Profilbild von StephanieP

StephanieP

Lesejury Star
offline

StephanieP ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit StephanieP über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2018

Fingerfood Bayerisch gut

Fingerfood - bayerisch gut
0

Bei Festen oder Hauspartys wird Fingerfood immer beliebter. Das Buch „Fingerfood- bayerisch gut“ enthält viele ausgefallene und einfache Rezepte, welche aus dem Partysnack etwas ganz besonderes machen. ...

Bei Festen oder Hauspartys wird Fingerfood immer beliebter. Das Buch „Fingerfood- bayerisch gut“ enthält viele ausgefallene und einfache Rezepte, welche aus dem Partysnack etwas ganz besonderes machen. Ich habe bereits bei einer Geburtstagsfeier mehrere Gerichte aus dem Kochbuch aufgetischt und ausnahmslos alle Gäste waren mehr als begeistert von den besonderen und leckeren Gerichten.

Das Kochbuch enthält zunächst ein paar Hinweise rund um das Einkaufen der Zutaten, das Anrichten der Snacks und das Zubereiten. Für mich persönlich waren keine der Tipps neu, aber diese Seite ermöglicht nochmals einen kurzen Überblick über Wichtiges.

Anschließend folgt der Rezeptteil, der sehr anschaulich in verschiedenen Unterbereichen gegliedert ist. Die Rezepte kommen aus den Kategorien Aufstriche, aus dem Glas, am Spieß und am Stück. Diese Gliederung ist sehr übersichtlich und ermöglicht einen schnellen und einfachen Überblick, wodurch man das passende Rezept sofort findet.

Die einzelnen Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet. Sowohl die Portionsgröße, Zubereitungszeit als auch Zutatenliste sind sofort ersichtlich und gut verständlich. Die Zubereitung ist in einzelnen Schritten kurz, äußerst anschaulich und gut verständlich erklärt. Zudem finden sich bei manchen Rezepten unterschiedliche Tipps für eine variable Zubereitung. Die Rezepte sind alle etwas ausgefallen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Trotz der kreativen Gerichte sind ausnahmslos alle Zutaten im normalen Supermarkt leicht erhältlich. Da ich ursprünglich aus Bayern komme zaubern die Gerichte bei mir ein Heimatgefühl. Die Rezepte reichen von Weißwursttapas, Laugenbällchen und Obazda Häppchen über Ofen-Kaiserschmarrn, Käse-Sesam Stangen bis hin zu Ofenkartoffeln oder Apfel- Zimt Waffeln am Spieß. Aber auch ein Rezept für Lebkuchenherzen und Apfelstrudel dürfen nicht fehlen. Ausnahmslos jedes fertige Gericht ist auch als Foto neben dem Rezept zu finden. Die Fotos sind sehr appetitanregend und lassen einem bereits beim Ansehen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

FAZIT:
Ich habe bereits einige der Rezepte aus „Fingerfood- einfach Bayerisch“ nachgekocht und ausnahmslos jedes Gericht ist gelungen und konnte sowohl mich als auch meine Gäste überzeugen. Die Zubereitung ist aufgrund der guten Beschreibung sehr einfach und man kann eigentlich nichts falschmachen. Zudem punktet man als Gastgeber mit den besonderen und kreativen Gerichten. Ich vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 17.10.2018

Die Tote im Fechtsaal

Die Tote im Fechtsaal
0

Annie betreibt die erste Fechtschule für Frauen in Dresden im späten 19. Jahrhundert. Eines Tages wird in ihrem Proberaum eine ermordete Frau gefunden. Die Tote war eine Schülerin von Annie und Tänzerin ...

Annie betreibt die erste Fechtschule für Frauen in Dresden im späten 19. Jahrhundert. Eines Tages wird in ihrem Proberaum eine ermordete Frau gefunden. Die Tote war eine Schülerin von Annie und Tänzerin in der Oper. Da die junge Frau ihre Fechtstunden nicht bezahlt hat gerät schnell Annie ins Visier der Ermittler. Um ihre Unschuld zu beweisen engagiert sie Daniel, einen Privatdetektiv, welcher auf die eher noch unbekannte Methode der Fingerabdrücke, schwört. Als auf Annie ein Anschlag verübt wird, beginnt für Daniel ein Wettlauf gegen die Zeit und seine Hinweise deuten auf die Lage der Freimaurer. Kann er unter ihnen den wahren Täter finden?

Helga Glaeseners Schreibstil ist bildgewaltig und mitreißend. Die Autorin konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und begeistern. Sie kann sofort Spannung aufbauen, diese problemlos halten und im Laufe des Buches immer weiter steigern. Helga Glaesener schafft es historische Fakten, die Atmosphäre der damaligen Zeit und Krimielemente unfassbar gelungen zu verbinden. Mich hat die Handlung komplett in ihren Bann gezogen und es fiel mir richtig schwer das Buch aus der Hand zu legen. Aus diesem Grund erscheint der Roman äußerst kurzweilig und lässt sich sehr schnell lesen.

