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Veröffentlicht am 20.04.2019

Eine mutige Frau entdeckt die Welt und sich selbst

Sag dem Abenteuer, ich komme
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Die 30jährige Lea Rieck könnte zufrieden sein. Sie hat eine gute Arbeit in München, und eine Zusage für eine Stelle, die ihr noch besser gefällt. Trotzdem fehlt ihr etwas. Kurzentschlossen kündigt sie ...

Die 30jährige Lea Rieck könnte zufrieden sein. Sie hat eine gute Arbeit in München, und eine Zusage für eine Stelle, die ihr noch besser gefällt. Trotzdem fehlt ihr etwas. Kurzentschlossen kündigt sie und verzichtet auf die neue Stelle, denn sie will ihren großen Traum erfüllen. Sie möchte mit dem Motorrad einmal um die Welt.

Sie verkauft ihren Besitz, kündigt Wohnung und Versicherungen, und mit dem Erlös macht sie sich auf den Weg. Von der Türkei nach Russland, weiter durch mehrere asiatische Länder, nach Australien, Südamerika, Nordamerika, und schließlich zurück nach Europa. Etwa anderthalb Jahre dauert die Reise. Dabei entdeckt sie nicht nur viel über andere Länder und Kulturen, sie lernt auch einiges über sich selbst.

Dieses Buch ist nicht nur eine Reisebeschreibung. Lea Rieck gibt viele Gespräche wider, die sie mit Menschen geführt hat, die sie unterwegs getroffen hat. Der Leser erfährt einiges über ihre Kämpfe mit dem Motorrad, z.B. das Aufrichten der schweren Maschine nach einem Sturz, oder die Suche nach Ersatzteilen. Und natürlich berichtet sie über viele der Länder, die sie besucht hat. Sie beschreibt Menschen, ihre Lebensart und viele Naturschönheiten. Dabei lässt sie den Leser auch an ihre Kämpfe und Ängste teilnehmen. Auf halbem Weg plagt sie eine Depression, und sie setzt sich mit ihrer Schwierigkeit Menschen zu vertrauen auseinander. Gelegentlich berichtet sie aus ihrer Kindheit, um zu erklären warum sie in einer bestimmten Situation so, und nicht anders, reagiert.

Hilfreich sind die kurzen Hinweise zur Planung einer ähnlichen Reise am Ende des Buchs. Die Fotos in den drei Bilderteilen sind künstlerisch schön gestaltet, teilweise aber auch etwas klein.

Lea Riecks Reisebericht ist sehr gut und fesselnd geschrieben. Er enthält alle Elemente einer guten Geschichte; Erlebnisse, Lebensweisheiten, und auch die Liebe spielt eine Rolle. Die Entscheidungen der Autorin, z.B. was ihr Liebesleben betrifft, sind nicht immer nachvollziehbar, und mancher Leser stört sich vielleicht an ihrem Bericht über den Besuch einer merkwürdigen Show in Thailand.

Bei ein paar Begegnungen fragt man sich, ob nicht einiges dazu gedichtet wurde, denn es ist unwahrscheinlich, dass abgelegene Dorfbewohner in Nepal oder Pakistan so gut Englisch sprechen, dass man sich über philosophische Gedanken austauschen kann. Aber auch wenn nicht alle Gespräche tatsächlich so stattgefunden haben, passen sie gut zur Geschichte. Gerade die Abwechslung zwischen Reisen und Begegnungen vergrößert bei diesem Buch den Lesespaß.

Fazit: Ein spannender Bericht über eine abenteuerliche Reise, gespickt mit philosophischen Erkenntnissen und Lebensweisheiten. Natürlich interessant für alle Motorradbegeisterte, aber auch für alle, die sich für Lebensberichte und fremde Kulturen interessieren.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Alltag in Jerusalem

Milch, Honig und Granat-Äpfel
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Die Autorin, Ina Lackert, berichtet in diesem Buch von ihren zwölf Jahren in Israel, vom Jahr 2000 bis 2012. In der etwa 30jährigen Erzieherin in Braunschweig erwacht um die Jahrhundertwende der Wunsch ...

Die Autorin, Ina Lackert, berichtet in diesem Buch von ihren zwölf Jahren in Israel, vom Jahr 2000 bis 2012. In der etwa 30jährigen Erzieherin in Braunschweig erwacht um die Jahrhundertwende der Wunsch nach Israel zu gehen. Sie ist betroffen wegen der Schuld der Deutschen im Dritten Reich, darum möchte sie ein persönliches Zeichen der Versöhnung setzen, indem sie Juden in Israel hilft. Obwohl ihr Dienst bei „Bridges for Peace“ in Jerusalem zunächst nur ein Jahr dauern soll, entschließt sie sich von Jahr zu Jahr länger zu bleiben.

Das Leben in Israel ist viel schwerer als in Deutschland. Das liegt nicht nur an den vielen Terroranschlägen. Auch Alltägliches, wie Behördengänge, das Wetter oder das Fahren auf den Straßen Jerusalems, erschwert das Leben und kostet Kraft.

