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Veröffentlicht am 18.03.2019

Generationsübergreifender Familienroman voller tiefer Gefühle

June
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Miranda Beverly-Whittemore spielt in ihrem Roman „June“ meisterhaft mit großen Emotionen: Sie bringt dem Leser Liebe, Eifersucht, Leidenschaft, Depressionen und Trauer nahe. Die Geschichte spielt auf zwei ...

Miranda Beverly-Whittemore spielt in ihrem Roman „June“ meisterhaft mit großen Emotionen: Sie bringt dem Leser Liebe, Eifersucht, Leidenschaft, Depressionen und Trauer nahe. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die immer wieder clever miteinander verstrickt werden.

Es geht um die junge June, die im Jahr 1955 kurz vor ihrer Trauung steht. June will ihren Verlobten Artie nicht aus Liebe, sondern eher aus Pflichtgefühl heiraten. Die Ehe wurde mehr oder weniger arrangiert und June fügt sich ihrem Schicksal mit Stolz. Doch als ihre Heimatstadt St. Jude als Drehort für den Hollywoodfilm „Erie Canal“ auserwählt wird, trifft June den Filmstar Jack Montgomery. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, jedoch ist June verlobt und Jack mit seiner Filmpartnerin liiert.

Der zweite Handlungsstrang spielt im Jahr 2015. Im Mittelpunkt steht Cassie. Die junge Künstlerin hat gerade ihre Großmutter June verloren und ist von New York nach St. Jude in Junes altes Haus gezogen. Das ehemals eindrucksvolle Herrenhaus Two Oaks steht kurz vor dem Verfall, doch der trauernden Cassie fehlen Geld und Energie, um sich um die Renovierung zu kümmern. Mitten in ihre depressive Phase platzt Nick, der als Assistent für die berühmte Schauspielerin Tate Montgomery arbeitet. Sie ist die Tochter von Jack. Nick eröffnet Cassie, dass der gerade verstorbene Jack ihr sein gesamtes Vermögen vererbt hat. Tate fordert nun einen Gentest. Cassies ganze Welt steht plötzlich Kopf: Sie wusste nichts über die Verbindung ihrer Familie zu Hollywood und hatte nie angezweifelt, dass sie die Enkelin von June und Artie ist. Hatte ihre so bodenständig wirkende Oma in ihrer Jugend wirklich eine Affäre mit dem Filmstar? Was ist damals tatsächlich passiert?

Die Autorin springt immer wieder zwischen beiden Erzählebenen hin und her, wobei sie die Wahrheit nach und nach enthüllt. Geheime Gefühle, Erpressungen, Bedrohungen und viel mehr kommen ans Tageslicht. Passend zum Filmaspekt ist die Handlung schön dramatisch und mitreißend gestaltet. Die Familiengeschichte entwickelt einen starken Sog und ist äußerst spannend. Immer wieder treten überraschende Wendungen auf. Zudem liest sich das Buch ungemein flüssig. Der bildhafte Stil hat mich gefesselt, weshalb die Lektüre wirklich Spaß gemacht hat.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Neuauflage eines alten Krimis mit zeitgemäßem Thema

Es klingelte an der Tür
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"Es klingelte an der Tür" ist ein kurzweiliger Krimi mit hohem Unterhaltungswert. Es handelt sich um den 41. Fall des Privatdetektivs Nero Wolfe aus New York City, der mit bisher kein Begriff war. Das ...

"Es klingelte an der Tür" ist ein kurzweiliger Krimi mit hohem Unterhaltungswert. Es handelt sich um den 41. Fall des Privatdetektivs Nero Wolfe aus New York City, der mit bisher kein Begriff war. Das hat mich bei der Lektüre aber nicht gestört: Die Handlung ist in sich abgeschlossen und macht auch Sinn, wenn man die vorherigen 40 Geschichten nicht kennt.

Es geht um die reiche und exzentrische Mrs. Bruner, die dem FBI kritisch gegenübersteht und nun von der Behörde überwacht wird. Sie hofft, dass Wolfe die Überwachung stoppen kann und gibt ihm neben einem großen Scheck viel Freiraum bei der Ausführung des Auftrags. Wolfe und sein Assistent Archie Goodwin stellen dem FBI eine clevere Falle...

Das FBI wird in diesem Buch vor allem für illegale Abhöraktionen kritisiert. Obwohl der Krimi bereits 1965 veröffentlicht wurde, erhält er durch dieses Thema eine aktuelle Dimension.

Die beiden Protagonisten Nero Wolfe und Archie Goodwin sind ziemlich verschrobene und nicht unbedingt durchgehend sympathische Charaktere. Das macht die Geschichte aber zusätzlich interessant. Der übergewichtige Detektiv Wolfe verlässt so gut wie nie das Haus und züchtet mit großer Hingabe Orchideen. Er ist zwar ziemlich intelligent, reagiert aber oft knurrig und arrogant. Archie, Wolfes Assistent mit einer Vorliebe für Milch, berichtet aus der Ich-Perspektive.

