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Veröffentlicht am 14.04.2019

Dreizehn Gäste

Dreizehn Gäste
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Lord Aveling lädt zwölf Gäste auf sein abgelegenes Landhaus ein. Darunter befinden sich unter anderem eine Schauspielerin, ein Journalist, eine Schriftstellerin, ein Künstler und eine Witwe. Letztere reist ...

Lord Aveling lädt zwölf Gäste auf sein abgelegenes Landhaus ein. Darunter befinden sich unter anderem eine Schauspielerin, ein Journalist, eine Schriftstellerin, ein Künstler und eine Witwe. Letztere reist mit dem Zug an und trifft dabei einen verletzten Mann. Sie beschließt, diesen mit auf das Landgut zu nehmen, wodurch die unheilvolle Zahl von dreizehn Gästen anwesend ist. Und schon nimmt das Unheil seinen Lauf: alles beginnt mit einem zerstörten Bild und in weiterer Folge wird ein toter Mann gefunden, doch damit nicht genug, denn es passieren noch weitere Morde.

Der Kriminalroman wurde bereits 1936 von dem bekannten und mittlerweile verstorbenen Autor J. Jefferson Farjeon verfasst. Der Autor schafft es sehr gelungen die Atmosphäre und Gesellschaft der damaligen Zeit einzufangen und dem Leser zu transportieren. Das abgelegene Landhaus wirkt mystisch aber auch bedrohlich und die bunt zusammengewürfelten Partygäste machen die Handlung besonders interessant. Allerdings verwendet der Autor meiner Meinung nach zu viel Zeit damit die unterschiedlichen Protagonisten vorzustellen, wodurch leider erst spät Spannung aufgebaut wird. Im Buch finden sich Großteils Dialoge zwischen den anwesenden Personen in dem Landhaus. Da diese Dialoge immer wieder ehr ausführlich sind und mit den Taten teilweise wenig zu tun haben, fällt die Spannung immer wieder ab und kann nur schwer wieder aufgebaut werden. Meiner Meinung nach hat sich die Handlung dadurch leider etwas in die Länge gezogen.

Durch die ausführliche Vorstellung der Gäste und deren Dialoge, lernt der Leser jeden Protagonisten gut kennen. Diese wirken durch das Wissen über ihre derzeitige Situation, die Vergangenheit, ihren beruflichen Werdegang und einige private Details, sehr authentisch und als Leser hat man das Gefühl, die Protagonisten beinahe zu kennen. Allerdings hat das zur Folge, dass die Auflösung nicht komplett überraschen kann, da man einzelne Aspekte bereits ahnt.

FAZIT:
„Dreizehn Gäste“ ist ein wirklich interessanter Kriminalroman, der vom Schreibstil und dem Aufbau stark an jene von Agatha Christie erinnert. Mich konnte vor allem die atmosphärische Beschreibung der Zeit zwischen den Weltkriegen begeistern und überzeugen. Da mir persönlich die Spannung zu spät aufgebaut wurde und nicht durchgehend hoch war, kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 09.04.2019

Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel

Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel
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Der kleine Drache Kokosnuss erlebt ein neues spannendes Abenteuer! Kokosnuss, Oskar und Matilda machen sich große Sorgen, da der Weltuntergang prophezeit wird. Um mehr über diese Vorhersage heraus zu finden, ...

Der kleine Drache Kokosnuss erlebt ein neues spannendes Abenteuer! Kokosnuss, Oskar und Matilda machen sich große Sorgen, da der Weltuntergang prophezeit wird. Um mehr über diese Vorhersage heraus zu finden, machen sich die drei Freunde auf den gefährlichen Weg zum Tempel in den Himmelkratzerbergen, doch diese Reise birgt so manche Gefahr und gestaltet sich schwerer als vermutet..

„Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel“ ist der mittlerweile 21 Band rund um den Drachen und seine Freunde, kann jedoch eigenständig gelesen werden. Auch in diesem Band werden die Themen Freundschaft und Zusammenhalt kindgerecht und spielerisch behandelt. Wie auch schon die Vorgängerbände ist dieses Buch vorrangig für Leseanfänger geeignet: Sowohl die Schriftgröße als auch die Schriftart und Textlänge wurden perfekt an die Zielgruppe von Erstlesern angepasst. Auch die Handlung ist für die Zielgruppe gut geeignet, wobei ich allerdings sagen muss, dass mein Sohn die Weltuntergangsvorhersage als sehr bedrohlich empfand und Angst hatte, dass auch uns ein Weltuntergang drohen könnte. Daher musste ich bei diesem Buch viel mit ihm Nachbesprechen und ihm die Sorgen wieder nehmen. Wie auch schon in den anderen Büchern rund um den kleinen Drachen und seine Freunde, befinden sich in diesem Band viele schön gestaltete farbige Bilder, welche perfekt auf die Handlung abgestimmt und nett zum anschauen sind.