Von Anfang an bemüht sie sich die Sprache zu lernen. Dadurch hat sie viele wertvolle Begegnungen, denn sie nutzt jede Gelegenheit, um ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Sie berichtet von unzähligen Menschen, die entweder direkt oder durch das Sterben von Angehörigen Opfer eines Anschlags sind. Sie erzählt auch von der Verteilung von liebevoll verpackte Päckchen an Soldaten oder Benachteiligte, und von vielen anderen Hilfsdiensten unter den zahlreichen Armen Israels.

Der Blick auf dieses bewegte Land, über mehrere Jahre hinweg, ist interessant. Der Leser erfährt vieles, über das in den Nachrichten kaum berichtet wird. Das große Leid durch Terrorakte wird ebenso spürbar, wie die allgegenwärtige Angst zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein. Bei solchen Ängsten hilft nur das Vertrauen, das Gott über Leben und Tod wacht. Die Autorin berichtet auch von Bewahrung, die sie selbst oder Freunde erleben.

Dieses umfangreiche Buch sammelt die Berichte, die Ina Lackert im Laufe der Jahre an ihren Freundeskreis schrieb. Ein Kapitel berichtet jeweils über ein Kalenderjahr. Nach einer kurzen Einführung in jedes Jahr, finden sich ihre Berichte von damals auf jeweils zwischen 30 und 40 Seiten.

Dabei berichtet die Autorin nicht nur über ihre Erlebnisse in Israel. Immer wieder finden sich gedankliche Einschübe, die an Andachten erinnern. Die Autorin greift verschiedene Themen oder Bibelstellen auf, wobei ihre Hebräisch Kenntnisse bereichernd sind. Die tiefere Bedeutung von biblischen Begriffen, wie Segen, ist aufschlussreich. Manchmal stören aber diese Einschübe beim Lesen, gerade wenn man eher an das Leben in Israel interessiert ist.

Fazit: Dieses Buch ist mehr als ein Erlebnisbericht über das alltägliche Leben in Israel, und damit sicher interessant für alle Liebhaber des Heiligen Landes.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Gemeinsam von Frauen der Bibel lernen

Schritte wagen, Wunder erleben
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In diesem Buch finden sich Vorschläge für insgesamt zwölf Gruppentreffen für Frauen. Dabei werden fünf biblische Frauengestalten näher betrachtet. Nach einem einleitenden Abend geht es jeweils an zwei ...

In diesem Buch finden sich Vorschläge für insgesamt zwölf Gruppentreffen für Frauen. Dabei werden fünf biblische Frauengestalten näher betrachtet. Nach einem einleitenden Abend geht es jeweils an zwei Abenden um Lydia, Ruth, Naomi, Rahel und Lea. Bei einem letzten Abend werden dann die Einsichten und Erkenntnisse der vorherigen Treffen besprochen.

Diese Frauen hatten Probleme, Sorgen und Anliegen, die wir mit ihnen teilen. Aber auch in positiver Hinsicht können wir von ihnen lernen. Einige Themen, die behandelt werden sind Neid, schlechte Entscheidungen, Geduld oder Gastfreundschaft.

Das Außergewöhnliche an diesem Buch ist, dass es für die Treffen auch jeweils einen Rezeptvorschlag gibt; so kann die besprochene Gastfreundschaft auch gleich eingeübt werden. Es sind zumeist einfache, deftige Speisen, wie Bruschetta oder Käsestangen.

Nach einigen einleitenden Gedanken zur jeweiligen Frau, gibt es für jeden Abend ein oder zwei Vorschläge für einen kreativen Einstieg. Dann folgen ein kurzer Bibeltext und ein Auszug aus einem Buch von Elisabeth Mittelstädt, in dem es um dieselben fünf Frauen geht. Nach mehreren Fragen für das Gruppengespräch, die vermutlich der Schwerpunkt der Treffen sein werden, folgen ein paar Fragen zum persönlichen Nachdenken, einige Liedvorschläge, Anregungen um das Besprochene praktisch umzusetzen, und ein kurzes Gebet.

Der Titel ist vielleicht irreführend, da es in den Texten weniger um Wunder geht, als vielmehr darum Spuren im Leben anderer zu hinterlassen. Schade ist, dass die drei Fragen für das persönliche Nachdenken bei jeder Themeneinheit fast identisch sind. Aber ansonsten ist das Konzept dieses Buchs gelungen. Vor allem die vielfältigen Fragen für das Gruppengespräch führen sicher zu wichtigen Erkenntnissen. Eine gute Idee sind die praktischen Vorschläge zur Umsetzung, denn so kann das Erarbeitete gleich eingeübt werden.

Fazit: Ein hilfreiches Buch, um gemeinsam mit anderen Frauen von einigen Frauen der Bibel zu lernen.

