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Veröffentlicht am 26.03.2017

Mörderische Spannung

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Detective Wolf hat schwere Zeiten hinter sich. Als ein von ihm überführter Mörder freigesprochen wird rastet er völlig aus und wird seither therapeutisch betreut. Als er nun wieder zu einem abscheulichen ...

Detective Wolf hat schwere Zeiten hinter sich. Als ein von ihm überführter Mörder freigesprochen wird rastet er völlig aus und wird seither therapeutisch betreut. Als er nun wieder zu einem abscheulichen Verbrechen gerufen wird, traut er seinen Augen kaum. Der Tote hängt über dem Dielenboden und bei näherem Hinsehen bemerkt Wolf, dass es sich nicht nur um eine Leiche handelt, sondern um gleich Sechs, die mit groben Stichen zusammen genäht wurde. Das Ganze bekommt eine besondere Brisanz, als Wolf den Kopf des damaligen Mörder identifizieren kann. Schnell ist klar, dass der Mörder Kenntnisse hat die damals nie an die Öffentlichkeit gelangten und dass das perfide Spiel etwas mit Detective Wolf zu tun hat. Als dann auch noch eine Liste auftaucht die weitere sechs Personen nennt die in den nächsten Tagen sterben sollen ist Eile geboten, denn nicht nur der Bürgermeister soll sterben, auch Detective Wolf hat einen Platz auf der Liste.

Daniel Cole hat mit Detective William Oliver Layton-Fawkes, der von allen nur der Wolf genannt wird, einen neuen Ermittler am Thrillerhimmel erschaffen. Der Leser wird gleich zu Beginn in die spannende Atmosphäre des Buches gezogen. Grausame Morde und das ständige Rennen gegen die Zeit halten den Leser in atemloser Spannung. Jedesmal, wenn man denkt des Rätsels Lösung etwas näher gekommen zu sein, wird man eines Besseren belehrt und man fängt wieder von vorne an. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Auch das Cover finde ich richtig klasse und wird aus diesem Grund auch besonders erwähnt. Auch wenn das Buch einige Schwächen aufweist, über die man gerne hinweg sieht, kann ich das Buch guten Gewissens jedem Thrillerfan empfehlen und vergebe gerne 4 Sterne

Veröffentlicht am 17.09.2016

Freundinnen für immer

Im dunklen, dunklen Wald
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Die Schriftstellerin Nora ist sehr überrascht, als sie per Email eine Einladung zu Clare`s Junggesellinnenabschied erhält. Sie hat ihre einst beste Freundin nicht mehr gesehen, seit sie sich vor 10 Jahren ...

Die Schriftstellerin Nora ist sehr überrascht, als sie per Email eine Einladung zu Clare`s Junggesellinnenabschied erhält. Sie hat ihre einst beste Freundin nicht mehr gesehen, seit sie sich vor 10 Jahren von James getrennt und danach Hals über Kopf die Stadt verlassen hat. Nur durch gutes Zureden von Nina, ebenfalls eine Freundin aus der Schulzeit, entschließt sie sich sich der Vergangenheit zu stellen und mitzukommen. In einem einsam gelegenen Haus soll das Partywochenende stattfinden. Die zuerst ausgelassene Stimmung schlägt jedoch ganz schnell um, als an die Zeit von damals erinnert wird. Themen, die Nora nie wieder ansprechen wollte, kommen auf den Tisch. Die ohnehin schon aufgeheizte Lage spitzt sich zu, als Fußspuren einer unbekannten Person im Schnee zu sehen sind und das einzig funktionierende Telefon ausfällt. Was genau an diesem Abend vorfällt kann Nora später nicht mehr sagen. Sie liegt schwer verletzt im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Fest steht nur, dass es einen Toten gab und die Polizei mehr als einen Verdächtigen hat.

Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass Im dunklen dunklen Wald von einer Debütautorin stammt. Gekonnt versteht es Ruth Ware, den Leser mit einem tollen Spannungsaufbau bei Laune zu halten. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und macht Lust auf mehr. Manchmal fühlte man sich wirklich in einen dunklen, verschneiten Wald versetzt. Einziges Manko für mich war, dass ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm wurde, sie erschienen mir stellenweise als sehr naiv. Thrillerfans werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sieben minus eins

Sieben minus eins
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Als die 15 jährige Ellen spurlos verschwindet, gehen bei dem schwedischen Kriminalkommisar Sam Berger alle Alarmglocken los. Es erinnert ihn an weitere Vermisstenfälle junger Mädchen, die schon einige ...

Als die 15 jährige Ellen spurlos verschwindet, gehen bei dem schwedischen Kriminalkommisar Sam Berger alle Alarmglocken los. Es erinnert ihn an weitere Vermisstenfälle junger Mädchen, die schon einige Jahre zurück liegen. Ein anonymer Tippgeber führt sie zu einer scheinbar verlassenen Hütte. Schon das Eindringen erweist sich als gefährlich, als eine Selbstschussanlage Sam`s Kollegen schwer verletzt. Von dem Mädchen fehlt aber weiter jede Spur, nur eine Blutlache zeigt den Ermittlern, dass Ellen hier gefangen gehalten wurde. Sam`s Theorie, dass es sich um einen Serientäter handelt, will keiner seiner Kollegen so richtig glauben. Als dann aber eine mysteriöse Frau auftaucht, die an allen vermeintlichen Tatorten auf Bildern zu sehen ist, nimmt das ganze an Brisanz zu und es beginnt eine gnadenlose Jagd. Doch plötzlich scheint alles auf dem Kopf zu stehen, denn plötzlich ist Sam Berger der Gejagte und er muss sich nun seiner eigenen Vergangenheit stellen.

