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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2019

Intellektuelle Analyse der amerikanischen Demokratie

Wie Demokratien sterben
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In diesem Buch geht es hauptsächlich um die politische Geschichte Amerikas, ergänzt mit Episoden aus Südamerika und Europa. Einiges war durchaus interessant, aber die ganzen Abgeordneten im Kongress und ...

In diesem Buch geht es hauptsächlich um die politische Geschichte Amerikas, ergänzt mit Episoden aus Südamerika und Europa. Einiges war durchaus interessant, aber die ganzen Abgeordneten im Kongress und die Streitigkeiten mit dem Obersten Gerichtshof und den Richterposten waren mir zuviel. Die Autoren beschreiben eine Entwicklung in den USA, bei der die harten Leitplanken der Demokratie ihre Kraft verlieren und die Präsidentschaft von Donald Trump ist für sie eine Tragödie und das wäre auch der passende Untertitel für dieses Buch. Die Tragödie Donald Trump.

Die USA und Lateinamerika haben ein präsidiales Regierungssystem, das überhaupt nicht vergleichbar mit unserer parlamentarischen Demokratie ist. Mit den Demokraten und Republikanern haben sie zwei Parteien, die sich regelmäßig an der Regierung abwechseln. Beide Lager haben mit den Themen Rasse, Religion und Wirtschaftskraft in ihren Extremen zu tun.

Das Buch liest sich interessant, aber mehr aus historischer Sicht. Für die aktuellen Herausforderungen gibt es nicht wirklich Lösungsansätze her.

Veröffentlicht am 25.08.2019

Charlie Lager hat mich noch nicht richtig überzeugt

Löwenzahnkind
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* Kein typisch schwedischer Thriller, sondern eher ein Mix aus Krimi & Drama*

Der Klappentext und die Pressemeldungen auf der Umschlagsinnenseite haben bei mir hohe Erwartungen geweckt, die aber nur zum ...

* Kein typisch schwedischer Thriller, sondern eher ein Mix aus Krimi & Drama*

Der Klappentext und die Pressemeldungen auf der Umschlagsinnenseite haben bei mir hohe Erwartungen geweckt, die aber nur zum Teil erfüllt wurden. Für mich ist das Buch kein typischer Thriller sondern eher ein Drama-Krimi.

Charlie Lager ist für mich noch keine brillante Ermittlerin. Hier in dieser Geschichte würde ich sie eher hartnäckig beschreiben. Sie muss mit ihrem Kollegen Anders in ihre Heimatstadt Gullspång, um bei der Suche nach einer vermissten Jugendlichen zu helfen. Es besteht der Verdacht, dass die lebenslustige Annabelle einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Neben den Ermittlungen, hat Charlie mit ihrer eigenen Geschichte zu kämpfen und es gibt kurze Erinnerungen an die Zeit mit ihrer Mutter Betty.

Das Hauptthema in dieser Geschichte ist Alkohol- und Drogenmissbrauch und die Perspektivlosigkeit in der Provinz.

Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Es hat sich zwar gut lesen lassen und es war auch stellenweise fesselnd ( nicht spannend), aber so richtig ist der Funke nicht übergesprungen.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Die Urahninnen von Avalon

Der Weg nach Avalon
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Ich bin ein großer Fan der Geschichten rund um Avalon, Camelot, König Artus und Merlin und meistens relativ leicht damit zu begeistern.

Da ich vor längerer Zeit schon das erste Buch von Frau Fader, „Morgaine ...

Ich bin ein großer Fan der Geschichten rund um Avalon, Camelot, König Artus und Merlin und meistens relativ leicht damit zu begeistern.

Da ich vor längerer Zeit schon das erste Buch von Frau Fader, „Morgaine – Das Leben einer Priesterin von Avalon“ gelesen habe, war ich neugierig welche Vorgeschichte sie zu erzählen hat. Die Handlung beginnt im Jahr 1158 v. Chr. und macht einige Zeitsprünge bis in die Zeit 500 n.Chr. Es geht immer wieder um kurze Episoden der Urahninnen Aria, Maga, Ninu, Urgain und einigen mehr und endet bei Vivian, Merlin, Morgain und Artus.

In der Handlung sind viele esoterisch – spirituelle Elemente verpackt. Lichtwesen wie Lady Portia, Lady Nada und Aurora spielen eine Rolle, wie auch die von Frau Fader sehr geliebten Drachen. Die Frauen werden in höhere Energien eingeweiht und werden zu Priesterinnen und Hohepriesterinnen und lernen die Verwendung von 'lebendigen Symbolen'. Diese Symbole kennen viele als Runen.

