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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2019

Leckere Gegensätze

sweet & salty
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Das Kochbuch ist ein kleiner Schatz. Es enthält Rezepte für typische Frühstücksgerichte wie Eier, Pancakes oder süße Brotaufstriche. Das Besondere daran: Sie erhalten ungewöhnliche Zutaten, die ganz besondere ...

Das Kochbuch ist ein kleiner Schatz. Es enthält Rezepte für typische Frühstücksgerichte wie Eier, Pancakes oder süße Brotaufstriche. Das Besondere daran: Sie erhalten ungewöhnliche Zutaten, die ganz besondere Geschmackskombinationen erzeugen. Daher kann man sie den ganzen Tag über genießen. Ich habe heute Abend gleich mal den Haloumi-Toast mit Spiegelei und Honig ausprobiert. Die Anweisungen waren sehr einfach zu folgen und das Ergebnis war sehr lecker. Freue mich schon, viele andere Rezepte auszuprobieren.

Dazu kommt, dass das Buch einfach unglaublich schön ist. Die Fotos sind total appetitlich und das ganze Design ist einfach großartig. Mir gefällt vor allem die Typografie und die strukturierten Hintergründe. Jede Seite ist einfach toll anzusehen.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Schönes Sommerbuch für Kinder

Paula und Pelle – Eiscremebunter Sommerspaß (Paula und Pelle 2)
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Paula möchte den Sonntag im Freibad verbringen. Sie überzeugt ihre Eltern von ihrem Plan und fährt mit ihnen und ihrem Hund Pelle zum Baden. Doch dort läuft nicht alles so, wie es sich Paula vorgestellt ...

Paula möchte den Sonntag im Freibad verbringen. Sie überzeugt ihre Eltern von ihrem Plan und fährt mit ihnen und ihrem Hund Pelle zum Baden. Doch dort läuft nicht alles so, wie es sich Paula vorgestellt hat...

Die Geschichte ist niedlich und wird in großer Schrift kindgerecht erzählt. Ich habe sie zusammen mit zwei Kindern gelesen, die seit ca. 1,5 Jahren Deutsch lernen (10 und 15 Jahre). Ihnen hat das Buch gefallen, allerdings waren die Sätze teilweise noch etwas zu lang und zu komplex für sie.

Abgerundet wird "Paula und Pelle - Eiscremebunter Sommerspaß" von vielen bunten Illustrationen, die die Geschichte schön unterstreichen. Auf jeder Seite sind schöne Zeichnungen abgebildet, mit denen das Lesen den Kindern noch mehr Spaß gemacht hat.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Ein bewegender Roman

Und damit fing es an
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Die Geschichte folgt Gustavs und Antons Freundschaft 55 Jahre lang: Sie beginnt 1947 bei ihrem ersten Treffen in der Vorschule und endet im Jahr 2002 mit den beiden als gestandene Männer. Dazwischen erleben ...

Die Geschichte folgt Gustavs und Antons Freundschaft 55 Jahre lang: Sie beginnt 1947 bei ihrem ersten Treffen in der Vorschule und endet im Jahr 2002 mit den beiden als gestandene Männer. Dazwischen erleben sie Zeiten enger Freundschaft und Zeiten großer Distanz. Der mittlere Teil des Romans macht einen Ausflug in die 1930er Jahre und der Leser erfährt die tragische Geschichte von Gustavs Eltern. Die Rückblende, die das chronologische Erzählen unterbricht, zeigt, warum Gustavs Mutter so distanziert und wenig liebevoll mit ihrem Sohn umgeht und gibt dem Leser einen tiefen Einblick in zwischenmenschliche Beziehungen aller Art. Mir gefällt, dass ihre Charaktere nicht nur nach "böse" und "gut" geordnet sind, sondern Tiefe haben.

Rose Tremain erzählt die bewegende Geschichte unaufgeregt und nüchtern. Obwohl beide Jungen und die Menschen um sie herum einige Tragödien erleben, drückt die Autorin nie auf die Tränendrüse. Das macht die Geschichte sehr eindringlich. Tremain erzählt anschauliche, kurze Episoden, in denen die Charaktere dem Leser mit ihren Vorzügen und Problemen nahe kommen.

Veröffentlicht am 18.03.2019

London-Krimi

Kings of London
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Drei Leichen, zum Teil stark verstümmelt, tauchen in relativ kurzer Zeit in London auf. Detective Sergeant Breen versucht die Fälle zu lösen und vermutet eine Verbindung zwischen ihnen. Bei seinen Ermittlungen ...

