganz ihrem Hobby abschwören will (und es nach Meinung ihrer Freunde auch dringend soll). Die Mischung zwischen Krimi und Komödie ist gut gelungen, das zeigt sich schon gleich auf den ersten Seiten und steigert sich bis zum Ende des Buches immer weiter. Die Autorin Lotte Minck schöpft dabei aus dem Vollen, sei es bei der Beschreibung des Hauses (ein „ehrenwertes Haus“), in das Loretta zieht, bis hin zu den Charakteren des Buches und den Ereignissen, denen sich die ach so unfreiwillige Ermittlerin überhaupt nicht entziehen kann. Sehr gut gelungen ist der regionale Hintergrund dieses Krimis, samt Ruhrpott-Dialekt und so kleinen Eigenheiten wie z.B. der Taubenvatta aus der Nachbarschaft (mit seinen völlig individuellen Tauben). Die Auflösung kommt völlig unerwartet, ist aber in sich logisch.

Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, kann man es gut für sich allein lesen, die Charaktere erklären sich von selbst und der Kriminalfall selbst ist in sich abgeschlossen. Aber nachdem ich Loretta kennengelernt habe, fürchte ich, dass diese Reihe süchtig macht…

Die spannenden und lustigen Lesestunden, die ich diesem Buch zu verdanken habe, müssen unbedingt gewürdigt werden: Deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung sowie alle fünf möglichen Sterne!