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Veröffentlicht am 18.06.2019

Ohne Worte - wunderschön!

Die Stille meiner Worte
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Zum Inhalt:
Hannah redet nicht mehr. Seit der Nacht, in der sie ihre Zwillingsschwester Izzy verloren hat. Und egal, was ihre Umwelt versucht – sie redet nicht. Sie schreibt Briefe an Izzy. Ihre Eltern ...

Zum Inhalt:
Hannah redet nicht mehr. Seit der Nacht, in der sie ihre Zwillingsschwester Izzy verloren hat. Und egal, was ihre Umwelt versucht – sie redet nicht. Sie schreibt Briefe an Izzy. Ihre Eltern melden sie in einer neuen Schule an – Sankt Anna. Doch bevor sie dort anfängt, geht es drei Wochen zusammen mit anderen Teilnehmern in ein Camp. Und hier lernt sie Sarah kennen, Levi und andere, die ebenfalls ihr Päckchen zu tragen haben. Zusammen mit Mo, Izzys Kater, wachsen sie zu einer Gemeinschaft und schließlich ist es Levi, der es schafft es zu ihr durchzudringen, die Stille hinter ihren Worten zu erkennen.
Meine Meinung:
Wow…..für die Geschichte Worte zu finden, ist wahnsinnig schwer. Wie soll man etwas in Worte fassen können, das einen so tief im Herzen berührt hat? Ich kann nur jedem Leser empfehlen, bevor er die Geschichte liest, sich die Playlist anzuhören. Sie ist ein perfekter Einstieg für die Geschichte. Was diese Geschichte wahrscheinlich auch so einzigartig macht, ist das jeder sich ein Stück weit in Hannah wiedererkennt. Wer würde nicht gerne einmal für eine unbestimmte Zeit still sein und nichts sagen wollen und trotzdem hoffen, dass es da jemanden gibt, der einen versteht und hinter die Stille schaut. Die Geschichte von Hannah und Levi geht über eine normale Liebesgeschichte weit hinaus. Es ist nicht einmal eine Liebesgeschichte, es ist eine Hommage an die Stille der Worte. Man verliert sich komplett und möchte nie wieder auftauchen, hat Angst, die Geschichte zu verlassen. Die Geschichte berührt einfach eine Seite in dem Leser, die ganz tief versteckt ist. Man weint mit Hannah, leidet mit Levi und ist einfach mittendrin in ihren Erlebnissen. Ich möchte mich hier bei Ava bedanken für dieses wunderbare Buch, dessen Worte mich ins Herz getroffen habe. Ich habe mit Hannah geweint und mit Levi gezittert. Danke, dass ich die beiden auf ihrem Weg begleiten durfte. Ich trage sie auf ewig in meinem Herzen!
Und die Hauptbotschaft für mich persönlich? „It's okay, to be not okay.“

Veröffentlicht am 23.05.2019

Fantasy vom feinsten

Adular (Band 1): Schutt und Asche
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In Adular stehen die Lebensverhältnisse für Dunkelelfen nicht gerade zum besten. im Gegensatz zu den Hoch- und Waldelfen, Zwergen und Menschen müssen sie in der Aschegrube ihr Leben verbringen. Bereits ...



In Adular stehen die Lebensverhältnisse für Dunkelelfen nicht gerade zum besten. im Gegensatz zu den Hoch- und Waldelfen, Zwergen und Menschen müssen sie in der Aschegrube ihr Leben verbringen. Bereits in ihrer Kindheit wird ihnen eingebläut, dass sie nichts wert sind. Doch nicht alle nehmen ihr Schicksal hin, wie es ist. Duhirion ist einer davon. Er ist ein Assassine im Auftrag der Umbra. Durch einen Zufall oder göttliche Fügung lernen er und Elanor sich kennen und lieben. Viele Jahre lieben die beiden sich und versuchen mit ihren Freunden und der Weißen Feder, einer Widerstandsgruppe, das Leben der Dunkelelfen zu erleichtern. Doch die Rebellion greift immer weiter um sich und gefährdet die Zukunft von allen.
Am Anfang war ich sehr skeptisch, da die Inhaltsangabe mich nicht zu 100% überzeugt hat, aber allein das Cover war es wert, einen zweiten Blick auf die Geschichte zu werfen. Und ich wurde mehr als einmal positiv überrascht. Der Autor hat einen sehr detaillierten, wunderbaren Schreibstil. Seine Art Hintergrundwissen und -informationen in die Geschichte einfließen zu lassen, die Entwicklung der Figuren und die Steigerung der Handlung haben mich mehr als überzeugt. Die Bedingungen, unter denen die Dunkelelfen leben müssen, sind sehr realistisch dargestellt und ziehen sich durch den ganzen Band. Sehr schön finde ich es auch, dass der Leser es aus der Sicht von Elanor und Duhirion erleben kann. Es gibt einige sehr schöne Momente der Überraschung und dann wieder sehr traurige. Also diese Fantasy-Geschichte hat einfach alles, was es braucht und ich kann es kaum erwarten, in Band zwei wieder in die Geschichte eintauchen zu können.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Wunderschön, poetische Geschichte, die tief berührt