Die nicht voraussehbaren Wendungen, das aktuelle Thema und die interessanten Charaktere machen "Es klingelte an der Tür" zu einer sehr unterhaltsamen Lektüre.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Teil 3 der Totenfrau-Trilogie

Totenrausch
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"Totenrausch" ist der dritte Teil der Totenfrau-Triologie von Bernhard Aichner. Ich habe die ersten beiden Bücher nicht gelesen und hatte trotzdem kein Problem, der Handlung zu folgen. Am Anfang wird das ...

"Totenrausch" ist der dritte Teil der Totenfrau-Triologie von Bernhard Aichner. Ich habe die ersten beiden Bücher nicht gelesen und hatte trotzdem kein Problem, der Handlung zu folgen. Am Anfang wird das wichtigste aus den ersten eiden Teilen kurz zusammengefasst, so dass man direkt in Brünhilde Blums dramatisches neues Leben in Hamburg einsteigen kann.

Ich vermute allerdings, dass die Leser von Teil 1 und 2 bereits mehr Sympathie für die Protagonistin entwickeln konnten. Mir fiel es teilweise etwas schwer, mit dieser Antiheldin mitzufühlen. Sie ist natürlich in einer sehr schwierigen Situation und versucht alles zu tun, um ihre Kinder zu schützen. Ohne zu viel von der Handlung verraten zu wollen: Dabei geht sie nicht gerade zimperlich vor und scheint manchmal eine leicht sadistische Neigung auszuleben, wenn jemand ihr Unrecht tut (beispielsweise der Richter). Das geht zum Teil deutlich über reine Notwehr hinaus. Als Charakter macht das Blum interessanter, als wenn sie nur das unschuldige Mädchen wäre, das ohne Eigenverschulden in diese Situationen gerät.

Sehr gut gefiel mir Aichners Schreibstil, der sehr karg und reduziert ist. Er bringt kein überflüssiges Wort zu Papier und beschreibt die Situation sehr knapp. Dadurch entstand sehr viel Spannung und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Abwechslungsreiche und gesunde Gerichte

Life changing Food
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In 21 Tagen gesünder und fitter werden und mehr Energie haben: Das verspricht das Buch "Life Changing Food" von Eva Fischer. Die Autorin erklärt das Konzept zu Beginn ausführlich, so dass man es gut nachvollziehen ...

In 21 Tagen gesünder und fitter werden und mehr Energie haben: Das verspricht das Buch "Life Changing Food" von Eva Fischer. Die Autorin erklärt das Konzept zu Beginn ausführlich, so dass man es gut nachvollziehen kann. Zudem gibt sie Tipps, wie sich das Programm erfolgreich durchziehen lässt. Es folgen lecker klingende Rezepte für morgens, mittags, abends und zwischendurch. Ich freue mich schon, sie nach und nach auszuprobieren. Das Programm komplett durchzuziehen werde ich wohl (vorerst) nicht schaffen. Zum einen sind doch relativ viele teure Zutaten darunter, die meinen studentischen Geldbeutel etwas überfordern, zum anderen fehlt mir meist die Zeit drei Mahlzeiten frisch zuzubereiten. Ich sehe das Buch eher als Inspiration und Motivation, Essgewohnheiten zu verbessern.

Als Vegetarier finde ich es zudem super, dass es zu einigen Fleischgerichten kleine Hinweise gibt, womit man das Fleisch ersetzen kann. Dasselbe gilt für gluten- und laktosefreie Alternativen, die ebenfalls bei vielen Gerichten angegeben sind.

Das Buch enthält viele schön fotografierte Gerichte, die gleich Appetit und Lust aufs Kochen machen. Ansonsten ist das Kochbuch schlicht, aber ansprechend gestaltet. Neben den Rezepten gibt es viele Infos zum LCF-Konzept sowie zu der Wirkung verschiedener gesunder Lebensmittel.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Leckere Gegensätze

sweet & salty
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Das Kochbuch ist ein kleiner Schatz. Es enthält Rezepte für typische Frühstücksgerichte wie Eier, Pancakes oder süße Brotaufstriche. Das Besondere daran: Sie erhalten ungewöhnliche Zutaten, die ganz besondere ...

Das Kochbuch ist ein kleiner Schatz. Es enthält Rezepte für typische Frühstücksgerichte wie Eier, Pancakes oder süße Brotaufstriche. Das Besondere daran: Sie erhalten ungewöhnliche Zutaten, die ganz besondere Geschmackskombinationen erzeugen. Daher kann man sie den ganzen Tag über genießen. Ich habe heute Abend gleich mal den Haloumi-Toast mit Spiegelei und Honig ausprobiert. Die Anweisungen waren sehr einfach zu folgen und das Ergebnis war sehr lecker. Freue mich schon, viele andere Rezepte auszuprobieren.

Dazu kommt, dass das Buch einfach unglaublich schön ist. Die Fotos sind total appetitlich und das ganze Design ist einfach großartig. Mir gefällt vor allem die Typografie und die strukturierten Hintergründe. Jede Seite ist einfach toll anzusehen.