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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2019

So einfühlsam, so witzig, so turbulent und so lebensnah!

Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär’s!)
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Leni ist 10 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Fiona. Fiona ist schon so etwas wie ein „kleiner“ Star in der Filmbrache, was ihr Leni von ganzem Herzen gönnt. Nun ...

Leni ist 10 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Fiona. Fiona ist schon so etwas wie ein „kleiner“ Star in der Filmbrache, was ihr Leni von ganzem Herzen gönnt. Nun steht für Leni der Wechsel an die Schule ihrer Schwester an und auf der soll sie unter keinen Umständen auffallen. Leni versteht dies total und möchte sich mit ihrer großen Klappe und ihrem Temperament zurückhalten. Sie hat deshalb auch nur ein Ziel: sie möchte das Beste für ihre Mitmenschen und vor allem für ihre Schwester. Dass hierbei nicht immer alles nach Lenis Plan verläuft ist also quasi vorprogrammiert.
Meistens endet alles im Chaos – meistens!

Mit ihrem Buch „Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär’s)“ ist Emma Flint ein witziges, einfühlsames und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Arena Verlag erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 250 Seiten umfasst.
Die Geschichte ist im Tagebuchstil und einer ganz alltäglichen, altersgerechten Sprache geschrieben und wunderbar flüssig zu lesen. Die Autorin hat ganz viel Witz in ihre Texte gestreut und allein die Anmerkungen in den Fußnoten laden zum Mitschmunzeln und Kichern ein.
In dem Buch sind wunderschön designte Vignetten von der Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov zu finden, welche das Abenteuer toll untermalen.

Die Geschichte um Leni, ihre Familie und Freunde weist viele humorvolle, aber auch einfühlsame Momente auf. Besonders toll wird unserer Meinung aufgezeigt, dass Leni das Herz am rechten Fleck hat, dass sie Verantwortung übernimmt, für ihre Fehler einsteht, sich für nichts zu schade ist, auch wenn sie manchmal vorher ein bisschen mehr nachdenken sollte. Aber so ist das nun einmal im Leben.
Leni ist ein tolle Protagonistin in diesem turbulenten Abenteuer und stellt sicherlich ein Vorbild für viele Mädchen in ihrem Alter dar und als Leser dieser Altersstufe kann man sich ganz wunderbar mit ihr identifizieren.
Das Cover des könnte zum Inhalt und Titel des Buches nicht besser gewählt sein und wir finden es wunderwunderschön.

Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus für Mädchen ab 10 Jahren, die ein turbulentes Abenteuer mitten aus dem Leben gegriffen erleben wollen. Sicherlich sind Mädchen die Zielgruppe dieses Buches, aber auch Jungs werden ihren Spaß daran haben.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Ein lustiges, bisweilen abgedrehtes Abenteuer mit einer tollen Botschaft: Lebe deine Individualität und bleib dir treu!

Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer
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Wir befinden uns in dem kleinen idyllischen schottischen Dörfchen namens Pandrumdroochit. Hier ist die Welt für den pfannkuchenbackenden und tanzenden Dachs Dan, Onkel Stan mit seinen zahlreichen ungewöhnlichen, ...

Wir befinden uns in dem kleinen idyllischen schottischen Dörfchen namens Pandrumdroochit. Hier ist die Welt für den pfannkuchenbackenden und tanzenden Dachs Dan, Onkel Stan mit seinen zahlreichen ungewöhnlichen, aber liebevollen Marotten wie beispielsweise zärtliches Wellentätscheln, Kopfüber-Hängen, Marmeladebrotwerfen, und all den anderen Bewohnern und Tieren noch in ordnung. Doch eines Tages taucht Dr. P’Krall auf. Seines Zeichens ist er DER Spezialist für Ungewöhnlichkeiten. Er deckt alles Unnormale auf und beseitigt es in seiner eigens dafür gegründeten Institut für Hochsicherheit und Heilung von Ungewöhnlichkeiten. Zudem hasst er Glück, Lachen und Lebensfreude.
Ob sich die Bewohner von Pandrumdroochit auf die Botschaft von Dr. P’Krall einlassen oder doch sich selbst treu bleiben? Seid neugierig und lest selbst!

