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Veröffentlicht am 08.09.2019

Eine Orgie der Gewalt

Hades' Hangmen - AK
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Bevor ich dieses Buch begann, wusste ich eigentlich schon, dass es harte Kost werden würde. Wenn man die ersten vier Bände der Hades’ Hangmen gelesen hat, entwickelt man eine Ahnung für das Grauen, das ...

Bevor ich dieses Buch begann, wusste ich eigentlich schon, dass es harte Kost werden würde. Wenn man die ersten vier Bände der Hades’ Hangmen gelesen hat, entwickelt man eine Ahnung für das Grauen, das Tillie Cole loslassen wird. Also tief Luft holen und sich auf das Schlimmste vorbereiten. Aber es kam noch schlimmer, als ich es mir ausgemalt hatte.

Diesmal geht es um AK, der seinen Spitznamen seiner Scharfschützen-Vergangenheit in der Army verdankt, und um Phebe, eine der Schwestern der Sekte. AK war mit seinem Bruder im Irak stationiert und hat sein ganz eigenes Päckchen zu tragen. Ihm und seiner Familie ist sehr Schlimmes passiert und er gibt sich Schuld dafür.

Phebe ist von der Sekte an Menschenhändler verkauft worden, von denen AK und seine Hangmen-Brüder sie retten wollen. Ihr werden unaussprechliche Dinge angetan - Schläge, Hunger, Vergewaltigung und Drogen sind an der Tagesordnung.

Ich bin wahrlich kein Weichei. Eine ganze Staffel einer Zombieserie bei Netflix? Kein Problem. Sadistische Serienkiller in blutrünstigen Thrillern? Das stecke ich weg. Aber dieses Buch hat mich an meine Grenzen gebracht. Die Gewalt nimmt kein Ende und diesmal war es mir wirklich zu viel.

Fast hatte ich das Gefühl, das Tillie Cole beim Schreiben in einen Rausch gefallen ist ohne jede Notbremse. Sie überschreitet mit ihrer Schilderung der Hölle nicht nur eine Grenze sondern gleich mehrere, da es immer wieder in diesem Buch vorkommt, dass mich Erschütterung und Entsetzen überwältigten. Hinzu kommt, dass gerade wieder die aktuellen Nachrichten voll sind mit Meldungen über Kindesmissbrauch oder Verdachtsfälle, die Prominente betreffen und man eigentlich Fiktion von Realität trennen sollte. Es ist mir persönlich nur bedingt gelungen, denn auch wenn sicher in einem Buch alles überspitzt dargestellt wird, kann ich mir doch ausmalen, was vielen Kindern und jungen Frauen tatsächlich angetan wird.

Ich selbst befand mich bei diesem Buch in einem inneren Zwiespalt. Wie eine Gafferin bei einem schrecklichen Unfall fühlte ich mich. Man weiß eigentlich, dass man nicht zusehen bzw. weiterlesen sollte, aber man kann einfach nicht anders. Und ich werde nicht anders können, als das nächste Buch der Reihe auch zu lesen.

Eigentlich ist es ein Kompliment an Tillie Cole, dass sie den Leser so an ein Buch binden kann. Tatsächlich tue ich mich diesmal schwer damit. Immerhin gibt es ein Licht am Ende des Tunnels sowie erleichtertes Aufatmen und reichlich Tränen meinerseits bei einem versöhnlichen Ende.

Unter dem Eindruck meiner persönlichen Gefühle habe ich mich diesmal auch mit den Protagonisten, besonders mit Phebe, schwer getan. Zu schnell geschah der Entzug von den diversen Drogen, zu schnell die Bindung an einen Mann. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Mann sich so schnell auf sexueller Ebene auf eine Frau einlassen kann, die derart viel erleiden musste.

Sicher gehe ich mit meiner Rezension zu wenig auf Details des Buches ein. Bitte seht es mir nach, denn auch Tage nach der Lektüre habe ich immer noch Bilder im Kopf, die mich bewegen. Kleiner Ärger am Rande: dieses Mal passt das Cover nicht zum Mann, denn immer wieder ist von AKs langen Haaren die Rede und von den Narben, die er aus dem Krieg mitgebracht hat.

