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Veröffentlicht am 06.05.2019

Konnte mich gut unterhalten

Fake-Freundin
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Die Protagonisten und ihre Geschichte

Der Schauspieler Joseph Allen lebt in London. Als „Dr. Shaw“ erobert er in der Serie „Central Hospital“ die Herzen des Fernsehpublikums. Zusammen mit seinem besten ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte

Der Schauspieler Joseph Allen lebt in London. Als „Dr. Shaw“ erobert er in der Serie „Central Hospital“ die Herzen des Fernsehpublikums. Zusammen mit seinem besten Freund und Manager Lennart Jeffreys genießt er seinen Urlaub in Oberbayern. Während einer Radtour fahren die beiden außerhalb der beschilderten Radwege und Joseph prallt mit Lucie zusammen.

Die Zahnarzthelferin Lucia „Lucie“ Braun hatte zum wiederholten Mal eine Auseinandersetzung mit der neuen Zahnärztin. Um sich zu beruhigen, ist sie auf einer Joggingrunde, als sie von einem rücksichtslosen Radfahrer über den Haufen kollidiert.

Sie leistet erste Hilfe und zum Dank lädt Joseph sie zu einem Abendessen ein. Im Laufe des Abends macht er Lucie ein ungeheuerliches Angebot: er will sie auf ein Jahr als Fake-Freundin engagieren, ein Ansinnen, auf das Lucie nicht eingehen will. Doch der Ärger mit der neuen Zahnärztin verschärft sich und die Vermieter kündigen ihr wegen Eigenbedarfs die Wohnung, so dass Lucie sich kurze Zeit später in London wiederfindet.

Dass sie nun aller Welt vorgaukeln muss, Joseph zu lieben, fällt ihr von Tag zu Tag leichter und sie muss sich eingestehen, dass es mehr als Sympathie ist, was sie für den Schauspieler empfindet.

Meine Gedanken zum Buch

Pea Jung hat zwei sehr unterschiedliche Protagonisten geschaffen. Lucie ist liebenswert, eher zurückhaltend und leider frisst sie viel zu viel in sich hinein. Joseph ist rein äußerlich der selbstbewusste Serienstar, dass er mit seinem Können hadert, kann er nur wenigen Menschen gegenüber zugeben.

Die Geschichte konnte mich gut unterhalten. Sie ist teilweise humorvoll und überwiegend auch leicht. Die Autorin legt einen Fokus auf Lucies Problem, nach außen hin nicht für sich selbst einstehen zu können. Mir hat gut gefallen, wie Pea Jung ihre Protagonistin sich weiterentwickeln lässt und diese sich langsam zur Wehr setzt. Bis es soweit ist, muss Lucie aber einige Demütigungen über sich ergehen lassen. Natürlich sehe ich ein, dass das für die Handlung notwendig ist. Aber stellenweise war mir das zuviel, was Lucie – insbesondere von Joseph – einstecken muss.

Das Ende hätte ruhig etwas ausführlicher sein dürfen, das kam mir im Verhältnis schlichtweg zu kurz.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Gefühlvoll und abwechslungsreich

Always with you - Riley und Tess
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Die Protagonisten und ihre Geschichte

Riley hat mit seiner Band Obsidian den Durchbruch geschafft. Nach einer langen harten Tour mit Feiern, Alkohol und Groupies freut er sich auf ein paar ruhige Wochen ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte

Riley hat mit seiner Band Obsidian den Durchbruch geschafft. Nach einer langen harten Tour mit Feiern, Alkohol und Groupies freut er sich auf ein paar ruhige Wochen mit seinen Freunden in San Francisco. Und er hofft darauf, dass die eine Frau, die es bisher geschafft hat, ihn nicht näher an sich herankommen zu lassen, endlich ihr Herz für ihn öffnet.

Die Stylistin Tess war mit den Obsidians auf Tour und obwohl sie sich in Riley verliebt hat, hat sie seine Annäherungsversuche vom ersten Tag an abgeblockt, so dass nie mehr als eine freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden entstanden ist. Nicht nur, dass sie Berufliches und Privates trennen wollte, sie wollte nicht als eine weitere Kerbe in Rileys Bettpfosten enden. Nach der Tour gibt sie Riley die Chance, sich von seiner anderen, seiner privaten Seite zu zeigen, doch dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Meine Gedanken zum Buch

Bei diesem Buch handelt es sich um den letzten Teil San-Francisco-Ink-Reihe. Die Charaktere der anderen Bände tauchen auch hier wieder auch, doch obwohl ich bislang nur den ersten Teil der Reihe kannte, habe ich mich problemlos zurecht gefunden. Am Ende des Buches lässt Amy Baxter ihre Reihe ausklingen, in dem sie jedem Paar nochmal eigenen, abschließenden Epilog widmet, eine tolle Idee, vor allem für diejenigen, die jeden Band verfolgt haben.

