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Veröffentlicht am 15.09.2016

Nicht so fesselnd wie der 1. Band

Der Seidenspinner
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Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (24. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764505158
Originaltitel: The Silkworm (A Cormoran Strike Novel)
Preis: 19,99 €
auch als Taschenbuch, ...

Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (24. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764505158
Originaltitel: The Silkworm (A Cormoran Strike Novel)
Preis: 19,99 €
auch als Taschenbuch, E-Book und als Hörbuch erhältlich

Nicht so fesselnd wie der 1. Band

Inhalt:

Nach dem tollen Aufklärungserfolg im „Kuckuck“ steht der Privatdetektiv Cormoran Strike nun finanziell besser da. Aufträge hat er genug, er muss nicht mehr im Büro wohnen, sondern kann sich eine Wohnung leisten. Seine Arbeit erschöpft sich aber leider meistens im Beschatten treuloser Ehemänner. Da kommt ihm die neue Klientin Leonora Quine gerade recht, auch wenn sie nicht so wirkt, als ob sie für Strikes Dienste bezahlen könnte. Ihr Mann, der Schriftsteller Owen Quine, ist seit Tagen verschwunden.

Meine Meinung:
Nachdem mir der 1. Band „Der Ruf des Kuckucks“ gut gefallen hatte, freute ich mich sehr auf das neue Buch von Robert Galbraith aka J. K. Rowling. Leider konnte es mich nicht in dem Maß wie der Vorgänger überzeugen.

Positiv zu erwähnen ist der glatte Schreibstil. Das Buch lässt sich so locker lesen, die Bilder entstehen im Kopf wie von allein. Die Atmosphäre von London, der Detektei, dem Verlagswesen usw. ist ganz wunderbar eingefangen. Die Protagonisten, der Kriegsveteran Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott, entwickeln sich weiter, vor allem, was das Privatleben angeht. Dieses nimmt einen großen Raum ein.

Etwas genervt hat mich die ständige Erwähnung von Cormorans Knieschmerzen. Außerdem fiel es mir sehr schwer, mitzurätseln, wer der Täter ist. Es gibt eine Menge Verdächtige, einer unsympathischer als der andere. Ich war mir bis zum Schluss unsicher, wer es nun war und vor allem warum. Das kam mir etwas aus dem Hut gezaubert vor.

Ganz schlimm fand ich Owen Quines Machwerk „Bombyx Mori“ (der lat. Name für den Seidenspinner), von dem man Auszüge zu lesen bekommt. Es ist auf niedrigstem Niveau geschrieben und verunglimpft auf wirklich ekelerregende Weise die Angehörigen der Verlagswelt. Ich wollte einen charmanten Kriminalroman lesen, nicht so etwas Abstruses.

Das Buch weist viele Längen auf, man hätte es gut und gern um 200 Seiten kürzen können. Die Beschreibungen sind zum Teil schon etwas ausufernd. Leider leidet darunter auch die Spannung etwas.

Fazit:
Das Buch konnte mich zwar nicht so fesseln und begeistern wie der „Kuckuck“, doch lag das unter anderem am speziellen Thema. Daher werde ich der Reihe noch eine Chance geben, denn die Protagonisten mag ich sehr und möchte auch gerne erfahren, wie es ihnen weiterhin ergeht.

Die Reihe:
1. Der Ruf des Kuckucks
2. Der Seidenspinner
3. Die Ernte des Bösen

★★★☆☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Lauer Abklatsch der Vorgängerromane

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: carl’s books (7. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570585627
Originaltitel: Mördar-Anders och hans vänner (samt en och annan ovän)
Preis: 19,99 €
auch als ...

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: carl’s books (7. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570585627
Originaltitel: Mördar-Anders och hans vänner (samt en och annan ovän)
Preis: 19,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Lauer Abklatsch der Vorgängerromane

Inhalt:
Johan Andersson hat in seinem Leben mehr Zeit im Gefängnis verbracht als in Freiheit. Er wird von allen nur Mörder-Anders genannt, denn es ist ihm auch schon mal der ein oder andere Mord „passiert“. Nun wurde er mal wieder entlassen und ist fest entschlossen, nicht mehr ins Gefängnis zurück zu gehen. Ob da die Gründung einer „Körperverletzungsagentur“ der richtige Weg ist? Auf jeden Fall wittern der Auftragsschläger Mörder-Anders und seine neuen „Manager“, der Hotel-Rezeptionist Per Persson und die unehrenhaft entlassene Pfarrerin Johanna Kjellander das große Geld. Doch bald haben sie die gesamte Stockholmer Unterwelt an den Fersen …

