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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2019

Niedliches Buch mit modernen Illustrationen

Edition Piepmatz: Wenn der Bauernhof erwacht
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Bücher über Bauernhöfe für die Kleinsten gibt es wohl wie Sand am Meer. Und doch finde ich, sticht dieses hier heraus.

„Wenn der Bauernhof erwacht“ ist Teil einer Reihe des Duos aus Sandra Grimm (Autorin) ...

Bücher über Bauernhöfe für die Kleinsten gibt es wohl wie Sand am Meer. Und doch finde ich, sticht dieses hier heraus.

„Wenn der Bauernhof erwacht“ ist Teil einer Reihe des Duos aus Sandra Grimm (Autorin) und Kathrin Wessel (Illustratorin). Die Geschichte ist (klein)kindgerecht aufbereitet, sie besteht aus kurzen Texten je farbenfroher Doppelseite. Außerdem passend zu den jeweiligen Tieren die Lautäußerungen. So kann man bereits als eines der ersten Bücher mit Babys gemeinsam das Buch lesen.

Schöne Illustrationen führen über den gesamten Bauernhof, von Hühner- und Kuhstall, bis zu den Schafen auf der Weide, dem Teich, den Obstbäumen und noch mehr. Besonders gefällt mir hier die sehr moderne Aufmachung der Illustrationen. Gleichzeitig sind die Doppelseiten nicht überladen, sodass man nicht wie in manch anderen Büchern fast schon einen Wimmelbuchcharakter hat. Damit hebt sich dieses Buch für mich von den Klassikern ab.

Insgesamt finde ich dieses Buch wirklich niedlich und bereits für die Kleinsten als eines der ersten Bücher geeignet. Allerdings halte ich die Altersangabe nicht für ganz passend, denn Je nach Kind könnte es ab zwei Jahren bereits zu einfach gestaltet sein. Dafür ziehe ich einen Stern ab. Ich selbst habe es zum ersten Geburtstag verschenkt und lag damit genau richtig beim beschenkten Kind. Empfehlen kann ich außerdem das Buch „Wenn der Wald erwacht“ aus derselben Reihe.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Schöne, wenn auch vorhersehbare Geschichte

Perfectly Broken (Bedford-Reihe 1)
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Als Brooke ihren Partner durch einen tragischen Unfall verliert, will sie nur weg aus ihrem alten Leben, weg von all den Dingen, die sie an ihren Freund erinnern. Ihr Neuanfang beginnt damit, dass sie ...

Als Brooke ihren Partner durch einen tragischen Unfall verliert, will sie nur weg aus ihrem alten Leben, weg von all den Dingen, die sie an ihren Freund erinnern. Ihr Neuanfang beginnt damit, dass sie eine Wohnung bezieht, die durch eine Tür im Schlafzimmer mit der Wohnung nebenan verbunden ist. Doch nicht nur das, die Wände sind extrem hellhörig, sodass Brooke mehr von ihrem Nachbarn Chase mitbekommt, als ihr zunächst lieb ist. Dann allerdings fangen beide an, sich regelmäßig zu unterhalten, ohne sich dabei aber jemals zu sehen.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihre Art zu schreiben und Charaktere zu erschaffen sehr. Auch hier sind die beiden Hauptfiguren Brooke und Chase sehr gelungen, sie sind auf Anhieb sympathisch, auch wenn beide einiges an Gepäck mit sich tragen. Besonders schön fand ich die Unterhaltungen der beiden in ihren Wohnungen, getrennt durch eine Wand. Als Leser spürt man förmlich, wie sich etwas zwischen ihnen entwickelt. Und auch wenn dies meiner Meinung nach zu schnell aufgelöst wird, hatte ich eine unheimliche Gänsehaut bei ihrer ersten richtigen Begegnung. Sarah Stankewitz hat diese auf eindrucksvolle und emotionale Weise beschrieben. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass sich diese Begegnung weiter hinausgezögert hätte, dass sie Spannung bis zu diesem Moment weiter in die Länge gezogen worden wäre. Potenzial dafür gab es auf jeden Fall, so ist das Buch mit rund 250 Seiten doch recht kurz.

Die Autorin verpasst ihrer Geschichte durchgehend eine ordentliche Portion Drama, irgendwann war es ein wenig zu viel davon für mich. Dadurch wurde die Story sehr vorhersehbar. Bei der ersten flüchtigen Andeutung, was passieren würde, war mein Gedanke nur "Och nee, bitte nicht", doch genau so kam es dann (ohne zu viel spoilern zu wollen). Das fand ich schade.