Arne Dahls Sieben minus eins ist ein Kriminalroman der etwas anderen Art. Nichts scheint so wie es wirklich ist und der mit ermittelnde Leser wird mehr als einmal in die Irre geführt. Die Spannung wird schon zu Beginn an ziemlich hoch geschraubt und wird, bis auf einige Längen und Verwirrungen in der Mitte des Buches, auch bis zum Schluss gehalten. Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber das gibt sich schell nach ein paar Seiten. Der etwas knurrige Sam Berger war mir ganz zu Anfang zwar sehr unsympatisch, aber das änderte sich bald und ich konnte sehr gut mit ihm mitfiebern. Ich hoffe, dass das nicht das letzte Buch von dem Ermittler war und ich freue mich schon auf ein Wiederlesen. Ich vergebe sehr gerne 4 unterhaltsame Sterne und kann das Buch anderen Kriminologen wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 27.11.2022

Gruselige Bergwelt

Wintersterben
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Ein grausiger Fund in einer Berghöhle schreckt Interpol auf. Ein ehemaliger BKA-Beamter wird dort mit Folterspuren tot aufgefunden. Er hatte auf eigene Faust nach verschwundenen jungen Frauen gesucht. ...

Ein grausiger Fund in einer Berghöhle schreckt Interpol auf. Ein ehemaliger BKA-Beamter wird dort mit Folterspuren tot aufgefunden. Er hatte auf eigene Faust nach verschwundenen jungen Frauen gesucht. Interpol schickt seine beste Ermittlerin Valeria Ravelli, die sich sofort auf den Weg in die unwirtliche Berglandschaft in der Schweiz macht. Doch hier wird sie mit Argwohn beobachtet, nur wenige, die mit ihr reden, hinterlassen ein ungutes Gefühl bei Valeria. Mehrheitlich stößt sie auf eisiges Schweigen. Auch der Zeuge, der den Toten gefunden hat, wird von seiner Schwester abgeschottet. Als eine junge Frau aus dem Dorf verschwindet, spitzt sich die Lage zu. Weit in den Bergen liegt das Anwesen eines Comte, doch dieses ist hermetisch abgeriegelt und Valeria muss sich einiges einfallen lassen, um sich auch hier Zutritt zu verschaffen. Doch der Täter hat die Spur zu Valeria schon aufgespürt und so beginnt bald ein Kampf um Leben und Tod.



Es war bisher mein erstes Buch von dem Autor Martin Krüger und es konnte mich ziemlich schnell fesseln. Es handelt sich zwar mittlerweile um den 2. Band der Reihe, aber dadurch hat man nur manchmal zu wenig Hintergrundwissen. Man kann die düstere Stimmung, die in dem Bergdorf herrscht, regelrecht spüren. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung spannend, auch wenn manchmal dazwischen einige Längen vorkommen. Auch die Protagonisten sind sehr authentisch ausgearbeitet. Das Cover ist ansprechend und verströmt eine kalte Stimmung. Leider war ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden und es bleiben für mich noch einige Fragen, die wahrscheinlich erst im nächsten Band gelöst werden. Aber ansonsten ist es ein durchweg lesenswertes Buch, dass ich gerne weiter empfehle

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Tot auf Amrum

Der Tote auf dem Kniepsand
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Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche aufgefunden. An dem Mann wurden keinerlei Gewaltspuren festgestellt. Alles deutet auf einen Unfall oder Suizid hin. Doch die Rechtsmedizinerin ...

Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche aufgefunden. An dem Mann wurden keinerlei Gewaltspuren festgestellt. Alles deutet auf einen Unfall oder Suizid hin. Doch die Rechtsmedizinerin ist da anderer Ansicht. Dennis Claasen, so der Name des Toten, scheint Kontakte ins Drogenmilieu gehabt zu haben. In letzter Zeit sind immer wieder mysteriöse Päckchen an den Stränden der Nordseeinseln angeschwemmt worden, was in diese Richtung zeigt. Hauptkommissarin Lena Lorentzen und ihre Kollegin Naya Lösen ermitteln im Umkreis des Toten. Schnell kommt a a Licht, dass Dennis in einem erbitterten Streit mit seinen drei Geschwistern liegt. Die haben zu gleichen Teilen das Haus ihrer Oma geerbt. Die Geschwister wollen verkaufen, Dennis um meinen Preis. Könnte hier das Motiv liegen? Doch auch die Drogen rücken immer mehr in den Fokus.

Mir war die Autorin Anna Johannsen bisher völlig unbekannt, obwohl dies schon der 13. Teil rund um die sympathische Kommissarin ist. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er ist flüssig und gut zu lesen. Die Thematik wurde gut umgesetzt und war nachvollziehbar. Der Spannungsaufbau war mir etwas zu schwach, hat mich aber doch stellenweise gefesselt. Die Protagonisten wurden gut dargestellt, sodass man auch eine Bindung aufbauen konnte. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kamen nicht zu . Mich hat das Buch gut unterhalten und vergebe 3 Sterne

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