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Veröffentlicht am 19.12.2018

Vergangenheit

Ohne ein einziges Wort
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Inhalt:
Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. ...

Inhalt:
Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Meine Meinung:
Das Cover:
Dieses gefällt mir wahnsinnig gut und ist absolut passend gewählt.

Protagonistin:
Sarah ist ziemlich hartnäckig und stur und ich kann die Gedankengänge und ihr Verhalten nur schwer nachvollziehen.

Inhalt:
Die Nebenhandlungen fand ich anfangs interessanter als das Hauptthema an sich.
Sarah lernt Eddie kennen und sie verbringen zwei Wochen intensiv miteinander. Danach bricht sein Urlaub an und ab da meldet er sich nicht mehr. Sarah kann und will jedoch nicht akzeptieren, dass er sich "typisch Mann" nicht mehr meldet und es ihm nur um Sex ging und so beginnt ihre verzweifelte Suche....

Lesung:
Die Sprechstimme ist absolut angenehm und hat mich auf mehreren Autofahrten begleiten dürfen.

Fazit:
Schwacher Anfang - überraschendes, emotionales und gutes Ende

Veröffentlicht am 19.12.2018

Schlussmach-Service

My First Love
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Inhalt:
Eigentlich wollte Cassidy einem Mädchen an ihrer Schule nur dabei helfen, ihren blöden Freund loszuwerden. Doch plötzlich hat die 17-Jährige sich damit den Ruf erworben, Beziehungen innerhalb eines ...

Inhalt:
Eigentlich wollte Cassidy einem Mädchen an ihrer Schule nur dabei helfen, ihren blöden Freund loszuwerden. Doch plötzlich hat die 17-Jährige sich damit den Ruf erworben, Beziehungen innerhalb eines Tages zerstören zu können. Die dankbaren Mitschüler bezahlen sie sogar für ihren »Schlussmach-Service«. Als Cassidy aber den ebenso gutaussehenden wie nervigen Colton von seiner Freundin »befreit«, fordert er sie zu einer unglaublichen Wette heraus: Statt Paare zu trennen, soll sie zwei ganz bestimmte Mitschüler verkuppeln. Nicht ahnend, welch finstere Hintergedanken Colton hegt, nimmt Cassidy die Herausforderung an. Und stolpert mitten hinein in ein Wirrwarr aus heimlichen Küssen, verschlungenen Intrigen und der ersten großen Liebe ...

Meine Meinung:
Der einfache und tolle Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, sofort in das Buch / in die Handlung hineinzufinden; nicht zuletzt auch wegen dem humorvollen Einstieg.

Das Buch zeigt auf, dass nicht immer alles ist wie es scheint und dass Menschen nicht immer die sind, die sie vorgeben zu sein, wie z.B. der coole taffe Frauenscharm Colton.

Cassidy's Mutter ist kompliziert, um nicht sogar zu sagen egoisitisch. Anstatt sich wie eine Mutter um ihre beiden Kinder zu kümmern, ist sie ständig auf der Suche nach Liebe und Zuneigung von anderen Männern - es herrscht also ein Rollentausch zwischen Mutter und Tochter.
Die Protagonisten Cassidy ist mir hingegen sehr sympathisch, ebenso die starke Freundschaft zwischen ihr und Lorn.

"Selbst wenn man sein Leben nur kurz mit einer anderen Person geteilt hatte, hinterließ diese immer Spuren. Würde einen nach dem Schlussmachen jeder Gegenstand und jeder Ort an eine verflossene Liebe erinnern? Würde man es schaffen, die gemeinsamen Erinnerungen auszublenden? Gebrochene Herzen heilten auf unterschiedliche Weise, und niemand konnte sagen, wie lange das manchmal dauerte. Deshalb Angst zu haben war normal." (ZITAT)

Das Ende fand ich sehr gelungen und rundet das Jungendbuch wirklich toll ab.

