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Nancy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2019

Sehr spannende Geschichte mit tollem Weltenbau und Entwicklungen

Die Macht der fünf Tugenden
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In ihrem Buch „Die Macht der fünf Tugenden“ geht es um eine Stadt und ihren Orden, die ihre Tugenden über alles stellen und ihr ganzes Leben danach richten. Myanti hat ihr Leben mit Herz und Seele dem ...

In ihrem Buch „Die Macht der fünf Tugenden“ geht es um eine Stadt und ihren Orden, die ihre Tugenden über alles stellen und ihr ganzes Leben danach richten. Myanti hat ihr Leben mit Herz und Seele dem Weg des Zorant verschrieben. Zusammen mit ihrem Adeptenbruder Quint und ein paar anderen Priestern machen sie sich auf einen gefährlichen Pilgerweg mit anfangs eher nicht so bekanntem Weg. Doch die Wüste und die Einhaltung der Tugenden sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben. Die Wahrheit ist oftmals vielschichtiger und einfacher als man denkt…
Myanti ist kein sehr einfacher Charakter, ich hatte oftmals beim Lesen meine liebe Mühe mit ihr. Auch die anderen Priester und Charakter sind nicht einfacher, ich könnte es mir für mich definitiv nicht vorstellen, in dieser Stadt zu leben. Aber sonst ist die Geschichte wirklich sehr schön geschrieben. Die Welt und die Städte, durch die unsere Protagonisten reisen, sind vielschichtig, exotisch und halten für jeden verschiedene Lektionen bereit. Die Gefühle von jedem sind nachvollziehbar und auch die Charakterentwicklung sehr schön beschrieben – besonders Myanti macht die größte Entwicklung durch. Jeder Charakter hat seine Geheimnisse und bei manchen ist man überrascht, bei anderen nicht. Je weiter die Geschichte fortschreitet, umso spannender und vielschichtiger werden die Handlungen und die Ebenen der Geschichte. Durchhalten lohnt sich auf jeden Fall.
Und um das Cover noch einmal zu erwähnen – es sieht super aus und passt perfekt zu der Geschichte!

Veröffentlicht am 08.10.2019

Eine Liebesgeschichte, die Spuren hinterlässt

Living Legends
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In dem zweiten Band um Lynn und Nic wird der Leser in ein Venedig der Liebe, Erinnerungen und Veränderungen gezogen. Lynn und Nic haben zwar gegen Frau Mauro den Kampf gewonnen, aber zugleich auch sehr ...

In dem zweiten Band um Lynn und Nic wird der Leser in ein Venedig der Liebe, Erinnerungen und Veränderungen gezogen. Lynn und Nic haben zwar gegen Frau Mauro den Kampf gewonnen, aber zugleich auch sehr viel verloren. Lynn ist kein Schutzgeist mehr und muss sich nun erstmal in der Welt der Menschen ihren menschlichen Gegebenheiten zurechtfinden. Mehr und mehr wird ihr klar, dass sich die Rollen geändert haben und nun Nic sie beschützt. Aber wie soll sie damit umgehen und gibt es wirklich keinen Weg zurück für sie als Schutzgeist? Doch nicht nur das stellt die beiden vor ein Problem. In Venedig werden junge Frauen brutal ermordet – und ihre Herzen gestohlen. Aber steckt wirklich ein Dämon dahinter oder jemand ganz anderes? Und werden die beiden rechtzeitig hinter das Geheimnis des Herzräubers kommen? Wie sollen sie die Beziehung zwischen ihnen beiden weiterhin definieren? Reichen ihre Gefühle füreinander aus, um den wachsenden Problemen gewachsen zu sein?
Im zweiten Band von „Living Legends“ steigt die Spannung weiterhin an. Die Protagonisten entwickeln sich weiter, sie werden erwachsen und reifen an ihren Problemen. Es war sehr spannend und schön mitzuerleben, wie – besonders Lynn – an ihren Aufgaben wächst. Ich habe jede Sekunde mit ihr mitgelitten und gefiebert. Sie hat von allen beiden in diesem Band die größte Entwicklung gemacht. Einen halben Punkt Abzug gibt es von mir wegen den anhaltenden Streitigkeiten, die teilweise etwas zu viel waren und anderen Kleinigkeiten. Aber diese stören das Gesamtbild nicht. Es ist wieder eine wunderschöne Geschichte, die eine Spur im Herzen der Leser hinterlässt. Am meisten bewundere ich immer wieder den Stil der Autorin, mit nur wenigen Worten eine so stimmungsvolle, fantasiereiche Atmosphäre zu schaffen. Das macht jede Geschichte von ihr so besonders. Es sind die Kleinigkeiten, die ihre Geschichten besonders machen.
Noch eine kleine Warnung: das Ende ist wirklich sehr hart – also bestellt euch am besten Band drei gleich hinterher ;)

Veröffentlicht am 31.01.2019

Wunderschöne Liebeserklärung an Bücher

Das Mädchen, das in der Metro las
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Juliette ist eine ganz normale Frau, die täglich mit der Metro zur Arbeit fährt und ihrem Job nachgeht. Am Anfang war sie voller Enthusiasmus, Freude und Vorstellungen, dass sie den Menschen helfen könnte, ...

