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Veröffentlicht am 01.06.2019

überraschend guter Regionalkrimi aus Wien, den ich sehr empfehlen kann

In der Hitze Wiens
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In der Krimireihe um Chefinspektor Wolfgang Hoffmann gibt es bereits einige Vorgängerbände. Für mich war es die erste Bekanntschaft mit einem Buch dieser Reihe. Trotzdem bin ich auch ohne Vorkenntnisse ...

In der Krimireihe um Chefinspektor Wolfgang Hoffmann gibt es bereits einige Vorgängerbände. Für mich war es die erste Bekanntschaft mit einem Buch dieser Reihe. Trotzdem bin ich auch ohne Vorkenntnisse sehr gut in die Handlung hineingekommen. Es hat mir nichts gefehlt, eher wurde ich etwas neugierig auf die vorherigen Bände.

Inspektor Hoffmann wird zur Villa eines reichen Hoteliers gerufen. Es wurde eingebrochen und der Besitzer wurde ermordet aufgefunden. Handelt es sich wirklich um einen Einbruch? In einem anderen Handlungsstrang wird eine thailändische junge Frau von ihrem Mann gefangengehalten und überwacht, wie es schlimmer nicht sein könnte. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle zum Inhalt nicht verraten...lasst euch überraschen.

Mich hat dieses Buch auf jeden Fall sehr positiv überrascht. Es hat mich in erster Linie interessiert, da ich einen kleinen Urlaub in Wien verbringen wollte, und dies meiner Meinung nach eine passende Reiselektüre darstellen könnte. Und in der Tat hat Autor Günter Neuwirth es geschafft Wiener Flair beim Lesen rüber zu bringen. Ich habe mich immer sehr gefreut, von Straßen und Plätzen zu lesen, an denen ich mich tagsüber aufgehalten habe. So war es also wirklich die passende Reiselektüre.
Aber obwohl es sich hier um einen Regionalkrimi handelt, kam relativ schnell auch richtig Spannung auf. Und dieser Spannungsbogen wurde am Ende nochmal richtig gesteigert, wo er in ein tolles Finale gemündet ist. So hat mich der Krimi wirklich bis zum Ende in seinen Bann gezogen und gefesselt.

Die Ermittler kamen sehr bodenständig und authentisch beim Lesen an und waren richtige Sympathieträger. Man hatte den Eindruck, dass sie ihren Job gut machen und sehr gut zusammenarbeiten.

Die unterschiedlichen Handlungsstränge, die zu Beginn scheinbar keinen Zusammenhang erkennen ließen, wurden am Ende zu einen sinnvollen Ganzen zusammengeführt, so dass man das Buch dann auch mit einem guten Gefühl und zufrieden aus der Hand legen konnte.

Es handelt sich hier um einen soliden und spannenden Regionalkrimi aus Wien, der nicht nur fesselnd, sondern auch unterhaltsam zu lesen ist. Trotzdem ist er zugleich auch noch komplex und gut durchdacht. Einen besseren Begleiter hätte ich mir für meinen Wien-Urlaub nicht wünschen können.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Ein fesselnder Thriller, der mich richtig begeistern konnte

Mutter Seelen Allein
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Inhalt:
Katharina ist glücklich verheiratet. Ihr Mann ist Arzt und finanziell sind sie sehr gut gestellt. Eigentlich sollte sie ein glückliches Leben führen, zumal sie mit dem fünfjährigen Timo auch ein ...

