Profilbild von Jiskett

Jiskett

Lesejury Star
offline

Jiskett ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jiskett über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2018

Eine schöne Liebesgeschichte voller Gefühle

Outback Dreams. So weit die Liebe reicht
1

"Outback Dreams: So weit die Liebe reicht" erzählt eine Liebesgeschichte, die sich in einem entscheidenden Punkt von vielen anderen unterscheidet. Aus der Inhaltsangabe wird ersichtlich, dass die Protagonisten ...

"Outback Dreams: So weit die Liebe reicht" erzählt eine Liebesgeschichte, die sich in einem entscheidenden Punkt von vielen anderen unterscheidet. Aus der Inhaltsangabe wird ersichtlich, dass die Protagonisten seit ihrer Kindheit beste Freunde sind - wer hier aber eine typische "aus Freunden werden Liebhaber"-Geschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Es knistert zwischen den Charakteren, sie verstehen sich wirklich gut und es ist offensichtlich, wie viel sie einander bedeuten, weshalb man sich vorstellen kann, dass sie ein gutes Paar abgeben würden... doch Willow reagiert abweisend, wenn diese Möglichkeit zur Sprache kommt, weil sie keine Beziehung mit Tom beginnen möchte. Das macht die Dynamik zwischen ihnen sehr interessant und komplex.

Ich mochte, wie facettenreich die Freundschaft der beiden dargestellt wurde; die Szenen, in denen man merkt, wie gut sie sich kennen und wie nahe sie sich stehen, waren sehr gelungen und bedeutsam - und die durchaus vorhandenen romantischen Momente wunderschön und emotional. Aufgrund der engen Verbindung zwischen ihnen hofft man als Leser natürlich, dass Willow erkennen wird, wie unglaublich glücklich sie sich machen und dass sie mehr als Freunde sein könnten, aber mir hat auch gefallen, dass die Dynamik nicht immer leicht war. Es gibt Missverständnisse, verletzte Gefühle und durchaus schmerzvolle Auseinandersetzungen, aber dadurch wurde das Buch realistischer und ich mochte, dass Wasley beide Sichtweisen verständlich gemacht hat. Man kann nachvollziehen, wieso Willow auf einer platonischen Beziehung beharrt, doch zugleich ist überzeugend dargestellt, wieso Tom sich Hoffnungen auf mehr macht.

Die Handlung selbst war interessant und ich mochte die Weiterentwicklung der Protagonisten, aber auch der große Fokus auf der Rinderfarm, die Willow leitet, war faszinierend. Ich kenne mich mit dem Thema überhaupt nicht aus, aber die Autorin hat die ganzen Prozesse, die nötig sind, um eine Farm zu betreiben und umzustrukturieren, plausibel und durchaus spannend dargestellt, sodass mich gar nicht gestört hat, dass dieser Aspekt oft im Vordergrund stand, vor allem, da im Zuge dieser Szenen die Charakterisierung der Figuren deutlich wurde. Die Liebesgeschichte leidet keineswegs darunter, dass Willows Entwicklung, das Überwinden der Vergangenheit und die Arbeit auf der Farm so ausgiebig behandelt werden - im Gegenteil wurde sie meiner Meinung nach durch all dies bereichert. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und deshalb bekommt es von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 10.11.2018

Schöne Liebesgeschichte

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
0

"Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders" erzählt die Geschichte von Abigail, die sich vor kurzem von ihrem langjährigen Partner - einem professionellen Eishockey-Spieler - getrennt hat, ...

"Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders" erzählt die Geschichte von Abigail, die sich vor kurzem von ihrem langjährigen Partner - einem professionellen Eishockey-Spieler - getrennt hat, und Jackson, dem besten Freund ihres Exmannes. Die beiden kennen sich schon seit einigen Jahren, doch als Freunde kann man sie dennoch nicht bezeichnen, da Jackson ihr immer aus dem Weg gegangen ist, was sie nie verstanden hat. Nach ihrer Rückkehr in ihre frühere Heimatstadt entstehen nun allerdings einige Verbindungspunkte zwischen ihnen, angefangen damit, dass Abigails Tochter Eishockey spielen möchte und er ihr Coach ist, wodurch sie oft miteinander zu tun haben. Und plötzlich ist, wie der Titel schon sagt, alles anders und die beiden kommen sich langsam, aber sicher näher... obwohl sie nicht sicher sind, ob sie sich wirklich aufeinander einlassen wollen.

