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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2019

Eigenwillige Kommissarin

Blinde Rache
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Die Kommissarin Mara Billinsky kehrt in ihre Heimatstadt Frankfurt zurück, wo sie schon früher einmal gearbeitet hat. Wieder hat sie den sturen Klimmt als direkten Vorgesetzten, mit dem sie so gar nicht ...

Die Kommissarin Mara Billinsky kehrt in ihre Heimatstadt Frankfurt zurück, wo sie schon früher einmal gearbeitet hat. Wieder hat sie den sturen Klimmt als direkten Vorgesetzten, mit dem sie so gar nicht klar kommt. Rein äußerlich entspricht sie aber auch so gar nicht dem Erscheinungsbild einer Polizistin: stets schwarz gekleidet, dazu schwarz gefärbte Haare, düster geschminkt und Tattoos - so bekommt sie gleich den Spitznamen Krähe verpasst. Ihr fieser Chef will sie gleich aufs Abstellgleis schieben und lässt sie zu Wohnungseinbrüchen ermitteln. Dann bekommt sie unverhofft den Fall eines brutal ermordeten Kriminellen zugeteilt und nach weiteren Morden an gewalttätigen Ganoven auch wieder abgenommen. Ist sie dem Mörder schon zu nahe gekommen? Doch das kann Mara nicht davon abhalten, verbotenerweise im Alleingang weiter zu ermitteln. Nur Rosen, ein etwas naiver junger Kollege - ebenfalls ein Außenseiter, hilft ihr.

Dieser äußerst spannend geschriebene Thriller ist der Auftakt zu einer Reihe um Mara Billinsky, die in Frankfurt zuhause ist. Mara wird als sehr eigensinnig und kalt beschrieben, doch es wird auch klar, warum sie so geworden ist. Zu ihrem Vater, einem erfolgreichen Rechtsanwalt hat sie keinen guten Kontakt - jedes Gespräch artet in einen Streit aus. Mit ihrem Vorgesetzten Klimmt, der mit den aktuellen Fällen komplett überfordert ist, hat sie ähnliche Schwierigkeiten. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, startet zu gefährlichen Alleingängen, was mehr als einmal beinahe schief geht. Doch sie hat Erfolg und zwar gleich in mehreren Abteilungen!

Veröffentlicht am 31.07.2019

Ein verzwickter Fall für die Bamberger Privatdetektivin Kathinka Palfy!

Angeschwärzt
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Mara kommt mit ihrer Mutter Kamila in das Detektivbüro von Kathinka Palfy in Bamberg. Sie beauftragen sie, nach dem vermissten Vater bzw. Ehemann der beiden zu suchen. Der Juwelier Bernhard Lechner war ...

Mara kommt mit ihrer Mutter Kamila in das Detektivbüro von Kathinka Palfy in Bamberg. Sie beauftragen sie, nach dem vermissten Vater bzw. Ehemann der beiden zu suchen. Der Juwelier Bernhard Lechner war zu einer Rafting-Tour im Fichtelgebirge aufgebrochen, aber nicht zurück gekehrt. Die Suche in seiner einsamen Waldhütte ergab keinerlei Hinweise, auch sein Raftingfloss und sein SUV sind verschwunden. Ist er womöglich ertrunken? Oder entführt oder ermordet worden? Oder hatte er einen Versicherungsbetrug geplant?

Da tauchen böse Stimmen im Netz auf, die von großen Steuerhinterziehungen sprechen. Auch Kathinka wird diffamiert und bekommt Besuch von der Steuerfahndung, nachdem sie offenbar jemandem zu nahe gekommen ist und zusammen geschlagen wurde. Kathinka ermittelt in alle Richtungen, wieder tatkräftig unterstützt vom Journalisten Dante und ihrem Lebensgefährten, dem Kommissar Hardo.

Auch dieser 13. Fall für die Privatdetektivin Kathinka Palfy hat mir wieder sehr gut gefallen. Mir gefällt der Schreibstil von Friederike Schmöe und ich mag die schöne Gegend von Bamberg sehr, wo dieser Krimi spielt. Kathinka und ihre Mitstreiter sind mir ebenfalls sehr sympathisch und ich freue mich immer, wenn wieder ein neuer Fall erscheint.

Veröffentlicht am 27.07.2019

Skrupellose Ärzte auf Abwegen!

Der Preis des Lebens
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Zwei skrupellose und geldgierige Ärzte haben sich ein gut funktionierendes System für Organhandel aufgebaut. Dr. Keller übernimmt in seiner Privatklinik in Lausanne die Transplantantionen, für die seine ...

Zwei skrupellose und geldgierige Ärzte haben sich ein gut funktionierendes System für Organhandel aufgebaut. Dr. Keller übernimmt in seiner Privatklinik in Lausanne die Transplantantionen, für die seine Lebensgefährtin, die Ärztin Dr. Eva Vekete, die passenden Organe herbei schafft. Dazu nutzt sie die Daten großer Krankenversicherungen, um sich die ideal passenden Opfer auszuspähen, die dann ohne irgendwelche Gewissensbisse extrahiert werden. Empfänger ihrer Organe sind wohlhabende Leute, die gerne mal zwei Millionen für ein neues Herz hinblättern. Wer genug Geld besitzt, kann sich also seine Gesundheit kaufen, sofern er keine moralischen Skrupel hat.

