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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2019

Eine gute Inspiration für ein freundlicheres Miteinander

Das Glück der kleinen Gesten
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Das Buch fußt eigentlich auf dem Grundverständnis des guten Umgangs miteinander. In der heutigen hektischen und immer schneller werdenden Zeit, die viele zu Egoisten werden lässt, ist es gut, sich dadurch ...

Das Buch fußt eigentlich auf dem Grundverständnis des guten Umgangs miteinander. In der heutigen hektischen und immer schneller werdenden Zeit, die viele zu Egoisten werden lässt, ist es gut, sich dadurch mal auf das freundliche miteinander zu besinnen.
Eingeteilt in 3 Kapitel: „Einfach nur glücklich“, „Kleine Gesten, große Wirkung“ und „Der Praxistest“, behandeln die ersten beiden eher die Grundlagen, was zwar wichtig, aber mitunter etwas „trocken“ ist. Richtig interessant wurde es für mich mit dem „Praxistest“, der viele Vorschläge und Ideen zur Umsetzung enthält. Die Palette reicht dabei von einfachen Gesten bis hin zu etwas „mutigeren“ Aktionen, die vielleicht nicht jedermanns Sache sind. Eins eint sie jedoch alle, sie inspirieren mal nicht mit Scheuklappen durch den Alltag zu gehen, von ganz allein fallen da noch viele weitere Gesten ein
Abstriche mache ich jedoch für die vielen englischen Begriffe, die „kindness“ als Trend begreifen und ihn somit quasi neu definieren. Da ich in dem Englischen nicht so bewandelt bin, musste ich jedes Mal nachlesen, was das gerade genannte Wort bedeutet, obwohl man es sich aus dem Kontext erahnt. Das hat meine Lesefreude schon etwas getrübt und machte es anstrengend.
Ansonsten ist das Buch eine gute Inspiration für ein freundlicheres Miteinander

Veröffentlicht am 16.03.2019

Abgründe der menschlichen Seele

Abgründe
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Dieses Buch musste ich erst mal sacken lassen, ist es doch keine leichte Kost. Bereits der Einstieg mit dem Traum im Prolog ist nicht ganz einfach, da sehr surrealistisch. Es brauchte etwas um Zugang zu ...

Dieses Buch musste ich erst mal sacken lassen, ist es doch keine leichte Kost. Bereits der Einstieg mit dem Traum im Prolog ist nicht ganz einfach, da sehr surrealistisch. Es brauchte etwas um Zugang zu diesem Buch zu finden.
Der junge Thomas ist schon durch seine Herkunft als Waise in eine Bittsteller-Rolle gesteckt wurden, aus der er sich aufgrund seiner Art selbst wohl nicht befreien kann. Somit wird er zum Spielball Dritter und lässt sich sehr viel gefallen. Sein chronisches Asthma behandel er mit Kräuterzigaretten die als Nebenwirkungen Halluzinationen hervorrufen. Dann trifft er auf Alexander und ist auf unerklärliche Weise von ihm fasziniert. Alexander begegnet ihm auf Augenhöhe und eröffnet ihm dann eine Welt, die er so noch nicht kannte und an der er Gefallen zu finden scheint.
Jedoch sind die Einblicke die im Lauf der Handlung in Alexanders düsteres Inneres gegeben werden sehr krank und grausam - er schreckt vor Mord nicht zurück und findet an der Dominanz seiner Opfer gegenüber großen Gefallen.
Sehr gelungen finde ich Thomas‘ Erscheinungen, in denen Alex‘ Opfer zu erkennen sind. Und ich staune darüber, dass Thomas nicht das schwache willenlose Opfer zu sein scheint, sondern das er durch diese Erniedrigung selbst Stärke und einen Lebenssinn sieht. Dennoch verheddert er sich zusehen in seinen wirren Gedanken, nach dem er jeglichen Pflichten entlassen bei Alex eingezogen ist.
Die Handlung spitzt sich zunehmend zu und findet ein für mich sehr überraschendes, aber sehr stimmiges Ende.
Vor allem die Erscheinungen, die Thomas hat, geben dem Buch einen unheimlich Aspekt - einen Blick in eine Zwischenwelt, an die ein rational denkender Mensch nicht glaubt, nicht glauben möchte - diesem Buch jedoch das gewisse Etwas geben und es gelungen abrunden.
Dieses Buch ist sicher nicht für jeden geeignet, das es sich teilweise recht schwer lesen lässt. Trotzdem lohnt es sich meines Erachtens sehr, wenn begonnen, das Buch bis zu Ende zu lesen.

