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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2019

Der Riss

Der Riss
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Meine Meinung und Inhalt

"Wie kann sich ein Leben von einer Sekunde auf die nächste so dramatisch verändern? Wie fällt es auseinander, bekommt einen Riss, wie schrumpft es einfach zusammen, bis es sich ...

Meine Meinung und Inhalt

"Wie kann sich ein Leben von einer Sekunde auf die nächste so dramatisch verändern? Wie fällt es auseinander, bekommt einen Riss, wie schrumpft es einfach zusammen, bis es sich im Nichts auflöst? Hatte Ogi, ohne es zu merken, seinem Leben geholfen, sich auf genau diese Weise zu entwickeln?" (ZITAT)

Ogi hat Schuld an dem Unfall, durch den seine Frau getötet wurde. Im Haus seiner Schwiegermutter vegetiert er nun schwer verletzt vor sich hin. Seine Welt schrumpft zu dem Bett, in dem er liegt. Im Inneren halten beunruhigende Gedanken an seine Frau ihn gefangen. Draußen verwandelt sich ihr üppiger Garten in einen welken Orten, entstellt von dunklen Löchern, die die Schwiegermutter wie besessen gräbt.

"Je deutlicher ihm die Erinnerung vor Augen trat und je bewusster er sich seiner Situation wurde, desto schlechter ging es ihm, er wurde trauriger, zutiefst unglücklich. Er wünschte sich sogar, manche Bilder würden nie zu ihm zurückkommen." (ZITAT)

Dieser Roman hat mich sehr bedrückt und nachdenklich zurückgelassen, denn die Handlung war wirklich teilweise erschreckend und verstörend und die Richtung, in welche die Geschichte sich entwickelt hat, war eine völlig andere, wie zu Beginn vermutet.

Man denkt als Leser selbst darüber nach, wie schnell sich durch einen Unfall, eine Nachricht oder eine Entscheidung sich ein Lebern verändern kann. Es geht in diesem Buch um die Risse, die Einsamkeit, Schuld und Entwurzelung im Leben hinterlassen können.

Mir hat das Buch auf eine subtile Art und Weise wirklich gut gefallen.
Der Schreibstil war flüssig und angenehm.

Fürs Cover muss ich auch ein großes Lob ausprechen. Dies finde ich wirklich überragend und absolut passend! Viel besser hätte es nicht gewählt werden können.


Veröffentlicht am 26.04.2019

Die Geschichte über Robert Bley

Ein gemachter Mann
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Meine Meinung und Inhalt

Das Cover ist meiner Meinung nach sehr ansprechend und passt zu Mayers erstem im Dumont-Verlag erschienenen Werk "Rosalie". (Sein erstes Werk "Mandels Büro" erschien am 9. Januar ...

Meine Meinung und Inhalt

Das Cover ist meiner Meinung nach sehr ansprechend und passt zu Mayers erstem im Dumont-Verlag erschienenen Werk "Rosalie". (Sein erstes Werk "Mandels Büro" erschien am 9. Januar 2012 im Heyne Verlag).

Mayer hat einen unglaublich angenehmen flüssigen humorvollen Schreibstil und schafft es den Leser wirklich zu fesseln. Er hat ein unglaubliches Talent Gefühle und Dinge zu schmücken und anzusprechen.

Die Geschichte beginnt zugleich turbulent mit einer Kneipenschlägerei und man beginnt Robert Bley kennenzulernen.

"Wo bin denn hier?, denkt Robert, während die Schläge in seinen Nacken regnen. Als ob er alle Zeit der Welt hätte. In diesem mittelguten Leben bist du immer noch, antwortete er sich selbst in dieesn verlangsamten Sekunden. In diesem mittelguten Leben, das einfach nicht aufhört, nur mittelgut zu sein. Immerhin passiert was, denkt er dann und ist vorerst beruhigt. Immerhin schlägt jemand von hinten auf mich ein, und aus meinem Finger fließt ein bisschen Blut. Immerhin passiert was." (ZITAT)

Dieser hat eine Ewigkeit schon gewartet: Die Schule ist vorbei, endlich kann er weg von zu Hause, raus aus der Gärtnerei seines Vaters, und das tun, was er schon immer tun wollte. Was auch immer das sein soll. Auf jeden Fall in die Stadt ziehen und studieren, eine eigene Wohnung finden, neue Freunde, eine neue Band – und vor allem: die richtige Freundin, am besten eine Psychologin. Dabei sind die Mädchen aus der Stadt für Robert die reinste Naturgewalt, der er nicht immer standhalten kann.