FAZIT:
„Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel“ ist ein gelungenes Kinderbuch von Ingo Siegner, welches vor allem auf Leseanfänger abgestimmt ist. Mir hat dieses Abenteuer es kleinen Drachen gut gefallen. Da sich mein Sohn allerdings Sorgen wegen einem echten Weltuntergang hatte und dies etwas bedrohlich fand, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 05.04.2019

Der kleine Drache Kokosnuss und das Gehemnis der Mumie

Der kleine Drache Kokosnuss und das Geheimnis der Mumie
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Ein berühmter Professor besucht die Drachenschule und erzählt vom alten Ägypten und den Mumien. Der Professor erzählt, dass er das Rätsel rund um die Grabkammer eines Pharao demnächst lösen wird. Hierzu ...

Ein berühmter Professor besucht die Drachenschule und erzählt vom alten Ägypten und den Mumien. Der Professor erzählt, dass er das Rätsel rund um die Grabkammer eines Pharao demnächst lösen wird. Hierzu benötigt er nur noch den Drachenstein. Da der kleine Drache Kokosnuss weiß, wo sich dieser befindet, machen sich Kokosnuss und seine Freunde sowie der Professor auf den Weg nach Ägypten. Plötzlich wird der Professor entführt und Kokosnuss setzt alles daran ihn zu retten.

Ingo Siegners Kinderbuch liest sich flüssig und ist vor allem für Leseanfänger perfekt geeignet. Durch die große und schnörkellose Schrift und die kurzen Sätze können auch Erstleser problemlos der Handlung folgen und das Buch relativ flott lesen. Mein Sohn ist Leseanfänger und benötigt normalerweise noch viel Unterstützung. Doch bei den Büchern rund um den kleinen Drachen Kokosnuss braucht er wenig Hilfe, da er die Schrift selber gut lesen kann. Auf den einzelnen Seiten ist nicht zu viel Text und es finden sich einige bunte Illustrationen, welche meinem Sohn besonders gut gefallen. Normalerweise mag mein Sohn die abenteuerlichen Geschichten des Drachen recht gerne, doch mit der vorliegenden konnte er nicht viel anfangen. Er fand die Geschichte mit dem Grab und zusätzlich die Entführung einfach zu viel und war beim Lesen leider nicht sonderlich begeistert. Allerdings hat ihm gut gefallen, dass die liebgewonnen Freunde von Kokosnuss auch wieder vorkamen, allen voran das Stachelschwein Matilda.

FAZIT:
„Der kleine Drache Kokosnuss und das Geheimnis der Mumie“ ist perfekt für Erstleser geeignet. Sowohl die Schrift als auch die Handlung sind perfekt auf Leseanfänger abgestimmt und die bunten Bilder lockern das Buch zusätzlich auf. Mein Sohn ist normalerweise begeistert von den Abenteuern des Drachen, aber bei diesem Buch war das leider nicht der Fall. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben!

Veröffentlicht am 01.04.2019

Stella

Stella
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Während des zweiten Weltkriegs kommt Friedrich nach Berlin. Der junge Mann trifft auf die äußerst interessante Kristin und die beiden nähern sich schnell an. Friedrich fühlt sich trotz der Kriegszustände ...

Während des zweiten Weltkriegs kommt Friedrich nach Berlin. Der junge Mann trifft auf die äußerst interessante Kristin und die beiden nähern sich schnell an. Friedrich fühlt sich trotz der Kriegszustände geborgen, bis Kristin ihm ihr großes Geheimnis offenbart: In Wahrheit heißt sie Stella und ist jüdischer Abstammung. Die Gestapo enthüllt ihre Tarnung und will, dass Stella untergetauchte Juden verrät.

Takis Würgers Schreibstil ist nüchtern und beschreibend, wodurch mich leider keine Emotionen erreichen konnten. Obwohl der Autor wirklich bemüht ist die Liebesgeschichte und auch die innere Zerrissenheit der Protagonisten authentisch darzustellen, wirkten sie nicht glaubhaft auf mich. Dennoch war die Handlung sehr flüssig beschrieben und als Leser konnte man dieser problemlos bis zum Ende folgen, da Längen komplett vermieden werden. Besonders gelungen finde ich die Gerichtsprotokolle, welche die Handlung besonders authentisch erschienen lassen.

