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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2019

Ein Auftragskiller, 66 Opfer, ein Fehler und ein Neuanfang

Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
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Tomislav Boksic, genannt Toxic ist ein Auftragskiller. Er ist sogar ein dreifacher Sixpacker. Er ist Kroate, lebt in New York, hat eine Freundin und bisher 66 Menschen umgebracht. Doch bei Nummer 66 ging ...

Tomislav Boksic, genannt Toxic ist ein Auftragskiller. Er ist sogar ein dreifacher Sixpacker. Er ist Kroate, lebt in New York, hat eine Freundin und bisher 66 Menschen umgebracht. Doch bei Nummer 66 ging etwas schief, Nummer 66 war ein FBI-Agent. Jetzt ist das FBI hinter ihm her, also bleibt ihm nichts anderes übrig als das Land zu verlassen. Als Igor Illitsch soll er sich auf machen nach Kroatien, alles ist geplant und bezahlt, doch wieder geht etwas schief, Toxic muss improvisieren und so landet er als Father Friendly in einem Flugzeug auf dem Weg nach Island.

Island an sich ist für Toxic ein totaler Kulturschock. Es ist sehr kalt, gibt wenige Menschen, alle sind hellhäutig und blond und es gibt keine Waffen, keine Armee und keine Morde. Was soll ein Auftragskiller in so einem Land also anfangen? Auch die Namen der einheimischen bereiten ihm Probleme, so verpasst er jemandem den Namen "Tortur" und einem anderen den Namen "Tröster", weil er es einfach nicht schafft sie richtig auszusprechen. Das allein sorgt schon für viele witzige Momente in diesem Buch.

Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn das FBI hat seine Suche noch längst nicht aufgegeben, genauso wenig wie seine ehemaligen Kollegen, die ihn mittlerweile auch tot sehen wollen. So erfährt Toxic zum Beispiel, dass jemand seine Freundin in New York umgebracht und ihren Kopf in seinem Kühlschrank deponiert hat. Wer also war das? Das FBI, oder doch seine alten Freunde? Dieses Erlebnis sorgt bei Toxic dafür, dass er sein Leben überdenkt, und nach einem Selbstmordversuch schließlich zur Religion findet. Er hört auf zu morden und findet sogar eine Freundin. Doch die Bedrohung für sein Leben existiert weiter, egal wie sehr er sich ändert...

Der Roman ist aus Toxic's Sicht geschrieben. Im Verlauf des Buches wechselt die Handlungsebene immer wieder. Mal erzählt er von der Vergangenheit, dann wieder über die Gegenwart. Doch diese Rückblicke helfen, den Auftragskiller Toxic besser zu verstehen und in ihm wieder Tomislav Boksic aus Kroatien zu erkennen, der als Soldat im Krieg kämpfen musste und dort seine Familie verlor. Er wechselt immer wieder die Identitäten, so ist er zu Anfang in Island als Father Friendly unterwegs, dann als Pole und schließlich als Isländer. Jede Identität hat ihre Einflüsse auf Toxic und doch schafft er es sich dabei nicht selbst zu verlieren. Er ergänzt sich praktisch um die neuen Charaktere.

Toxic's Humor verschafft dem Buch seine Leichtigkeit. Auf Grund der Handlung hätte es sehr schnell deprimierend oder auch langweilig werden können, aber durch den schrägen Humor der Hauptperson kann man sich als Leser alles viel besser vorstellen. Toxic ist fremd in Island und versteht deshalb vieles nicht und wundert sich über die Menschen und ihre Art zu leben. Sein Humor hilft dem Leser besser in die Handlung einzusteigen und ihm zu folgen. Toxic ist eindeutig der witzigste und damit auch sympathischste Auftragskiller über den ich je gelesen habe. Wäre das Ende ein bisschen anders gäbe es von mir volle fünf Sterne, so leider nur vier.

Veröffentlicht am 15.04.2019

Hilflos

Die Zahlen der Toten
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Eine junge Frau ist gefangen. Sie wird gequält, vergewaltigt und schließlich auch ermordet. Kurz darauf wird eine Leiche gefunden, der eine römische Ziffer in den Bauch geritzt wurde. Schon bald fallen ...

Eine junge Frau ist gefangen. Sie wird gequält, vergewaltigt und schließlich auch ermordet. Kurz darauf wird eine Leiche gefunden, der eine römische Ziffer in den Bauch geritzt wurde. Schon bald fallen der Polizeichefin Kate Burkholder merkwürdige Übereinstimmungen mit einer früheren Mordserie auf. Vor 16 Jahren versetzte der "Schlachter" die Gegend in Angst und Schrecken. Er folterte seine Opfer ebenfalls bevor er sie umbrachte und wie der Mörder jetzt, mit einer römischen Ziffer markierte. Ist der "Schlachter" zurück gekehrt? Was verbindet Kates Vergangenheit bei den Amish mit dem Mörder? Kann der Killer geschnappt werden, bevor noch mehr Frauen ihr Leben lassen müssen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Allein der Prolog, in dem die Autorin einen alles durch die Augen des Opfers erleben lässt ist schon sehr spannend, aber der Rest des Buches ist noch besser. Die Autorin hat es geschafft mich von Anfang an gefangen zu nehmen. Zuerst durch die schrecklichen Erlebnisse des Opfers, dann durch die Ermittlungen Kates.

