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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2019

Wie schnell man in den Sog des Verbrechens geraten kann

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Zum Buch:
Mark und Erin heiraten endlich und entschließen ihre Flitterwochen auf Bora Bora zu verbringen. Da Mark jedoch kurz vor der Heirat seinen Job verliert wird das Ganze etwas reduziert. Nichts desto ...

Zum Buch:
Mark und Erin heiraten endlich und entschließen ihre Flitterwochen auf Bora Bora zu verbringen. Da Mark jedoch kurz vor der Heirat seinen Job verliert wird das Ganze etwas reduziert. Nichts desto trotz wird es ein toller Urlaub, bis sie bei einem Ausflug mit Tauchgang eine folgenschwere Entdeckung machen.

Meine Meinung:.
Das Cover wirkt etwas Düster, fast unheilvoll und passt gut zum Titel. Der Prolog fängt schon mal gut an. Erin scheint mühevoll ein Grab für ihren toten Ehemann zu schaufeln. Doch weshalb ist er tot? Denn eigentlich begann doch alles so schön harmonisch mit der Planung der Flitterwochen auf Bora Bora.
Die Autorin führt uns zusammen mit Erin und Mark auf ihre Reise in die Ehe. Noch während der letzten Vorbereitung zur Hochzeit wird Mark, ein erfolgreicher Investmentbanker von seiner Firma frei gestellt, kein Grund zur Sorge, denn Erin verdient ebenfalls als Dokumentarfilmerin sehr gut. Nichts trübt ihre Flitterwochen, bis sie eine folgenschwere Entdeckung auf dem Grund des Meeres machen und beschließen diese geheim zu halten. Von nun an muss sich das Paar ungeahnten Herausforderungen stellen. Nur gut das Erin auf Grund Ihres Dokumentarfilms gute Kontakte zu einem Verurteilten im Gefängnis hat. Bei allen Aktivitäten die das Paar dann anstellt, fragt sich der Leser wie es den Beiden in ihrer unerfahrenen Naivität trotz allem gelingt das Meiste relativ gut zu meistern. Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin Erin erzählt, so erfährt man auch Rückblicke aus der Vergangenheit oder welche Gedanken Erin manchmal plagen. Die Autorin Catherine Steadman legt einen flüssigen Schreibstil vor, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt. Die Geschichte ist wirklich gut erzählt lässt aber den versprochenen Nervenkitzel oder gar Gänsehautfeeling vermissen. Dennoch ist das Buch mal eine andere Geschichte als üblich und hat mich gut unterhalten.

Fazit:
Guter Plot allerdings ohne großen Nervenkitzel, dennoch gute Unterhaltungsliteratur

Veröffentlicht am 04.06.2019

Wenn Freunde Tatverdächtige sind……….

Tödliches Klassentreffen
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Zum Buch:
Als Rauch nach seinem Klassentreffen vom Telefon aus dem Schlaf gerissen wird, konnte er noch nicht ahnen, dass er in seinem unmittelbaren Freundeskreis ermitteln muss.
Er wird zu seiner ehemaligen ...

Zum Buch:
Als Rauch nach seinem Klassentreffen vom Telefon aus dem Schlaf gerissen wird, konnte er noch nicht ahnen, dass er in seinem unmittelbaren Freundeskreis ermitteln muss.
Er wird zu seiner ehemaligen Schule gerufen, in der die Leiche seines Freundes Georg Daniels aufgefunden wurde. Nun gilt es zu ermitteln, ausgerechnet in Rauchs Freundeskreis.

Meine Meinung:
Die Protagonisten wurden alle realistisch dargestellt. So verwundert es auch nicht, dass sich Rauch sehr schwer damit tut in seinem Freundeskreis zu ermitteln, bzw. überhaupt nicht glaubt, dass ein Freund von ihm mit dem Mord etwas zu tun haben könnte. Folgendermaßen werden Vernehmungen aufgeschoben oder finden erst zu einem späteren Zeitpunkt statt. Da Rauch auch noch einige Baustellen in seinem Privatleben zu bewältigen hat, spielt das Privatleben in diesem Buch eine wichtige Rolle. Die Kollegin Dr. Sophie Hagen hat ebenfalls anscheinend mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen (hier gibt es nur Andeutungen, die mich zuerst etwas verwirrten, da ich dachte es gibt noch einen Vorgänger). Die Ermittlungen bringen das Bild, welches sich Rauch von seinen Freunden gemacht hat, gehörig ins Wanken und belasten seine Freundschaft mit seinen Kumpels. Hier komme ich zurück zu meinem Titel: „Wenn Freunde Tatverdächtige sind, sollte man nicht ermitteln“. So wäre es auch im realen Leben gewesen, doch die Autorin klärt dies geschickt. Stuttgarts Lokalkolorit gefällt mir gut und die schwäbische Gemütlichkeit merkt man auch beim Ermitteln. Hier fehlte mir für einen Krimi eindeutig etwas mehr Spannung, so gibt es für Kommissar Rauch und Sophie Hagen bei künftigen Ermittlungen noch Luft nach oben. Bei meinem Exemplar waren zudem noch einige Fehler im Text, die mir die Freude am Lesen etwas gemindert haben, diese wurden zwischenzeitlich jedoch ausgebessert. Was soll ich sagen, ein Krimi von Adriana, den musste ich unbedingt lesen, schließlich überwiegen meine Bücher im Krimi/Thriller Genre. Meine Erwartungen waren sehr hoch und nun fällt es mir wirklich schwer eine Bewertung/ehrliche Meinung abzugeben und ich habe lange mit mir gerungen, denn ich finde Adriana sehr sympathisch, sie überzeugte in ihren Jugendbüchern und hat einen tollen Schreibstil. Dennoch kann ich leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben. Mir fehlte die Spannung und es waren mir zu viele Baustellen des Ermittlerduos die überwogen haben.