Veröffentlicht am 14.04.2019

Leckeres zur Brotzeit

Dick aufgetragen: Neue Ideen für belegte Brote
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Die meisten Deutschen lieben eine leckere Brotschnitte, duftend und frisch vom Bäcker. Damit nicht immer wieder dasselbe aufs Brot kommt, finden sich in diesem Buch viele unterschiedliche Rezept für abwechslungsreiche ...

Die meisten Deutschen lieben eine leckere Brotschnitte, duftend und frisch vom Bäcker. Damit nicht immer wieder dasselbe aufs Brot kommt, finden sich in diesem Buch viele unterschiedliche Rezept für abwechslungsreiche Beläge.

Auf einige Zusammenstellungen wäre der Leser vielleicht nie gekommen, so gibt es zum Beispiel einige Rezepte mit Kartoffeln auf dem Brot. Andere Vorschläge sind vermutlich bekannt, so wie Eiersalat oder Salami, jedoch mit einem gewissen Extra.

Auf den letzten Seiten des Buchs finden sich mehrere Grundrezepte, zum Beispiel für Mayonnaise oder Pesto.

Manchmal enthält das Rezept vor allem die Zutaten, und die Reihenfolge, in denen das Brot belegt wird. Andere Rezepte erklären wie ein Aufstrich gemacht oder ein Belag gekocht oder gebacken wird. Dadurch ist die Auswahl der Rezepte sehr vielfältig. Schade ist nur, dass es nicht mehr Rezepte für Aufstriche gibt. Vor allem Klassiker fehlen, wie Obazda oder beliebte Aufstriche mit Frischkäse.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Buch mit vielen Variationen für belegte Brote. Klein und handlich, aber doch sehr schön gestaltet mit vielen Bildern.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Frauen – Die Wiege der Menschheit

Die Geschichte der schweigenden Frauen
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Diese Dystopie spielt in Green Land, der Hauptstadt Südwest-Asiens. Nach einem verheerenden letzten Krieg und schrecklichen Seuchen droht die Menschheit auszusterben. Dazu kommt ein tödlicher Virus, der ...

Diese Dystopie spielt in Green Land, der Hauptstadt Südwest-Asiens. Nach einem verheerenden letzten Krieg und schrecklichen Seuchen droht die Menschheit auszusterben. Dazu kommt ein tödlicher Virus, der nur Frauen befällt. In dieser zukünftigen Welt sind Frauen ein kostbares Gut, denn nur sie können den dringend benötigten Nachwuchs austragen.

Um möglichst viele Nachkommen zu produzieren, bekommen Frauen mehrere Männer. Sie werden dabei wie eine Ware an berechtigte Männer verteilt. Schon in der Jugend werden sie auf ihre Rolle als Mütter vorbereitet. Verheiratete Frauen werden dann ständig untersucht und kontrolliert, und sie bekommen Medikamente um ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen. Ihren Wert erhalten sie allein durch ihre Fähigkeit Kinder zu bekommen.

Vertrautheit in der Ehe in dieser Welt der Polyandrie zu einem Fremdwort geworden. Darunter leiden die Männer, die ohne diese Intimität hart und bitter werden. Eine Geheimorganisation lebt von dieser Not. Frauen werden für eine Nacht verkauft, nicht als Prostituierte, sondern als Gefährtinnen, die zuhören und Gesellschaft leisten.

Sabine gehört zu dieser verbotenen Organisation, denn für sie war die Vorstellung gleich mehrmals verheiratet zu werden eine Qual. Als sie in Lebensgefahr gerät, droht die Untergrundorganisation aufzufliegen. Dabei stellt sich die Leiterin einige wichtige Fragen. Dient das, was als eine Revolte begann, wirklich den Frauen? Oder ist diese scheinbare Freiheit nur eine andere Form der Knechtschaft?

Als Dystopie hat dieses Buch einige Mängel. Obwohl der Leser interessante Einzelheiten über diese Welt der Zukunft erfährt, bleibt dieses Konstrukt eher schemenhaft. Das ist aber auch nicht die Intention der Erzählerin. Die pakistanische Autorin übt mit dieser weisen Geschichte Gesellschaftskritik.

Nicht erst in einer zukünftigen Welt, sondern schon heute gibt es viele Ländern, in denen Frauen ihren Wert durch das Produzieren von Nachkommen erhalten. Wie in diesem Buch, haben sie nicht die Freiheit selbst zu entscheiden, ob und wen sie heiraten werden. In der Ehe werden sie nicht als Partner und Vertraute gesehen.

Einmal angefangen, fällt es schwer dieses spannende Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn manche Handlungsstränge nicht so gut durchdacht sind, regt dieses Buch zum Nachdenken an.

Fazit: Eine interessante Erzählung über eine zukünftige Gesellschaft, die Fragen über die Rolle der Frau aufwirft. Zu empfehlen für alle, die sich für Frauenthemen und fremde Kulturen interessieren.