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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2019

Toller Auftakt der Reihe

Begin Again
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Inhalt:

Allie will neu anfangen und zieht zum Studieren nach Woodshill. Dort angekommen, ist das einzige freie WG-Zimmer, das sie findet, in der Wohnung eines Bad Boys. Dieser stellt sofort Regeln auf. ...

Inhalt:

Allie will neu anfangen und zieht zum Studieren nach Woodshill. Dort angekommen, ist das einzige freie WG-Zimmer, das sie findet, in der Wohnung eines Bad Boys. Dieser stellt sofort Regeln auf. Die wichtigste davon: Sie werden nie etwas miteinander anfangen. Allerdings kommt Allie mit der Zeit drauf, dass Kaden White nur eine Fassade aufgebaut hat, um sich selbst zu schützen. Immer mehr kann sie auf sein wahres Ich sehen und es fängt an, immer mehr zu prickeln zwischen ihnen ...

Meinung:

Nachdem die Again-Reihe in aller Munde ist (jetzt der 4. Band), musste ich auch einmal damit anfangen. Was soll ich sagen, ich war einfach neugierig.

Normalerweise brauche ich ja ewig, um ein Hörbuch fertig zu hören. Bei diesem habe ich aber nur einen Tag gebraucht. Die Geschichte hat mich gefesselt und wollte mich nicht loslassen. In jeder freien Minute musste ich audible wieder einschalten.

Natürlich ist das Buch absolut nicht tiefgehend. Aber das erwarte ich von einem Liebesroman auch nicht. Ich erwarte, dass ich gut unterhalten werde, dass es zwischen den Hauptprotagonisten prickelt, dass es Probleme zwischen ihnen gibt und dass sie irgendwann zusammenkommen. Und diese Erwartungen wurden absolut erfüllt.

Auch die Sprecherin fand ich gut. Ich mochte ihre Stimme, ihre Erzählart, die Pausen immer an der richtigen Stelle.

Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen erfüllt und hat mir gut gefallen. Ich werde die Reihe definitiv weiter lesen bzw hören.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Vampire, die sich auch wie Vampire benehmen

Die Erben der Nacht - Nosferas
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Inhalt:

Da die verfeindeten Vampir-Clane feststellen müssen, dass sie vom Aussterben bedroht sind, müssen sie eine Lösung finden und beschließen, dass ihre Erben eine gemeinsame Ausbildung machen sollen, ...

Inhalt:

Da die verfeindeten Vampir-Clane feststellen müssen, dass sie vom Aussterben bedroht sind, müssen sie eine Lösung finden und beschließen, dass ihre Erben eine gemeinsame Ausbildung machen sollen, um die Kenntnisse jedes Clans zu erlangen.

Das erste Jahr dieser Ausbildung findet in Rom bei den Nosferas statt, dort sollen die jungen Vampire lernen, ihre Abwehrkräfte gegen Kirchenkräfte jeglicher Art zu stärken. Doch bald gilt es ganz andere Abenteuer zu bestehen, da in Rom immer mehr Vampire des italienischen Clans verschwinden bzw ermordet werden.

Meinung:

Ein wirklich guter Auftakt der Vampir-Reihe. Wir lernen die verschiedenen Clans kennen und die verschiedenen Charaktere werden sehr gut beschrieben. Zwischen manchen der Jugendlichen kriselt es etwas, was ja nicht verwunderlich ist, nachdem ihnen jahrelang eingetrichtert wurde, dass alle außer dem eigenen Clan minderwertig, gemein und nichts wert sind. Trotzdem werden schnell Freundschaften geschlossen. Und das habe ich auch recht realistisch gefunden, Kinder sind zum Glück nicht so nachtragend bzw können leichter über Dinge hinwegsehen als Erwachsene.

Die verschiedenen Charaktere hatten ihrem Clan entsprechend Namen. Sehr witzig fand ich den Namen für einen der Wiener Vampire Franz Leopold. Habt ihr schon jemals von einem Vampir gelesen, der Franz Leopold hieß? Aber genau das habe ich auch an dem Buch besonders gefunden. Die Namen kommen aus dem Land aus dem auch der Clan kommt.

Auch die Umgebung der Vampire wird immer wieder gut beschrieben und man kann sie sich so richtig vorstellen. Die Handlung spielt fast ausschließlich nachts - hier gibt es keinen Tageslichtring oder ähnliches, untertags schlafen die Vampire. Meistens wird aus der Sicht der deutschen Vampirin Alisa in der dritten Person erzählt, es kommt aber auch vor, dass kurz zu einem anderen Charakter abgeschwenkt wird.

Bei Vampirbüchern hat man ja die Qual der Wahl, es gibt sehr viele auf dem Markt. Bei den Erben der Nacht habe ich aber das Gefühl, dass noch von "richtigen" Vampiren geschrieben wird. Vampire, die eben nur bei Nacht munter sein können, die gewisse Kräfte haben, die nur Blut trinken (manchmal mit etwas Alkohol verfeinert) usw Nicht falsch verstehen, ich habe zb Vampire Diaries geliebt (die Serie, nicht die Bücher) oder auch House of Night. Aber es ist mal eine gewisse Abwechslung.