Mit ihrem zweiten Band „Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer“ ist A.L. Kennedy wiederum ein humorvolles und positiv abgedrehtes Abenteuer gelungen, das 2019 im Orell Füssli Verlag erschienen und in 33 Kapitel auf 272 Seiten eingeteilt ist.
Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen und für Kinder ab 9-10 Jahren geeignet. Es zeichnet sich auch aus durch seinen Sprachwitz und die vielen lustigen Zeichnungen im Comic-Stil von Illustratorin Gemma Correll. Die Zeichnungen unterstreichen und erweitern die Handlung der Geschichte und laden zum Entdecken und Schmunzeln ein.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen – wie auch der erste Band „Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer“.

Gefallen hat mir und meiner Tochter auch die wichtige Botschaft, dass es okay und richtig ist, das man zu sich selbst steht, dass es auch in Ordnung ist, aus der Reihe zu tanzen solange man sich selbst treu bleibt.
In diesem Sinne: Denkt und lebt BUNT!

Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren, die ein lustiges Abenteuer um Onkel Stan und den Dachs Dan mit viel Sprachwitz und vielen humorvollen Illustrationen erleben wollen.
Lesefreude und lautes Lachen ist hier garantiert! Voraussetzung: man liebt den leicht schrägen Humor

Veröffentlicht am 03.02.2019

Ein spannender, vielversprechender Debütroman

Die Klosterbraut
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„Die Klosterbraut“ von Manuela Schörghofer ist 2019 im mtb Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 416 Seiten. Die Autorin veröffentlichte den vorliegenden historischen Roman als ihren ...

„Die Klosterbraut“ von Manuela Schörghofer ist 2019 im mtb Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 416 Seiten. Die Autorin veröffentlichte den vorliegenden historischen Roman als ihren Debütroman auf der Grundlage historischer Ereignisse des 13. Jahrhunderts.

Frankas Lebensweg ist seit langem vorbestimmt: sie soll einmal Nonne werden und in ein Kloster eintreten. Ihre Erziehung wurde von ihrer Mutter vollends darauf ausgerichtet und Franka zweifelt auch nicht an dieser Bestimmung zumal sie auch hinter der Schönheit ihrer älteren Schwester Melinda deutlich zurücksteht. Frankas Eintritt ins Kloster steht nun kurz bevor und deshalb möchte sie nun noch einmal die Freiheit spüren und reitet in ihren geliebten Wald. Und wie es das Schicksal so will lernt sie dort Wulf vom Röllberg kennen, den zukünftigen Gemahl ihrer Schwester Melinda.
Franka beginnt an ihrer Bestimmung zu zweifeln.

Manuela Schörghofer schafft es mit ihrem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte von Franka, Wulf, Melinda, und allen weiteren Charakteren zu ziehen. Ihr Buch lässt sich leicht, flüssig und fortlaufend spannend lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen.
Sehr gut gefallen hat mir das vorangestellte Verzeichnis der im Buch vorkommenden Personen, den Vergleich der damaligen Städte- und Flussbezeichnungen mit denen von heute und das Glossar bezogen auf die Begrifflichkeiten in einem Kloster.

Fazit: „Die Klosterbraut“ ist ein abenteuerliches, gutes Buch mit einer sehr gefühlvollen Geschichte. Die Spannung bleibt während des ganzen Romanes erhalten und ich habe jede Seite genossen.
Ich hätte mir zwar gewunschen, wenn mehr oder vertiefte historische Fakten in den Roman eingeflossen wären, empfehle das Buch aber dennoch gerne und auf alle Fälle weiter.
Ich empfinde es als Debütroman sehr gelungen und freue mich auf weitere Bücher!

Veröffentlicht am 29.01.2019

Langeweile beflügelt die Fantasie

Ein Affe an der Angel
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Darko wohnt in der Stadt im achten Stock und ihm ist heute so richtig langweilig. Draußen regnet es und seine Mama hat es ihm deshalb nicht erlaubt, auf die Wiese zu gehen. Aber wer Darko kennt, der weiß, ...