Herzlichen Dank an den LYX Verlag und an NetGalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Man kann unschwer erkennen, dass es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Gut, aber nicht großartig - Nalini Singh kann es deutlich besser

Cherish Love
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Sailor Bishop und Ísa Rain sehen einander erstmals auf einer Collegeparty. Sailor ist augenblicklich von dem Mädchen fasziniert, aber für sie gehört der Abend zu den demütigsten Erfahrungen ihres Lebens. ...

Sailor Bishop und Ísa Rain sehen einander erstmals auf einer Collegeparty. Sailor ist augenblicklich von dem Mädchen fasziniert, aber für sie gehört der Abend zu den demütigsten Erfahrungen ihres Lebens. Ihr Freund trennt sich öffentlich von ihr und findet hässliche Worte für ihre kurvige Figur. Sailor verfolgt sie, als sie davonläuft, verliert sie aber aus den Augen. Sieben Jahre später treffen sie einander zufällig wieder. Diesmal ist Sailor fest entschlossen, Ísa nicht wieder gehen zu lassen.

Ísa hat eine einsame Kindheit erlebt mit Eltern, deren Fokus ausschließlich auf ihrer Karriere lag. Sie wünscht sich deshalb einen Mann, für den sie das Wichtigste im Leben ist. Kann das jemand sein, der dazu noch fünf Jahre jünger ist als sie selbst? Sailor hingegen hat sich als Landschaftsgärtner selbständig gemacht und will mit vollem Einsatz erfolgreich werden. Beide fragen sich, wie sie das vereinbaren können.

Und das fragen sie sich leider über weite Strecken des Buches. Viele Seiten werden mit diesen Gedanken und Sorgen gefüllt. Das verursacht einfach Längen, die aus meiner Sicht zeitweise eine gewisse Langeweile hervorrufen. Hinzu kommt, dass die Autorin kein großes Drama in die Geschichte verpackt. Das aber hätte den Spannungsbogen ein ganzes Stück nach oben verlagern können.

Dafür sind Nalini Singhs Protagonisten auch eine Spur zu perfekt. Ísa ist in ihrer Patchworkfamilie der Klebstoff, der alle zusammenhält. Ihre ehrgeizige Mutter und ihre diversen Stiefväter sind unfähig, sich um ihre jeweiligen Kinder zu kümmern. So übernimmt Ísa deren Rollen für ihre Stiefgeschwister. Manchmal möchte ich sie schütteln und ihr zurufen „Wehr Dich, Du kannst Deine Fürsorge auch anders zum Ausdruck bringen“. Aber ihr Selbstwertgefühl hat einfach zuviel Schaden genommen.

Sailors Familie ist im Gegenzug einander zugewandt, wenn man seinen leiblichen Vater außer Acht lässt, der seine Familie verließ, als er noch ein kleiner Junge war. So will er selbst niemals werden. Aber auch Sailor ist in meinen Augen zu verständnisvoll, zu verantwortungsbewußt, zu reif für seine 23 Jahre.

Viel Mühe hatte ich auch damit, die diversen Mitglieder von Ísas Familie unterscheiden zu können. Welches Kind ist von welchem Vater? In wievielter Ehe sind ihre Eltern nun verheiratet? Und mit wem aktuell? Diese Verhältnisse sind verzwickt und verschachtelt und haben mich häufig völlig verwirrt.

Dass Cherish Love ein Spin-off der Rock-Kiss-Reihe ist, war auch nicht gleich klar. Zwar kam mir der Name Gabriel Bishop bekannt vor, aber dieses Buch hier spielt zeitlich einige Jahre vor Gabes Geschichte. Vorkenntnisse für die Hard-Play-Reihe sind nicht notwendig, aber wenn man die anderen Bücher kennt, werden Fragen nach den zeitlichen Abläufen aufgeworfen. Und aus meiner Sicht hat sich da jemand ziemlich verrechnet.

