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Veröffentlicht am 16.05.2019

Eine nostalgische Reise in das Italien der 60er Jahre

Marina, Marina
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Italien Anfang der 1960er Jahre.
Aus allen Lautsprechern das Lied von Rocco Granata Marina, Marina.
Im fiktiven Sant'Amato lebt Marina, eine Frau mit vielen Facetten.
Die schöne Frau des Friseurs wird ...

Italien Anfang der 1960er Jahre.
Aus allen Lautsprechern das Lied von Rocco Granata Marina, Marina.
Im fiktiven Sant'Amato lebt Marina, eine Frau mit vielen Facetten.
Die schöne Frau des Friseurs wird von Nino heftig angebetet,
doch Marina beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann.
Bis dahin spinnt das Schicksal seine Fäden: Ninos Tante erfüllt
sich einen lang gehegten Traum, der Cousin seines Vaters verliebt
sich in eine deutsche Urlauberin, die von einem Hotelbalkon stürzt,
und auch Marinas geheime Liebe bleibt nicht ohne Folgen.

Das italienische Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1960er Jahre werden sehr gut
wiedergegeben. Alleine schon die Überschriften der Kapitel mit den altbekannten
italienische Hits lässt diese Zeit mühelos wiederauferstehen.
Auch die Schicksale der Charaktere haben ihre Wurzeln tief in der italienischen Vergangenheit.
Nicht nur das Leben in Italien in den 60er Jahren wird wunderbar reflektiert,
sondern auch die deutsch/italienische Kriegsvergangenheit mit ihren vielen
Hintergrundinformationen.

Was auch sehr hilfreich ist, ist das Personenverzeichnis am Anfang und das sehr
umfangreiche Glossar am Ende des Buches.
Man merkt, das die Autorin sehr gut recherchiert hat.

Es ist keine typische und klischeehafte Urlaubslektüre,
sondern ein sehr vielschichtiger Roman mit viel Hintergrund.
Die leichte und lockere Schreibweise, die tollen Charaktere dieses Romanes
und der zusätzliche Tiefgang machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis.

Grit Landau hat einen wunderbaren Roman geschaffen.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Skurril, Temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen

Nur Uschi kochte schärfer
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In Hirschweiler findet ein Klassentreffen statt.
Oma Käthe hat an diesem Abend ein Date mit dem pensionierten
Französischlehrer Gerhard Scherer.
Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn.
Am nächsten Morgen ...

In Hirschweiler findet ein Klassentreffen statt.
Oma Käthe hat an diesem Abend ein Date mit dem pensionierten
Französischlehrer Gerhard Scherer.
Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn.
Am nächsten Morgen liegt Gerhard Tod im Bett, Verdacht auf
Herzinfarkt. Käthe glaubt nicht an einen natürlichen Tod.
Sie läßt nicht locker und es stellt sich heraus, das nachgeholfen wurde.
Jupp Backes muss ran. Die gesamte Familie begibt sich auf Mörderjagd.
Da kommt so einiges ans Tageslicht.
Familie Backes läuft wieder zu Hochtouren auf.

Auch der zweite Band dieser Reihe überzeugt.
Das Cover ist wunderschön und sehr passend.
Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Der wunderbare Schreibstil macht dieses Buch zu einem richtigen Leseerlebnis.
Diese wunderbaren so authentischen Charaktere ziehen einen so richtig
in den Bann. Dieser Wortwitz und die Situationskomik ist einfach nur wunderbar.
Da bleibt kein Auge trocken.
Skurril, Temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen geht es an die Ermittlungen.
Alles wird sehr bildhaft in Szene gesetzt.
Man hat das Gefühl dabei zu sein. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
Erwähnenswert ist auch das SAAR-ABC am Ende des Buches.

Kurzum, ein richtig guter Dorf- Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare Lesestunden bereitet.
Für mich ist die Familie Backes bereits Kult.

Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 05.04.2019

Der verlorene Brief

Honigduft und Meeresbrise (Neuauflage)
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Die Autorin schafft es spielend ihre Charaktere zum Leben zu erwecken.
Die Figuren sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem einzelnen stecken kann.
Man lebt und leidet mit Ihnen ...