Darko wohnt in der Stadt im achten Stock und ihm ist heute so richtig langweilig. Draußen regnet es und seine Mama hat es ihm deshalb nicht erlaubt, auf die Wiese zu gehen. Aber wer Darko kennt, der weiß, dass ihm bald etwas Interessantes und Fantasievolles einfallen wird. Und tatsächlich er wirft seine kleine Angel bestückt mit einem Käsewürfel aus und innerhalb kürzester Zeit beißt da doch tatsächlich etwas an.
Und auch mitten im Stau auf der Autobahn in Mamas Auto bricht die Fantasiewelt über Darko herein und bringt allerlei Getier mit und auch in der Tierarztpraxis.

Mit seinem Buch „Ein Affe an der Angel. Fantastische Tiergeschichten aus der Stadt“ ist Jonny Bauer eine fantasievolle kleine Tiergeschichtensammlung gelungen, die im Verlag arsEdition erschienen ist und 15 Seiten umfasst.
Das Buch ist in drei Geschichten in jeweils mehrere Unterkapitel unterteilt und in einfach, klarer Sprache zu lesen.
Jonny Bauers fantastische Einfälle in den Geschichten sind wirklich unschlagbar. Ich als Mama habe wirklich sehr gestaunt und bin total angetan (Wunderbar, wenn auch Erwachsene beim Vorlesen über die Geschichten schmunzeln können). Und auch meine Kinder sind von dem Buch und den Ideen darinnen begeistert und würden am liebsten gleich selbst als Tierforscher losziehen.
Passend zur Geschichte sind immer wunderschöne große und kleine Zeichnungen von dem Illustrator Stephan Lomp zu finden. Die Bilder sind farblich gestaltet und laden zum genauen Betrachten und Entdecken ein. Sie sind sehr liebevoll, klar, aber dennoch detailreich gezeichnet und haben meine Kinder und mich sehr angesprochen.

Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 7-8 Jahren zum Selberlesen und ab 5 Jahren zum Vorlesen.
Wir fanden die drei Tiergeschichten sehr gelungen und in sich stimmig, für ein nächstes Mal würden wir uns auch eine Geschichte mit etwas mehr Spannung wünschen.

Veröffentlicht am 05.01.2019

Ein wunderbares Weihnachts-Leseabenteuer!

Familie Bollermann feiert Weihnachten
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Weihnachten steht vor der Tür und Familie Bollermann, die aus Papa-Chef und Mami und den fünf Kindern Leni, Leo, Lukas, Lischen und Mopse besteht, bereit sich darauf vor. So wird ein toller Klopapierrollenadventskalender ...

Weihnachten steht vor der Tür und Familie Bollermann, die aus Papa-Chef und Mami und den fünf Kindern Leni, Leo, Lukas, Lischen und Mopse besteht, bereit sich darauf vor. So wird ein toller Klopapierrollenadventskalender gebastelt, es wird gebacken, gesungen und allerhand, mehr, um sich auf auf den Heiligen Abend vorbereitet. Der Weihnachtsabend wird dann ganz stimmungsvoll mit einem Krippenspiel und im engen Familienkreis gefeiert. Bis zum fröhlichen Silvesterabend geht es dann auch noch nach draußen in den Schnee und natürlich mit den Schlittschuhen aufs Eis. Es ist einfach wunderbar, mit der Familie Bollermann durch die Adventszeit und noch etwas darüber hinaus zu gehen.
Hier ist einfach immer etwas los und als Leser ist man mittendrin!

Mit ihrem Band „Familie Bollermann feiert Weihnachten“ ist Lena Maria Wandzioch ein wunderbares stimmungsvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das 2018 erschienen ist und knappe 90 Seiten umfasst.
Das Buch ist fünf Geschichten gegliedert und in einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und freuen uns schon sehr auf einen nächsten Band.
Passend zur Geschichte sind immer wieder wunderschöne, detailreiche und auch lustige bunte Zeichnungen ebenfalls von Lena Maria Wandzioch zu finden.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein herzliches und lustiges Weihnachtabenteuer mit der Familie Bollermann erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesespaß ist hier 100%ig garantiert.