Mir hat gut gefallen, dass das Gefühlschaos der Charaktere und ihre jeweilige Motivation realistisch geschildert wurden. Es war nachvollziehbar, dass Abigail nicht wusste, ob sie so kurz nach ihrer Trennung eine neue Beziehung beginnen wollte und auch die Überlegung, ob Jackson die beste Wahl wäre, war verständlich, vor allem, da die Scheidung schmerzhaft war und er zu Beginn das Verhalten seines Freundes zu unterstützen schien. Zudem will sie nie wieder einen Eishockey-Spieler daten, während er davon träumt, eine professionelle Karriere zu beginnen, was ebenfalls gegen eine Romanze spricht. Trotz aller dieser Hindernisse und den scheinbar logischen Gründen, wieso sie kein Paar werden sollten, können sie jedoch nicht gegen ihre Gefühle ankommen und Snow hat sehr schön dargestellt, wie ihr Verhältnis zueinander sich mit der Zeit verändert hat. Dabei erfährt man, dass in der Vergangenheit nicht alles so gelaufen ist, wie gerade die Protagonistin zu wissen glaubte und die kleinen Einblicke in die Jugendjahre der beiden waren interessant.

Es gibt ein paar Klischees, doch die Entwicklung der Liebesgeschichte war definitiv überzeugend und es wird deutlich, dass zwar auf den ersten Blick viel gegen eine Beziehung zwischen den Charakteren spricht, sie aber gut zusammen passen würden. Ich fand die beiden sehr sympathisch, muss allerdings sagen, dass ich ihr Verhalten manchmal ein bisschen frustrierend fand, beispielsweise, wenn sie sich ihre eigenen Gefühle nicht eingestehen wollten - selbst wenn ich aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen verstehen konnte, wieso gerade Abigail unsicher war und Angst hatte, erneut verletzt zu werden. Umso schöner war es zu sehen, dass sie sich nach und nach mehr geöffnet und ein neues Liebesglück in Betracht gezogen hat. Die verschiedenen Probleme, die ihnen im Weg stehen, wurden ebenfalls angemessen thematisiert und ich mochte das Ende sehr, auch wenn ich gerne noch weiter gelesen hätte. Ich bin nun sehr gespannt auf die anderen Bände, deren Protagonisten man in diesem Buch schon kennen gelernt hat.

Veröffentlicht am 06.11.2018

Alles in allem ein guter Abschluss der Reihe

Helden des Olymp 5: Das Blut des Olymp
0

"Das Blut des Olymp" war alles in allem ein guter Abschluss der Reihe. Die einzelnen Handlungsstränge waren spannend, es war toll zu sehen, wie sehr die Halbgötter sich seit dem ersten Band weiter entwickelt ...

"Das Blut des Olymp" war alles in allem ein guter Abschluss der Reihe. Die einzelnen Handlungsstränge waren spannend, es war toll zu sehen, wie sehr die Halbgötter sich seit dem ersten Band weiter entwickelt haben und ich fand es schön, dass auch Kapitel aus der Sicht von Reyna und Nico erzählt wurden, da beide faszinierende Charaktere sind und man so mehr über sie erfahren hat.