Inhalt:
Katharina ist glücklich verheiratet. Ihr Mann ist Arzt und finanziell sind sie sehr gut gestellt. Eigentlich sollte sie ein glückliches Leben führen, zumal sie mit dem fünfjährigen Timo auch ein Kind haben, welches die Familie komplettiert. Doch dann verschwindet Timo spurlos. Wurde er entführt? Es stellt sich heraus, dass nichts so ist, wie es scheint….
Meine Meinung:
Dieses Buch war wieder mal eine positive Überraschung und eine Autoren-Neuentdeckung für mich.
In vielen kurzen Kapiteln hat Sabine Trinkaus einen Psychothriller geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und sehr vielschichtig. Allerdings sind die meisten Protagonisten sehr eigen und wirken psychisch gestört. Hier hat anscheinend jeder ein Bündel aus der Vergangenheit zu tragen.
Der Plot ist sehr gut durchdacht und teilweise richtig gruselig, da er die LeserInnen in menschliche Abgründe führt. Es geht sehr viel um Vergangenheitsbewältigung, um Rache und Vergeltung. Sabine Trinkaus versteht es den Spannungsbogen von Anfang bis Ende zu halten und am Schluss setzt sie sogar noch eins drauf. Sie schafft es prima für Ungewissheit und Verwirrung zu sorgen, so dass man beim Lesen nie so richtig weiß, wem man denn nun trauen kann. Ich hatte immer wieder andere Verdächtige und am Ende gab es dann doch nochmal eine große Überraschung.
Wirklich ein Psychothriller, der mich richtig fesseln und begeistern konnte. Kompliment an die Autorin, der hier wirklich ein toller Thriller gelungen ist. Im Nachhinein muss ich sagen, dass auch das Cover und vor allem der Titel wunderbar zum Inhalt passen und ein tolles Gesamtpaket abgeben.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Wow - Spannung und Nervenkitzel pur!

Der Seelenhirte
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In der Reihe um die Ermittlerin Klara Frost handelt es sich hierbei bereits um den 3. Band. Aber da alle Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie auch sehr gut unabhängig voneinander lesen und mit ...

In der Reihe um die Ermittlerin Klara Frost handelt es sich hierbei bereits um den 3. Band. Aber da alle Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie auch sehr gut unabhängig voneinander lesen und mit jedem beliebigen Band in die Reihe einsteigen.
Ich muss vorweg sagen, dass ich die Vorgängerbände mit wahrer Begeisterung verschlungen habe, und meine Erwartungen dementsprechend hoch waren. Trotzdem konnte Elias Haller auch diesmal meinen Erwartungen gerecht werden.
Diesmal wird auf dem Hof eines Schafzüchters gemordet. Die komplette Familie wird brutalst ermordet aufgefunden. Klara Frost muss ermitteln. Doch erwartungsgemäß bleibt es nicht bei diesem einen Fall…
Schafe und Hirte begleiten die LeserInnen durch das ganze Buch und so gibt es diesmal ein wenig biblischen Bezug.
Bereits der Prolog ist sehr rätselhaft und lässt bereits etwas Spannung aufkommen. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Wie bei Elias Haller gewohnt sind einige Stellen sehr brutal geschildert und nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet. Hier werden nicht nur Schafe, sondern auch Menschen „geschlachtet“!
Der Schreibstil ist wieder toll zu lesen. Abgesehen von sehr viel Spannung und Grausamkeit bringt er auch immer wieder leicht humorvolle Stellen mit in den Text hinein, die dann hin und wieder auch ein Grinsen ins Gesicht bringen und das Ganze etwas auflockern.
Der Thriller ist spannend bis zum Ende. Man hat immer wieder wechselnde Verdachtsmomente, aber selbst zum Schluss gibt es nochmal eine überraschende Wendung. Diese Irreführung der LeserInnen versteht Elias Haller meisterhaft.
Die angenehm kurzen Kapitel und die unheimliche Spannung haben mich immer zum Weiterlesen animiert, bis ich nach einem furiosen Finale regelrecht mit atemlos das Buch aus der Hand legen konnte.
Ich bin vom ersten Band an ein Fan der eigenwilligen Klara Frost. Auch diesmal konnte sie mich wieder vollends überzeugen und auch ihren Praktikanten Oli P. habe ich ins Herz geschlossen. Ich hoffe sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird.
Kompliment auf jeden Fall an Elias Haller für diesen Wahnsinns-Thriller und natürlich die volle Anzahl an Sternen!

Veröffentlicht am 13.05.2019

Wow ein Psychothriller, der von Anfang bis zum Ende spannend und überraschend war!

Als Grace verschwand
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Inhalt:
Das Ehepaar Matt und Simone Porter hat vor 18 Jahren ihre Tochter verloren. Das Baby wurde als es ein halbes Jahr alt war entführt, und der Fall konnte nie geklärt werden. Nun nach 18 Jahren meldet ...

