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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2019

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt

Bier mit Dir
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Mich hatten die beiden Autorinnen von der ersten Seite an gefangen genommen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Ben war mir ehrlich gesagt die meiste Zeit über nicht sonderlich sympathisch, ...

Mich hatten die beiden Autorinnen von der ersten Seite an gefangen genommen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Ben war mir ehrlich gesagt die meiste Zeit über nicht sonderlich sympathisch, auch wenn ich ein kleines bisschen verstehen konnte, warum er sich Lisa gegenüber so abscheulich verhält. Trotzdem hätte ich ihn an der einen oder anderen Stelle gerne geschüttelt. Das Kopf waschen übernehmen dann aber sein Freund Mike und sein Onkel Rudi für den Leser. Ben ist übrigens, wie soll es anders sein, großer Fan von Bier (irgendwo musste der Titel ja herkommen). Er hat einen Blog, den er regelmäßig füttert und so erfährt auch der Leser einiges über Bier. Allerdings artet es, aufgrund der persönlichen Situation von Ben manchmal doch ein bisschen aus. Aber, wer kennt das nicht? Auch dafür ist ein Blog da, dass man ab und an mal seinen Frust mit der Welt teilt.

Rudi ist übrigens ein echtes Original. Er und seine Frau Lore haben Ben aufgezogen und sind wirklich herzensgute Menschen. Rudi spricht, außer wenn er sich sehr zusammenreißt allerdings nur pfälzer Dialekt und das ist bei mir leider ein Kritikpunkt. Anfangs fand ich es noch passend und auch sympathisch, aber ich muss gestehen, dass es für mich, als Nordlicht auf Dauer sehr anstrengend wurde. Ich habe gemerkt, wie ich bei den Sätzen im Dialekt regelrecht aus dem Lesefluss heraus gerissen wurde. Für mich persönlich wäre es schöner, wenn außer vielleicht mal im Ausnahmefall, kein Dialekt benutzt würde.

Lisa ist eine wirklich tolle Frau. Sie ist irgendwie wie du und ich. Sie weiß einerseits, was sie kann, aber sie zweifelt auch immer mal wieder an sich. Lisa macht Fehler, aber sie macht auch Vieles richtig. Ich habe sie für den Schritt, nach Pirmasens zu gehen, wo sie niemanden kennt, sehr bewundert. Diesen Mut hätte ich an ihrer Stelle nicht gehabt. Aber, wie man im Laufe der Geschichte sieht, war es die beste Entscheidung ihres Lebens. Natürlich macht sie noch etwas sehr Dummes, denn ohne Drama kommt solch ein Liebesroman ja nicht aus. Die Dummheit fügte sich aber aus meiner Sicht sehr passend in die Geschichte ein und ja, ich kann nur sagen: Der rote Faden der Geschichte war da und ich konnte ihn bis zum Ende verfolgen.

Lisas Ex-Freund Jens kann man nur abscheulich finden, aber auch er war sehr lebensecht dargestellt. Jens brachte die nötige Portion Drama in die Geschichte. Und er sorgte dafür, dass der Leser immer mal wieder merkte, dass Ben doch nicht so ein schlechter Kerl ist, wie er dem Leser über weite Strecken vermittelt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr humorvoll. Ich musste an etlichen Stellen schmunzeln oder lachen. Es gibt aber auch ein erstes Thema im Roman und auch das ist sehr gut umgesetzt. Ich habe den Atem angehalten und mit Lisa gebangt.

Die Geschichte ist spannend und überzeugt mit gut ausgearbeiteten Figuren, die alle ihre Eigenheiten haben. Man fliegt nur so durch die Seiten und hat das Gefühl, mitten drin zu sein und Lisa, Ben und ihre Freunde und Kollegen zu begleiten. Am liebsten würde man sich auf ein Bier mit an den Tisch setzen.

Von mir gibt es für den frisch gezapften Liebesroman von Marion Bischoff und Tina Grashoff gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Nicht alles ist, wie es scheint

Niemand stirbt allein
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Ich habe diesen Psychothriller innerhalb von wenigen Stunden weggeschlürft, da ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Gleich von Beginn an hält Martin Krist die Spannung extrem hoch und lässt dem Leser ...