Nur dank eines kleinen Unfalls auf dem Wiener Zentralfriedhof kommt die Polizei auf die Spur der Organmafia. In einem Sarg lag nicht nur die Leiche einer alten Frau, sondern auch noch ein junger Mann, dem ein Organ fachgerecht entnommen worden war. Zwei strafversetzte Polizisten sollen den Fall aufklären. Dr. Michael Lenhart, studierter Philosoph und bekennender Aristoteles-Fan, sowie Leutnant Sabine Preiss, früher beim Bundesheer als Scharfschützin, sind beide in Ungnade gefallen und bilden nun eine Sondereinheit. Die beiden Kollegen verstehen und ergänzen sich bestens, sie waren mir beide sehr sympathisch. Mit raffinierten Schachzügen und mit Unterstützung von Geheimdiensten und Bundeswehr und einer genialen Mathematikerin kommen sie den Ärzten auf die Spur. Doch diese werden von ganz oben geschützt und gedeckt und damit beginnt auch die Jagd auf die Ermittler...

Dieser spannende Krimi ist humorvoll, mit etwas Wiener Schmäh gewürzt, geschrieben und hat sich gut lesen lassen. Es ist erschreckend, wie gläsern wir dank Big Data alle geworden sind und wie das von skrupellosen Kriminellen genutzt werden kann. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Die bösen Taten der Vorfahren

Bretonisches Vermächtnis
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Der Kommissar Georges Dupin freut sich auf einen gemeinsamen Abend mit seiner Lebensgefährtin. Da erreicht ihn ein Anruf deren Eltern, dass sie schon einen Tag eher zu ihrem Besuch eintreffen. Doch auch ...

Der Kommissar Georges Dupin freut sich auf einen gemeinsamen Abend mit seiner Lebensgefährtin. Da erreicht ihn ein Anruf deren Eltern, dass sie schon einen Tag eher zu ihrem Besuch eintreffen. Doch auch dafür hat er keine Zeit, denn ein weiterer Anrufer meldet ihm einen Mord. Ein angesehener Geschäftsmann und Arzt wurde aus dem 2. Stock in den Hinterhof gestoßen. Scheinbar hat niemand ein Motiv und so tappt Dupin erst mal im Dunkeln. Erschwerend kommt noch hinzu, dass seine Assistentin Nolwenn und seine Inspektoren im Urlaub weilen, doch sie eilen bald zu seiner Unterstützung herbei. Da ereignet sich ein Anschlag auf die Werft, an der auch der tote Doktor beteiligt war und eine Drohmail taucht auf. Ein weiterer Toter, ein Geschäftsfreund des ersten Opfers, wird gefunden und Dupin und sein großartiges Team lösen den Fall mal wieder in rasender Geschwindigkeit!

Auch der achte Fall für Kommissar Dupin lässt sich wieder sehr gut lesen. Die schöne Landschaft der Bretagne und die Gegend um Concarneau sind wieder sehr lebendig beschrieben, so dass man am liebsten gleich Koffer packen würde, um dort Urlaub zu machen. Dupin und seine Leute sind sehr sympathisch und effizient, es macht Spass, an ihren Ermittlungen teil zu haben. Für zusätzliche humorvolle Einlagen sorgen diesmal seine Schwiegereltern, die ihn fälschlicherweise des Nichtstuns verdächtigen - ich habe mich sehr darüber amüsiert!

Veröffentlicht am 23.07.2019

Ein missglückter Raubüberfall?

Mutter, ich habe getötet
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Die Krankenschwester Helen lebt mit ihrem Mann Werner, der erfolgreich vier Restaurants betreibt, und ihren drei Kindern in einer schönen Villa in einer einsamen Gegend. Alles könnte perfekt sein, doch ...

Die Krankenschwester Helen lebt mit ihrem Mann Werner, der erfolgreich vier Restaurants betreibt, und ihren drei Kindern in einer schönen Villa in einer einsamen Gegend. Alles könnte perfekt sein, doch als Helen eines Abends nach Hause kommt, ist ein bewaffneter und maskierter Räuber in ihrem Haus. In ihrer Panik passiert etwas Schreckliches und so nimmt das Schicksal seinen Lauf ...

Dieser äußerst spannend geschriebene Thriller wird aus der Sicht von zwei Personen erzählt. Einmal von Helen und dann noch von Ralf, dem Freund und Fahrer des Räubers. Ralf war mir anfangs sehr unsympathisch, macht aber dann eine Wandlung durch. Helens Probleme konnte ich gut nachvollziehen. Bedingt durch die oft sehr kurzen Kapitel blieb die Spannung stets recht hoch, denn oft endeten sie auch mit einem Cliffhanger und so muss man immer weiter lesen.

Nova Lee Maier ist das Pseudonym der Autorin Esther Verhoef, einer erfolgreichen niederländischen Autorin. Wer einen kurzweiligen, spannenden Thriller lesen möchte. ist hier richtig.