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Veröffentlicht am 16.07.2019

Spannendes Duell zwischen einem charismatischen Serienmörder und einem abgehalfterten Kommissar

Die böse Lust
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Mit diesem Buch legt der Autor Axel Schnell einen spannenden Thriller um einen charismatischen Serienmörder vor, der mich trotz leichter Schwächen insgesamt doch gut unterhalten konnte.

Jan Godewill gilt ...

Mit diesem Buch legt der Autor Axel Schnell einen spannenden Thriller um einen charismatischen Serienmörder vor, der mich trotz leichter Schwächen insgesamt doch gut unterhalten konnte.

Jan Godewill gilt als "der gute Mensch von Hamburg", seine Stiftung unterstützt zahlreiche wohltätige Projekte und er ist Teil der feinen Gesellschaft der Hansestadt. Kaum jemand ahnt jedoch, das auch eine ziemlich dunkle Seite in ihm lauert, die immer öfter zum Vorschein kommt.
Als Jan eine junge Bankerin in Frankfurt brutal ermordet, übernimmt der abgehalfterte Kommissar Harry Haller zusammen mit seiner Partnerin Anna die Ermittlungen und setzt dabei auf gezielte öffentliche Provokation des Täters.
So entwickeln sich die Ermittlungen schnell zu einem gnadenllosen Duell zwischen den beiden ungleichen Charakteren.

Obwohl der Täter hier von Beginn an bekannt ist, bietet die gut aufgebaute Geschichte dennoch reichlich Spannung.
Wie das ziemlich blutige Coverbild bereits andeutet, spart der Autor gerade bei den Mordbeschreibungen wenig bis nichts aus, für zarte Gemüter ist das Buch daher eher nicht zu empfehlen.
Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schließlich in einem krachenden Showdown münden, bei dem die beiden Hauptcharaktere dann auch zum ersten Mal direkt aufeinandertreffen.
Für mich nimmt allerdings der mystische Hintergrund des Täters, der doch ziemlich auf Runen und nordische Götter fixiert ist, hier einen etwas zu großen Raum ein, auch wenn das sicherlich eher Geschmackssache ist.

Wer auf Thriller der etwas härteren Art steht und dabei keine Probleme mit einem Schuß Mystik hat, wird hier auf jeden Fall bestens bedient und unterhalten.

Veröffentlicht am 11.07.2019

Klassischer und gelungener Abenteuerroman im Stil der Indiana-Jones -Filmreihe

Salomons Geheimnis
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Nach zwei Romanen und einer Kurzgeschichte, die eher dem Genre Science-Fiction zuzuordnen sind, legt der Autor David Reimer hier nun einen Abenteuerroman im klassischen Stil vor, der, wie eine Bemerkung ...

Nach zwei Romanen und einer Kurzgeschichte, die eher dem Genre Science-Fiction zuzuordnen sind, legt der Autor David Reimer hier nun einen Abenteuerroman im klassischen Stil vor, der, wie eine Bemerkung im 1. Kapitel auch schnell deutlich macht, ganz bewusst an die bekannte Filmreihe mit Indiana Jones erinnern soll.
Mich konnte dieses Buch trotz leichter Schwächen am Ende gut unterhalten, zudem wurde mein Interesse an weiteren Abenteuern von und mit Henry Voigt geweckt.

Ein spektakulärer Fund im polnischen Eulengebirge führt Henry Voigt und seinen Begleiter Isaac auf die Spur eines großen Geheimnisses, dem schon Henrys Großvater Wilhelm auf der Spur war, bevor er spurlos verschwand. Kann Henry nun endlich das Vermächtnis seines Großvaters erfüllen und das Geheimnis von König Salomon enthüllen?
Es beginnt eine spannende Hetzjagd rund um die Welt, bei der Henry und Isaac von dem skrupellosen Multimillionär Norman Landa und Henrys Erzfeind Nickolas Jankuhn verfolgt werden.

Der Autor schlägt mit seinem packenden Schreibstil gleich ein ziemlich hohes Erzähltempo an, bei dem Geheimnisse um das Bernsteinzimmer und das Zarengold mal so eben im Vorbeigehen gelöst werden. Dies sorgt dann auch für reichlich Spannungs- und Actionmomente, so das beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen bleibt, während das Kopfkino permanent auf Hochtouren läuft.
Ein wenig auf der Strecke bleibt dabei allerdings die Figurenzeichnung, insbesondere bei den beiden Hauptfiguren Henry und Isaac habe ich, trotz aller Sympathiepunkte, die sie bei mir sammeln konnten, doch ein wenig gebraucht, um ein klares Bild von ihnen zu entwickeln.
Mit einigen überraschenden Wendungen, bei denen allerdings auch der Zufall des öfteren eine (zu) große Rolle spielt, treibt der Autor das Geschehen voran und bietet am Ende eine unerwartete, aber dennoch schlüssige und überzeugende Auflösung.
Abgerundet wird das Buch am Ende durch ein Nachwort, das noch einige interessante Zusatzinformationen zu den Handlungsorten und den Hintergründen der Geschichte liefert und zudem nochmals zeigt, wie sorgfältig der Autor für diesen Roman recherchiert hat. Ein Umstand, dem man auch der eigentlichen Geschichte durchgehend anmerkt.

Unter dem Strich bleibt so, trotz kleinerer Kritikpunkte, ein mehr als unterhaltsamer Abenteuerroman, dessen positive Aspekte bei weitem überwiegen.

Mein erster Roman von David Reimer wird mit Sicherheit nicht mein letzter bleiben.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Abwechslungsreiche Storysammlung mit Beiträgen aus den unterschiedlichen Bereichen der phantastischen Literatur

Das raunende Wrack
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In dieser Anthologie versammelt der Autor Markus K. Korb 21 seiner Kurzgeschchten aus dem Bereich der phantastischen Literatur, die nicht nur gut unterhalten, sondern auch einen guten Überblick hinsichtlich ...