Dein fremdes Herz
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Nela ist eine junge Frau, die in früher Kindheit von ihrem Vater verlassen wurde und bis heute sehr unter der Unsicherheit leidet. Sie Sie ist eine liebenswürdige junge Frau, die ihren Platz im Leben aber ...

Nela ist eine junge Frau, die in früher Kindheit von ihrem Vater verlassen wurde und bis heute sehr unter der Unsicherheit leidet. Sie Sie ist eine liebenswürdige junge Frau, die ihren Platz im Leben aber noch nicht gefunden hat. Durch ihre traurige Familiengeschichte fühlt man sich schnell verbunden mit ihr. Doch eines Tages bekommt sie ein Päckchen von ihrer Stiefmutter Ellen, welches ihr Leben für immer verändern soll. Darin sind Briefe enthalten, die sie auf eine Reise an die Ostsee schicken und ihren Blick auf ihr Leben und die Vergangenheit ihres Vaters verändern werden. Das Herz ihres Vaters, der vor einigen Jahren gestorben war, schlägt nun in dem Körper von einem anderen Menschen, Maximilian. Aber wer ist dieser Mensch und ist es vielleicht sogar möglich, dass Nela ihren Vater in ihm wiederfindet? Findet Nela vielleicht sogar auf dieser Reise sich selber wieder?
Ich habe bereits einige Fantasy-Bücher von Katharina Seck gelesen, aber noch keinen Belletristik-Roman. Diese Geschichte hat mich von Anfang bis Ende total berührt. Nela ist eine sehr sympathische, aber auch schwierige junge Frau, die auf dieser Reise wieder lernt zu leben und atmen. Dabei lernt man eine willensstarke Frau kennen und schätzen, die ihr Leben lang nur auf der Suche nach Liebe und der Wahrheit ist. Ein bisschen findet sich glaube ich jeder von uns sich in ihr wieder. Doch es geht nicht nur um die Suche nach dem Glück und dem Leben - Katharina Seck greift in ihrer Geschichte mit der Organspende eine sehr wichtige und aktuelle Thematik auf. Irgendwann kommt in jedem Leben der Punkt, an dem man sich entscheiden muss und leider bleibt diese Entscheidung oft den Angehörigen überlassen. Welche Bürde diesen damit aufgelegt wird, zeigen die emotionalen Briefe von Ellen, seiner zweiten Frau. Diese Briefe sind es, die Nela an das Meer bringen und sie dort binden. Diese wunderschön geschriebenen Briefe werden zu einem Bindeglied zwischen Vater und Tochter. Sehr gefühlvoll, geheimnisvoll und einfach wunderschön poetisch zeichnet die Autorin das Leben von Hannes, Nelas Vater nach. Aber nicht nur die Briefe haben mich berührt, auch die Beschreibung der Autorin der Landschaft, die Sehnsucht nach dem Meer spricht aus jeder Zeile und wenn ich die Augen zugemacht habe, konnte ich das Meer riechen und die Wildpferde hören. Eine wunderschöne Kulisse für eine so wunderschöne Geschichte über die Liebe, aber auch das Leben und den Wert, den dieses für jeden von uns hat.
Ich finde diese Geschichte einfach rundum perfekt. Der poetische Schreibstil der Autorin und ihr Umgang mit der Thematik machen diese Geschichte zu einer wunderbaren Liebeserklärung. Ich habe mich sowohl Nela, als auch Maximilian total nah und verbunden gefühlt. Die Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sehr gut nachgezeichnet und es mir fiel schwer, sie nach dem Ende der Geschichte gehen zu lassen.

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Veröffentlicht am 25.03.2019

Wunderschöne Liebesgeschichte

Kaschmirgefühl
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Am Anfang war ich sehr skeptisch, da die Inhaltsangabe mich nicht so angesprochen hat, aber jetzt bin ich doch sehr froh darüber, der Geschichte eine Chance gegeben zu haben. Die Synchronsprecher ...

