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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2019

Zäher Beginn, spannendes Ende

American Queen
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Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten von drei Teilen der Neu Camelot Trilogie. Es handelt sich um eine sehr erotische Liebesgeschichte zwischen einer Frau und zwei Männern. Dieser Teil wird ausschließlich ...

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten von drei Teilen der Neu Camelot Trilogie. Es handelt sich um eine sehr erotische Liebesgeschichte zwischen einer Frau und zwei Männern. Dieser Teil wird ausschließlich aus der Perspektive der Frau, Greer, erzählt und spielt sich mit Zeitsprüngen innerhalb von 10 Jahren ab.

Greer wächst bei ihrem Großvater auf, einem ehemaligen Vizepräsidenten, und wird so schon sehr früh in die obersten Kreise Amerikas eingeführt. Mit 16 trifft sie auf einer Feier auf den einige Jahre älteren Ash, und beide verspüren sofort eine starke körperliche Anziehung. Es vergehen jedoch mehrere Jahre, bis sie sich wiedersehen und eine Chance darauf haben, zusammen zu sein. Nur weiß Greer nicht, wie Ash und sein bester Freund Embry wirklich zueinander stehen, und Ash weiß nicht, wie nahe Greer und Embry sich einst gekommen sind...

Ich muss leider zugeben, dass mich das Buch am Anfang überhaupt nicht abholen konnte. Das hatte mehrere Gründe.
Zum Einen war die Sprache der Figuren sehr gestelzt und unnatürlich. Auch wenn die Geschehnisse in der High Society der USA spielen und ich mich mit der dortigen Sprache und den Verhaltensweisen nicht auskenne, so wirkte die Sprache für mich eher wie in einem historischen Roman. Das störte mich beim Lesen etwas.
Zum Zweiten kamen mir die Liebesgefühle zwischen Greer und Ash zu plötzlich und wirkten auf mich, in Anbetracht eines einmaligen kurzen Treffens, zu unrealistisch, was ihre Intensität und ihre Dauer anging. Gleiches galt für die Gefühle zwischen Greer und Embry, wobei mir das sogar noch plausibler vorkam.
Zuletzt hat sich die Geschichte im ersten Drittel sehr gezogen. Es gab viele Rückblenden und viele innere Monologe Greers, welche die Geschichte nur wenig voran brachten. In den Szenen, die in der Gegenwart spielen, erfährt man bereits einiges über die vergangenen Geschehnisse, sodass die Rückblenden mich nur wenig interessierten.

Nach dem ersten Drittel nahm die Handlung an Fahrt auf, es gab kaum noch Rückblenden und man lernte Ash und Embry etwas besser kennen. Ab diesem Punkt konnte mich das Buch dann endlich auch fesseln und bereitete mir Freude beim Lesen. An die Sprache hatte ich mich schließlich auch gewöhnt.
Mir hat gefallen, dass Greer ihren Gefühlen treu bleibt und ich fand es sehr realistisch, dass sie alle Gedanken, die von Ash weg und zu Embry führten, erstmal als "falsch" verdrängt hat. Auch hat mir gefallen, dass es mehrere überraschende Twists gab, die Ash und Embry immer mal wieder in einem anderen Licht darstellten.

Insgesamt hat mich die zweite Hälfte des Buches durch eine spannende Handlung und aufregende Protagonisten doch noch überzeugen können. Zwar hätte es für meinen Geschmack noch mehr gefühlvolle Szenen und dafür weniger erotische Szenen geben können, allerdings ist das nicht die Schuld des Buches, denn in der Beschreibung wird sehr deutlich gemacht, dass es sich um einen erotischen Roman handelt.

Fazit:
Insgesamt hat mich das Buch, nach dem recht zähen Beginn, doch noch gut unterhalten. Ich bin allerdings noch unschlüssig, ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte. Das Ende dieses ersten Bandes ist allerdings ein echt gemeiner Cliffhanger, weshalb ich mir wohl auch die anderen beiden Bände nicht entgehen lassen kann. Gute 3 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 18.02.2019

Leider ein paar Schwächen

Wenn das Schicksal einzieht
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Diese Liebesgeschichte wird abwechselnd aus Lolas und Nicks Perspektive erzählt. Gelegentlich gibt es aus Nicks Perspektive kurze Einblicke in die Vergangenheit.

Lola hatte vor einiger Zeit einen Unfall ...