Meine Meinung:
Der Erzählstil ist genau so, wie man es von Jonas Jonasson gewohnt ist, und hat mir auch hier wieder gut gefallen. Der Roman ist locker zu lesen, ohne großen sprachlichen Anspruch. Dadurch, dass die Protagonisten aber selten beim Namen genannt, sondern als „der Rezeptionist“ oder „die Pfarrerin“ betitelt werden, entsteht automatisch eine Distanz zu ihnen. Das fand ich ein wenig schade, konnte ich mich so doch nur schlecht mit ihnen identifizieren.

Wer gerne skurrile Geschichten mit außergewöhnlichen Protagonisten liest, bei denen man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen darf, ist hier richtig, vor allem, wenn er keinen Wert auf sympathische Protagonisten legt. Denn besonders sympathisch wirken die drei Hauptfiguren in diesem Roman nicht. Jeder ist zunächst nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Besonders helle wirkt auch keiner von den dreien, und die Naivität war mir dann doch zu extrem. Vor allem fehlt ihnen der Charme, den der Hundertjährige oder Nombeko in den beiden Vorgängerromanen versprühen.

Auch ist die Handlung weit weniger originell als in „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ und „Die Analphabetin, die rechnen konnte“. Streckenweise empfand ich sie als ziemlich langweilig und belanglos. Besonders witzig fand ich sie auch nicht – ich konnte zwei oder drei Mal kurz grinsen, das war’s. Vielleicht hat Jonasson dieses Mal einfach nicht meinen Humor getroffen und andere Leser amüsieren sich trotzdem köstlich. Ein Blick in die Leseprobe kann hier bei der Entscheidung helfen.

★★★☆☆

Ich danke dem Verlag Carl’s Books ganz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mühsam zu lesen

Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: cbj (27. April 2015)
ISBN-13: 978-3570159989
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Truth Commission

Mühsam zu lesen

Inhalt:
Normandy, ...

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: cbj (27. April 2015)
ISBN-13: 978-3570159989
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Truth Commission

Mühsam zu lesen

Inhalt:
Normandy, Dawn und Neil sind Freunde in der 11. Klasse an einer Kunstschule in Kanada. Eines Tages kommen sie auf die Idee, eine Wahrheitskommission zu gründen. Sie wollen anderen Menschen unbequeme persönliche Fragen stellen, auf deren Antworten alle gespannt sind.

Meine Meinung:
Ein Buch über die Wahrheit erschien mir sehr lesenswert, weshalb ich dieses Buch zur Hand nahm. Doch schon nach wenigen Seiten war ich nur noch genervt. Die Geschichte ist in Form eines Essays verfasst, den die sechzehnjährige Normandy als Schulprojekt schreibt. Entsprechend unausgegoren ist der Schreibstil und die Strukturierung des Ganzen. Besser gesagt, nicht ganz entsprechend, sondern sogar noch schlimmer. Normandy schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, zuweilen sprudelt das Erzählte unreflektiert aus ihr heraus, sie verfällt ins Schwafeln. Für ein Schulprojekt haben sich meine Kinder in diesem Alter mehr Mühe geben.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Essay mit Fußnoten versetzt ist, die zum Teil länger als der Haupttext auf einer Seite sind, und den Lesefluss fürchterlich hemmen. Dabei sind sie zum größten Teil überflüssig. Nur kann man das eben vorher nicht wissen, sonst könnte man sie einfach überspringen. Zum Glück werden die Fußnoten später weniger, das erste Viertel des Buches ist am meisten betroffen.

Der Inhalt des Essays entspricht auch überhaupt nicht dem, was man in einem Schulprojekt schreiben würde. Viel zu intim sind die Gedanken, als dass man sie vor einem Lehrer ausbreiten würde, zum Beispiel, wer in wen verliebt ist und wer Sex mit wem hat.

Man hätte aus diesem Thema „Wahrheit“ so viel machen können, doch hier bleibt es relativ oberflächlich. Teilweise wirkt das Aussprechen der Wahrheit befreiend, teilweise hat es aber auch negative Konsequenzen. Normandy muss vor allem erkennen, dass sie sich auch innerhalb der eigenen Familie der Wahrheit stellen muss, was ernste Konsequenzen hat.