Die Rezi erfolgt für das ebook 1. Ausgabe

Fazit:
Ein solider Krimi mit Lokalkolorit der noch Luft nach oben hat.

Veröffentlicht am 10.05.2019

Wen kann man noch trauen?

Heute wirst du sterben - The Teacher
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Zum Buch/Klapptext:
Der Direktor einer Eliteschule in Exeter wird erhängt in der Aula aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dann sterben weitere Männer auf grausame Art. DS Imogen Grey und ...

Zum Buch/Klapptext:
Der Direktor einer Eliteschule in Exeter wird erhängt in der Aula aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dann sterben weitere Männer auf grausame Art. DS Imogen Grey und DS Adrian Miles, die sich erst als neues Team zusammen raufen müssen, finden zunächst keine Verbindung zwischen den Toten. Aber nach und nach kommen die Ermittlerin und ihr Partner einem dunklen Geheimnis aus Korruption, Lügen und Missbrauch auf die Spur, das ein unvorstellbares Grauen offenbart.

Meine Meinung:
Der Schreibstil und die Aufteilung des Buches sind sehr gewöhnungsbedürftig. Gefühlte 50 Personen und Schauplätze lassen einen zunächst verwirren und der Leser stellt sich die Frage: „Über was will die Autorin eigentlich scheiben?“ Ich wollte eigentlich das Buch schon genervt abbrechen. Doch dann hat es mich irgendwie doch gepackt. Obwohl relativ schnell klar ist wer die Morde begeht und die Opfer sich relativ emotionslos ihrem Tod beugen. In diesem Buch scheint niemand das zu sein, was er vorgibt, jeder Protagonist hat seine eigenen Dämonen der Vergangenheit mit denen er kämpft, die Guten wandeln sich zu den Bösen und die Bösen zu den Guten. So fragen sich die Ermittler nicht umsonst: „Wen kann man noch vertrauen?“. Da ich mich nun an den Schreibstil gewöhnt habe, werde ich gleich im Anschluss den zweiten Teil „ The Secret – Er weiß wer du wirklich bist“, der ebenfalls auf meinem SuEb (Stapel ungelesener ebooks) schlummert, lesen.
Diesen Teil würde ich gerne 3,5 Sterne geben, die ich aber auf 3 Sterne abrunde, da mir zu viele Personen am Anfang mitspielen und die Kerngeschichte des Klapptextes erst später an Bedeutung gewann.

Fazit:
Gewöhnungsbedürftiger Thriller der noch ausbaufähig ist, dennoch irgendwann packt

Veröffentlicht am 06.05.2019

Nichts ist wie es scheint

Auris
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Klapptext:
Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe ...

Klapptext:
Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr.