Ich habe diesen Psychothriller innerhalb von wenigen Stunden weggeschlürft, da ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Gleich von Beginn an hält Martin Krist die Spannung extrem hoch und lässt dem Leser kaum Zeit, um Atem zu holen. Ich floh mit Tabea durch die Nacht und wusste nicht mehr, wem ich trauen kann und wem nicht.

Wer die Bücher von Martin Krist kennt, der weiß, dass nicht immer alles ist, wie es den ersten Anschein hat und das ist auch hier so. Einige kleine Dinge erahnt man irgendwann, aber das Ganze konnte ich nicht vorhersehen und war somit bis zur letzten Seite gespannt dabei.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Eine wunderbare, warmherzige Geschichte

Elsa, Hexenlehrling - Lizenz zum Zaubern
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Der zweite Band um Elsa, den kleinen Hexenlehrling der Hexe Magenta Zack konnte mich wieder verzaubern. Elsa kehrt in den wandelnden Turm zurück und erlebt dort wieder spannende Abenteuer.

Der Hilferuf ...

Der zweite Band um Elsa, den kleinen Hexenlehrling der Hexe Magenta Zack konnte mich wieder verzaubern. Elsa kehrt in den wandelnden Turm zurück und erlebt dort wieder spannende Abenteuer.

Der Hilferuf von Magenta Zack kommt für Elsa gerade richtig. Zeit für ein neues magisches Abenteuer. Die kleine Elsa trifft im wandelnden Turm auf gute alte Freunde, wie Corbett den Raben, Sylphine und Jakob.

Die Geschichte ist sehr spannend und bezaubernd geschrieben. In diesem Abenteuer geht es für Elsa und ihre Freunde auf den Zauberbasar. Hier geht das Abenteuer richtig los. Sylphine schafft es natürlich wieder das komplette Chaos anzurichten. Auch Jakob ist dieses Mal nicht ganz unschuldig an den Wirrungen. Außerdem macht den Freunden Frank der Spiegelgeist, der immer die Wahrheit sagt und dabei leider sehr unfreundlich ist, das Leben schwer.

Elsa schafft es mit Herz und Verstand alles ins Lot zu bringen. Sie ist ein tolles Mädchen, Liebenswert, zuvorkommend, sympathisch.

Die Zeichnungen von Ashley King untermalen die Geschichte ganz wunderbar. Ich mag seinen Zeichenstil sehr.

Gerne gibt es für den zweiten Band von Elsa, Hexenlehrling 5 Sterne. Ich kann euch diese wundervolle, warmherzige und magische Geschichte nur ans Herz legen.

Veröffentlicht am 22.07.2019

Viel mehr, als ein Unterhaltungsroman

Honigblütentage
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Erwartet habe ich einen netten Roman für den Strand und bekommen habe ich so unglaublich viel mehr. Sofie Cramer versteht es, Lebensweisheiten in einem Frauenroman unterzubringen, ohne, dass es platt wirkt. ...

Erwartet habe ich einen netten Roman für den Strand und bekommen habe ich so unglaublich viel mehr. Sofie Cramer versteht es, Lebensweisheiten in einem Frauenroman unterzubringen, ohne, dass es platt wirkt. Mit ihrer Protagonistin Valerie schafft sie einen Menschen, in den sich bestimmt viele von uns hinein versetzen können. Nicht total unglücklich mit ihrem Leben, aber auch nicht zu 100% zufrieden muss Valerie sich auch noch auf Schusters Rappen auf den Heidschnuckenweg begeben, nur weil ihre Chefin das so möchte. Gar nicht ihr Ding!

Auf dem Weg lernt sie verschiedene Menschen kennen, die ihr in ihrer persönlichen Entwicklung weiterhelfen und vor allem lernt sie sich besser kennen. Am wichtigsten wird für Valerie die Pensionswirtin Anne. Anne hat mir sofort gefallen. Sie ist spirituell und steht dabei mit beiden Beinen fest auf der Erde. So mag ich das. Sie ist ein unglaublich einfühlsamer und sehr weiser Mensch und gibt ihr Wissen gerne weiter. Ich glaube, dass Valerie keinen besseren Menschen treffen konnte.

