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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2019

Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich

Zerrissene Wahrheit
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Dieses Buch hat mich erst ein bisschen ratlos und verzweifelt gemacht. Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut, aber zuerst kam ich überhaupt nicht rein. Gleichwohl fand ich die Geschichte inte-ressant ...

Dieses Buch hat mich erst ein bisschen ratlos und verzweifelt gemacht. Ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut, aber zuerst kam ich überhaupt nicht rein. Gleichwohl fand ich die Geschichte inte-ressant und wollte das Buch auch nicht abbrechen. Also hab ich es ein paar Tage liegen gelassen und das hat dann auch geholfen. Dann war ich wohl in der richtigen Stimmung dafür und hatte auch Ruhe, mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Und dann war ich plötzlich mittendrin und wollte unbedingt wissen, was damals und heute passiert ist und wie es ausgeht.
Das Buch spielt einerseits in der Vergangenheit und andererseits in der Gegenwart. Die Ereignisse in der Vergangenheit beeinflussen das aktuelle Geschehen sehr. Gleichzeitig gibt es auch heute mehrere Erzählstränge und sehr viele Figuren, sodass man zwischendrin sehr aufpassen muss, nicht den Faden zu verlieren. Ich denke, wenn man die Vorgeschichte gekannt hätte, wäre es viel-leicht einfacher gewesen. Das war bei mir aber nicht der Fall, daher war es manchmal etwas hake-lig. Dennoch ist das Buch wirklich spannend und unterhaltsam, wenn man sich richtig darauf ein-lässt und mitdenkt.
Insgesamt ein spannender Roman, der zeigt, dass die Vergangenheit nicht immer vergangen ist und dass in vielen Menschen schreckliche Abgründe lauern.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Ein Lügner

Wie ich fälschte, log und Gutes tat
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es in der Nähe der Gegend spielt, in der ich aufgewachsen bin und in der meine Eltern und Teile meiner Familie heute noch leben. Außerdem fand ich die Lebensgeschichte ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es in der Nähe der Gegend spielt, in der ich aufgewachsen bin und in der meine Eltern und Teile meiner Familie heute noch leben. Außerdem fand ich die Lebensgeschichte des Autoren interessant. Ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde und das Buch hat mich nicht enttäuscht.
Das Buch ist verrückt und fällt aus dem Rahmen. Wenn man sich darauf einlässt und diese Schreibweise, die an ein Tagebuch erinnert, annimmt, kann man viel Spaß und gute Unterhaltung haben.
Hauptfigur ist der 15-jährige Benedikt, der sich durch sein junges Leben schlägt. Er lernt nicht gerne und versucht, in der Schule durchzukommen, aber seine Versuche sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Er rutscht immer tiefer in eine Abwärtsspirale aus Lügen und immer neuen Betrügereien.
Das Tempo des Buches ist ziemlich schnell und reißt einen daher auch mit. Wer es abgefahren und anders mag, ist hier genau richtig. Das Buch ist zugleich ein Spiegel der gegenwärtigen Gesellschaft und manchmal bleibt einem auch in dieser humorvollen Geschichte das Lachen im Halse stecken. Insgesamt gebe ich gerne eine Leseempfehlung, auch wenn ich mir sicher bin, dass dieses Buch sicherlich nichts für jeden ist!

Veröffentlicht am 29.11.2018

Gelungenes Debüt

Dreckiger Schnee
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Da Freunde von uns in der Nähe leben, hat mich dieses Buch sehr angesprochen, aber auch aufgrund des Klappentextes, der mich sehr neugierig gemacht hat. Der Debütroman des englischen Autors Joseph Knox ...

Da Freunde von uns in der Nähe leben, hat mich dieses Buch sehr angesprochen, aber auch aufgrund des Klappentextes, der mich sehr neugierig gemacht hat. Der Debütroman des englischen Autors Joseph Knox ist gelungen und macht Lust auf mehr aus der Feder dieses Schriftstellers, auch wenn noch nicht alles ganz perfekt ist.
Die Geschichte dreht sich um Gewalt, Macht, Korruption und Gier, es geht um Drogen und Prostitution und bietet dem Leser Spannung bis zum Ende. Der Schluss hat mich wirklich überzeugt, auch wenn der Roman zwischendrin einige Längen hat. Aber richtig gestört hat mich das nicht und schon gar nicht bei einem Erstling.
Ich mochte die Hauptfigur Aidan Waits und konnte gut nachvollziehen, wie sehr er sich unter Druck fühlt und dass alles nicht so einfach ist. Auch ist nicht immer alles so, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Und manchmal ist es auch schwer, die Wahrheit zwischen all den vielen Lügen zu finden.
Die vielen verschiedenen Charaktere im Buch haben mir gut gefallen und fördern die Spannung und das Interesse an der Handlung. Ebenfalls gefallen hat mir die etwas melancholische und düstere Stimmung des Buches, das mich immer wieder an die skandinavischen Autoren erinnert hat.
Ein schöner Auftakt, den ich gerne gelesen habe, und nun hoffe ich, dass von diesem Autor noch viel mehr kommt!