Diese Liebesgeschichte wird abwechselnd aus Lolas und Nicks Perspektive erzählt. Gelegentlich gibt es aus Nicks Perspektive kurze Einblicke in die Vergangenheit.

Lola hatte vor einiger Zeit einen Unfall und ist seither querschnittsgelähmt. Auch hat sie dabei einen großen Teil ihres Gedächtnisses verloren. Nun vegetiert sie in ihrem großen Haus mit ihrem Vater und der Hausangestellten vor sich hin, voller Selbstzweifel und ohne einen Plan, was sie mit ihrem Leben anstellen soll.
Nick hatte es bisher nicht leicht. Von unfähigen, ausnutzenden Stiefeltern erzogen und in der Schule gemobbt, hängt er noch immer in einem Leben zwischen Alkohol, Obdachlosigkeit und Kriminalität fest. Bei der Flucht nach einem Einbruch landet er plötzlich im Garten von Lola - seiner Jugendliebe, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat und die sich anscheinend nicht mehr an ihn erinnern kann.
Lolas Vater, der verzweifelt versucht, seiner Tochter die Freude am Leben zurück zu geben, engagiert Nick kurzerhand als ihren neuen Betreuer. Dieser geht widerwillig darauf ein, zum Einen, um einer Haftstrafe zu entgehen, zum Anderen, weil bei diesem Arrangement ein außerordentlich gutes Gehalt und ein eigenes Zimmer für ihn herausspringt.

Ich hatte mit diesem Buch leider einige Probleme.
Diese fingen bereits damit an, dass mir Lola sehr unsympathisch war. Zwar kann ich aufgrund ihrer aktuellen Lebensumstände verstehen, dass sie sehr unsicher und frustriert ist und deshalb öfters mal übertrieben bissig reagiert. Dennoch konnte ich mich mit ihrer kindlich-trotzigen Art einfach nicht richtig anfreunden.
Auch das Verhalten des Vaters fand ich teilweise sehr fragwürdig; einerseits hat er einen starken Beschützerinstinkt Lola gegenüber, andererseits stellt er Nick ein und lässt ihn im selben Haus wohnen, ohne ihn zuvor kennenzulernen. Ich fand sein Verhalten auch zwischendurch immer wieder sehr ambivalent und leider auch unlogisch.

Nick war mein Lichtschimmer in dieser Geschichte. Ihn mochte ich sofort und er erschien mir auch in der gesamten Geschichte immer altersentsprechend reif, klar in seiner inneren Haltung und in seinen Handlungen nachvollziehbar. Im Umgang mit Lola war er überraschend einfühlsam und verständnisvoll, und mehr als einmal benahm er sich wie ein echter Gentleman. <3

Die Liebe, die Nick und Lola als Jugendliche füreinander empfunden haben, war für mich leider nicht nachvollziehbar. Mir schien es eher wie eine sich langsam anbahnende Freundschaft, die aus dem Nichts kam und beendet wurde, bevor sie richtig angefangen hatte. Die Gefühle, die sie in der Gegenwart füreinander entwickeln, wirkten auf mich dagegen deutlich authentischer und spürbarer. Es gab viele schöne Momente, in denen zwischen Nick und Lola ein zartes Band des Vertrauens und der Wertschätzung entsteht.

Das Ende konnte mich leider auch nicht vollkommen versöhnen. Zwar mochte ich Lola zum Ende hin langsam, aber ihre Probleme wurden für meinen Geschmack zu einfach und zu schnell gelöst. Auch bei Nicks Baustellen, insbesondere die Problematik mit seinem Pflegevater, wurde es sich für mein Empfinden viel zu einfach gemacht.

Fazit:
Eine nette Geschichte, die für mich aber noch viel Potenzial nach oben hat. Daher nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 26.07.2018

Konnte mich leider nicht überzeugen.

Trusting You
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Diese Gay Romance wird aus der Perspektive von Mike erzählt. Den Schreibstil fand ich in Ordnung, allerdings wirkte er manchmal etwas gestelzt und abgehakt.

Mike verbringt einen Strandurlaub mit seiner ...

Diese Gay Romance wird aus der Perspektive von Mike erzählt. Den Schreibstil fand ich in Ordnung, allerdings wirkte er manchmal etwas gestelzt und abgehakt.

