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Ritja

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Veröffentlicht am 30.05.2019

Ich bin noch etwas unschlüssig, was ich von der Geschichte halten soll.

Die schwedischen Gummistiefel
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Ich war so gespannt auf das Hörbuch. Voller Vorfreude habe ich mich auf das Hörbuch eingelassen und wurde doch am Ende etwas enttäuscht. Ich habe fast alle Bücher von Mankell gelesen. Die nachdenklichen ...

Ich war so gespannt auf das Hörbuch. Voller Vorfreude habe ich mich auf das Hörbuch eingelassen und wurde doch am Ende etwas enttäuscht. Ich habe fast alle Bücher von Mankell gelesen. Die nachdenklichen und kritischen Afrika-Bücher ebenso wie die vielen Krimis. Oft haben sie mich begeistert, weil sie kritisch und nachedenklich und menschlich waren. Aber leider fehlte mir hier das gewisse Etwas. Der Funke wollte nicht überspringen und mich mitnehmen. Vielleicht liegt es an der erzählten Version, die die Themen noch schwerer wiegen lässt. Ich weiß es nicht.


Für mich war die Geschichte zu langatmig, zu zäh und konnte mich dadurch nur phasenweise begeistern. Die Geschichte verlor sich in den Gedanken von Fredrik und den Diskussionen mit seiner Tochter. Man hatte das Gefühl sich im Kreis zu drehen. Es werden viele nachdenkliche Themen angesprochen wie die Einsamkeit, das Altern und der Tod. Es ist kein Krimi, wie man ihn von Mankell kennt. Wer Mankells Afrika-Bücher kennt, wird mit diesem Buch/Hörbuch zurecht kommen. Wer jedoch nur die Krimis gelesen hat, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.

Ich bin noch etwas unschlüssig, was ich von der Geschichte halten soll.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Die Geschichte ist gut geschrieben und lässt sich leicht lesen

Die Seideninsel
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Die Geschichte ist gut geschrieben und lässt sich leicht lesen. Es werden zwei Handlungsstränge parallel erzählt. Der Leser hüpft immer kapitelweise vom 19. Jh ins 21. Jh. und erfährt so, wie die Seide ...

Die Geschichte ist gut geschrieben und lässt sich leicht lesen. Es werden zwei Handlungsstränge parallel erzählt. Der Leser hüpft immer kapitelweise vom 19. Jh ins 21. Jh. und erfährt so, wie die Seide zwei Familien verbindet. Am besten haben mir die Kapitel über die Menschen und Geschehnisse aus dem 19. Jh gefallen. Sie wirkten realistischer, greifbarer und traurig. Es wurde ein Stück amerikanischer Geschichte erzählt und das fand ich interessant.

Ich hatte zudem auf ein etwas spannenderes Geheimnis gehofft, aber durch den Erzählstrang aus dem 19. Jh wurde oft das Geheimnis für Inara (21. Jh) verraten, was ich schade fand. So konnte man nur verfolgen, wie sie das Geheimnis entdeckte und die Puzzelteile, die man schon kannte, zusammensetzte.

Was mich etwas gestört hat, war die Liebesgeschichte. Bereits nach der ersten Beschreibung des Mannes wird offentsichtlich, dass hier noch eine (leider doch recht vorhersehbare und klischeehafte) Liebesgeschichte aufgebaut werden soll.

Für die Geschichte wäre ein anderes Ende realistischer und besser gewesen. So muss man sagen, ist es leider wieder ein typisch amerikanisches Ende.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Nicht ganz so skandinavisch wie erhofft

Der Code
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Einer der besten Thriller aus Schweden stand auf dem Cover und somit stiegen bei mir auch die Erwartungen an "Der Code". Ich habe bisher einige Thriller und Krimis aus Skandinavien gelesen und war nun ...

Einer der besten Thriller aus Schweden stand auf dem Cover und somit stiegen bei mir auch die Erwartungen an "Der Code". Ich habe bisher einige Thriller und Krimis aus Skandinavien gelesen und war nun gespannt auf diese Geschichte.

Es ist eine Mischung aus Thriller, Katastrophenszenario und viel Gewalt. Obwohl ich Katastrophenbücher bzw. -geschichten nicht so mag, hat mich diese Geschichte fesseln können. Man wollte wissen, wie die Wissenschaftler das Problem lösen und vorallen sich selbst schützen und verteidigen werden. Manche Szenen fand ich zu übertrieben und weniger nachvollziehbar. Auch hatte das Buch so manche schwache Stelle, die man einfach "weglesen" musste. Das Ende war für mich eher enttäuschend, da es (mal wieder) schnell "heruntergeschrieben" wirkte und auf den letzten Seiten alles einen kurzen Haken (wie erledigt) bekam.