Drei Leichen, zum Teil stark verstümmelt, tauchen in relativ kurzer Zeit in London auf. Detective Sergeant Breen versucht die Fälle zu lösen und vermutet eine Verbindung zwischen ihnen. Bei seinen Ermittlungen gerät er immer tiefer in ein verwirrendes Netz auf Lügen, Intrigen und Mord. Er selbst entgeht nur knapp einem Mordanschlag und wird später vom Dienst suspendiert; trotzdem lässt er sich von der Wahrheit nicht abhalten. Ihm zur Seite steht Helen Tozer, die als weibliche Polizistin in den 1960er Jahren zwar offiziell nur wenige Aufgaben im Dienst ausführen darf, sich aber wenn nötig über die Vorschriften hinwegsetzt und Breens Ermittlungen clever unterstützt.

Breen und Tozer sind kein typisches Glamour-Ermittlerpaar, das sich ständig einen witzigen Schlagabtausch liefert und nebenbei übermenschlich-perfekte Arbeit leistet. Beide sind Menschen mit Macken und Fehlern, aber genau das macht die Geschichte sympathischer. Breen wirkt sehr eigenbrötlerisch und spießig, obwohl er erst Anfang 30 ist; Tozer ist das Gegenteil - die junge Polizistin geht beruflich und privat Risiken ein, genießt die ein oder andere Affäre. Sie ist offen für die neue Zeit, macht jedoch nicht jeden Trend mit, sondern hinterfragt vieles und entpuppt sich als mitfühlender Mensch.

Anspielungen an die Handlungszeit, die Swinging Sixties, durchziehen den ganzen Roman. Man bekommt ungefähr ein Gefühl dafür, wie es 1968 und 1969 in London gewesen sein muss. Dabei hat mir gut gefallen, dass William Shaw die Zeit nicht verklärt oder romantisiert. Vieles wirkt aus heutiger Sicht befremdlich, etwa der alltägliche Sexismus, mit dem beispielsweise die Polizistinnen täglich konfrontiert werden. Themen wie diese nehmen die Figuren aus ihren unterschiedlichen Perspektiven wahr, so dass ein recht differenziertes Bild dieser Zeit entsteht.

William Shaws Vorgänger "Abbey Road Murder Song" habe ich bisher nicht gelesen (will das aber so schnell wie möglich nachholen!), Verständinsprobleme hatte ich trotzdem nicht. "Kings of London" könnte auch ein alleinstehender Roman sein, er funktioniert als eigenständiges Werk.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Spannend!

Blood on Snow. Der Auftrag
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Schnee fällt, es ist still. In diese friedliche Szenerie platzt gleich auf der ersten Seite der Auftragskiller Olav mit dem ersten, aber nicht letzten Mord im Thriller "Blood on Snow. Der Auftrag". Olav ...

Schnee fällt, es ist still. In diese friedliche Szenerie platzt gleich auf der ersten Seite der Auftragskiller Olav mit dem ersten, aber nicht letzten Mord im Thriller "Blood on Snow. Der Auftrag". Olav ist ein interessanter und widersprüchlicher Protagoinist: Er hält sich selbst für dumm, ist aber sehr belesen und streut immer wieder wie beiläufig interessante Fakten ein. Als Auftragsmörder ist er natürlich kein klassischer Sympathieträger, trotzdem zeigt er auch menschliche Regungen und hilft beispielsweise zwei Frauen, von denen er denkt, dass sie in Not sind. Die Ich-Perspektive, aus der das Buch geschrieben ist, passt hervorragend, um dem Leser einen Einblick in Olavs Psyche zu geben.

Jo Nesbos Stil, diese gekonnte Mischung aus Dramatik und immer wieder aufblitzendem Humor, gefällt mir sehr gut und ich habe das Buch förmlich verschlungen. Hatte es an zwei Abenden ausgelesen - bei 186 Seiten war das allerdings auch nicht allzu schwer. Der Thriller war so spannend, dass mir nicht mal aufgefallen ist, dass der Autor seinen Protagonisten - entgegen aller Tradition - am Anfang überhaupt nicht äußerlich beschreibt. Trotzdem hatte ich von Anfang an Bilder im Kopf. Eine physische Beschreibung von Olav liefert er im letzten Drittel - erst an dieser Stelle fiel mir auf, dass die bisher fehlte.