Zum Buch/Meine Meinung:
Vorneweg einmal, dieses Buch ist nach einer Idee von Sebastian Fitzek entstanden, was schon einmal den Kauf dieses Buches forciert.
Das Buchcover mit seinem weißen Hintergrund und der roten Schrift mit dem Titel "Auris" wirkt schlicht und dennoch faszinierend.
Schon ab dem ersten Kapitel gibt es Spannung, als man den Phonetiker Matthias Hegel bei einem Einsatz begleitet, in dem er zwei Kindern das Leben rettet. Und das nur, weil er ein paar Sätze des Geiselnehmers gehört hat. Als Phonetiker der akustische Beweisführungen macht, hat er ein gutes geschultes Ohr. Deshalb passt der Titel „AURIS“ was „Ohr“ bedeutet sehr gut. Jula Ansorge, die mit ihren Podcasts auf unschuldig Verurteilte aufmerksam macht, erkennt Widersprüche im Fall Hegel und nimmt sie dessen Fall an. Nebenbei versucht sie ihr eigenes Trauma und den Tod ihres Bruders zu verarbeiten. Geschickt wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit gesprungen, was die Geschichte lebendig hält. So erfährt der Leser was Jula passiert ist und weshalb sie daran interessiert ist, genaueres über die Umstände von damals zu erfahren. Doch ist Jula durch ihr Trauma leicht zu manipulieren? Diese Frage stellt sich der Leser am Ende des Buches, das noch mit einigen Überraschungen aufwartet und somit auf den zweiten Teil neugierig macht.
Während mich die Szenen mit dem Protagonisten Matthias Hegel fasziniert haben und ich diese total spannend waren, konnte mich die Hauptprotagonistin Jula Ansorge nicht fesseln. Sie wirkte auf mich teilweise etwas naiv im Umgang mit ihren Vermutungen und kam zu leicht an wichtige Informationen. Sicher, nur so konnte die Geschichte flüssig weiterlaufen aber hier hatte ich oft das Gefühl, es geht mehr um eine nahtlose Erzählung als um einen spannenden Thriller. Ich hatte aufgrund des sehr guten Anfangs etwas mehr erwartet, mir fehlte zwischendrin die wirklich gute fesselnde und spannende Schreibweise. Ich kann es nur so formulieren: „Ein Buch mit Matthias Hegel, wie er seine Fälle bearbeitet und löst in der Schreibweise wie am Anfang würde ich sofort kaufen, während ein Buch über die Podcasterin Jula Ansorge mich nicht groß interessiert.“ Und deshalb tue ich mir mit einer Punkte/Sterne Vergabe nicht leicht, ich bin zweigeteilt, auf der einen Seite würde ich 4 Sterne vergeben, auf der anderen Seite nur 3 Sterne. Da es aber keine 3,5 Sterne gibt werde ich mich auf 3 Sterne festlegen, da der größere Teil mit Jule zu tun hat.

Fazit:
Spannende Geschichte mit einigen Wirrungen, die mich nach dem starken Anfang leider nicht dauerhaft fesseln konnte.

Veröffentlicht am 24.03.2026

Leben in der Vergangenheit

Das White Octopus Hotel
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Zum Inhalt:
Die Kunstgutachterin Eve Shaw hat in ihrer frühen Kindheit einen schweren Verlust. Seitdem hat sie mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Eines Tages sucht sie ein älterer Herr bei ihrer Arbeit auf, ...

Zum Inhalt:
Die Kunstgutachterin Eve Shaw hat in ihrer frühen Kindheit einen schweren Verlust. Seitdem hat sie mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Eines Tages sucht sie ein älterer Herr bei ihrer Arbeit auf, übergibt ihr ein Geschenk und bittet sie, zum Hotel Octopus zurückzukehren. Bei ihren Recherchen zu dem Hotel stößt sie auf Mythen um Zeitreisezimmer und Gegenstände voller Magie. Das Gefühl, dort schon einmal gewesen zu sein, wird immer stärker und lässt sie letztendlich das mysteriöse, verfallene Hotel aufsuchen. Für Eve beginnt eine außergewöhnliche Reise.

Meine Meinung:
Alexandra Bell führt in eine Welt voller Magie und Zeitreisen. Zunächst verfolgte ich voller Spannung, wie Eve sich dem verfallenen Hotel nähert und dann plötzlich sich in der Vergangenheit befindet. Die Beschreibung des Ortes ist so bildhaft, dass man das Gefühl hat, sich ebenfalls dort zu befinden. Je mehr Eve sich in dem Hotel umsieht, und verzweifelt versucht, bei einem Suchspiel zu gewinnen, um ihre Vergangenheit und Schuld zu korrigieren, umso mehr nähert man sich verschiedene Zeiten. Zeiten, in denen sich Eve scheinbar schon öfters in diesem Hotel befunden hat. Wie ein roter Faden zogen sich der Schmerz des Weltkriegs, Einsamkeit und Schuldgefühle durch die Geschichte und prägten die Stimmung. Zeitgleich zweimal im Hotel zu sein, eine alte Liebe neu zu entdecken und letztendlich noch einmal in der Vergangenheit neu zu beginnen, wirkt wie ein Kreislauf. War der Anfang für mich spannend und nachvollziehbar, wurde es dann leider zum Schluss hin nur noch verwirrend. Letztendlich hatte ich das Gefühl, dass die Autorin so viele Ideen wie möglich in dieses Buch packen wollte und hat mich dabei am Ende verloren.

Fazit:
Ein Zeitreiseroman mit einem starken Anfang, der mich zum Ende hin jedoch verwirrt zurücklässt.

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