Jedoch war das Tempo der Geschichte schon recht hoch und ich konnte mir beim Lesen gut das Geschehen vorstellen, so dass ich nicht daran zweifel, dass die Geschichte auch als ein "schöner" lauter, actionreicher und dramatischer Blockbuster aus den USA funktioniert.

Die Geschichte an sich weicht schon stark von den üblichen skandinavischen Thrillern ab (die ich kenne) und wirkte fast schon wie ein amerikanischer Thriller...laut, schnell, dramatisch.

Ich glaube, ich bleibe dann doch lieber bei den klassischen düsteren Krimis/Thrillern mit einem mürrischen oder depressiven oder alkoholkranken Kommissar und ganz viel Nebel und Regen.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Noch nicht 100%

Schmetterling im Sturm
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„Schmetterling im Sturm“ ist ein spannender und sehr gut geschriebener Thriller, der einige brisante Themen anpackt. Leider hat sich Walter Lucius, aus meiner Sicht, zu viel vorgenommen. Ich bin normalerweise ...

„Schmetterling im Sturm“ ist ein spannender und sehr gut geschriebener Thriller, der einige brisante Themen anpackt. Leider hat sich Walter Lucius, aus meiner Sicht, zu viel vorgenommen. Ich bin normalerweise ein großer Fan von mehreren verschiedenen Handlungssträngen, die sich dann zu einer großen finalen Geschichte verbinden. Lucius hat aber zu viele Nebenschauplätze und Handlungsstränge eröffnet und verliert dabei den Überblick. Ich fand es schade, dass die Geschichte um den verletzten Jungen und seinem Schicksal so wenig Platz gegeben wurde. Es wurden immer mehr politische Themen eingefügt und am Ende waren einfach zu viele offene Fragen und bei manchem Strang ein zu abruptes Ende. Das letzte Drittel des Buches fand ich auch nicht sehr gelungen. Die wüsten „Actionszenen“ haben mich zu sehr an amerikanische Blockbuster erinnert…höher, schneller, weiter.

Für mich war das ein Bruch mit den vorherigen Seiten und begeisterte mich leider nicht. Auch das Ende war mir zu schnell und ohne wirklich befriedigenden Ergebnis gekommen. Vielleicht will sich Walter Lucius mit dem Ende ein kleines Hintertürchen offen halten, um eine weitere Geschichte rund um die Journalistin zu stricken.

Was mir an diesem Buch jedoch gefallen hat, war der Schreibstil von Walter Lucius. Er lässt sich leicht und schnell lesen und man ist schnell in der Geschichte drin. Schon aus diesem Grund würde ich durchaus noch einmal ein Buch von ihm in die Hand nehmen.

Veröffentlicht am 29.05.2019

leichte Familiengeschichte

Die Brückenbauerin
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Madeleine Harstall versucht ganz viel Geschichte mit ein bißchen Romantik und etwas Spannung zu verbinden. Leider gelang dies ihr nicht durchgehend. Für mich war die Spannung und die versprochene Dramatik ...

Madeleine Harstall versucht ganz viel Geschichte mit ein bißchen Romantik und etwas Spannung zu verbinden. Leider gelang dies ihr nicht durchgehend. Für mich war die Spannung und die versprochene Dramatik nicht ausreichend.
Die Wechsel zwischen dem Heute und der Vergangenheit der Familie waren gut und auch teilweise interessant, jedoch waren mir die Geschichten zu ausschweifend und phasenweise waren mir die technischen Details und Brückeninformationen zu viel.

Vorallem der Part aus dem Heute hat mir nicht so gut gefallen. Das Verhalten von Thea fand ich manchmal einfach nur zickig und nervig. Ich konnte keine wirklich starke Sympathie für sie aufbauen. Viel lieber habe ich das Leben der Fedora (der Ururgroßmutter) und ihre Leistungen als Ingenieurin (was in dieser Zeit eher ungewöhnlich war) verfolgt. Die Charaktere waren leider nicht so stark, dass sie die Geschichte wirklich getragen haben. Auch das angekündigte Geheimnis war weder gut verpackt noch sehr hoch an Dramatik.

Es ist eher eine leichte Familiengeschichte, die ruhig durch die Seiten fließt und völlig unaufgeregt gelesen werden kann. Mich hat sich nicht ganz so sehr begeistert, aber sie ließ sich zumindest gut und schnell lesen.