Es war ein bisschen schade, dass Annabeth und Percy in diesem Band eine vergleichsweise geringe Rolle gespielt haben, aber der größere Fokus auf den anderen Figuren hat mich nicht wirklich gestört, da diese ihre Stärken gut ausspielen konnten. Zudem waren alle für die Entscheidungsschlacht relevant, es wurde deutlich, dass nur ihr Zusammenhalt sowie die Kombination ihrer Fähigkeiten sie so weit gebracht haben und ihre jeweiligen Erlebnisse waren interessant. Allerdings muss ich sagen, dass mir eine gewisse Dringlichkeit gefehlt hat. Der Konflikt gegen Gaia, die unglaublich große Macht besitzt und viele Verbündete hat, rückt rasch immer näher, allerdings hätte man das zwischendurch beinahe vergessen können. Zum einen lag dies daran, dass noch so viel anderes passiert ist, zum anderen wurde meiner Meinung nach nicht ausreichend dargestellt, was für eine große Belastung es für die Protagonisten sein muss. Natürlich gibt es Momente, in denen der Kampf thematisiert wird und man spürt, dass die Halbgötter sich Sorgen machen, doch dieser Aspekt hätte ruhig noch mehr in den Mittelpunkt rücken können.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der große Konflikt sich am Ende fast schon zu schnell aufgeklärt hat. Er wurde über fünf Bücher hinweg vorbereitet und als Leser habe ich darauf hingefiebert zu sehen, wie die Charaktere es schaffen würden, diese große Bedrohung aufzuhalten, aber obwohl die entscheidende Schlacht gut geschrieben war, ging mir alles etwas zu schnell und trotz aller Hindernisse, die überwunden und Opfern, die gebracht wurden, fast schon zu leicht - vielleicht, weil ich einfach mehr von dieser Konfrontation erwartet hatte. Davon abgesehen hat mich das Buch jedoch gut unterhalten. Es war packend und weitgehend spannend, die verschiedenen Handlungsstränge wurden zufriedenstellend zusammengeführt und auch das Ende hat mir gefallen. Obwohl noch einiges offen bleibt, ist es ein weitgehend runder Abschluss.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Fesselnd, aber etwas zu ereignisreich

Helden des Olymp 3: Das Zeichen der Athene
0

Nach den Ereignissen am Ende des zweiten Bandes war ich sehr gespannt darauf, wie es in "Das Zeichen der Athene" weiter gehen würde; ich hatte schon damit gerechnet, dass nicht alles nach Plan verlaufen ...

Nach den Ereignissen am Ende des zweiten Bandes war ich sehr gespannt darauf, wie es in "Das Zeichen der Athene" weiter gehen würde; ich hatte schon damit gerechnet, dass nicht alles nach Plan verlaufen würde, doch es war trotzdem spannend zu sehen, wie die Konflikte sich zugespitzt haben und wie die Situation dargestellt wurde. Besonders toll fand ich aber, dass die sieben Halbgötter nun endlich vereint waren; die Dynamik zwischen ihnen war komplex und mir hat gefallen, dass im Laufe der Handlung unterschiedliche Konstellationen zustande kamen und nicht immer nur die Paare oder die Angehörigen der beiden Camps zusammen aufgetreten sind. Dadurch war es möglich, verschiedene Facetten ihrer jeweiligen Charakterisierung zu beleuchten und zu zeigen, wie ihre Stärken und Schwächen dem Team helfen oder schaden könnten; die Schilderungen kamen mir ausgeglichen vor und es war interessant, welche Unterschiede sich bei den Wahrnehmungen einzelner Situationen ergeben haben. Zudem hat mir die Weiterentwicklung der Protagonisten gut gefallen; sie müssen hier wieder Abenteuer bestehen und über sich selbst hinauswachsen und es wird deutlich, dass ihre Erlebnisse sie beeinflussen und verändern, was definitiv realistisch ist. Wie schon in den vorherigen Büchern werden die Halbgötter auch mit verschiedenen Gestalten aus der Mythologie konfrontiert und es war irgendwie faszinierend, wie unterschiedlich und doch in mancher Hinsicht gleich diese Begegnungen verliefen.