Veröffentlicht am 20.11.2018

Mord mit Fisch

Mord auf Kongress
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Dieses Buch hat mich sehr interessiert, weil mich die Beschreibung der Hauptfigur neugierig gemacht hat. Sie hat einen ähnlichen beruflichen Werdegang und wirkte sympathisch. Auch die Kurzbeschreibung ...

Dieses Buch hat mich sehr interessiert, weil mich die Beschreibung der Hauptfigur neugierig gemacht hat. Sie hat einen ähnlichen beruflichen Werdegang und wirkte sympathisch. Auch die Kurzbeschreibung des Buches hat mich direkt angesprochen.
Leider kannte ich die Vorgänger dieses Buches nicht und damit auch nicht den Werdegang der Hauptfigur Charlotte Bienert. Das macht aber nicht viel, denn das Buch ist in sich geschlossen und kann auch sehr gut einzeln gelesen werden. Prinzipiell mag ich es halt gerne, wenn ich die Bücher einer Reihe in der richtigen Reihenfolge lese und dann auch die Entwicklung der Figuren mitverfolgen kann. Aber hier werden immer mal wieder Hinweise gegeben, sodass es auch ohne ganz gut geht.
Charlotte ist eine interessante Person, die mir gut gefallen hat. Sie ist etwas eigensinnig, aber das macht sie nur noch interessanter. Ihre Zusammenarbeit mit Kommissar Jankovich hat mir sehr gut gefallen und auch die Beziehung zwischen den beiden. Gerne würde ich eine Fortsetzung mit diesen beiden Protagonisten lesen.
Der Kriminalfall war spannend, gut eingefädelt und dann logisch und gut nachvollziehbar gelöst. Gut gefallen hat mir auch, wie der Werdegang des Mörders dargestellt wurde – so konnte man sogar irgendwie verstehen, warum ein Mensch so verzweifelt sein kann, dass er mordet.
Ein runder Krimi, der mir gut gefallen hat. Sollte es eine Fortsetzung geben, wäre ich gerne wieder dabei. Und ansonsten bleibt mir ja noch, die beiden Vorgänger zu lesen.

Veröffentlicht am 17.11.2018

Ein Bayer im Elbsandsteingebirge

Tatort Kuhstall
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Dieses Buch hat mich nicht nur deswegen gereizt, weil es ein Krimi ist und Spannung verspricht, sondern auch, weil ein Bayer im Exil lebt und arbeitet. Das fand ich ganz persönlich einen spannenden Ansatz, ...

Dieses Buch hat mich nicht nur deswegen gereizt, weil es ein Krimi ist und Spannung verspricht, sondern auch, weil ein Bayer im Exil lebt und arbeitet. Das fand ich ganz persönlich einen spannenden Ansatz, auch weil ich selbst in der gleichen Situation bin. Ich mochte den Kommissar Leo Reisinger auch sofort. Seine Kollegin Sandra Kruse hat mir ebenfalls gefallen und ist ein guter Gegenpart.
Der Kriminalfall ist interessant, aber leider hat mir das letzte Quäntchen Spannung und Tempo gefehlt. Ich hatte am Ende schon eine Ahnung, was passiert ist, dennoch war die Auflösung spannend. Trotzdem hat mir das Buch gefallen und ich habe es gerne gelesen. Interessant war neben den vielen Schilderungen der Gegend auch das Privatleben des Ermittlers. Leider kenne ich die Vorgängerromane nicht, sodass ich nicht weiß, wie der Verlauf seiner Lebensgeschichte war. Da das meiner Meinung doch ein wichtiger Teil war, wäre es vielleicht besser gewesen, zuerst die Vorgänger zu lesen. Für den Kriminalfall spielt das aber keine Rolle, der ist in sich abgeschlossen und kann auch so gelesen werden.
Der Titel ist herrlich, denn er ist provokant und spielt mit den örtlichen Gegebenheiten. Das hat mir gut gefallen, denn es passt auch zum Lokalkolorit das im Buch reichlich vorkommt. Es ist wie ein kleiner Urlaub im Elbsandsteingebirge.