Insgesamt ist dieses Buch dennoch eine schöne emotionale und leider kurze Geschichte, die von Beginn an stark fesseln kann, durch die vorhersehbare Entwicklung dann allerdings etwas abflacht. Nichtsdestotrotz kann ich es jedem Fan des Genres weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Informativer und verständlicher Ratgeber zum Thema Fett

Ran an das Fett
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Der Titel des Buches klingt zunächst vielleicht provokant, schließlich lernen wir seit unserer Kindheit, dass man Fett meiden soll. Fett ist ungesund, macht dick und führt zu sämtlichen Erankungen. Hier ...

Der Titel des Buches klingt zunächst vielleicht provokant, schließlich lernen wir seit unserer Kindheit, dass man Fett meiden soll. Fett ist ungesund, macht dick und führt zu sämtlichen Erankungen. Hier allerdings plädiert Dr. med. Anne Fleck für mehr (gesundes) Fett in unserer Ernährung und stellt in ihrem Ratgeber die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit dar, wenn man sich erst einmal an das Fett ran traut.
Das Buch wirkt wie ein Wälzer, ist jedoch durch die vier wesentlichen Abschnitte sehr übersichtlich gearbeitet und man ist aufgrund der kurzweiligen Beschreibungen relativ schnell durch. Hin und wieder werden die Textpassagen durch Illustrationen aufgelockert.

Im ersten Teil geht es sozusagen um den theoretischen Hintergrund. Leicht verständlich erklärt Fleck, welche Arten von Fetten es gibt und inwiefern sich "gute" von "schlechten" Fetten unterscheiden.
Im nächsten Abschnitt geht die Präventivmedizinerin auf sämtliche Erkrankungen ein, die sich durch eine Ernährungsumstellung beeinflussen lassen. Ob es immer gleich um "Heilung" im eigentlichen Sinne geht, sei mal dahin gestellt. Dennoch sind die Zusammenhänge sehr schlüssig. Interessant ist hierbei auch, dass es nicht nur um Krankheiten geht, sondern dass sich auch Übergewicht durch eine fettreiche Ernährung reduzieren lässt. Wenn man sich allerdings schon mal mit der ketogenen Ernährung beschäftigt hat, weiß man, dass sie damit recht hat.
Obwohl ich mich bereits ziemlich gut auskenne, was Krankheitslehre und Pathophysiologie angeht, muss ich dennoch sagen, dass das ein oder andere hier neu und sehr aufschlussreich für mich war.
Im dritten Teil des Buches werden die Lebensmittel aufgeführt, die besonders gute Fette enthalten und demnach empfohlen werden. Diese werden nicht bloß aufgelistet, sondern zum Großteil auch umfassend beschreiben.
Der vierte und letzte Teil ist vermutlich der mit dem größten Praxisbezug, denn hier geht es nun um die Umsetzung der zuvor vermittelten Inhalte. Neben Checklisten gibt es eine kleine Auswahl an Rezeptideen.

Insgesamt ist das Buch sehr informativ, jedoch muss man die Überzeugungen der Autorin teilen, das steht fest. Ich persönlich bin schon lange davon überzeugt, dass nicht das Fett, sondern eher die Kohlenhydrate die "Bösen" sind, wobei es hier natürlich nicht nur schwarz oder weiß gibt. Insgesamt kommt es immer auf die Ausgewogenheit der Ernährung an. Fleck gelingt es dennoch, die Zusammenhänge zwischen der (gesunden) fettreichen Ernährung und einer großen Liste an Krankheiten sinnhaft darzustellen. Somit lassen sich bestimmt auch einige Zweifel an der Theorie beseitigen.
Wer hier allerdings einen Diätratgeber, Diätplan oder Ähnliches erwartet, ist fehl am Platz, denn "Ran an das Fett" bietet eher den theoretischen Hintergrund für eine Ernährungsumstellung gespickt mit Empfehlungen. Der vierte Teil ist daher eindeutig zu kurz gehalten. Das Buch ist daher eher allgemein formuliert, für konkretere Angaben zur Behandlungen einer gezielten Krankheit oder zur Gewichtsreduktion sollte man daher entsprechende Literatur hinzuziehen.

Veröffentlicht am 05.01.2019

Wunderschöne, emotionale Liebesgeschichte

Zwischen uns die Sterne
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Cameron und Everett haben sich seit fast fünf Jahren nicht mehr gesehen, seit er damals verschwunden und den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Doch der Tod ihres gemeinsames besten Freundes führt dazu, dass ...

Cameron und Everett haben sich seit fast fünf Jahren nicht mehr gesehen, seit er damals verschwunden und den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Doch der Tod ihres gemeinsames besten Freundes führt dazu, dass Everett sich nach all der Zeit doch wieder seiner Freundin annähern muss.