Obwohl es einige humorvolle Momente gab, war eine gewisse Spannung beinahe durchgehend präsent und die Geschichte selbst war weitgehend fesselnd, aber ich muss sagen, dass sie mir fast schon zu ereignisreich war. Das Buch wird wieder abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, doch auch jene Figuren, die nicht direkt zu Wort kommen, müssen sich eigenen Herausforderungen stellen oder gegen Probleme ankämpfen, weshalb sich sehr viel nahezu gleichzeitig ereignet, gerade gegen Ende, als alle Handlungsstränge auf eine Art Höhepunkt zusteuerten. Die einzelnen Erzählungen fand ich alle packend und interessant, was auch durch die geschickten Perspektivenwechsel zu besonders spannenden Zeitpunkten verstärkt wurde, aber zugleich war das Hin und Her ein bisschen frustrierend, da ich die Charaktere in diesen Situationen gerne weiter begleitet hätte. Insgesamt ist mir einfach zu viel auf einmal passiert und etwas weniger wäre meiner Meinung nach mehr gewesen. Das Ende fand ich dagegen toll; der Cliffhanger ist ziemlich gemein, macht aber definitiv neugierig auf den nächsten Band, da man mehr über das Schicksal gewisser Personen erfahren möchte.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Sehr gute Fortsetzung

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot
0

Da "Wie Monde so silbern" mir wirklich gut gefallen und das Ende des Buches auch einige Fragen aufgeworfen hatte, war ich sehr neugierig auf die Fortsetzung. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ...

Da "Wie Monde so silbern" mir wirklich gut gefallen und das Ende des Buches auch einige Fragen aufgeworfen hatte, war ich sehr neugierig auf die Fortsetzung. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass Cinder in diesem Band eine eher untergeordnete Rolle spielen würde, aber stattdessen wird ihre Geschichte in "Wie Blut so rot" parallel zu den Erlebnissen von Scarlet weiter erzählt, was ich auf jeden Fall gut fand; es war interessant zu sehen, wie sie mit den alles verändernden Erkenntnissen, mit denen sie konfrontiert wurde, umgegangen ist und es gab ein paar brenzlige Situationen, sodass ich um sie gebangt und gehofft habe, dass ihr nichts zustoßen würde. Ihre Lage scheint beinahe ausweglos zu sein und ich bin sehr gespannt darauf, was noch passieren und ob sie ihr Ziel erreichen wird, vor allem, da ihre Gegenspielerin eine ernsthafte Bedrohung ist.

Auch der Handlungsstrang um Scarlet, deren Großmutter verschwunden ist, konnte mich von Anfang an fesseln und ich fand sie sehr sympathisch. Sie ist ein gut ausgearbeiteter Charakter mit Stärken und Schwächen und ich mochte, dass sie sich in vielerlei Hinsicht von Cinder unterscheidet. Ihre eiserne Entschlossenheit, die sie dazu getrieben hat, unter keinen Umständen aufgeben zu wollen, war bewundernswert, da sie einen sehr beschwerlichen Weg beschreiten musste. Ihr wurde einiges zugemutet und viel abverlangt, wodurch die Geschichte mitreißend und packend war; zudem gab es einige emotionale Momente, sodass es leicht war, mit ihr zu fühlen und zu hoffen, dass alles gut gehen würde. Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls interessant, ganz besonders Wolf, der geheimnisvoll und schwer zu durchschauen ist, was die Dynamik zwischen ihm und Scarlet faszinierend macht.

Es hat ein bisschen gedauert, bevor das Buch richtig an Fahrt aufgenommen hat, aber davon abgesehen war die Handlung weitgehend fesselnd und auch abwechslungsreich; bei dem ersten Band hatte ich noch das Gefühl, dass die Geschichte teilweise vorhersehbar war, doch hier war das nicht mehr der Fall. Die Autorin konnte mich mit einigen Entwicklungen überraschen, am Ende haben sich die Ereignisse geradezu überschlagen und der Konflikt hat sich hier erneut zugespitzt, weshalb ich unbedingt wissen möchte, wie es weiter gehen wird. Ich will den dritten Band definitiv bald lesen.