Bei den Hauptprotagonisten bin ich hin und hergerissen. Stella wirkte auf mich interessant und authentisch und ich würde gerne mehr über diese Frau erfahren. Von Friedrich hingegen war ich schnell etwas genervt, da er auf mich viel zu naiv und gutgläubig gewirkt hat und dadurch nicht authentisch war. Alle anderen Charaktere fand ich authentisch und glaubwürdig beschrieben. Etwas schade ist, dass mich trotz der zum Teil bedrückenden Handlung und der Liebesgeschichte kaum Emotionen erreichen konntne.

Geschichtlich wirkt das Buch gut recherchiert und ich denke, dass der Autor die historischen Fakten lange und ausführlich studiert hat. Die Vermischung aus Fiktion und Fakten finde ich wirklich gelungen. Stella Goldschlag scheint ein wirklich interessanter Mensch gewesen zu sein und ich werde in Zukunft bestimmt noch eine Biografie über die starke Frau lesen. Dennoch habe ich mir von „Stella“ aufgrund der vielen positiven Bewertungen viel erhofft und wurde leider nicht komplett überzeugt. Dies könnte allerdings auch daran liegen, dass ich zu große Erwartungen an das Buch hatte.


FAZIT:
„Stella“ ist ein ausführlich und gut recherchierter historischer Roman, der Fiktion und historische Fakten gut verbindet. Da mich persönlich weder die Emotionen erreichen konnten und mich andererseits auch der Protagonist Friedrich nicht überzeugen konnte, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 01.04.2019

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Der Autor Arthur Canon Doyle jagt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts einen Frauenmörder. Doch seine Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig und er gerät immer wieder in große Lebensgefahr. Seine ...

Der Autor Arthur Canon Doyle jagt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts einen Frauenmörder. Doch seine Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig und er gerät immer wieder in große Lebensgefahr. Seine Erlebnisse scheibt er in einem Tagebuch nieder, welches allerdings spurlos verschwindet. Circa einhundert Jahre später begibt sich der Sherlock Holmes Fan Harold auf die Suche nach dem Tagebuch, da er vermutet, dass dieses mit dem Mordfall an einem seiner Freunde zusammenhängt.

Graham Moores Schreibstil ist flüssig, wodurch sich der Roman schnell und einfach lesen lässt. Im Buch wechseln sich Kapitel rund um die Vergangenheit und Gegenwart ab und in beiden Fällen wird in einem Kriminalfall ermittelt. In den Fällen, welche 1900 spielen, versucht der Sherlock Holmes Autor Arthur Conan Doyle Morde an jungen Frauen aufzuklären. Diese Kapitel fand ich sehr fesselnd und sie konnten mich sowohl mitreißen als auch begeistern. Jene Kapitel, die in der Gegenwart spielen handeln von Harold, der versucht das verschollene Tagebuch von Arthur Conan Doyle zu finden. Diese Kapitel fand ich leider eher langatmig und vorhersehbar. Jene Kapitel rund um Arthur haben einen hohen Spannungsbogen, welcher durch die Zeitwechsel leider immer wieder einbricht.

Die einzelnen Protagonisten sind facettenreich und authentisch. Vor allem Arthur und Bram fand ich sofort sympathisch, wodurch ich mit ihnen mit rätseln und mit fiebern konnte. Mit Harold, dem beinahe etwas fanatischen Sherlock Holmes Fan konnte ich hingegen nur wenig anfangen, was sich leider bis zum Ende des Buches auch nicht geändert hat. Sarah hingegen war mir zu durchschaubar und meine anfängliche Vermutung hat sich in ihrem Fall auch bestätigt.

„Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ nimmt immer wieder Bezug auf den bekannten Detektiv, seinen Werdegang und die unterschiedlichen Fälle. Vor allem jener Kriminalfall, der in der Gegenwart spielt, bezieht sich Großteils auf diesen. Ich selbst kenne keine Werke mit Sherlock Holmes und konnte dadurch etwas wenig mit den Anspielungen anfangen. Ich denke, dass dies auch der Grund ist, weshalb ich den Fall etwas langatmig und Großteils unspektakulär fand. Sherlock Holmes Fans hingegen, werden diesen Fall vermutlich gerne und begeistert lesen.

FAZIT:
„Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ verbindet einen alten und einen neuen Kriminalfall. Jenen aus der Vergangenheit fand ich unglaublich spannend und mitreißend. Den Fall aus der Gegenwart hingegen fand ich etwas langatmig und zu vorhersehbar. Schade, dass es nicht nur um die Aufklärung der Frauenmorde ging. Da ich Sherlock Holmes nur von Hören Sagen kenne und weder Filme noch Bücher über ihn kenne, habe ich manche Anspielungen nicht wirklich verstanden. Daher vergebe ich 3 Sterne, denke aber, dass Sherlock Holmes Fans ihre Freude mit dem Buch haben!