Ich fand vor allem das Ende sehr gut, das dann doch recht überraschend war. Die Romanze im Buch hätte nicht unbedingt sein müssen, aber sie stört auch nicht besonders. Ich kann das Buch also nur empfehlen, obwohl es teilweise recht blutig ist.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ich mochte das Buch, ich habe aber auch Kritikpunkte

Holding The Reins
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.



Nach einer heftigen Trennung flieht CeCe zurück in ihre Heimat. Dort trifft sie schon bald auf Nash den besten Freund ihrer Brüder – und damit ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.



Nach einer heftigen Trennung flieht CeCe zurück in ihre Heimat. Dort trifft sie schon bald auf Nash den besten Freund ihrer Brüder – und damit tabu! Doch das hat keiner den Funken gesagt, die heftig zwischen ihnen hin und herfliegen. Aber was, wenn sie dieser Anziehungskraft nachgeben und es nicht funktioniert?





CeCe hat es gerade wirklich nicht leicht. Sie hat sich endlich von ihrem Verlobten Andrew getrennt, nachdem der sie mehrfach betrogen hat. Trotzdem lässt er sie nicht in Ruhe, denn, was würden denn die Leute sagen? Er will eigentlich nicht CeCe, sondern nur eine Vorzeige-Freundin, schön, sexy, aber zurückhaltend und am besten eine, der es egal ist, dass er „eben ein Mann ist“ und tut „was Männer eben so tun“.



CeCe hat genug davon, sich zu verstellen. Also flüchtet sie zurück nach Hause, um wieder die CeCe zu werden, die Andrew immer nur unterdrücken wollte. Ihre Freundinnen helfen ihr auch fleißig dabei, indem sie mit ihr Party machen. Was wiederum Nash fast graue Haare beschert. Denn CeCe ist immer noch heiß und wunderschön und er hat alle Hände damit zu tun, die glotzenden, sabbernden Idioten von ihr fernzuhalten.



Nash ist ein ehemaliger Eishockey-Profi, doch das merkt man ihm nicht an. Er entspricht nicht dem Klischee, ist weder eingebildet, noch ruht er sich auf seinem Reichtum aus, im Gegenteil. Er teilt ihn freigiebig mit seiner Heimatstadt und versucht, das Leben für alle besser zu machen, wo er nur kann. Aber ohne gönnerhaft zu sein. Das macht ihn total sympathisch.



Da CeCe die kleine Schwester seiner besten Freunde ist, ist sie total tabu. Zudem ist CeCes Familie die Einzige, die er noch hat und Nash hat Angst, sie zu verlieren, sollte er etwas mit CeCe anfangen.

CeCe dagegen will einfach nur gewollt und geliebt werden.



Fazit: Ich mochte das Buch wirklich gern. Die Protagonisten sind sympathisch, das Buch liest sich richtig gut und macht echt Spaß. Es gibt einiges zu lachen, aber es wird auch immer wieder ernst.



Es war allerdings auch sehr vorhersehbar, was ich schade fand. Ich hätte mir gewünscht, wenigstens ein Mal nicht richtig gelegen zu haben, bei meiner Vorhersage. Ich hätte mir auch etwas mehr Tiefgang gewünscht.



Es gibt sehr viele explizite Szenen im Buch, was mich an sich nicht stört, aber Nashs Wortwahl war mir leider oft zu derb und wirkte eher abtörnend auf mich.



Insgesamt mochte ich das Buch aber, deswegen bekommt es von mir 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Es hat eindeutig seine Schwächen, aber ich fand das Buch echt süß

Spookily Yours
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Willow ist einsam. Noch immer hat sie weder den Tod ihrer Mutter, noch den ihres Vertrauten überwunden. Doch als sie im Tierheim einem schwarzen Kater begegnet, spürt sie sofort eine Verbindung zu ihm. ...

Willow ist einsam. Noch immer hat sie weder den Tod ihrer Mutter, noch den ihres Vertrauten überwunden. Doch als sie im Tierheim einem schwarzen Kater begegnet, spürt sie sofort eine Verbindung zu ihm. Sie ahnt nicht, dass es sich bei ihm in Wahrheit um einen Dämon handelt, auf dem ein Fluch liegt – das erfährt sie erst, als er es ihr am nächsten Tag selbst verkündet, denn Kater oder nicht, er kann sprechen. Und fühlt sich zu Willow hingezogen, obwohl das das Letzte ist, was er fühlen sollte, immerhin hat er einen Auftrag zu erledigen.





Ja, die Übersetzung ist manchmal etwas arg eigenwillig. Ja, der Konflikt war sehr vorhersehbar und seine Auflösung kam zu abrupt und zu schnell. Und ja, das Buch ist insgesamt auch nicht wirklich anspruchsvoll. ABER mir hat es wirklich Spaß gemacht, es zu lesen.