Singh kann es definitiv besser, das haben ihre bisherigen Bücher bewiesen. Das hier ist nicht schlecht, aber umgehauen hat es mich nicht. Dennoch freue ich mich auf den zweiten Teil, da er einiges an Witz und Humor verspricht.

Herzlichen Dank an den LYX Verlag und an NetGalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Man kann wohl unschwer erkennen, dass es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Erfüllte leider nicht die Erwartungen, die ich hatte

Verliebt in Mr. Perfect
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Darcy und Tom waren in ihrer Kindheit Freunde und Nachbarn, haben aber seit Jahren nur lockeren Kontakt. Heute arbeitet Darcy als freiberufliche Fotografin und abends als Barkeeperin in einer zwielichtigen ...

Darcy und Tom waren in ihrer Kindheit Freunde und Nachbarn, haben aber seit Jahren nur lockeren Kontakt. Heute arbeitet Darcy als freiberufliche Fotografin und abends als Barkeeperin in einer zwielichtigen Kneipe. Tom saniert baufällige Häuser und will sich nun um das Haus kümmern, das Darcy von ihrer Großmutter geerbt hat. Welten treffen aufeinander - sie chaotisch und bestimmend, er hingegen ruhig und bedächtig. Und als er bekennt, dass er seine Verlobung mit Megan gelöst hat, gibt es kein Halten mehr für Darcy. Endlich will sie das wahrmachen, wovon sie seit ihrer Jugend träumt.

Nachdem ich die tollen Bewertungen zu Sally Thornes Erstlingswerk „Küss mich, Mistkerl“ gelesen hatte, freute ich mich sehr, dass ich für ihr neues Buch ein Rezensionsexemplar bekommen konnte. Und nun stehe ich da und bin enorm verwirrt. Kann es wirklich sein, dass das zweite Buch einer Autorin so anders ist als erwartet? Liegt es an mir, dass ich den so angepriesenen Humor nicht verstehe? Und dass ich in dem vorliegenden weniger eine Komödie als eine traurige Geschichte sehe?

Darcy ist eine der Frauen, die mich von der ersten Seite an wahnsinnig genervt haben. Man sieht natürlich, dass ihre sarkastische Art und ihr Wunsch, Menschen auf Abstand zu halten, nur eine Form des Selbstschutzes ist. Sie hat die halbe Welt bereist, aber letztlich war es immer eine Flucht, wenn es in irgendeiner Form kompliziert wurde. Sie trägt viel Ballast mit sich herum, nicht zuletzt auch durch die komplizierte Beziehung zu ihrem Zwillingsbruder Jamie. Denn der war immer Toms bester Freund, eine Rolle, die sie gern gehabt hätte.

Mancher mag Darcy als echt empfinden, als unverfälscht. Ich finde sie eher anstrengend in ihrem Selbstmitleid, in ihrem Zynismus. Sie leidet an Herzrhythmusstörungen und wird bald einen Schrittmacher benötigen, aber es fällt mir schwer, Mitgefühl für sie zu entwickeln. Ihre inneren Monologe, die viele Seiten des Buches dominieren, empfinde ich weniger witzig als schwach.

Tom ist ein Charakter, dem ich genauso wenig nahe gekommen bin. Seine ruhige, immer verständnisvolle, manchmal schon stoische Art macht es schwer, ihn zu verstehen. Sicher stellt er den klassischen Gegenpart zu Darcy dar, genau die Art von Partner, den sie braucht. Dennoch bleibt er für mich zu farblos. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Story aus beider Sicht erzählt wird.

Weitere Akteure sind nur noch Darcy Zwillingsbruder Jamie, der so ziemlich der unsympathischste Mann unter der Sonne ist und ihre beste Freundin Truly, die aber offensichtlich nicht ganz aufrichtig ist. Jamie ist mindestens so ichbezogen wie seine Schwester und natürlich liebt er sie auf seine Art. Wenn aber jemand so mit mir sprechen würde, wie er mit ihr - in meinem ganzen Leben würde ich nie wieder ein Wort mit ihm wechseln. Geschwister hin oder her. Auch die irgendwann kommende Versöhnung hat mich nicht völlig überzeugt.