Mike verbringt einen Strandurlaub mit seiner besten Freundin Kathey, um nach einer bösen Trennung auf andere Gedanken zu kommen. Dort lernen sie eine Gruppe von jungen, attraktiven Männern kennen, und insbesondere der ebenfalls aus Deutschland stammende Jeffrey hat es Mike und Kathey angetan. Mike ist noch nicht so weit, um etwas neues zu beginnen und ist daher bereit, sein eigenes Interesse zurückzustellen und Kathey den Vortritt zu lassen - aber hat Jeffrey wirklich Interesse an Kathey?

Ich muss leider sagen, dass ich von dieser Geschichte enttäuscht bin. Zu Beginn war ich kurz davor, die Geschichte abzubrechen, da ich überhaupt keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte und insbesondere von Kathey einfach nur genervt war. Sie erschien mir extrem eingebildet und egozentrisch und hat mehrmals über Mikes Kopf hinweg für ihn entschieden. Mike jedoch ließ sich alles von ihr gefallen und hatte irgendwie keine eigene Persönlichkeit, so dass ich auch mit ihm nicht warm wurde. Einzig Jeffrey mochte ich, der tat mir sogar richtig leid, wie er sich mit diesem Freundespaar auseinandersetzen musste und fast verzweifelt ist. ^^

Im weiteren Verlauf der Geschichte, nach der Urlaubsreise, wurde es dann besser. Kathey erschien mir langsam wie eine echte Freundin und in Mike konnte ich mich immer mehr einfühlen. Dennoch hat mich gestört, wie naiv und leichtgläubig Mike bis zum Ende war und wie er alles, was man ihm erzählte, einfach so hinnahm, ohne mal etwas genauer nachzuhaken oder zu hinterfragen.
Durch mehrere unerwartete Wendungen konnte mich die Geschichte trotzdem immer wieder einfangen und festhalten. Schlussendlich fühlte ich mich durchaus gut unterhalten, habe mich aber auch immer wieder sehr geärgert.

Fazit:
Die Story an sich hat mir gefallen und ich wurde insgesamt ganz gut unterhalten, aber die Charaktere waren mir über weite Strecken leider nicht sehr sympathisch und insbesondere Protagonist Mike fand ich viel zu naiv. Daher leider nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 06.01.2017

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Bullet Catcher
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Jazz soll die Rolle ihrer Zwillingsschwester Jessica als Fernsehmoderatorin einnehmen, da diese für ein paar Tage untertauchen will, um einer Story nachzujagen. Gleichzeitig engagiert Jessicas Boss einen ...

Jazz soll die Rolle ihrer Zwillingsschwester Jessica als Fernsehmoderatorin einnehmen, da diese für ein paar Tage untertauchen will, um einer Story nachzujagen. Gleichzeitig engagiert Jessicas Boss einen Bodyguard für sie, da sie Drohbriefe erhält. Als Jazz und der Bodyguard in ihrer Wohnung auftauchen, ist Jessica aber verschwunden. Und während Jazz ihren Platz einnimmt, versuchen die beiden Jessica zu finden.
Einerseits bin ich beeindruckt, wie verschachtelt und verzwickt die Autorin die Handlung gestaltet hat, andererseits war es in vielerlei Hinsicht unglaubwürdig.

Jazz mochte ich zwar ganz gerne, aber sie war mir in Hinsicht auf das Verschwinden ihrer Schwester viel zu naiv. Selbst als es immer mehr Hinweise gibt, dass Jessica nicht freiwillig verschwunden ist, hält Jazz an ihrer Rolle fest, statt die Polizei einzuschalten. Obwohl man meinen sollte, sie als Privatdetektivin könne eins und eins zusammen zählen. Ich mochte jedoch ihre Unabhängigkeit und ihren Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen und nicht aufzugeben. Auch ihre Unsicherheit, wenn sie sich mit ihrer Schwester vergleicht, konnte ich sehr gut nachvollziehen.
Alex fand ich deutlich sympathischer, allerdings war auch er mir zu wenig engagiert. Er lässt sich von Jazz beeinflussen und beschützt einfach sie statt Jessica, seiner eigentlichen Mandantin, die bedroht wurde und nun verschwunden ist...!?! Da würde ich von einem Bodyguard, speziell wenn er von einer Elite-Einheit ist, deutlich mehr erwarten. Seinen familiären Hintergrund fand ich sehr spannend, darüber hätte ich gerne noch mehr erfahren. Alex hat Ecken und Kanten und wirkte auf mich sehr authentisch.