"In Wahrheit war ich aber nicht immer immun gegen Verliebtheit gewesen, vielmehr waren meine Erfahrungen mit ihr der Grund, warum ich meine Ansichten geändert hatte. Aber das gestand ich mir eher selten ein. Verdrängung fiel nun mal sehr viel leichter. " (ZITAT)

Veröffentlicht am 19.12.2018

Vielschichtige Erzählungen

und in dem Moment holt meine Liebe zum Gegenschlag aus
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Inhalt:
Was ist der Auslöser für Veränderung in unserem Leben? Die Nachricht einer längst vergessenen Freundin, eine Kränkung zu viel, eine absurde Passion, der es plötzlich nachzugeben gilt. In Doris ...

Inhalt:
Was ist der Auslöser für Veränderung in unserem Leben? Die Nachricht einer längst vergessenen Freundin, eine Kränkung zu viel, eine absurde Passion, der es plötzlich nachzugeben gilt. In Doris Anselms Erzählungen begegnen uns Karrieremenschen und Loser, Charismatiker und Verrannte, die diese Momente lostreten oder erleben. So wechselt ein Schmuckstück den Besitzer, unpersönlich und doch symbolträchtig. Am Ende ist ein Mädchen erwachsen geworden und ihr Lehrer ein Stück kindlicher. Dabei bleibt manches scheinbar Wichtige elegant in der Schwebe, um den Blick fürs Wesentliche zu öffnen. Ereignisse wirken aus der Vergangenheit in eine intensiv wahrgenommene Gegenwart hinein, ein bedrohlicher Unterton schwingt mit, ein böses Wuchern und Wachsen. Doris Anselms Debüt besticht durch seine hellsichtigen Beobachtungen, sprachliche Reife und Vielschichtigkeit.

Meine Meinung:
Die 16 Kurzgeschichten (einer kalten Natur/Juls Hände /Was Würde Amy Tun /Rose und Marille /Holsteiner /Pony und Poelchau /Puck /Kumys /Talente /Rapunzel /Lametta /Das Gartenjahr /Vaters Fahrt /früh /Porzellan /dann ist alles ganz leicht ) sind unabhänig voneinander und inhaltlich auch sehr verschieden, was bereits an den Titeln erkennbar ist.

Anselm's Erzählungen haben mich berührt, unterhalten,aber vor allem auch sehr verwirrt, was nicht zuletzt an dem großen Deutungsspielraum liegt, den die Autorin dem Leser gibt.

Sie schreibt sehr ruhig und teilweise melancholisch, dabei jedoch auch kraftvoll und mit verstecktem Witz und schafft es auf den wenigen Seiten, dass man sich als Leser gut in die jeweiligen Themen hineinfindet.

Das Buch hinterlässt mich jedoch mit einer Unentschlossenheit, es gut oder schlecht zu finden.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Geheimnisvolles Moor

Mädchen aus dem Moor
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nhalt
Seit man ihr gesagt hat, sie habe im Dartmoor Selbstmord begehen wollen, scheint Kath Redways Leben langsam, aber sicher in einen finsteren Abgrund zu trudeln: An den Vorfall selbst kann sie sich ...

nhalt
Seit man ihr gesagt hat, sie habe im Dartmoor Selbstmord begehen wollen, scheint Kath Redways Leben langsam, aber sicher in einen finsteren Abgrund zu trudeln: An den Vorfall selbst kann sie sich nicht erinnern, auch die Woche davor scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Kath glaubt, sie sei glücklich gewesen, doch verhält ihr Mann Adam sich nicht seltsam abweisend? Welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder vor ihr? Und was treibt ihre kleine Tochter Lyla nachts draußen im Moor? Verliert Kath den Verstand – oder ist sie einer furchtbaren Wahrheit auf der Spur?

Meine Meinung
Dies war mein erstes Buch der Autorin. Cover und Klappentext haben aufgrund der düsteren geheimnisvollen Erscheinung mein Interesse sofort geweckt.

Kath Redway lebt mit ihrem Mann Adam und ihrer gemeinsamen Tochter Lyla, inmitten des idyllischen, aber einsam gelegenen Dartmoors.
Ihr Haus ist recht beschaulich und die Familie besitzt nicht viel Geld, dennoch waren sie glücklich, bis vor Kath's "Unfall".