>>"Ich will jetzt aber gar nicht darüber nachdenken", sagte sie, klang, als hätte sie es eilig. "Vielleicht mach ich das morgen. Ich weiß nur, dass du immer alles so schwer machst."
"Ich mach nichts schwer. Ich spüre nur, wenn es schwer wird."
"Dann spür bitte nicht so viel", sagte sie.<< (ZITAT)

Mit Antonia Brandt erlebt Robert seine eigene sexuelle Revolution. Seine Band Herman Lush hat tatsächlich Erfolg, Robert wird gefragter Barkeeper, und das Lehramtsstudium ödet ihn zwar an, fällt ihm aber einigermaßen leicht. Besser kann es im Grunde nicht mehr werden. Dann aber beschließt das Leben kurzerhand und radikal, die Erfolgs- und Abenteuerspur in die andere Richtung zu lenken.

Mir hat der warmherzige tolle Roman von Berni Mayer wirklich gut gefallen!

Veröffentlicht am 20.04.2019

Einfach nur glücklich

Das Glück der kleinen Gesten
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Inhalt und meine Meinung
Das Cover von "Das Glück der kleinen Gesten" hat mich sofort angesprochen.
Dieses Buch ist wirklich absolut hübsch und übersichtlich gestaltet.
Es geht in diesem Buch um das Suchen ...

Inhalt und meine Meinung
Das Cover von "Das Glück der kleinen Gesten" hat mich sofort angesprochen.
Dieses Buch ist wirklich absolut hübsch und übersichtlich gestaltet.
Es geht in diesem Buch um das Suchen und Finden des Glücks, darum Dankbarkeit zu zeigen und um 30 inspirierende Gesten, bei denen man sein eigenes Glück und Wohlbefinden steigern kann. Denn anstatt darauf zu warten, dass etwas passiert kann jeder Einzelne selbst aktiv werden.

Die Autorinnen Chantal Sandjon und Melanie Alexander haben wirklch ein tolles empfehlenswertes Büchlein geschaffen, das zum Handeln anregt.

Sehr gefallen haben mir außerdem die Praxistests - 34 kleine Nettigkeiten, (z.B. Jeden Tag eine gut Tat / weniger Müll bringt mehr Freude / Gefühle wertschätzen)
die mit Erklärung, Umsetzung und Bewertung wirklich toll abgebildet wurden.

Kleine Gesten und Geschenke für Mitmenschen, egal ob Freunde oder Fremde, frei von Gegenleistungen oder Erwartungen: Das ist das Prinzip einer internationalen Bewegung, die ganz eigennützig-uneigennützig nur ein Ziel verfolgt: Freude zu verbreiten. Denn Liebenswürdigkeiten zaubern nicht nur anderen, sondern auch uns selbst sofort ein Lächeln aufs Gesicht.

Veröffentlicht am 20.04.2019

Aufstieg und Fall

Notizen eines Gewinners
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Meine Meinung und Inhalt

In dem Buch "Notizen eines Gewinners" geht es um Paulo McComen, welcher den Lottojackpot knackt.

"Es ist nicht wichtig, stark zu sein, sondern sich stark zu fühlen." (ZITAT)

Jedoch ...

Meine Meinung und Inhalt

In dem Buch "Notizen eines Gewinners" geht es um Paulo McComen, welcher den Lottojackpot knackt.

"Es ist nicht wichtig, stark zu sein, sondern sich stark zu fühlen." (ZITAT)

Jedoch ist dies der Anfang vom Ende - nicht nur seines Dachdeckerlebens.

Man begleitet Paulo auf seinen Höhen und Tiefen, seinen Verlusten und seinen Gedankengängen, denn dieser gigantische Gewinn bringt ihm zwar auf der einen Seite die Erfüllung seiner größten Wünsche und stürzt ihn jedoch gleichzeitig in seine tiefste Lebenskrise.

Er verliert sukzessive den Kontakt zur Außenwelt und schließt eine unheilvolle Freundschaft mit dem Alkohol.
Er weiß nicht mehr wer Freund und Feind ist. Wer ist nur hinter seinem Geld her. Er vertreibt auch die Menschen, die ihm nur Gutes wollen.