Der Mittelteil des Buches war einigermaßen gut lesbar, der Schluss hat mich dann allerdings wieder enttäuscht. Zwar wartet Susan Juby hier noch mit einer Überraschung auf, nachdem der Rest des Buches relativ vorhersehbar war, doch war der Ausklang für mich ziemlich unbefriedigend.

Die vom Verlag angegebene Altersempfehlung ab 12 Jahren kann ich nicht unterstützen. Ich würde es eher für mindestens 14-Jährige empfehlen, da es teilweise doch etwas verstörend wirkt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wie ein Puzzle mit 500 Teilen, von denen man 10 nicht mehr findet: am Ende ärgerlich

Schwindelfrei ist nur der Tod
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Broschiert: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (27. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3651022355
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Wie ein Puzzle mit 500 Teilen, ...

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (27. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3651022355
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Wie ein Puzzle mit 500 Teilen, von denen man 10 nicht mehr findet: am Ende ärgerlich

Inhalt:
Ein Bankraub 1971 in München, ein Heißluftballon, der vom Himmel verschwindet, und ein Unbekannter, den Jennerwein heimlich immer wieder im Gefängnis besucht. Das sind die Zutaten des achten Alpenkrimis von Jörg Maurer.

Meine Meinung:
Wie von Jörg Maurer gewohnt, gibt es viele Handlungsstränge, die anfangs überhaupt nicht zusammenpassen wollen. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, denn das kenne ich ja schon von diesem Autor. Normalerweise schafft er es, die einzelnen Puzzleteile zusammenzuführen und zu einem einzigen Bild zusammenzusetzen. Dies ist bei „Schwindelfrei ist nur der Tod“ überhaupt nicht gelungen. Es gibt am Ende noch so viele angefangene Handlungsstränge, die einfach im Sand verlaufen bzw. nicht wieder aufgegriffen wurden. Da bleibt mir für einen Krimi dann doch zu viel der eigenen Fantasie überlassen. Im Nachhinein ergibt die Einführung von vielen Personen keinen Sinn bzw. nur den, Seiten zu füllen. Mit dem Fall haben sie aber nichts zu tun. Fast kann man den Eindruck bekommen, der Autor hat hier selbst den Überblick verloren. Darauf weist auch hin, dass im Personenverzeichnis aus zwei Personen eine gemacht wurde.

Auch der Spannungsbogen lässt zu wünschen übrig. Es gibt zwar einige spannende Szenen, doch dazwischen sackt die Spannung immer wieder ab oder verpufft.

Bis auf den Schluss und die Auflösung hat mir aber auch dieser 8. Band der Reihe recht gut gefallen. Maurers Humor finde ich einfach klasse. Vielleicht hat er dieses Mal in seinen Beschreibungen noch etwas mehr übertrieben als sonst, vielleicht sind die Nebencharaktere noch etwas skurriler, was den ein oder anderen Leser stören könnte – ich fand’s großartig. Vor allem, der Unbekannte aus dem Gefängnis hat mein Herz im Nu erobert, er ist quasi ein alternder Gentleman-Gangster, den man einfach mögen muss, obwohl er Jennerwein das Leben schwer macht.

Einige Szenen sind zwar nicht wirklich realistisch, doch ich denke, diesen Anspruch hat der Roman auch nicht, und Maurer-Leser wissen das. Sehr angenehm zu lesen war auch wieder Jörg Maurers persönlicher Schreibstil. Ich mag ihn einfach.

Dies ist der 8. Band um Kommissar Hubertus Jennerwein und seine Truppe in dem „Kurort mit dem Bindestrich“, der nie namentlich genannt wird. Sicherlich erleichtert es den Einstieg, wenn man die vorherigen Bände kennt, denn es treten immer wieder dieselben Personen auf. Bezüglich des Kriminalfalls muss man dagegen keine Vorkenntnisse haben. Er ist in diesem Band abgeschlossen, naja, so abgeschlossen, wie das bei einem offenen Ende eben geht.

Fazit:
Für Fans empfehlenswert. Neueinsteiger sollten vielleicht eher beim ersten Band beginnen, zumal dies nicht Maurers bestes Werk ist.