Fazit:

Ein guter Auftakt zu der Buchreihe. Endlich einmal Vampire, die sich auch wie Vampire benehmen.

Veröffentlicht am 14.08.2019

Bildgewaltige Erzählung

Der Geschmack von Schmerz
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Inhalt:

1763: Isabeau soll heiraten - ausgerechnet den Mann, der ihre Freundin geschwängert und dann sitzen gelassen hat. Als sie sich weigert, wird sie von ihren Eltern nach Paris zu ihrer Tante geschickt, ...

Inhalt:

1763: Isabeau soll heiraten - ausgerechnet den Mann, der ihre Freundin geschwängert und dann sitzen gelassen hat. Als sie sich weigert, wird sie von ihren Eltern nach Paris zu ihrer Tante geschickt, um dort endlich damenhaftes Benehmen zu erlernen.

Einerseits ist die Tante sehr streng und nicht zu Späßen aufgelegt. Andererseits ist das Leben in Paris schon auch aufregend. Ihr Onkel lädt sie zu einem Tarotabend ein, sie besucht die Oper und außerdem lernt sie den Marquis de Sade kennen, der eine gewisse Anziehung auf sie ausübt.

Doch in Paris hält eine Mordwelle an jungen Frauen die Stadt in Atem. Und ausgerechnet der Marquis de Sade ist der Hauptverdächtige. Schließlich muss auch Isabeau um ihren Ruf und ihr Leben fürchten.

Meinung:

Isabeau ist für ihre Zeit eine recht eigensinnige junge Frau. Viel lieber wäre sie ja ein Junge, dann könnte sie das Unternehmen ihres Vaters übernehmen, was ihr viel mehr Spaß machen würde. Zu ihrer Freundin Anna pflegt sie eine sehr tiefe Freundschaft und als diese verzweifelt vor ihrer Tür steht, weil sie geschwängert und dann sitzen gelassen wurde, versucht Isabeau ihr zu helfen. Doch dann erklären ihr die Eltern, dass sie ausgerechnet jenen Mann, der ihrer Freundin das angetan hat, heiraten soll. Für Isabeau bricht eine Welt zusammen. Nie hätte sie gedacht, dass ihre Eltern sie zu so etwas zwingen würden, dass sie kein Mitspracherecht hätte, dass sie einfach gehorchen muss. Um sie besser zu erziehen, wird Isabeau nach Paris geschickt.

In Paris angekommen, lernt sie den Marquis de Sade kennen. Dieser übt von Anfang an eine gewisse Anziehung auf sie auf und auch er ist hingerissen von der jungen Frau. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und Isabeau verstrickt sich immer weiter in seinen Fängen.

Die Autorin erzählt recht bildgewaltig von einer jungen Frau und dem Marquis des Sade. Sie fasst gewisse Lebensereignisse in dessen Leben etwas zusammen, da der Roman die Zeitspanne von nur einem Jahr umfasst. Die einen werden wohl fasziniert sein von diesem Mann und die anderen werden abgestoßen sein. Wobei man ihn doch auch für seine Einstellung und auch seinem Leben danach bewundern kann. In der damaligen Zeit begab er sich dadurch immer wieder in Lebensgefahr und musste einige Jahre im Gefängnis verbüßen.

In der heutigen Zeit ist es ja auch unvorstellbar, was eine ungewollte Schwangerschaft mit dem Leben einer jungen Frau anrichtet. Die Familie verliert Ruf und Ansehen, die junge Frau wird als gefallenes Mädchen betrachtet. Kein anständiger junger Mann würde sie mehr heiraten. Kein Wunder, dass viele versucht haben, das Kind abzutreiben - entweder durch Gift oder indem sie in sich selbst herumgestochert haben. Sehr viele mussten diese Versuche mit dem Leben bezahlen. Andere wiederum haben sich gleich selbst das Leben genommen. Wie verzweifelt muss eine junge Frau damals gewesen sein, die Männer haben sich ja oft die Hände abgeputzt und wollten nichts damit zu tun haben. Auch dieses Thema wird in dem Buch behandelt.

Fazit:

Ich habe das Buch recht spannend gefunden, wobei es schon auch ein paar Längen hat. Doch das Weiterlesen lohnt sich.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Sehr sympathische Hauptprotagonistin

Das Erbe der Porzellanmalerin
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Inhalt:

Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Außerdem bekommt sie die Genehmigung, auf Porzellan zu malen. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Doch leider verläuft ihr Leben nicht ...

Inhalt:

Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Außerdem bekommt sie die Genehmigung, auf Porzellan zu malen. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Doch leider verläuft ihr Leben nicht weiterhin so glücklich. Ihr Halbbruder kann sich nicht damit abfinden, dass sie das Rittergut geerbt hat und will es ihr abspenstig machen. Es stellt sich heraus, dass es eine Klausel im Testament gibt, laut der sie innerhalb eines Jahres heiraten muss. Erstens steht ihr danach nicht der Sinn und zweitens ist das gar nicht so einfach ...