"Es beschäftigte Paulo, dass die Leute, die von seinem Gewinn wussten oder seine gute Kleidung sahen, anders reagierten als diejenigen, die keine ahnung hatten und nur den sechsundzwanzigjährigen jungen Mann sahen, der er nun einmal war, mit Geld oder ohne." (ZITAT)

Eine Reihe mysteriöser Träume gibt ihm zudem scheinbar unlösbare Rätsel auf und treibt ihn in eine innere Zerreißprobe. Schließlich steht Paulo vor der letzten möglichen Wahl.

Das Cover gefällt mir ziemlich gut und erscheint mir sehr passend und gut gewählt, ebenso wie der Titel und die Innengestaltung.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es ist zwar sehr dünn hat aber eine große Botschaft.

"Ein bestimmter Moment des Glücklichseins ist unwiederbringlich, denn wenn er mir bewusst wird, ist er schon wieder vorbei." (ZITAT)

Veröffentlicht am 13.04.2019

In Laufschuhen um die Welt

Happy Running
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Inhalt und meine Meinung
Aufmerksam bin ich auf Andrea Löw erstmals auf der Leipziger Buchmesse 2019 während der Lesung zu Happy Running geworden.
Die wenigen Ausschnitte konnten mich absolut faszinieren ...

Inhalt und meine Meinung
Aufmerksam bin ich auf Andrea Löw erstmals auf der Leipziger Buchmesse 2019 während der Lesung zu Happy Running geworden.
Die wenigen Ausschnitte konnten mich absolut faszinieren und beeindrucken und so erging es mir auch, als ich selbst ihr Buch gelesen und ihre Erlebnisse zurückverfolgt hatte.

Ich liebe selbst das Laufen und kann so viele der Emotionen, welche Löw geschildert hat nachvollziehen.

Das Buch ist schön gestaltet - sowohl das auffallende Cover, als auch im Innern die tollen Bilder, welche es dem Leser ermöglichen, die Gefühle und Meilensteine von Andrea Löw nachzuempfinden.

Die Kapitel sind klar und übersichtlich und in diesen berichtet die Läuferin über Erfolge und Misserfolge, über ihre Arbeit - wie sie es schafft ihr Hobby darin super zu intergrieren, auch wenn dies nicht immer so stressfrei funktioniert und über persönliche Erfahrungen und Ziele.

Ihr Beruf als Historikerin bringt sie in viele entlegene Ecken der Welt, die die leidenschaftliche Extremsportlerin am liebsten in Laufschuhen und Funktionsshirt erkundet. So viele Länder und Regionen wie möglich kennenlernen, ihre schönsten Laufstrecken entlangrennen und dabei die Fremde und das Abenteuer atmen.

Der Schreibstil ist sehr locker. Ich habe mir beim Lesen immer vorstellen müssen, dies berichtet mir eine alte Schulfreundin, welche ich nach vielen Jahren erneut treffe. Man freut sich über jeden Erfolg und ist begeistert von den Erfahrungen und ihre Willensstärke.

"Ohnehin hat Laufen, insbesondere das Ultralaufen, sehr viel mit dem Leben zu tun: Es kann wahnsinnig aufregend sein, ist aber auch sehr anstrengend. Nicht immer läuft alles glatt, oft muss man kämpfen und es schmerzt, aber es gibt auch Momente puren Glücks und das Gefühl, absolut mit sich im Reinen zu sein." (ZITAT)

Im Laufe des Buches erfährt man erst, wie viele Laufveranstaltungen es überhaupt gibt.
Andrea Löw berichtet über das Laufen und das Kennenlernen fremder Kulturen von Marokko und Namibia bis nach Vietnam und in die Mongolei, sowie tolle Geschichten über bekannte Laufveranstaltungen auf der ganzen Welt: Ultra-Marathon, Gobi March, Ultra Asia Race, Transalpine Run und viele mehr.

Happy Running ist nicht nur ein Buch über das Laufen. Andrea Löw erzählt packend und unterhaltsam, aber niemals verbissen. Das merkt man vor allem, dass sie ihrer Gesundheit immer den Vortritt gibt und sich während eines Laufes auch öfters die Zeit nimmt, Fotos zu machen und vor allem alles in höchstem Maße zu genießen.


Ein wirklich tolles Buch, das Mut macht und einem vor Augen führen kann, dass man alles schaffen kann, wenn man nur will.