Tess war mir von Anfang an sympathisch, was ich vor allem ihren vernünftigen Einstellungen zuschreibe. Bevor ich das Buch aufgeschlagen habe, war ich mir nicht sicher, ob ich einen Superstar wie Riley, der die Groupies reihenweise flachlegt, mögen könnte, aber Riley entpuppt sich als ein ganz anderer Mensch, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Besonders gefallen hat mir, wie bodenständig Amy Baxter ihn gezeichnet hat.

Den Klappentext finde ich unpassend, denn ich hatte erwartet, dass Riley um Tess kämpfen muss, aber das ist gar nicht der Fall. Die beiden kommen schnell zusammen und lernen sich besser kennen. Dass es zu Problemen kommt, weil Riley im Rampenlicht steht, damit war zu rechnen, doch 1/3 des Buches dreht sich darum, dass Tess von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, beides wird im Klappentext überhaupt nicht erwähnt, obwohl es wesentliche Punkte der Geschichte und der Beziehung von Tess & Riley sind. Das fand ich irreführend.

Nichts desto trotz ist der Autorin hier eine sehr gefühlvolle und abwechslungsreiche Geschichte gelungen, für die ich vier Eulen vergebe.

Veröffentlicht am 03.02.2019

Ein Ende mit einem Paukenschlag

Jagdsaison
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Nina Casement schreibt von der Schönheit Skandinaviens und damit konnte sie mich bereits in den Bann ziehen. Die Geschichte selbst ist über weite Strecken eher unspektakulär und gerade anfangs hatte ich ...

Nina Casement schreibt von der Schönheit Skandinaviens und damit konnte sie mich bereits in den Bann ziehen. Die Geschichte selbst ist über weite Strecken eher unspektakulär und gerade anfangs hatte ich Probleme damit, die Personen zuzuordnen, aber je mehr ich über sie gelesen habe, desto leichter ist es mir gefallen.

Der Thriller ist anders, als die Thriller, die ich sonst lese, weil sie im Grunde recht wenig ereignet und das, was sich ereignet, erahnt man mehr, als dass man es weiß. Der Spannungsbogen bestand für mich hauptsächlich darin, dass ich mehr über die vier Charaktere erfahren wollte und darüber, wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind. Hin und wieder hat mir dadurch etwas gefehlt, wodurch die Geschichte ein wenig zäh wirkte, wobei die Beschreibungen der Landschaft wieder viel wettgemacht haben.

Gegen Ende bahnt sich dann das Finale auf, das mit einem Paukenschlag endet. Das liest sie nun möglicherweise eher kryptisch, aber über dieses Buch sollte man gar nicht zu viel schreiben, weil man schnell Gefahr läuft, zuviel zu verraten.

Veröffentlicht am 02.02.2019

Hat mich mitgerissen und bewegt

Ein scheinbar perfektes Leben
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Michelle Hunziker sagt über sich selbst, sie hatte ein perfektes Leben. Sie war nicht nur die Frau an der Seite von Eros Ramazzotti, sie hat eine wunderbare Tochter und eine Karriere von der andere träumen. ...

Michelle Hunziker sagt über sich selbst, sie hatte ein perfektes Leben. Sie war nicht nur die Frau an der Seite von Eros Ramazzotti, sie hat eine wunderbare Tochter und eine Karriere von der andere träumen. Und dennoch war sie auf der Suche nach Zuneigung und diese Suche hat sie in die Arme einer Sekte getrieben, die über ihr Leben, ihre Liebe und ihr Geld bestimmt hat.

In diesem Buch erzählt Michelle Hunziker von ihrer Kindheit und Jugend, ihrem alkoholkranken Vater, ihrem Bezug zur katholischen Kirche und zum Glauben, davon, wie sie die Frau kennengelernt hat, die zunächst zu ihrer engsten Vertrauten wurde, wie die Gruppe angefangen hat, sie von Familie und Freunden zu lösen, wie sie mit Isolation bestraft und die Kontrolle über ihr Leben übernommen wurde. Sie berichtet davon, wie sie es geschafft hat, dass ihre Tochter Aurora nicht in diese Gruppierung hineingezogen wurde, sondern eine ganz normale Kindheit verbringen durfte und davon, warum ihre Ehe diese Zeit, in der sie sich in der Abhängigkeit einer Sekte befunden hat, nicht überstanden hat.

Alles in allem eine sehr spannende Lebensgeschichte, über die Michelle Hunziker schreibt. Ich durfte kurz nach Erscheinen ihres Buches an einer Pressekonferenz teilnehmen und war damals schon sehr beeindruckt von ihren Schilderungen und fasziniert von ihr als Person. In ihrem Buch lässt sie noch viel tiefer blicken, sie stellt eigene Entscheidungen und Taten in Frage und legt gleichzeitig offen, warum sie wie gehandelt hat.

Bei all der Ernsthaftigkeit hat mich Michelle Hunziker aber auch immer wieder schmunzeln lassen. So schreibt sie einmal:

Auf die Idee, als Model zu arbeiten, wäre ich im Traum nicht gekommen. In meinem Heimatdorf in der Schweiz wurden Schönheitsköniginnen nicht unter hübschen Sechszehnjährigen ausgefählt … sondern unter den Kühen. (Seite 45)

Berührt haben mich zum einen die Erzählungen über die Liebe zu ihren mittlerweile drei Töchtern und zu ihrem Mann Tomaso. Gleich auf den ersten Seiten schreibt sie, dass sie oft hört, dass sie „viel zu viel Theater“ um ihre Kinder mache. Ich denke, wenn man dieses Buch gelesen hat, kann man das durchaus nachvollziehen. Aber auch sie selbst sieht diese „Vorwürfe“ gelassen, denn sie mache lieber zu viel als zu wenig und außerdem könne sie gar nicht anders, selbst wenn sie wollte.

Besonders zu Herzen gegangen ist mir auch, wie liebevoll sie noch heute von Eros Ramazzotti spricht, mit dem sie nicht nur die Liebe zu ihrer gemeinsamen Tochter verbindet, sondern auch eine tiefe Freundschaft. Sie bringt immer wieder zum Ausdruck, wie sehr er sich eingesetzt und zu welch drastischen Mitteln er gegriffen hat, um sie freizukämpfen, obwohl sie damals schon einige Jahre getrennt waren. Dazu passt auch, was geschehen ist, als Michelle Hunziker sich von der Gruppierung distanzierte und eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht wurde:

Eine halbe Stunde nach der Veröffentlichung … ging eine wahre Flut von Telefonanrufen und Textnachrichten ein… Ich war so lange im Schutz der Mauern geblieben in der Überzeugung, dass es draußen für mich nichts gäbe außer Leere und Abneigung, und nun schrillte in einem fort das Telefon. Der Erste, der mir eine SMS schickte, war Eros: „Wenn du jemanden brauchst, ich bin da.“ (Seite 297)

Ich finde dieses Buch großartig, es hat mich mitgerissen und bewegt, allerdings mit zwei Einschränkungen: Gerade zu Beginn war ich irritiert, weil Michelle Hunziker zwischen verschiedenen Lebensabschnitten hin und her springt, doch daran habe ich mich im Laufe der über 300 Seiten gewöhnt. Die sehr esoterischen Passagen über die Sekte allerdings habe ich desöfteren nur quer gelesen, weil sie für meinen Geschmack teilweise zu langatmig waren.

Veröffentlicht am 17.12.2018

Mischung zwischen purer Unterhaltung und der Einarbeitung von Problematiken

Gregs Tagebuch 13 - Eiskalt erwischt!
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Infos zur Reihe
Eiskalt erwischt ist der 13. Band der Kinderbuch-Reihe Gregs Tagebuch. Der Autor Jeff Kinney zieht für seine Geschichten echte Erlebnisse aus seiner Kindheit heran. Er wollte seine Romane ...

Infos zur Reihe
Eiskalt erwischt ist der 13. Band der Kinderbuch-Reihe Gregs Tagebuch. Der Autor Jeff Kinney zieht für seine Geschichten echte Erlebnisse aus seiner Kindheit heran. Er wollte seine Romane ursprünglich für Erwachsene schreiben, doch die Comic-Romane haben eine große Fangemeinde bei Kindern und Jugendlichen.

Infos zu Band 13
Kälte und Schnee, zwei Dinge, mit denen Gregory „Greg“ Heffley sich nicht gerade anfreunden kann. Die schulfreien Tage würde er am liebsten im Warmen verbringen und zocken, doch seine Mutter schickt ihn nach draußen. Dort werden Iglus gebaut und Schneeballschlachten geschlagen, es gibt aber auch Banden, die gegeneinander kämpfen und dann finden sich Greg und sein bester Freund Rupert Jefferson mitten im Chaos wieder.



Das sagt die jugendliche Leserin:
Die Geschichte hat mir gefallen, sie ist wieder sehr lustig. Auch die Zeichnungen fand ich gut. Außerdem passt das Buch in die Weihnachtszeit, weil es richtig kalt wird und hoffentlich auch bald schneit.

Das sagt die erwachsene Leserin:
Die Mischung zwischen Comic-Zeichnungen und Text ist für meine Tochter optimal. Sie hat noch nie gerne gelesen und ein „normales“ Buch mit dieser Seitenzahl würde sie abschrecken. Doch diese Reihe liest sie auch heute noch gerne.

Auch gefällt mir die Mischung zwischen purer Unterhaltung und der Einarbeitung von Problematiken, sowohl was das Schülerdasein, als auch was die Welt betrifft.

Da Greg und sein Umfeld sich innerhalb der Serie entwickeln, macht es aus meiner Sicht Sinn, mit Band 1 zu beginnen.