Die Unstimmigkeiten sorgten dafür, dass sich die Geschichte sehr gezogen hat und mich lange Zeit nicht wirklich fesseln konnte. Auch die Liebesgeschichte konnte daran nichts ändern. Zwar fühlen sich beide Protagonisten sofort stark zueinander hingezogen, aber tiefere Gefühle konnte ich lange Zeit nicht entdecken. Ihre Beziehung blieb fast ausschließlich auf die körperliche Anziehung reduziert.
Erst zum Ende hin wurde es so spannend, dass mich das Buch mitreißen konnte und ich unbedingt weiterlesen musste. Auch wenn die Auflösung ziemlich verwirrend und unglaubwürdig war, und ich die emotionale Beziehung der Protagonisten nicht ganz nachvollziehen konnte, hat mich der Schluss mit dem Buch versöhnt.

Fazit:
Dieses Buch konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Charaktere konnte ich des Öfteren nicht verstehen und die Liebesgeschichte blieb relativ flach. Das Ende war jedoch spannend und insgesamt konnte mich die Geschichte ganz gut unterhalten. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne und ich hoffe, dass mich die weiteren Teile der Reihe mehr begeistern werden.

Veröffentlicht am 04.11.2023

Leider viel zu lang gezogen

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Dies ist der erste Teil der Darkest Gold - Reihe und wird aus der Perspektive der Protagonistin Auren erzählt.
Auren ist die Favoritin des Königs Midas, dem Herrscher des sechsten Königreichs. Midas hat ...

Dies ist der erste Teil der Darkest Gold - Reihe und wird aus der Perspektive der Protagonistin Auren erzählt.
Auren ist die Favoritin des Königs Midas, dem Herrscher des sechsten Königreichs. Midas hat die Fähigkeit, alles was er möchte in Gold zu verwandeln, und Auren wurde von ihm "goldgeküsst". Um sie zu schützen, befindet sie sich rund um die Uhr in einem goldenen Käfig, innerhalb dessen sie in verschiedene Räume des Palastes gelangen kann. Ihr Leben ist sehr eintönig und dennoch luxuriös. Auren liebt ihren König und weiß, wie viel sie diesem verdankt - dann aber scheint es, als würde Midas sie verraten...

Ich habe mich mit diesem Buch wahnsinnig schwer getan. Die Grundidee fand ich sehr spannend und zu Beginn habe ich auch noch mit Auren mitgefiebert. Allerdings war ich zunehmend von ihr genervt. Obwohl sie sich ständig selbst sagt, dass sie sich wehren wird, bleibt sie insgesamt dennoch viel zu passiv; zudem hat ihr teilweise sehr naives Verhalten für mich nicht mit ihrer angeblichen Vergangenheit und ihrem Alter zusammen gepasst.
Es gab aber auch keinen anderen Charakter, der mir sympathisch war und an dem mir etwas lag; zudem hat sich die Geschichte für mich extrem in die Länge gezogen angefühlt. Es ist inhaltlich einfach zu wenig passiert. Vereinzelt gab es interessante Szenen, diese wurden dann jedoch von irgendwelchen Gedankengängen Aurens unterbrochen, in denen sie sich an ihre Vergangenheit erinnert oder in denen man etwas über die Magie und das Land erfährt. Vielleicht sollte damit Spannung erzeugt werden; mich hat es allerdings nur aus der Szene gerissen, sodass hinterher kaum noch Spannung vorhanden war. Zudem gab es mir zu wenig Informationen über das World Building, und die Informationen, die es gab, wurden erst viel zu spät in die Geschichte eingebracht.
Stattdessen gab es extrem viele Beschreibungen von sexueller Ausbeutung und Erniedrigung von Frauen, die ich irgendwann nur noch anstrengend fand. Szenen, die vermutlich "romantisch" wirken sollten, konnten mich nicht erreichen. Viel Sex, gegenseitiger Hass und Gewalt steht im Mittelpunkt der Handlung. Erst im letzten Drittel konnte mich das Buch ein bisschen packen, aber ich habe noch immer keinen roten Faden gefunden, wo die Geschichte eigentlich hin will.

Ich habe nach ungefähr einem Drittel vom Buch aufs Hörbuch gewechselt. Die Sprecherin Regine Lange hat gut betont und durch ihre angenehme Stimme sicherlich dafür gesorgt, dass ich das Buch überhaupt beenden konnte.

Fazit:
Auch wenn ich die Grundidee der Geschichte sehr interessant finde, war mir dieses Buch insgesamt zu lang gezogen und enthielt zu viele unnötige sexuelle Handlungen, sodass es mich nicht fesseln konnte. Ich vergebe daher 3 Sterne.

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