Ich mochte Willow und sie tat mir leid, weil sie sich so verloren fühlte. Ihre Schwester hatte einen Job, der sie erfüllte und den sie liebte, Willow dagegen hatte keine Ahnung, wofür sie brennt. Außerdem war sie sehr, sehr einsam.

Ich fand es toll, wie sie sich trotz der Vorurteile über Dämonen reingekniet hat, um Damien zu erlösen.



Damien blieb leider etwas blass. Sein Auftrag und dessen Konsequenzen sind sehr schnell zu erraten, sobald die Rede davon ist. Aber ich fand es echt süß, wie er sie schon als Kater faszinierend fand und als Mann ganz hin und weg war.



Gut, das Thema Herbst und Pumpkin-irgendwas wird wirklich mit der Brechstange vermittelt. Es soll unbedingt die richtige Atmosphäre vermittelt werden, aber ich fand Willow dabei wieder sehr süß, wie sie einfach alles am Herbst liebte und jedes Essen mit Kürbis darin ausprobieren wollte.



Fazit: Das Buch hat eindeutig seine Schwächen. Ich denke, es kommt darauf an, ob es einen am Anfang packen kann. Wenn das gelingt, geht es einem wie mir, ich fand das Buch nämlich trotz seiner Schwächen echt mega süß. Es hat sich trotz der teils eigenwilligen Übersetzung super gelesen. Manches ging mir aber wirklich zu schnell, wie die Auflösung des Konflikts, aber insgesamt mochte ich es wirklich sehr.



Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Mir waren es zu viele spicy Szenen, aber ansonsten mochte ich das Buch

Pucking Around
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Als Rachel unerwartet doch noch ein Stipendium für Sportmedizin erhält, erfüllen sich all ihre Träume. Da ist es auch egal, dass sie praktisch ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Als Rachel unerwartet doch noch ein Stipendium für Sportmedizin erhält, erfüllen sich all ihre Träume. Da ist es auch egal, dass sie praktisch von jetzt auf gleich ihre Koffer packen und nach Florida ziehen muss. Doch Jacksonville meint es nicht gut mit ihr. Einer ihrer Koffer geht verloren, ein anderer platzt beim Einladen in das Auto ihres neuen Nachbarn, der sie abholen soll und plötzlich hält der ihren Alien-Dildo in der Hand und dann sperrt sie sich kurze Zeit später noch halbnackt aus ihrer Wohnung aus und muss über den Balkon zu ihrem Nachbarn klettern. Nein, Jacksonville scheint sie echt nicht leiden zu können. Der letzte Beweis: Ihr One-Night-Stand steht plötzlich bei der Arbeit wieder vor ihr und er ist als Spieler absolut tabu.


Bei diesem Roman handelt es sich um ein Buch mit „Why-Choose“-Thematik. Man muss sich also nicht für einen potentiellen Partner entscheiden, sondern kann alle haben. Hier geht das Ganze allerdings noch einen Schritt weiter, weil auch zwei der Männer Gefühle füreinander entwickeln und sich nicht alles nur um die Protagonistin dreht.


Rachel kann einem echt leidtun. So viel geht bei ihrer Ankunft an Jacksonville schief, dass man ihr fast raten will, wieder die Koffer zu packen. Sie schlittert von einer Katastrophe in die nächste und es hört einfach nicht auf.

Zudem muss sie sich mit einem A…-Kollegen herumschlagen und der Anziehungskraft zwischen ihr und Jake, ihrem One-Night-Stand, der alles dafür tut, um Rachel von einer Beziehung mit ihm zu überzeugen, obwohl es gegen die Regeln ist. Und dann ist da auch noch die Anziehungskraft zwischen ihr und ihrem neuen Nachbarn, der natürlich niemand Geringeres ist, als Jakes bester Freund Caleb. Und dann ist da noch … aber ich will ja nicht spoilern.

Mir gefiel an diesem Buch besonders gut, dass Liebe hier als „nicht endlich“ dargestellt wurde. Ich habe einfach eine Schwäche für „Why-Choose“-Romane. Mich deprimiert es einfach bei Dreiecksgeschichten, dass am Ende immer jemand mit gebrochenem Herzen dasitzt. Hier ist das nicht so.


Fazit: Mir gefiel das Buch sehr gut. Ich mag einfach „Why-Choose“-Romane und hier gab es wirklich tolle Protagonisten, die alle ihre eigenen Stärken und Schwächen und unterschiedliche Bedürfnisse hatten.

Mir waren es allerdings zu viele explizite Szenen. Irgendwann ging leider die Handlung durch zu viele dieser Szenen etwas verloren. Gefühlt waren sie nur noch dabei, anstatt auch mal zu reden.

Außerdem wurden die jeweiligen Traumata zwar angesprochen, aber nicht wirklich verarbeitet. Keiner ging zu einer Therapie oder so. Das ging mir alles zu schnell. Auch wiederholten sich einige Motive für mich zu oft.

Insgesamt mochte ich das Buch aber wirklich, deswegen bekommt es auch ganz knappe 3,5 Sterne.

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