Die Reihe:
1. Föhnlage
2. Hochsaison
3. Niedertracht
4. Oberwasser
5. Unterholz
6. Felsenfest
7. Der Tod greift nicht daneben
8. Schwindelfrei ist nur der Tod

★★★☆☆

Herzlichen Dank an den Fischer Verlag für das Rezensionsexemplar, das ich in einer Leserunde auf LovelyBooks gelesen habe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kriegsbericht mit einigem Witz, aber vielen Längen

Der Untergang Barcelonas
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Albert Sánchez Piñols neues Buch wird in Spanien als Meisterwerk gehandelt. Vielleicht muss man Spanier sein oder aber zumindest Historiker, um dies nachvollziehen zu können. Ich kann es nicht.

Die Leseprobe ...

Albert Sánchez Piñols neues Buch wird in Spanien als Meisterwerk gehandelt. Vielleicht muss man Spanier sein oder aber zumindest Historiker, um dies nachvollziehen zu können. Ich kann es nicht.

Die Leseprobe – die ersten 59 Seiten des Romans – fand ich einfach genial. Sie sprühen vor Witz und lebendigen Szenen. Daher wollte ich dieses Buch gerne lesen. Doch die Enttäuschung kam schon bald.

Der Protagonist Martí Zuviría, genannt Zuvi, diktiert im stolzen Alter von 98 Jahren einer gewissen Waltraud, seine Erinnerungen. Diese beginnen 1705, als Zuvi mit 14 Jahren die Schule des großen französischen Baumeisters Vauban antritt, um die Ingenieurskunst zu erlernen. Die Lehrmethoden sind äußerst seltsam, dafür für den Leser umso unterhaltsamer. Mit Ingenieurskunst ist vor allem die Kunst der Belagerungstechnik gemeint, also der Bau von Angriffsgräben, Mauern und Bastionen.

Schon bald befindet sich Zuvi mitten im Kriegsgeschehen, im spanischen Erbfolgekrieg. Und so begann mein Martyrium. Nicht nur die Soldaten kämpfen – nein, auch ich musste mich durch die Seiten kämpfen. Hier zeigte sich, dass es sich bei diesem Werk weniger um einen Roman als vielmehr um einen subjektiv angereicherten minutiösen Bericht über den spanischen Erbfolgekrieg handelt. Ich habe gefühlt jeden einzelnen Soldaten mit Namen kennengelernt, jede Bastion verteidigt und zig Angriffsgräben gegraben. Mir waren das einige detaillierte Beschreibungen zu viel! Das Lesen war ermüdend bis langweilig. Die Hintergründe des Krieges und die Erläuterungen zu den verschiedenen beteiligten Parteien fand ich allerdings schon interessant.

Auch Piñols Schreibstil, die Wortwahl, der Sarkasmus haben mir sehr gut gefallen. So wirkte der Bericht nicht ganz so trocken, die unzähligen Toten blieben keine Zahlen, sondern bekamen Gesichter. Trotzdem erinnerte das Buch über weite Strecken an ein ödes Geschichtslehrbuch und nicht an einen Unterhaltungsroman.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Hauptfigur Zuvi nicht unbedingt ein Sympathieträger ist, mit dem man sich gerne identifizieren würde. Er betitelt sich selbst als Taugenichts und liegt damit nicht ganz falsch. Zwar entwickelt er als Ingenieur einigen Ehrgeiz, doch sein Charakter ist nicht wirklich so, dass man ihm nacheifern möchte. Er ist ziemlich egoistisch und unbedacht. Erst recht spät beginnt er, Verantwortung zu übernehmen.

Lobend hervorheben möchte ich die von Zeit zu Zeit eingestreuten Illustrationen, ohne die ich bei manchen Beschreibungen aufgeschmissen gewesen wäre bzw. ohne die das Buch noch theoretischer geworden wäre. Denn so kann man die Anlage von Befestigungen oder Gräben mit einem Blick erfassen, wozu in Worten mehrere Seiten erforderlich wären.

Im Anhang findet man eine kurze Zeittafel mit Ereignissen des Krieges sowie ein Personenverzeichnis.

Piñol arbeitet wohl gerade an der Fortsetzung des Romans, die ich aber mit Sicherheit nicht lesen werde, zumal der erste Band mit der Niederlage Barcelonas an einem bedeutenden Abschnitt endet, man also nicht unbedingt weiterlesen muss.