Solider Roman
La Vita SecondaLa Vita Seconda teilt sich in zwei Geschichten. Die eine spielt in der Gegenwart und die andere in der Vergangenheit. In der Gegenwart rettet Notarzt Marc einem jungen Unfallopfer das Leben und verliebt ...
La Vita Seconda teilt sich in zwei Geschichten. Die eine spielt in der Gegenwart und die andere in der Vergangenheit. In der Gegenwart rettet Notarzt Marc einem jungen Unfallopfer das Leben und verliebt sich in sie. AUch seine Kollegen verbindet eine gemeinsame Vorgeschichte, die im Verlauf ausgebaut wird. In der Vergangenheit im 17. Jahrhundert wacht die junge Frau Franziska stumm und ohne Erinnerung auf und wird in die Familie Antonios aufgenommen.
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Ebenso gefällt mir der Schreibstil, der ein fließendes Lesen ermöglicht und die unterschiedlichen Schriftarten, die dem Leser signalisieren, in welcher der beiden Geschichten er sich befindet. Da die jeweiligen Kapitel immer sehr kurz sind, wechselt der Leser schnell von der Vergangenheit zur Gegenwart und wieder zurück. Das ist insofern gut, als sich beide Geschichten im selben Tempo entwickeln und der Leser in beide eingeweiht wird.
Die Protagonisten gefallen mir in beiden Geschichten gut. Sie sind nicht sehr detailliert beschrieben, aber so gut, dass ich mir sie annähernd bildlich vorstellen konnte.
Die Geschichten fingen für mich sehr mitreißend an, da ich unbedingt erfahren wollte, wie sie sich jeweils entwickeln und wie sie in Beziehung zueinander stehen. Zu Beginn war mir das nicht ganz klar, aber nach ca. zwei Drittel des Buches ahnte ich, in welche Richtung es gehen sollte. Und ab da passierten leider keine Überraschungsmomente mehr und ich hatte das Gefühl, dass die Auflösung in die Länge gezogen wurde. Gestreckt wurde sich mit historischem Input, der zwar einerseits sehr interessant, mir aber andererseits nach geraumer Zeit für meinen Geschmack zu viel erschien.
Trotzdem ist die Liebesgeschichte schön und das Buch in sich geschlossen und zum Schluss hin abgerundet. Das Buch ist also definitiv lesenswert und wer auf historische Romane steht, wird bestimmt nicht enttäuscht werden.