Inhalt:
Das Ehepaar Matt und Simone Porter hat vor 18 Jahren ihre Tochter verloren. Das Baby wurde als es ein halbes Jahr alt war entführt, und der Fall konnte nie geklärt werden. Nun nach 18 Jahren meldet sich bei Simone eine junge Frau und behauptet ihre Tochter zu sein. Sie erklärt, dass sie aus Notwehr einen Freund umgebracht hat. Bevor Simone dies überprüfen kann, verschwindet die Frau wieder spurlos…
Meine Meinung:
Wow für mich ist das wirklich ein absolut toller und fesselnder Psychothriller! Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin Kathryn Croft gelesen und wurde total überrascht und geflashed.
Es kommt sehr schnell Spannung auf, die dann immer wieder gesteigert wurde, indem die Autorin Wendungen und Überraschungen eingebaut hat, die zur Verwirrung beigetragen haben. Diese psychologische Spannung ist wirklich durchgängig auf hohem Niveau und am Ende hat Kathryn Croft trotzdem noch eine weitere Überraschung parat, so dass das Ende in keinster Weise vorhersehbar war.
Die kurzen Kapitel haben sich sehr angenehm lesen lassen und haben fast süchtig gemacht. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch die kurzen Kapitel aus der Sicht des Täters zwischendurch, die in kursiver Schrift gedruckt sind, haben die Spannung nochmals erhöht. Ich habe ständig Vermutungen gehabt, wer sich dahinter verbirgt. Aber letztendlich lag ich doch mit allen Vermutungen falsch.
Es gab einige Szenen, die recht grausam und brutal waren, aber trotzdem war es hier einfach passend und hat sich gut in das Gesamtbild eingefügt und den Nervenkitzel noch etwas erhöht.
Alles in allem ein Psychothriller, der mich total fesseln und begeistern konnte.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Humorvolle Unterhaltung und zugleich auch noch spannend!

Nur Uschi kochte schärfer
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Dies ist der zweite Teil der saarländischen Dorfkrimiserie um Familie Backes. Ich habe bereits den ersten Teil mit Begeisterung gelesen, trotzdem konnte mich dieser Teil sogar noch ein wenig mehr überzeugen. ...

Dies ist der zweite Teil der saarländischen Dorfkrimiserie um Familie Backes. Ich habe bereits den ersten Teil mit Begeisterung gelesen, trotzdem konnte mich dieser Teil sogar noch ein wenig mehr überzeugen. Man kann aber die Teile auch sehr gut unabhängig voneinander lesen, da sie nicht aufeinander aufbauen.
Dieses Mal ist Oma Käthe einer der Hauptprotagonisten. Sie hat ein Date mit einem pensionierten Französischlehrer. Doch leider wird dieser am nächsten Morgen tot in seinem Bett aufgefunden. Und Käthe war die letzte die ihn gesehen hat. Man vermutet zwar zuerst einen Herzinfarkt, aber schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen Mord handelt. Jupp Backes muss ran und ermitteln. Natürlich steht ihm auch wieder seine Frau Inge hilfreich zur Seite.
In gewohnter Manier unterhält Dany R. Wood auch diesmal wieder mit viel Witz, Humor und Situationskomik. Man fliegt gerade so durch das Buch und muss einfach immer wieder lachen. Dies ist einfach Unterhaltung pur und es kommt an keiner Stelle auch nur die winzigste Länge auf. Und da es sich um einen Regionalkrimi handelt, baut der Autor auch noch richtig Spannung mit ein und sorgt immer wieder für die ein oder andere Wendung, so dass es auch bis zum Ende spannend bleibt. Mit dieser Auflösung konnte man nicht wirklich rechnen.
Es ist auch immer wieder saarländischer Dialekt eingestreut, dadurch kommt das Ganze auch sehrr authentisch bei den LeserInnen an. Ich -als Pfälzer- hatte keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Aber für alle anderen gibt es im Anhang auch noch ein „Saar-ABC“.
Trotz meiner hohen Erwartungen konnte mich dieses Buch wieder absolut begeistern. Es ist einfach Unterhaltung pur und ein richtiger „Gute-Laune-Krimi“. Ich kann diesen Dorfkrimi allen empfehlen, die gerne witzige und skurrile Regionalkrimis lesen.