Die Autorin schafft es spielend ihre Charaktere zum Leben zu erwecken.
Die Figuren sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem einzelnen stecken kann.
Man lebt und leidet mit Ihnen und wünscht sich sehr sie zum Freund zu haben.
Ich konnte mir das alles so gut vorstellen und so richtig eintauchen
in die Geschichte.
Gefühlvoll und mitreißend ist dieser Roman und er erzeugt eine richtig schöne Wohlfühlatmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.
Dazu trägt auch die fließende Schreibweise bei.
Gefüllt mit wunderbaren und ach so wahren Zitaten.
Dem Charme dieses Buches kann man sich kaum entziehen.
Locker, leicht aber doch auch mit ernsteren Tönen.
Am Schluss dann die wunderbaren und von mir erhofften Rezepte.
Achtung Suchtgefahr!

Veröffentlicht am 05.04.2019

Mücke und die Bundesliga

Lidakis spielt falsch
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Auch der dritte Krimi überzeugt.
Nach zwei äußerst erfolgreichen Jahren beim Zweitligisten VfL Bochum wechselt
der griechische Fußballprofi Spyros Lidakis in die Bundesliga.
Doch der millionenschwere ...

Auch der dritte Krimi überzeugt.
Nach zwei äußerst erfolgreichen Jahren beim Zweitligisten VfL Bochum wechselt
der griechische Fußballprofi Spyros Lidakis in die Bundesliga.
Doch der millionenschwere Neuzugang schwächelt und schießt keine Tore mehr.
Dann wird auch noch ein Journalist ermordet.
Andreas Mücke ist mal wieder als Detektiv gefragt.
Er soll herausfinden, was vor dem Vereinswechsel
geschehen ist.

Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Der fließende Schreibstil, die gut herausgearbeitet Charakteren
sowie die sehr gut recherchierte Geschichte selbst überzeugen.
Die Charaktere sind sehr lebensecht, die Gier und die Brutalität ist
sehr real und greifbar.
Jürgen Schmidt lässt den Leser bis zuletzt im Dunklen tappen.
Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt, auch wenn es hier weder übermäßig blutig
noch dramatisch zu geht.
Ein solider Krimi, der seine Spannung langsam aufbaut.
Ich habe ich mich mit diesem Krimi sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.
Gute Unterhaltung ist garantiert!

Veröffentlicht am 01.04.2019

Niemand wird zurückgelassen

Rückwärtswalzer
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Es geht in dieser Geschichte um Mirl, Wetti und Hedi, drei Schwestern,
die in der unmittelbaren Nachkriegszeit im niederösterreichischen Waldviertel aufwachsen.
Untermieter auf dem Hof sind Soldaten der ...

Es geht in dieser Geschichte um Mirl, Wetti und Hedi, drei Schwestern,
die in der unmittelbaren Nachkriegszeit im niederösterreichischen Waldviertel aufwachsen.
Untermieter auf dem Hof sind Soldaten der russischen Besatzungsmacht und deren dressierter Bär.
Onkel Willi, der eigentlich Koviljo heißt, verlebt seine Kindheit in den montenegrinischen Bergen.
Durch eine Verkettung glücklicher Umstände zieht er ans Meer.
Dort, nimmt sein Leben eine Wendung.
Die zweite folgt einige Jahre später im Krankenhaus, wo er nach einem
schlimmen Unfall von Hedi gesundgepflegt wird.
Die beiden verlieben sich und ziehen nach Wien.
Sie treffen dort auf die Schwestern wo Mirl mehr mäßig als glücklich Verheiratet ist und auf Wetti, die im Naturkundemuseum putzt.
Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel-Life-Crisis geplagte Lorenz und seine drei
Tanten vor einer großen Herausforderung.

Vea Kaiser kann erzählen. Und es macht so großen Spaß ihr zu folgen.
Sie schafft es spielend ihre Geschichten mit Leben aufzufüllen.
Ihre Charaktere haben nicht unbedingt Tiefe, sind aber
mit der angemessenen Schrulligkeit und Herzenswärme versehen.
Sie schafft es, vor allem kleine Situationen groß herauszustellen.
Der Schreibstil ist so wunderbar sarkastisch, ironisch und auch wieder voller
Herzlichkeit.
Der Aufbau dieses Roadmovie mit all seinen Verstrickungen und mehr als skurrilen
Erlebnissen ist einfach nur schön.
Voller Witz und Herzenswärme wird hier eine Familiengeschichte erzählt.
Eine Geschichte über eine Familie, die eigentlich viel lieber die Zeit anhalten möchte.
Die von den Seelen der Verstorbenen begleitet wird, ob sie wollen oder nicht.
Ein toller Roman über den Zusammenhalt einer Familie mit einem überraschenden Ende.