Juliette ist eine ganz normale Frau, die täglich mit der Metro zur Arbeit fährt und ihrem Job nachgeht. Am Anfang war sie voller Enthusiasmus, Freude und Vorstellungen, dass sie den Menschen helfen könnte, die perfekte Wohnung für sie zu finden, aber diese Illusionen sind schnell verflogen und es blieb nur der Alltag zurück. In der Metro beobachtet sie die Leser, ihre Bücher und fragt sich, was sich hinter den Geschichten verbirgt. Eines Tages steigt sie ein paar Stationen vorher aus und landet bei Zaide und ihrem Vater, bei den "Büchern ohne Grenzen". Hier begegnet sie einem anderen Leben. Einem Leben, was ihr Angst macht, sie fordert und ihr doch keine andere Wahl lässt - wie den Spinnen, die sie tagtäglich wieder in den Abgrund schickt.
Es ist sehr schwer, diese Geschichte in Worte zu fassen. Nachdem ich die Geschichte beendet hatte, habe ich sie noch einmal gelesen. Wenn man gewisse Dinge dann weiß und versteht, liest es sich gleich anders - schöner. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin die Fäden der Protagonisten verknüpft hat. Wer hätte gedacht, dass der Mann von der ersten Seite noch eine so wichtige Rolle spielen würde? Auch die Entwicklung, die Juliette durchmacht, ist wunderbar. Man führt den Kampf mit ihr, ringt mit ihr und erlebt jeden Erfolg mit Juliette. Die Geschichte hat etwas leicht prosaisches an sich, aber nicht zu viel. Genau das richtige Maß, um sich in diese Geschichte zu verlieben!

Veröffentlicht am 31.01.2019

Wurzeln des Schicksals

Liv & Leif. Die Wurzeln des Schicksals
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Liv und Leif sind zwei Jugendliche, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Außer, dass sie beide irgendwie die einzigen sind, die in ihrer komischen Welt noch normal sind. Erst stoßen ...

Liv und Leif sind zwei Jugendliche, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Außer, dass sie beide irgendwie die einzigen sind, die in ihrer komischen Welt noch normal sind. Erst stoßen die beiden in einem Unfall zusammen und danach gerät alles außer Kontrolle. Ihre Freunde und Familien benehmen sich komisch und schließlich müssen sie noch um ihr Leben kämpfen. Als dann noch Odin auftaucht und andere nordische Götter ihnen versuchen das Leben erschweren, ist das Chaos perfekt. Sie müssen durch die Unterwelt zum siebten Kreis vordringen und stoßen dabei auf verschiedene Gefahren für ihre Freundschaft und ihr Leben.
Meine Meinung:
Eine sehr schöne Geschichte über Liebe, Freundschaft und die griechischen Gottheiten. Aus einer Anfangsbekanntschaft wird eine Freundschaft und daraus vielleicht mehr. Die beiden wachsen an ihrer Reise über sich hinaus und machen eine tolle Entwicklung durch. Auch die Gottheiten sind sehr schön und lustig beschrieben und auch wenn man keine Ahnung sonst davon hat, ist das hier kein Problem. Mein Liebling ist der Drache Nidhöggr ;)
Zwischendurch hatte ich ein paar Hänger, wo ich mich etwas durchquälen musste, aber es hat sich gelohnt und das Ende war sehr überraschend und mit einem Hangover, der auf einen zweiten Band hoffen lässt ;)

Veröffentlicht am 28.01.2019

Geschichte spannend und lebendig dargestellt

Black Hand
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In "Black Hand" wird das Leben und das Kämpfen von Joseph Petrosino beschrieben. Als kleiner Junge kam er aus Italien nach Amerika und wollte wie jeder Einwanderer den amerikanischen Traum leben. Und er ...

In "Black Hand" wird das Leben und das Kämpfen von Joseph Petrosino beschrieben. Als kleiner Junge kam er aus Italien nach Amerika und wollte wie jeder Einwanderer den amerikanischen Traum leben. Und er schaffte es - mit viel Mut, Kampfesgeist und Willen hat er sich zum ersten italienischen Polizisten hochgearbeitet. Doch damit nicht genug. Er war Polizist aus Leidenschaft und das war zu der Zeit und in dieser Stadt leider etwas sehr seltenes. Er sagte der Black Hand, der Mafia in Amerika den Kampf an und den Bürokraten, die seine Arbeit behinderten. Das Buch zeigt seine Lebensgeschichte auf und wie der Kampf nach seinem Tod weitergeführt wurde.
Sehr toll fand ich an dem Buch, dass es nicht wie ein Sachbuch geschrieben war, sondern den Bogen zum Krimi gut gehalten, aber auch nicht übertrieben hat. Seine Lebensgeschichte ist anschaulich und mitreißend erzählt, zeigt den Kampf und seine Ohnmacht gegen die Obrigkeit an. Es ist sehr gut geschrieben, mit vielen Quellen und zeigt sehr viele Beispiele, in denen er nicht versagt hat und liefert genug Hintergrundwissen. Sehr gelungen und ich bin sehr gespannt auf den Kinofilm!