Die Geschichte dieses Buches fand ich durchaus gut und sympathisch. Durch die Zeitsprünge und die nicht ganz so flüssige Sprache der Autorin, konnte sich bei mir kein Sog entwickeln, den so ein Buch eigentlich auslösen sollte. Dafür einen Punkt Abzug.

Was mich allerdings gestört hat, waren die sexuellen Beziehungen von jungen Mädchen mit erwachsenen Männern. Eine der Hauptpersonen, lebte als 13 jähriges Mädchen mit einem Mann zusammen und bekam auch schnell Kinder mit ihm. Das hat für mich nicht zur Handlung gepasst und dafür auch einen Punkt Abzug.

Somit bekommt dieses Buch von mir 3 von 5 Punkten

Veröffentlicht am 29.05.2019

Für mich zu abstrakt und philosophisch

Die psychotische Gesellschaft
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Bei diesem Buch haben mich Cover und Titel neugierig gemacht. Die Autorin war mir bis jetzt unbekannt. Ich habe mir eine gesellschaftskritische Abrechnung vorgestellt, die konkrete Lösungsansätze beinhaltet.

Meine ...

Bei diesem Buch haben mich Cover und Titel neugierig gemacht. Die Autorin war mir bis jetzt unbekannt. Ich habe mir eine gesellschaftskritische Abrechnung vorgestellt, die konkrete Lösungsansätze beinhaltet.

Meine Erwartungen wurden nur zum Teil erfüllt. Die Autorin benennt einige fragliche Entwicklungen, wie z.B. die Kommerzialisierung des Privatlebens in Social-Media und die Vereinsamung des Einzelnen. Konkrete Ideen wie man das ändern kann, konnte ich nicht finden.

Es geht in diesem Buch vielmehr darum, erstmal neu zu denken. Frau von Schirach spannt einen großen Bogen zwischen östlicher und westlicher Philosophie und zitiert zahlreiche Vordenker, wie z.B. Heidegger, Kierkegaard, Nietzsche,.. An manchen Stellen ist mir das zuviel geworden, weil ich den Gedankensprüngen nicht immer folgen konnte.

Die Autorin liebt die Sprache und das Wort und ermutigt, die Bedeutung von manchen Begriffen zu hinterfragen und bei Bedarf neu zu belegen. Das fand ich z.B. sehr interessant.

Wenn man sich auf das Buch einlassen kann, regt es auf jeden Fall das Denken an. Wer sich mehr konkretes und handfestes wünscht, wird mit diesem Buch nicht glücklich.

Veröffentlicht am 07.05.2019

Gute Unterhaltung bei der die Spannung leider etwas gefehlt hat

Hannas Leichen
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Mit "Hannas Leichen" startet eine neue Krimi-Reihe mit Hanna Schmiedinger als Hauptkommissarin. Aufgrund Cover und Klappentext habe ich einen anspruchsvollen Krimi mit komplizierten Ermittlungen erwartet. ...

Mit "Hannas Leichen" startet eine neue Krimi-Reihe mit Hanna Schmiedinger als Hauptkommissarin. Aufgrund Cover und Klappentext habe ich einen anspruchsvollen Krimi mit komplizierten Ermittlungen erwartet.

Hier bei diesem Fall hat sie allerdings noch nicht so viel von ihrem Können gezeigt. Da ist noch Luft nach oben. Die ganzen Ermittlungen zum Mord an einem Pärchen laufen eher im Hintergrund der Geschichte mit und die eigentliche Arbeit machen die Kollegen.

Es geht im Buch eigentlich mehr um Hanna persönlich. Sie ist eine polarisierende Frau. Sehr attraktiv, dunkelhaarig, stets mit knallrotem Lippenstift geschminkt und sehr impulsiv. Wir lernen ihre Familie kennen, die mit 4 Generationen auf einem Bauernhof lebt und einiges an Unterhaltung bietet. z.B. kommt es vor, dass Hannas Neffe aus versehen, dem Urgroßvater mit der Armbrust in den Hintern schießt.

Wer Freude an derben Sprüchen und bayerischem Starrsinn hat, wird mit diesem Buch gut unterhalten.

Für mich ist die Krimihandlung zu kurz gekommen, deshalb 3 Punkte.

Liebe Hanna, beim nächsten Fall weniger Grant und mehr Verstand, dann bin ich auch wieder dabei.