In dieser Anthologie versammelt der Autor Markus K. Korb 21 seiner Kurzgeschchten aus dem Bereich der phantastischen Literatur, die nicht nur gut unterhalten, sondern auch einen guten Überblick hinsichtlich der vielfältigen Möglichkeiten dieses Genres liefern.

Ob nun Science Fiction, Horror oder Mystery, aus jedem Bereich finden sich gelungene und gut aufgebaute Storys, die mit überraschenden Schlusspointen und einigen effektvollen Schockmomenten aufwarten, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen.
Hier sollte also jeder Fan des Phantastikbereiches die eine oder andere Geschichte ganz nach seinem Geschmack finden.

Als besonderes Bonbon liefert der Autor zu jeder Story noch eine kurze Einleitung zur Entstehungsgeschichte und zu kleineren Funfacts rund um die einzelnen Geschichten, die diese ganz hervorragend abrunden.

Allen, die, so wie ich, im Laufe der letzten Jahre eine gewisse Abneigung gegen das Lied "Last Christmas" von Wham entwickelt haben, liefert die Story "Lars Christmas" zudem einen rabenschwarzen Beitrag, der bei mir in Zufkunft explizite Bilder im Kopf erzeugen wird, wann immer dieser Song erklingt.
Das macht das Lied zwar nicht besser, aber zumindestens etwas erträglicher.

Veröffentlicht am 19.06.2019

Packender Mystery-Thriller mit leichtem Science-Fiction-Einschlag

Myzel
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Mit seinem Romandebüt legt der Autor Stefan Lochner einen packenden Mystery-Thriller mit leichtem Science-Fiction-Einschlag vor, der mich trotz leichter Schwächen am Ende doch überzeugen konnte.

Der Autor ...

Mit seinem Romandebüt legt der Autor Stefan Lochner einen packenden Mystery-Thriller mit leichtem Science-Fiction-Einschlag vor, der mich trotz leichter Schwächen am Ende doch überzeugen konnte.

Der Autor entführt uns in ein Deutschland des Jahres 2060, das noch deutlich unter den Folgen eines verheerenden Bürgerkrieges leidet, in dessen Folge es zu einer deutlichen Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen gekommen ist.
In dieser Zeit verschlägt es eine Gruppe Studenten unter der Führung von Professor Wunsiedel in das beschauliche Heimenstein auf der Schwäbischen Alb, wo sie im Rahmen einer Exkursion den Gerüchten um eine bisher unbekannten Lebensform, die sich dort versteckt halten soll, auf den Grund gehen wollen.
Zeitgleich tritt eine Frau namens Angelique nach ihrem Ausstieg aus dem Rotlichtmillieu eine Stelle als Haushälterin bei dem schrulligen und undurchsichtigen Forscher Malte von Seesen an, der in einer alten Fabrik nahe des Ortes lebt.
Als die Region um Heimenstein urplötzlich von vermummten Polizisten abgeriegelt wird, beginnt für die Menschen dort ein Alptraum, der schließlich in einem gnadenlosen Überlebenskampf mündet.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine Geschichte voran und erzählt diese abwechselnd aus den Perspektiven von Angelique, dem Studenten Boris und einem Polizisten, den wir nur unter der Nummer 15-115 kennenlernen. Echte Sympathieträger sucht man hier allerdings vergebens, einzig Angelique konnte mir hier mit ihren Auftritten so ein wenig ans Herz wachsen. Während die Hautprotagonisten insgesamt gut charakterisiert werden, bleiben einige der Nebenfiguren zudem doch deutlich blasser.
Die Vorgeschichte mit dem Bürgerkrieg, seinen Ursachen und Folgen wird hier immer nur kurz angerissen und in kleinen Häppchen serviert, dabei verschenkt die Geschichte meiner Meinung nach sogar noch ein wenig an Potential, das in diesem Thema gesteckt hätte.
In Sachen Spannung und Action bleiben hier aber ansonsten wenig Wünsche offen, im fulminanten Showdown lässt es der Autor dann so richtig krachen.

Wer auf spannende Mystery-Thriller steht, wird hier bestens bedient, mich konnte das Buch auf jeden Fall trotz leichter Schwächen insgesamt gut unterhalten.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Spannender Kurz-Thriller um eine Mutter und ihre Tochter inmitten einer Zombie-Apokalypse

Zombiecity
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In diesem spannenden Kurz-Thriller bietet die Autorin Rebecca van Deyk eine packende Geschichte mit hohem Gruselfaktor und einigen gelungenen Schockmomenten.

Im Mittelpunkt steht die junge Mutter Jennifer, ...

In diesem spannenden Kurz-Thriller bietet die Autorin Rebecca van Deyk eine packende Geschichte mit hohem Gruselfaktor und einigen gelungenen Schockmomenten.

Im Mittelpunkt steht die junge Mutter Jennifer, die sich mit ihrer Tochter Maggie urplötzlich inmitten einer Zombie-Apokalypse wiederfindet. Während unzählige Zombies ihr Haus belagern, scheint sich im Keller des Hause auch ihr Mann längst verwandelt zu haben. Gibt es noch Rettung für die beiden Eingeschlossenen ?

Auf 74 Seiten bietet die Autorin eine packende Geschichte, die schnell zur Sache kommt und dann auch kompromisslos vorangetrieben wird. Darüber hinaus bleibt aber auch ausreichend Zeit und Raum für eine gelungene Charakterisierung der Figuren, mit denem man dann im weiteren Verlauf auch gerne mitfiebert.

Wer den kleinen Grusel für zwischendurch sucht, wird hier bestens bedient.