Die einzelnen Protagonisten sind äußerst authentisch und facettenreich. Im Laufe des Buches musste ich immer wieder meine Meinung zu einzelnen Charakteren ändern, da man mit der Zeit immer mehr über die Vergangenheit dieser erfährt. Die Autorin hat es geschafft mich immer wieder komplett in die Irre zu führen weshalb ich von vielen Wendungen überrascht wurde. Da der Leser im Laufe der Handlung mehr zu jedem Protagonisten, dessen Leben und Beweggründe erfährt, erscheinen diese besonders menschlich. Vor allem Daniel und Jette wuchsen mir sehr schnell ans Herz und ich musste mit ihnen mit fiebern und mitleiden.

„Die Tote im Fechtsaal“ ist mein erstes Buch von Helga Glaesener und ich bin restlos begeistert. Ich hoffe auf eine Fortsetzung rund um den sympathischen Detektiv Daniel und die starrköpfige aber dennoch liebenswerte Annie. Ich werde auch in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern der Autorin greifen und hoffe auf viele weitere Werke!

FAZIT:
„Die Tote im Fechtsaal“ vereint äußerst gelungen facettenreiche Protagonisten, spannende Krimielemente und interessante historische Fakten. Zudem wird die Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts sehr glaubwürdig und mitreißend beschrieben. Für mich war das Buch ein Lesehighlight, das ich jedem empfehlen kann. Ich vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 09.10.2018

Das Seehaus

Das Seehaus
0

In Cornwall Anfang der dreißiger überschlagen sich bei dem Mittsommerfest die Ereignisse und eine Familie wird dabei auseinandergerissen. Ungefähr siebzig Jahre später findet Sadie ein verlassenes Haus. ...

In Cornwall Anfang der dreißiger überschlagen sich bei dem Mittsommerfest die Ereignisse und eine Familie wird dabei auseinandergerissen. Ungefähr siebzig Jahre später findet Sadie ein verlassenes Haus. Sie beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass ein Kind verschwunden ist. Sadie beginnt in der Vergangenheit der Familie zu ermitteln und deckt so manches unerwartetes Geheimnis auf.

Kate Mortons Schreibstil ist unglaublich fesselnd und bildgewaltig. Die Autorin beschreibt alle Schauplätze und Protagonisten bildgewaltig und detailreich ohne dabei in Nebensächlichkeiten auszuschweifen. Dies hat zur Folge, dass beim Leser großes Kopfkino entsteht. Ich hatte beim Lesen immer wieder eine Gänsehaut, da mich die Emotionen ergreifen konnten. Dies ist bei mir selten der Fall und zeugt von einem großartigen Schreibstil. Die Autorin konnte mich mit der ersten Buchseite in den Bann der Handlung ziehen und bis zum Ende nicht mehr loslassen. Zudem wurde ich häufig überrascht und dadurch noch mehr mitgerissen. Am Ende war ich etwa traurig, dass dieses Lesehighlight schon beendet ist. Auch die Verbindung der Familiensaga und der spannenden Elementen sowie die unterschiedlichen Zeitstränge haben das Buch besonders lesenswert gemacht.

Selten, dass ich derart authentische, menschliche und facettenreiche Protagonisten in einem Buch fand. Ich konnte mir alle Charaktere bildlich vorstellen und schnell Sympathie/ Antipathie entwickeln. Jeder Protagonist hat sowohl positive als auch negative Seiten, wodurch sie besonders menschlich erscheinen. Dies hatte zur Folge, dass mich die großen Gefühle richtig ergreifen und berühren konnten.

„Das Seehaus“ ist mein erstes Buch von Kate Morton. Normalerweise lese ich andere Genres aber dennoch konnte mich der Roman ergreifen und mitreißen. Für mich ist das Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem empfehlen kann. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin, zu welchen ich in Zukunft gerne und gezielt greifen werde. Ich bin restlos begeistert.

FAZIT:
„Das Seehaus“ war für mich ein Lesehighlight, das ich gerne weiterempfehle. Besonders begeistern konnten mich die authentischen Protagonisten und der bildgewaltige Schreibstil. Ich vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 08.10.2018

Advent Advent

Advent, Advent - Der Audiobuch-Adventskalender
0

Adventkalender sind auch bei Erwachsenen sehr gefragt. Da viele Leute keine Schokolade mögen, muss häufig eine andere Alternative gesucht werden. Ein wirklich schöner Adventkalender ist das vorliegende ...