Meinung:

Ich habe erst beim Lesen festgestellt, dass dies der zweite Band einer Reihe ist. Es werden zwar immer wieder Andeutungen auf die Geschehnisse des ersten Bandes gemacht, aber man kann das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings werde ich vermutlich den ersten Teil doch noch lesen, weil ich jetzt neugierig bin, was da alles passiert ist. Außerdem hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, das Buch war leicht, flüssig und schnell zu lesen.

Geraldine war mir von Anfang an sympathisch und ich habe mich sehr schnell in sie hineinversetzen können. Es war wirklich schön, sie zu begleiten. Sie ist ein herzensguter Mensch. Da sie auch die andere Seite des Lebens kennt, ist sie nicht so abgehoben wie andere ihres Standes. Immer wieder versucht sie ihren Mitmenschen zu helfen, ob das jetzt zb Besucher oder Untergebene sind, ist egal.

Ihr Halbbruder hingegen kommt sofort sehr unsympathisch rüber. Aber das ist sicher auch so gewollt, spielt er ja den bösen Gegenpart in der Geschichte. Auf jeden Fall versteht man Geraldine sehr gut, dass sie erstens das Rittergut für sich selbst behalten will und zweitens ihren Untertanen es nicht antun will, dass ihr Halbbruder über sie herrscht. Denn dann würden viele ihre Arbeit verlieren und die anderen geknechtet werden.

Fazit:

Ein schöner historischer Roman mit einer sehr sympathischen Hauptprotagonistin.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Eine berührende Story

Broken Bird: Gefunden
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Inhalt
Olivia flieht vor ihrem gewalttätigen Mann. Leider klappt nicht alles, wie sie es geplant hatte und sie strandet mitten in der Nacht auf einer Landstraße in England. Zufällig fährt der Rechtsanwalt ...

Inhalt
Olivia flieht vor ihrem gewalttätigen Mann. Leider klappt nicht alles, wie sie es geplant hatte und sie strandet mitten in der Nacht auf einer Landstraße in England. Zufällig fährt der Rechtsanwalt Ben an ihr vorbei und nimmt sich ihrer an. Er nimmt sie mit auf sein Anwesen, auf dem er mit 4 Freunden wohnt und auch arbeitet. Alle 5 Männer sind dominant und so kommt es, dass Olivia einen von ihnen beim Sexspiel mit einer Sub beobachtet und von Ben dabei überrascht wird. Es kommt zu ersten Annäherungen, doch beide haben um ihr Herz starke Mauern errichtet, denn sie haben beide schreckliches erlebt. Olivia wurde von ihrem Mann auf schlimmste Weise misshandelt und Ben hat vor einigen Jahren seine große Liebe durch einen Unfall verloren.
Olivia ist hin und hergerissen, sie wird von Ben angezogen, andererseits hat sie den Männern abgeschworen. Außerdem ist da noch immer ihr Mann, der auf der Suche nach ihr ist und sie will die Männer, die sie so nett aufgenommen haben, nicht in Gefahr bringen. Also entwischt sie bei der erstbesten Möglichkeit aus dem Haus. Doch sie hat die Rechnung ohne Ben gemacht, der alle Hebel in Bewegung setzt, um sie zu finden ...

Meinung:
Ich fand es sehr gut, dass in diesem Buch der Unterschied zwischen BDSM und Gewalt gegenüber Frauen klar gemacht wird. Oft wird das gleichgesetzt und BDSM verdammt. Doch das eine dient zur Lust von beiden Parteien, die Sub hat immer die Macht, denn sie kann immer ihr Safeword benutzen. Das andere ist ganz klar eine Grenzüberschreitung und nicht einvernehmlich.

Die Geschichte hat mich berührt. Olivia hat Furchtbares durchgemacht, sie wurde von ihrem Mann geschlagen, missbraucht und eingesperrt. Und selbst ihre Flucht funktioniert nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Sie will nie wieder einen Mann an sich heran lassen, was ja auch sehr gut verständlich ist. Immer ist die Angst da, dass der nächste sie genauso behandelt. Doch dann trifft sie auf Ben. Er strahlt Männlichkeit und Dominanz aus, doch er ist auch einfühlsam und zärtlich. Auch er hat starke Mauern um sein Herz errichtet, denn vor einigen Jahren ist seine große Liebe durch einen Unfall gestorben. Mit ihr hatte er große Pläne für das gemeinsame Leben, die gemeinsam mit ihr gestorben sind. Nie wieder will er so einen Schmerz fühlen, deshalb lässt er keine Frau an sich heran.

Man spürt von Anfang an, dass da eine gewisse Anziehung zwischen Olivia und Ben ist. Aber beide haben starke Zweifel und wollen ihre Gefühle nicht wahr haben. Und an dieser Stelle war es manchmal etwas nervig, da diese Zweifel ständig und immer wieder wiederholt wurden. Beide waren hin und her gerissen, ganz klar. Aber manchmal war es einfach zu viel.

Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es war spannend und flüssig zu lesen und ich habe mit den Protagonisten mitgelitten und mich mit ihnen gefreut.

Fazit
Gutes Buch über den Unterschied zwischen BDSM und Gewalt gegenüber Frauen mit einer herzzerreißenden Story.