Am Anfang war ich sehr skeptisch, da die Inhaltsangabe mich nicht so angesprochen hat, aber jetzt bin ich doch sehr froh darüber, der Geschichte eine Chance gegeben zu haben. Die Synchronsprecher im Hörbuch haben diese Geschichte wunderbar rübergebracht. Gottlieb ruft eines Tages bei der Sexhotline an und hat Marie am Telefon. Dieses Telefonat und alle anderen, die folgen, werden das Leben und die Nächte der beiden unwiderbringlich verändern. Gottlieb hat in einem Hospiz gearbeitet und war tagtäglich mit dem Tod konfrontiert. Eine Tatsache, die ihn dazu gebracht hat, zu kündigen und nun als Hausmeister zu arbeiten. Auf der Suche nach Nähe und Liebe ruft er bei der Sexhotline an und kommt auf vielen Umwegen mit Marie ins Gespräch. Ich habe diese Wortspiele zwischen den beiden geliebt. Die Zeitansagen haben sehr gut deutlich gemacht, wie die Zeit vergeht und auch die Stimmen haben perfekt gepasst. Die beiden schaffen sich ihre eigene Welt und schaffen es, die anderen um sich herum zu vergessen. Den Titel finde ich perfekt dafür gewählt und das Ende war mehr als überraschend für mich und einfach nur - wunderschön. Allerdings bezweifel ich, dass diese Stimmung im Print-Exemplar auch so rüberkommt wie im Hörbuch.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Wunderschön, emotional und befreiend

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Es ist nicht meine erste Geschichte, die ich von Ava Reed lese, aber sie gehört für mich zu einer der emotionalsten. Leni und Matti sind auf den ersten Blick zwei ganz normale Jugendliche. Aber man muss ...

Es ist nicht meine erste Geschichte, die ich von Ava Reed lese, aber sie gehört für mich zu einer der emotionalsten. Leni und Matti sind auf den ersten Blick zwei ganz normale Jugendliche. Aber man muss tiefer schauen. Bei Leni fängt es harmlos an, aber die Ereignisse und Emotionen steigern sich schnell zu einem Tornado zusammen und irgendwann bricht sie unter der Last, die niemand sehen kann, zusammen. Es dauert eine Weile, bis sie bereit ist, zuzugeben, dass sie Hilfe braucht und diese dann auch bekommt. Matti hat mit einem sehr schweren Schicksal zu kämpfen, welches nur wenige Menschen teilen. Er hat eine seltene Krankheit, die es ihm so gut wie unmöglich macht, ein normales Leben leben zu können – dabei wünscht er sich das mehr als alles andere auf der Welt. Die beiden haben eigentlich nichts gemeinsam – bis auf den Wunsch, wieder normal leben zu können.
Mich hat die Geschichte von den beiden sehr berührt, besonders Lenis Sichtweise auf ihre Probleme. An vielen Stellen habe ich mich und meine früheren Probleme, Gedanken und Gefühle wiedererkannt. Es ist ein sehr komisches Gefühl, wenn man seine eigenen Emotionen aus der Sicht einer anderen Person liest – und sich dadurch verstanden fühlt. Sehr schön finde ich es von Lenis Eltern, dass sie sie nicht abgeschrieben haben und sie trotz allem ernst genommen haben. Sie haben so lange gekämpft, bis es eine Diagnose gab, bis sie Hilfe bekommen haben. Für Außenstehende ist es manchmal genauso schwer wie für den Betroffenen, da sie nichts tun können, um ihren Liebsten helfen zu können. Vielleicht ging die Handlung an manchen Stellen zu schnell, zu hastig oder nicht tief genug, aber für mich war es perfekt. Andeutungen bringen manchmal mehr als tausend Worte. Ich war doch sehr überrascht und erstaunt von Lenis und Mattis Ausflügen. Sie haben sehr viel zusammen geschafft, erlebt und sich und der Welt bewiesen, dass man mit der richtigen Person an seiner Seite Berge versetzen kann. Wer mir auch besonders gut gefallen hat, sind die Nebencharaktere in der Klinik. Ohne sie hätten Leni und Matti es nie so weit geschafft. Sie gaben ihnen Hoffnung und haben sie unterstützt – trotz ihrer eigenen, nicht geringen Probleme.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich das Buch einfach nur wunderschön, emotional und auch befreiend fand. Es kann Betroffenen Hoffnung machen und besonders zeigt es, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist.