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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2019

Ab auf die Insel!

Mit James auf Sylt
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Jana hat gerade erst ihren Freund und den Job verloren und nun hat sie ihrer Schwerster auch noch versprochen auf James einem etwas unerzogenen Neufundländer aufzupassen. Jana ist eigentlich kein Hundefreund ...

Jana hat gerade erst ihren Freund und den Job verloren und nun hat sie ihrer Schwerster auch noch versprochen auf James einem etwas unerzogenen Neufundländer aufzupassen. Jana ist eigentlich kein Hundefreund und auch von Sylt, wo sie nun die nächsten Monate wohnen soll, nicht wirklich begeistert.
Schon auf dem Hinweg gibt es einen kleinen Autounfall mit dem typischen Syltbewohner Frank, doch er entpuppt sich als sehr freundlich und Jana verliebt sich unerwartet schnell in ihn.
Nach ein paar unerfreulichen Ereignissen mit James muss Jana ihn zur Hundeschule bringen. Hier lernt sie den übellaunigen Ben kennen, mit ihm hätte sie am liebsten gar nichts zu tun, aber Ben ist der Einzige auf der Insel, der Ihr helfen kann. Langsam schließt Jana auch James ins Herz und alles scheint gut zu laufe, zu gut...

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, man kann es super schnell lesen und man ist sofort in der Geschichte drin. Beim Lesen hatte ich ein schönes Sommergefühl. Durch viele Ortsangaben kann man gut nachvollziehen, wo sich Jana und James gerade befinden und man denkt selbst auf der Insel zu sein.
Ein niedliches Buch, das nicht nur Hundeliebhabern gefallen wird.
Das Ende kam mir dann etwas zu schnell und ich hätte gern weiter gelesen.

Veröffentlicht am 20.04.2026

Lodernde Magie

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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„A Fire in the Sky“ hat mich von Anfang an mit einer starken, fast greifbaren Atmosphäre abgeholt. Es fühlt sich an, als würde ständig etwas in der Luft liegen, eine Spannung, die sich langsam aufbaut ...

„A Fire in the Sky“ hat mich von Anfang an mit einer starken, fast greifbaren Atmosphäre abgeholt. Es fühlt sich an, als würde ständig etwas in der Luft liegen, eine Spannung, die sich langsam aufbaut und mich immer weiter in die Geschichte gezogen hat.

Ich bin überraschend schnell in die Welt hineingekommen. Die Mischung aus Magie, Macht und inneren Konflikten hat für mich direkt funktioniert. Besonders mochte ich, dass nicht alles sofort erklärt wird. Stattdessen entwickelt sich vieles Schritt für Schritt, was das Ganze intensiver gemacht hat.

Die Hauptfigur hat mich dabei besonders überzeugt. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer einfache Entscheidungen trifft. Gerade diese Unsicherheiten und inneren Kämpfe haben sie für mich sehr echt gemacht. Ich habe mit ihr mitgefiebert, gezweifelt und manchmal auch gehadert.

Was mich wirklich gepackt hat, war die Dynamik zwischen den Figuren. Da ist so viel Spannung, die nicht nur von der Handlung kommt, sondern auch von den Beziehungen untereinander. Einige Momente waren für mich fast greifbar, so intensiv haben sie sich angefühlt.

Auch die Welt an sich fand ich sehr gelungen. Sie wirkt lebendig, ohne überladen zu sein. Ich konnte mir vieles gut vorstellen und hatte nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Gleichzeitig gibt es genug Geheimnisse, die neugierig auf die nächsten Teile machen.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vielleicht, dass ich mir an ein paar Stellen noch etwas mehr Zeit gewünscht hätte. Manche Entwicklungen gingen recht schnell, obwohl sie für mich noch mehr Raum verdient hätten.

Am Ende hat mich das Buch aber genau mit dem richtigen Gefühl zurückgelassen. Es ist intensiv, emotional und voller Spannung. Für mich definitiv ein Auftakt, der Lust auf mehr macht und der noch lange nachwirkt.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2026

Salz und Schatten

Oceanburn | Im Griff der Jäger
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Oceanburn hat mich schneller gepackt, als ich erwartet hatte. Schon nach den ersten Kapiteln war ich komplett in dieser rauen, gefährlichen Welt gefangen, die gleichzeitig faszinierend und bedrohlich wirkt. ...

Oceanburn hat mich schneller gepackt, als ich erwartet hatte. Schon nach den ersten Kapiteln war ich komplett in dieser rauen, gefährlichen Welt gefangen, die gleichzeitig faszinierend und bedrohlich wirkt. Die Atmosphäre ist dicht, fast greifbar – man spürt das Salz in der Luft, die ständige Anspannung und das Gefühl, dass hinter jeder Entscheidung Konsequenzen lauern.

Die Hauptfigur hat mich besonders überzeugt. Sie ist stark, aber nicht unverwundbar, mutig und gleichzeitig voller Zweifel. Genau diese Mischung macht sie für mich greifbar. Ich habe mit ihr gezittert, gehofft und manchmal auch gehadert, weil ihre Entscheidungen nicht immer einfach oder eindeutig sind. Gerade das hat die Geschichte für mich so intensiv gemacht.

Auch die Dynamik zwischen den Figuren mochte ich sehr. Beziehungen entwickeln sich nicht über Nacht, sondern wachsen durch Konflikte, Vertrauen und gemeinsame Erfahrungen. Es knistert, ohne kitschig zu werden, und die emotionalen Momente fühlen sich verdient an.

Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig, ohne sich in Details zu verlieren. Besonders gefallen hat mir das Tempo: Die Handlung bleibt spannend, ohne gehetzt zu wirken, und es gibt immer wieder ruhige Passagen, die Raum zum Durchatmen lassen. Diese Balance hat mich komplett im Lesefluss gehalten.

Wenn ich überhaupt etwas anmerken müsste, dann vielleicht, dass ich mir an ein paar Stellen noch etwas mehr Hintergrundwissen zur Welt gewünscht hätte. Manche Aspekte bleiben bewusst geheimnisvoll, was neugierig macht, aber auch Fragen offenlässt.

Unterm Strich ist Oceanburn für mich eine intensive, atmosphärische Geschichte mit starken Figuren und einer Welt, die noch lange nachhallt. Ich habe das Buch mit dem Gefühl geschlossen, dass ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht – und genau das macht für mich einen richtig gelungenen Auftakt aus.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Nordisch leicht

Hej!
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Hej! hat mich genau dort abgeholt, wo ich beim Kochen am liebsten bin: unkompliziert, saisonal, gemütlich – mit einem Hauch Fernweh Richtung Norden. Zora Klipp schafft es, dieses skandinavische „Alles ...

Hej! hat mich genau dort abgeholt, wo ich beim Kochen am liebsten bin: unkompliziert, saisonal, gemütlich – mit einem Hauch Fernweh Richtung Norden. Zora Klipp schafft es, dieses skandinavische „Alles halb so wild“-Gefühl auf den Teller zu bringen: klare Aromen, wenige gute Zutaten, kleine Kniffe, die plötzlich alles runder schmecken lassen. Beim Blättern hatte ich sofort Lust, den Tisch zu decken und einfach loszulegen.

Was mir besonders gefallen hat: Die Rezepte sind alltagstauglich, ohne langweilig zu sein. Viel Gemüse, frische Kräuter, Zitrus, eingelegte Kleinigkeiten – dazu Ideen, wie man Reste weiterdenkt statt wegwirft. Ich mag, dass Zora nicht nur sagt, was zu tun ist, sondern warum: kurze Hinweise zu Texturen, Säure, Crunch. Das macht sicherer und freier. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind klar, die Zutatenlisten bleiben schlank, und trotzdem wirkt nichts karg. Genau dieser Mix aus Leichtigkeit und Wärme hat mich gekriegt.

Auch optisch ist das Buch ein Wohlfühlort: helle Fotos, ohne Food-Porn-Overload, dafür mit realistischen Portionen und kleinen Tablett-Tricks, die man sofort übernimmt. Viele Rezepte lassen sich vorbereiten oder unkompliziert verdoppeln – perfekt für Wochenabende und spontanen Besuch. Besonders die kleinen Extras (Schnell-Pickles, Dips, Gewürzöle) sind zu neuen Standards bei mir geworden; sie retten müde Nudeln genauso wie Ofengemüse.

Mini-Kritik: An ein, zwei Stellen hätte ich mir bei den Backzeiten/Temperaturen einen engeren Korridor gewünscht (mein Ofen ist wohl eigenwillig), und bei manchen Zutaten wären Alternativen für wirklich leere Vorratskammern hilfreich. Nichts, was man nicht mit ein bisschen Küchenintuition ausgleicht – aber ein „Falls du X nicht hast, nimm Y“-Satz macht im Alltag oft den Unterschied.

Unterm Strich ist Hej! für mich ein Buch, das die Hemmschwelle senkt und die Lust aufs Kochen hebt. Nordisch im Geist, nahbar in der Umsetzung, tröstlich im Ergebnis. Es schenkt dieses ruhige „Das kriegen wir hin“-Gefühl – und genau dafür greife ich immer wieder dazu.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Nah am Herzen

fühl ich.
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fühl ich. hat mich genau da abgeholt, wo Worte oft zu laut und Gedanken zu voll sind. Carina Fiby schreibt in kurzen, klaren Sätzen, die sich wie kleine Atemzüge anfühlen: nichts Verkünsteltes, kein großer ...

fühl ich. hat mich genau da abgeholt, wo Worte oft zu laut und Gedanken zu voll sind. Carina Fiby schreibt in kurzen, klaren Sätzen, die sich wie kleine Atemzüge anfühlen: nichts Verkünsteltes, kein großer Pose—nur dieses ehrliche „Da bin ich“. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, neben jemandem zu sitzen, der nicht erklärt, sondern zeigt. Viele Zeilen habe ich zweimal gelesen, weil sie im ersten Moment leise und im zweiten plötzlich sehr groß waren.

Besonders mochte ich die Balance aus Zartheit und Klarheit. Da ist Raum für Unsicherheit, für Widerspruch, für „heute so, morgen anders“—und genau das macht die Texte für mich so nahbar. Ich habe mich in einzelnen Bildern sofort wiedergefunden: Müdigkeit, die nicht nur Schlaf meint; Nähe, die tröstet und eng macht; das kleine Aufrichten zwischendurch. Das Buch ist kein Ratgeber und will es auch nicht sein, eher ein Begleiter, der sagt: „Ich kenne das.“

An ein, zwei Stellen hätte ich mir noch mehr Variation in der Form gewünscht—ein anderes Tempo, ein ungewohntes Bild, ein Bruch. Manchmal fließen die Stücke sehr ähnlich, was die Wirkung zwar sanft hält, aber gelegentlich etwas gleichförmig macht.

Unterm Strich ist fühl ich. ein warmes, tröstliches Buch zum Mitnehmen, Nachspüren, Weiterblättern. Eines, das nicht lauter wird als nötig—und trotzdem lange nachklingt.

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