Ich war sofort in dieses Buch mitsamt der Hauptfiguren verliebt. Schon der Einstieg war sehr vielversprechend und ich wurde (fast) niemals enttäuscht.
Die Autorin hat eine Geschichte um drei Figuren herum entwickelt: drei beste Freunde, die sich seit ihrer frühen Kindheit kennen, drei Freunde, die viel miteinander erlebt haben. Freunde, von denen einer an Krebs verstirbt und die anderen beiden sich unglücklich ineinander verlieben. Auch wenn Aiden bereits verstorben ist, so ist er dennoch durch die vielen Rückblicke und seine Briefe mehr als präsent und vor allem sympathisch. Cameron und Everett haben beide einige Päckchen zu tragen. Jahrzehnte haben sie es nicht geschafft, aus ihrer Freundschaft mehr zu machen, obwohl es beide doch so sehr wollten. Beide sind glaubhaft, ihre Ängste und Sorgen und demnach auch ihr Handeln ist nachvollziehbar, wenn auch so manches Mal für den Leser unbefriedigend.

Zwischen den ganzen Kapiteln in der Gegenwart gibt es immer wieder diese Rückblicke, die chronologisch aufeinander aufbauen und die gesamte Story wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen setzen.
Die Figuren wachsen einem sehr ans Herz, der Schreibstil der Autorin sorgt dazu noch für unglaublich viel Gefühl, ja, hin und wieder auch ein wenig Kitsch, aber es passt hier einfach. Die Chemie zwischen Cameron und Everett ist perfekt. Ich muss wirklich sagen, dass ich den Sprachstil der Autorin sehr mag, er ist erwachsen und authentisch. Und endlich mal ein Liebesroman, in dem junge Menschen sich auch ordentlich ausdrücken können.

Einen kleinen Abzug gibt es für mich dennoch, da gerade in der zweiten Hälfte des Buches das Hin und Her zwischen Cameron und Everett zu viel war. Wie bereits geschrieben ist es zwar nachvollziehbar, mit welchen Gedankengängen sie sich beide herumschlagen, jedoch hatte ich als Leserin irgendwann das Gefühl, sie drehen sich nur im Kreis.

Dennoch hat mich das Buch insgesamt wirklich begeistert und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Emotionen kamen bei mir auf jeden Fall an, schließlich habe ich das ein oder andere Tränchen verdrücken müssen. Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Liebesromane mögen!

Veröffentlicht am 14.11.2018

Unterhaltsam mit einigen Längen

Sowas kann auch nur mir passieren
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Georgina ist ein echter Pechvogel. Erst verliert sie ihren Job als Kellnerin, kurz darauf erwischt sie dann ihren Freund mit einer anderen. Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle trifft sie zufällig ...

Georgina ist ein echter Pechvogel. Erst verliert sie ihren Job als Kellnerin, kurz darauf erwischt sie dann ihren Freund mit einer anderen. Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle trifft sie zufällig auf ihren alten Freund Lucas, mit dem sie vor zwölf Jahren zusammen gewesen ist. Doch leider scheint er Georgina nach all der Zeit gar nicht mehr zu erkennen.

Die Autorin hat einen unterhaltsamen Schreibstil, die peinlichen Situationen, in die die Protagonistin immer wieder gerät, werden sehr witzig und glaubhaft dargestellt, sodass man als Leser selbst beinahe schon peinlich berührt ist.
Insgesamt ist Georgina eine sehr sympathisch junge Frau, die sich auch mit ihren dreißig Jahren noch nicht so recht gefunden hat. Wieso das so ist, erfährt man im Laufe der Geschichte. Sie hat den Leser sofort auf ihrer Seite, denn sie zeigt, dass nicht jeder perfekt ist und ein perfektes, planmäßiges Leben führt. Insgesamt macht sie eine erstaunliche Entwicklung in Zusammenhang mit ihrer Selbstfindung durch und mit jedem Kapitel bekommt ihre Figur noch mehr Tiefgang und Facetten.
Lucas wirkt zunächst unnahbar, doch auch er ist ganz sympathisch, allerdings ohne viele Ecken. Dennoch haben die beiden Figuren eine gute Chemie.

Im Laufe des Buches ging für mich manchmal der rote Faden ein wenig verloren, besonders die vielen Aufeinandertreffen und Dialoge mit Georgina und ihren Freunden sorgen dafür, dass die Hauptstory in den Hintergrund gerät und das Buch stellenweise zäh wird. Teilweise war es mir auch zu viel Analyse um Georginas Persönlichkeit, ihre Vergangenheit und ihr Liebesleben. Es wirkte zu gewollt, als wäre es der Autorin unglaublich wichtig, dass wir Leser Georgina verstehen können.

Insgesamt ist dies ein unterhaltsamer Roman, der auch eine gewisse Ernsthaftigkeit mit sich bringt. Die Charakterentwicklung finde ich mehr als gelungen. Stellenweise war mir die Story zu zäh und ich hätte mir mehr Raum für die Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren gewünscht, dennoch ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.