Insgesamt war es für mich ein schwieriges Buch und oft ein Kampf mit dem Wunsch, es einfach wegzulegen. Ich hatte Probleme mit dem Schreibstil, mit den Protagonisten, mit der Länge und nicht zuletzt mit meinen Erwartungen. Trotzdem werde ich Sally Thornes Erstling noch lesen, denn ich hoffe, dass all die begeisterten Leser sich da nicht geirrt haben.

Herzlichen Dank an den MTB Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar. Man kann unschwer erkennen, dass es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 03.07.2019

Vorhersehbar und zäh

My Perfect Ruin
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Elijah geht als berühmter Rockstar auf große Tournee durch die USA. Er will seine beiden Söhne dabei haben, aber seine Ex-Frau Heidi gestattet das nur, wenn er auch Iris mitnimmt, die Nanny der Kinder. ...

Elijah geht als berühmter Rockstar auf große Tournee durch die USA. Er will seine beiden Söhne dabei haben, aber seine Ex-Frau Heidi gestattet das nur, wenn er auch Iris mitnimmt, die Nanny der Kinder. Sie soll Eli beobachten und Heidi über alle seiner Schritte informieren. Eli vertraut seit seiner hässlichen Scheidung keiner Frau mehr, aber Iris gelingt es, mit ihrer zurückhaltenden Art und ihrer offensichtlichen Zuneigung zu seinen Kindern, sein Herz zu erweichen.

Cherrie Lynns Idee eines Rockstar-Single-Dads, der sich in die Nanny verliebt, ist nicht neu. Trotzdem könnte man aus diesem Plot sicher einen soliden Roman entwickeln. Vielleicht humorvoll, vielleicht dramatisch oder sehr heiß. Diesem Buch fehlt es leider an all dem und dem Besonderen, das es aus der Masse ähnlicher Geschichten herausstechen lässt.

Da sind einerseits zwei Protagonisten, die mir über das gesamte Buch hinweg nicht näher kommen konnten. Iris ist eine schüchterne, naive und unsichere 26jährige, die aus einem extrem religiösen Elternhaus stammt und von ihrem ersten Freund missbraucht und betrogen wurde. Sie hat eine völlig falsche Form von Loyalität der offensichtlich intriganten Mutter der Kinder gegenüber entwickelt.

Eli ist als Frontman seiner Band zunächst der typische Idiot, entwickelt sich aber im Verlauf zu einem sehr sensiblen und rücksichtsvollen Mann. Die Diskrepanz dazwischen fand ich aber wenig stimmig und nicht überzeugend dargestellt. Es wäre auch schön gewesen, wenn es mehr Verweise zu Musik gegeben hätte. Zwar schreibt er gegen Ende ein Lied für Iris, aber bis auf die ersten Zeilen gibt es nichts darüber. Ein intensiver Songtext - oder auch mehrere - hätten der Story mehr Gewicht verliehen.

Wirklich genervt haben mich aber Iris’ sich ständig im Kreis drehende Gedanken und ihr Hang zu Tränen. Gefühlt mehr als die Hälfte des Buches war damit gefüllt. Habe ich Seiten überblättert? Ja, nicht wenige. Apropos Hälfte - bis ich 50 % auf meinem Reader erreicht hatte, siezten sich Iris und Eli immer noch. In der Musikbranche? Wie glaubwürdig ist das???

Auch die Erotik hat mich nicht wirklich überzeugen können. Keine der geschilderten Szenen hat mich fasziniert oder mein Kopfkino anspringen lassen. Gewöhnungsbedürftig fand ich diesmal auch Lynns Schreibstil. Die Larson-Brothers hatte mir eigentlich ganz gut gefallen, aber dieses Mal fand ich alles sehr amerikanisch und zu direkt übersetzt. Manche Sätze waren seltsam konstruiert und in ihrer Struktur irritierend. Das hat das Lesevergnügen einmal mehr gemindert.