Ihr Wagen wurde in einem kleinen Teich gefunden, Kath konnte sich selbst retten, leidet jeedoch seitdem an Amnesie.
Verzweifelt versucht sie, ihre Erinnerungen an den Tag wiederzugelangen. Ihre Schwägerin Tessa, ein Psychologin, ist ihr dabei eine große Hilfe, doch ausgerechnet Kath's Bruder Dan und ihr Mann Adam scheinen Geheimnisse vor Kath zu verbergen. Zudem verhält sich Adam Kath gegenüber, kalt und schroff, dass selbst Lyla, ihr besonderes Kind, in rätselhafte Verhaltensmuster verfällt.

Sprachlich finde ich das Buch sehr ansprechend. Auch inhaltlich konnte das Buch bei mir punkten.
Stellenweise waren mir die detaillierten Moorbeschreibungen, sowie das weit hergeholte Ende etwas langatmig und suspekt, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tun konnte.

Die Charaktere wurden gut dargestellt. Dem Leser bleibt lange Zeit offen, was vor sich geht. Wer ist gut und wer nicht. War es wirklich Selbstmord?!

Meiner Meinung nach ein solider Thriller.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Geplanter Haustausch

Das andere Haus
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nhalt
Als Caroline und Francis ein Angebot zum Haustausch erhalten, zögern sie nicht lange. Voller Vorfreude beziehen sie ihr Urlaubs-Domizil in der Nähe von London. Doch dort stößt Caroline auf Details, ...

nhalt
Als Caroline und Francis ein Angebot zum Haustausch erhalten, zögern sie nicht lange. Voller Vorfreude beziehen sie ihr Urlaubs-Domizil in der Nähe von London. Doch dort stößt Caroline auf Details, die sie zutiefst verstören: ein ganz spezieller Blumenstrauß, die eingelegte CD, ein vergessenes Rasierwasser; scheinbar harmlose Gegenstände, die in Wahrheit aber mit dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens verbunden sind – und mit einem Menschen, den sie für immer vergessen wollte. Ist es möglich, dass er sie in eine Falle gelockt hat? Und wer ist nun in ihrer eigenen Wohnung? Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht ...

Meine Meinung
Der Schreibstil von Rebecca Fleet ist flüssig und man findet leicht in die Geschichte hinein.
Es wird über das Leben von Francis und Caroline berichtet, ihre Höhen und Tiefen. Die Vergangenheit und Gegenwart. Wie sie versuchen, ihre Ehe zu retten - ihre Liebe wieder herzustellen, von der sie einst glaubten, sie würde ewig halten.
Sie hoffen eine Auszeit - ohne Kind - in einer anderen Stadt würde ihnen helfen, das bewältigen zu können. Was Caroline, nicht zuletzt wegen ihrer Nachbarin Amber herausfindet, ist jedoch schockierend. Die Vergangenheit, scheint sie einzuholen.

"Ich stehe ein, vielleicht zwei Minuten lang da und suche in ihm
den Mann, in den ich so verliebt war, dass ich nur herumsaß und von ihm träumte, wenn wir getrennt waren, und der mir dann fehlte wie ein Teil meines eigenen Körpers. Jetzt fehlt er mir am meisten, wenn er direkt neben mir sitzt. Wenn er nicht da ist, kann ich mich an ihn erinnern, wie er früher war. Aber wenn wir zusammen sind, lässt es sich nicht verbergen - wir haben verloren, was wir einmal hatten, und ich hänge in der Schwebe, ohne Ausweg und unglücklich mit jemandem verflochten, den ich icht in Ordnung bringen kann." (ZITAT)

Man stellt sich als Leser, nachdem man den Klappentext verinnerlicht hatte, jedoch vom Inhalt und der Herangehensweise etwas anderes vor.

Der Psychothriller ist gelungen, jedoch meiner Meinung nach an einigen Stellen relativ lang gezogen. Nichtsdestotrotz schafft es Fleet in dem Buch Überraschungsmomente mit viel Spannung einzubauen.