Veröffentlicht am 15.01.2019

Interessante Story, leider etwas farblos umgesetzt

Was geschah mit Michelle?
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Ein Buch mit einer interessanten Story, die jedoch für meine Begriffe etwas farblos umgesetzt wurde. Die Handlung wird fast in einer Art Dokumentation und mitunter etwas – für heutige Begriffe – steif ...

Ein Buch mit einer interessanten Story, die jedoch für meine Begriffe etwas farblos umgesetzt wurde. Die Handlung wird fast in einer Art Dokumentation und mitunter etwas – für heutige Begriffe – steif wiedergegeben, aber dies kann von dem Autor ja so dem Gebahren der 70er Jahre geschuldet, gewollt sein. Für mein Lesevergnügen war dies im Lesefluss und der Spannung leider eher hinderlich. Die Atmosphäre der 70er Jahre wird dafür sehr gut (sachlich) dargestellt, vor allem die benannten Songtitel lassen einen selbst zurückschweifen. Aber auch so alltägliche Dinge wie das nicht jeder ein Telefon zur Verfügung hatte und man ggf. um anzurufen oder Anrufe zu empfangen auf Nachbarn zurückgreifen musste, kann man sich heute wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen.
Ein jeder kann und sollte sich seine Meinung über das Buch selbst bilden, jedoch würde ich es wahrscheinlich kein zweites Mal lesen.

Veröffentlicht am 08.12.2018

Vom Besinnen und Finden der Heimat

Heimat
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Leider ist der Begriff "Heimat" in der heutigen Zeit - zu Unrecht - doch recht negativ behaftet. Dies ist sehr schade, denn ein jeder sollte sich seiner Wurzeln besinnen dürfen. In diesem Buch wird von ...

Leider ist der Begriff "Heimat" in der heutigen Zeit - zu Unrecht - doch recht negativ behaftet. Dies ist sehr schade, denn ein jeder sollte sich seiner Wurzeln besinnen dürfen. In diesem Buch wird von verschiedenen Christen versucht den Begriff der Heimat, ob nun als Ort oder Gefühl, zu finden bzw. zu beschreiben. So vielseitig wie die Menschen sind dabei die Ansichten. Damit regt dieses Buch sehr zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 08.04.2026

Porträt einer starken Frau

Der Gesang der See
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Mitte des 19.Jahrhunderts.
Kristiane, Tochter eines Lotsen in der Nähe von Alesund, verspricht ihrem Vater, den Lotsentitel in der Familie zu halten. Als ihr Mann Anders von See nicht zurück kommt wird ...

Mitte des 19.Jahrhunderts.
Kristiane, Tochter eines Lotsen in der Nähe von Alesund, verspricht ihrem Vater, den Lotsentitel in der Familie zu halten. Als ihr Mann Anders von See nicht zurück kommt wird es schwierig dieses Versprechen zu halten, denn in dieser Beruf ist der Männerdomäne vorbehalten. Ihr gelingt es eine Jahresfrist herauszuhandeln und heiratet kurz vor Ablauf ihren Jugendfreund Lars, eher aus praktischen Erwägungen als aus Liebe. Ihre Leidenschaft gehört Frederik, der einer anderen Gesellschaftsschicht entstammt und für deren beider Liebe es keine Zukunft gibt.
Sehr atmosphärisch in das rauhe Küstenklima Norwegens und die harten Arbeitsbedingungen eingekleidet, erzählt die Autorin sehr eindrucksvoll Kristianes Leben zwischen Pflicht und Verlangen, und von ihrer von Unabhängigkeit geprägten Lebenseinstellung die so untypisch für die Frauen ihrer Zeit ist.
Ein Porträt einer starken Frau, die ihren Mann steht. Jedoch fehlt mir hier im Vergleich zu anderen Büchern Teiges das Fesselnde und Spannende - es ist vieles einfach zu vorhersehbar.

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