Neben Valeries persönlicher Entwicklung bekommen wir auch eine kleine Liebesgeschichte, die sich zurückhaltend in die Geschichte einfügt und mir gut gefallen hat.

Der Schreibstil von Sofie Cramer ist bildhaft und teilweise poetisch. Sie hatte mich von der ersten Zeile gefangen genommen und ließ mich bis zum Ende des Buches nicht mehr los.

Von mir gibt es sehr gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ihr könnt das Buch einfach als reinen Unterhaltungsroman lesen oder euch auf die Geschichte einlassen und vielleicht auch etwas für euer Leben mitnehmen.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Wirklich für Anfänger geeignet

Fräulein Grüns Kräuterwunder
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Dieses Buch habe ich gelesen, weil ich sehr gerne mehr mit Kräutern arbeiten würde. Leider habe ich absolut keine Ahnung von Kräutern und immer wieder festgestellt, dass ich die angepflanzten Kräuter nichtmal ...

Dieses Buch habe ich gelesen, weil ich sehr gerne mehr mit Kräutern arbeiten würde. Leider habe ich absolut keine Ahnung von Kräutern und immer wieder festgestellt, dass ich die angepflanzten Kräuter nichtmal wiedererkenne, wenn ich kein Schild daneben stelle. Mir hat das Kräuterbuch sehr gefallen, denn es ist endlich mal wirklich für den Anfänger geschrieben. Los geht es nämlich mit dem Gänseblümchen, dass sogar ich erkenne.

Karina Reichl nennt ihr Buch eine Handlungsaufforderung, einen schnellen und einfachen Leitfaden, um Kräuter in den Alltag zu integrieren. Ich kann nur sagen, dass sie da definitiv hält, was sie verspricht.

Anfangen “soll” man mit einem Gänseblümchentee, weil es schnell und einfach ist. Ich habe das natürlich gleich probiert. Ich war überrascht, wie gut der Tee schmeckt. Ich bin eher ein bisschen krütsch (wie man hier bei uns im Norden sagt), sprich, ich bin sehr wählerisch, was mein Essen und Trinken angeht. Von daher war ich eher skeptisch, aber ich wollte ja was probieren, also habe ich es gewagt. Der Tee ist wirklich lecker!

Insgesamt stellt die Autorin uns 12 Kräuter für den Anfang vor. Von Gänseblümchen über Löwenzahn über Schwarzen Holunder bis hin zu Spitzwegerich. Ich finde das Buch sehr motivierend, weil man die erwähnten Kräuter einfach aus dem normalen Leben kennt. Bis auf Mädesüß sind es alles Kräuter, die ich sofort erkannt habe und somit ausprobieren kann.

Es werden Rezepte für Tees und Honig, aber auch für Cremes und Hustensaft vorgestellt. Es wird über Schleim- und Gerbstoffe in den verschiedenen Kräutern berichtet, so dass man nicht nur das Anwendungsgebiet weiß, sondern auch warum das Kraut wie wirkt.Sie geht auch auf die richtige Zubereitungsart ein, damit das Kraut seine volle Wirkung entfalten kann. Ich wusste z. B. nicht, dass es zwar auch Kräuter gibt, die man bedenkenlos mit heißem Wasser übergießen kann, aber auch welche, die nur 80 Grad warmes Wasser vertragen oder sogar kalt angesetzt werden müssen. Ich gestehe, dass ich alles in kochendem Wasser ertränkt hätte.

Zum Ende hin gibt es eine Anleitung für verschiedene Erste-Hilfe-Blumenkisterl. Die Kräuter kann man einfach im Topf oder Garten pflanzen und hat dann immer das richtige Kraut für die vielen Alltagswehwehchen zur Hand.

Mich hat das Kräuterwunder von Karina Reichl überzeugt. Vor allem gefällt mir, dass sie mit Pflanzen anfängt, die auch der Laie erkennne kann und man trotzdem sehr viele Anwendungsmöglichkeiten an die Hand bekommt.

Ich vergebe gerne 5 Sterne und eine Empfehlung, wenn du in die Welt der Kräuter hineinschnuppern willst.