Für dieses Buch benötigt man Geduld und Ausdauer, um es zu würdigen. Offensichtlich hatte ich nicht genug davon. Es gibt zwar den unvermeidlichen Twist gegen Ende, aber selbst der war vorhersehbar und konnte das Ruder nicht mehr herum reißen.

Herzlichen Dank an den LYX Verlag und an NETGalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Man kann unschwer erkennen, das es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Schmackhaft, nur leider nicht in allen Gängen

Drei Gänge für die Liebe
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Mia, preisgekrönte Köchin des Restaurants Seduction mit seinem aphrodisierenden Essen, soll in einem Kochduell vor Fernsehkameras gegen den angesagten TV-Koch Camden antreten. Vor 10 Jahren waren die beiden ...

Mia, preisgekrönte Köchin des Restaurants Seduction mit seinem aphrodisierenden Essen, soll in einem Kochduell vor Fernsehkameras gegen den angesagten TV-Koch Camden antreten. Vor 10 Jahren waren die beiden mal ein Paar, bevor Mia Camden Knall auf Fall verlassen hat. Sie hatte gute Gründe dafür, aber trotzdem sieht sie ihrem Wiedersehen besorgt entgegen. Denn sie fürchtet, dass sie ihm erneut nicht widerstehen kann.

Mir haben die vorherigen Fusion-Bände ganz gut gefallen. Auch diese Geschichte fällt nicht aus der Reihe. Proby schafft wieder sympathische Protagonisten mit liebenswerten Eigenheiten und einer guten Portion Humor. Abgesehen davon, dass Mia mit ihrer kurvigen Figur hadert (während vermutlich die meisten Leserinnen sich darüber freuen, dass sie kein Magermodel ist) und Camden praktisch gar keine Fehler hat ausser einer gewissen Zurückhaltung, fehlen mir aber ein wenig Ecken und Kanten, an denen man sich reiben kann. Dazu gehört auch, dass die Story ohne großes Drama vor sich hin plätschert. Die einzige, wenig spannende Situation gegen Ende ist vorhersehbar und viel zu seicht, um Gänsehaut zu erzeugen. Anders gesagt - manchmal ein wenig langweilig. Auch die Erotik hat sich dem angepasst: stilvoll, sexy, aber für das ganz große Kopfkino reicht es nicht.

Andererseits hatte ich großen Spaß an der Dynamik der Freundinnen untereinander. Sie sind alle bekannt aus den ersten Bänden und treten zahlreich wieder auf. Man könnte dieses Buch zwar ohne Vorkenntnisse lesen, aber viel Sinn macht es nicht. Dafür sind ihre Leben sowohl privat als auch im Restaurant zu sehr miteinander verwoben.

Besonders gelungen und wirklich witzig fand ich den Epilog, der einen wunderbaren und passenden Abschluss bietet. Damit komme ich aber auch zu meinem größten Kritikpunkt: es fehlt ein Teil in dieser Serie, nämlich die Geschichte von Riley und Trevor. Eigentlich sollte diese der vierte Band sein und nicht das vorliegende Buch. „Drei Gänge für die Liebe“ müsste Band 5 als letztes Buch der Fusion-Reihe sein. Das ist eine ganz einfache Rechnung: fünf Freundinnen + fünf Männer = fünf Bücher! Lieber MTB-Verlag - was ist denn da geschehen? Da hat man alle Charaktere lieb gewonnen und so möchte man natürlich auch über ALLE Paare lesen, wie sich gefunden haben.

Auch die Gestaltung des Covers fällt diesmal ein klein wenig aus dem gewohnten Rahmen. Zwar minimal, aber doch so, dass es mir negativ auffällt.

Fazit: eine gern gelesene und unterhaltsam leichte Reihe um die Freundinnen, die hier ein würdiges Ende bekommt.

Ich bedanke mich herzlich beim MTB Verlag und bei NetGalley für das Rezensionsexemplar. Man kann vermutlich erkennen, dass es meine ehrliche Meinung nicht beeinflusst hat.