Adventkalender sind auch bei Erwachsenen sehr gefragt. Da viele Leute keine Schokolade mögen, muss häufig eine andere Alternative gesucht werden. Ein wirklich schöner Adventkalender ist das vorliegende Hörbuch von Audiobuch.

Bereits die Aufmachung und Verpackung des Hörbuchadventkalenders verbreitet weihnachtliche Stimmung und macht richtig Lust auf die Adventszeit. Das Booklet zeigt einen wunderschön beleuchteten Christkindlmarkt. Zudem finden sich 24 kleine Türchen, welche man täglich öffnen kann.

Die CD enthält 24 Gedichte und kurze Geschichten, die wirklich passend und auf die besinnliche Zeit abgestimmt wurden. Die einzelnen Tage sind kurz, wodurch man die Geschichten problemlos anhören kann ohne Zeit einplanen zu müssen. Die Gedichte und Geschichten kannte ich zwar teilweise schon, aber viele waren mir auch neu. Besonders begeistern konnten mich „Lüttenweihnachten“ und „der Geiger“. Aber auch die anderen Tage stimmen einen besinnlich. Ich habe ausnahmslos jedes Gedicht und jede Geschichte gerne gehört.

Die einzelnen Tage werden abwechselnd von Frank Arnold und Ulrike Hübschmann gesprochen. Die beiden Sprecher passen meiner Meinung nach perfekt zum Hörbuch und ich habe beiden sehr gerne zugehört.

FAZIT:
Ich freue mich bereits jetzt auf den Advent, damit ich die Geschichten erneut hören und die Türchen am Kalender öffnen kann. Mich konnte der Kalender absolut überzeugen und ich werde ihn auch an Freunde und Familie verschenken. Ich vergebe daher 5 Sterne!

Veröffentlicht am 28.09.2018

Bösland

Bösland
0

Ben wird aus der Psychiatrie entlassen. Er war dort dreißig Jahre, da er mit dreizehn ein Mädchen erschlagen hat. Ben versucht mithilfe seiner Therapeutin das Geschehene aufzuarbeiten und sich wieder in ...

Ben wird aus der Psychiatrie entlassen. Er war dort dreißig Jahre, da er mit dreizehn ein Mädchen erschlagen hat. Ben versucht mithilfe seiner Therapeutin das Geschehene aufzuarbeiten und sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Je mehr er sich mit der damaligen Geschichte befasst umso mehr kommt wieder hoch. Und plötzlich geschehen neue Morde.

Bernhard Aichners Schreibstil ist etwas Besonderes. Anfangs erscheint mir der Schreibstil jedes Mal sehr gewöhnungsbedürftig, ich konnte allerdings schnell in die Handlung einsteigen und ihr Problemlos bis zum Ende folgen. Bernhard Aichner kann schnell Spannung aufbauen und diese bis zum Ende halten. Dies lag nicht zuletzt an vielen überraschenden und unerwarteten Wendungen. Obwohl die Spannung nicht nervenzerreißend war konnte mich das Buch komplett mitreißen und erschien mir dadurch sehr kurzweilig.

Im Gegensatz zur Totenfrau Trilogie gibt es in „Bösland“ viele kurze Kapitel, bei welchen sich immer ein Kapitel rund um die Handlung und ein Kapitel mit Dialogen abwechseln. Wie auch schon in der Totenfrau Trilogie sind die Dialoge in der Form einer Aufzählung verfasst und immer nur zwischen zwei Protagonisten. Die Sätze im gesamten Buch sind eher kurz, es finden sich viele Wortwiederholungen und auf detailreiche Beschreibungen wird Großteils verzichtet.

Die Protagonisten sind authentisch und vielschichtig. Der Hauptprotagonist Ben ist geprägt durch ein gewalttätiges Elternhaus und traumatische Erlebnisse. Die psychischen Auswirkungen wurden sehr glaubwürdig aufgeführt, wodurch Ben sehr menschlich erschien. Aber auch die anderen Charaktere haben wirklich interessante und facettenreiche Geschichten, welche man im Laufe des Buches kennen lernt. Dennoch muss ich sagen, dass mir niemand auch nur annähernd so sympathisch war wie Blum aus der Totenfrau-Trilogie.

Ich kenne bereits die Totenfrau-Trilogie und bin seither ein großer Fan von Bernhard Aichner. Ich war wirklich gespannt auf sein neues Buch und hatte die Befürchtung, dass er an die Geschichte rund um Blum nicht herankommen wird. Doch ich habe mich getäuscht! „Bösland“ ist ein gewohnt starker und mitreißender Thriller, der mit vielen unerwarteten Wendungen überzeugen kann.

FAZIT:
„Bösland“ konnte meine Erwartungen übertreffen. Das Buch ist gewohnt stark, kurzweilig und mitreißend. Ich vergebe 5 Sterne!