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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2024

interessanter auftakt

Im Namen des Wolfes
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"Im Namen des Wolfes" ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Saga, die in der düsteren und facettenreichen Welt des Kaiserreichs Sova spielt. Dieses Reich erscheint einst unbezwingbar, geprägt von Eroberungsfeldzügen, ...

"Im Namen des Wolfes" ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Saga, die in der düsteren und facettenreichen Welt des Kaiserreichs Sova spielt. Dieses Reich erscheint einst unbezwingbar, geprägt von Eroberungsfeldzügen, die seine Grenzen erweiterten und kulturelle sowie wirtschaftliche Facetten einbrachten. Die Ordnung wird von umherziehenden Richtern gewährleistet, die als respektierte und gefürchtete Autoritäten auftreten.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Helena, einer 19-jährigen Schreiberin, erzählt. Sie hat eine bewegte Vergangenheit als Waise und Streunerin und bringt frischen Wind in die Erzählung. Helena reflektiert ihre Erlebnisse aus der Rückschau und gibt Einblicke in die emotionalen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert ist. Ihre Reaktionen mögen stellenweise zu emotional erscheinen, doch sind sie angesichts ihrer Hintergrundgeschichte nachvollziehbar. Zudem weist sie das größte Entwicklungspotential im Figurenensemble auf und gerät oft in spannende Situationen, da sie im Gegensatz zu Richter Konrad Vonvalt zu vielen Fehltritten neigt.
Konrad Vonvalt, die treibende Kraft des Romans, verkörpert eine Figur, die erst in der zweiten Hälfte des Buches das Interesse der Leser weckt. Er erinnert an eine Mischung aus Judge Dredd und dem Hexer Geralt, ist jedoch aufgrund seines gesetzestreuen Charakters nicht oft in actionreichen Szenen präsent. Seine Vergangenheit als Soldat in den Reichskriegen hat ihn geprägt und führt zu einer strikten Haltung gegenüber den Gesetzen. Diese zerbricht jedoch, als er einer Verschwörung auf die Spur kommt, die das Kaiserreich bedroht. Ab diesem Punkt wird er als Erzähler interessant, da sich die Frage stellt, ob er bereit ist, die Gesetze zu brechen, die er seit Jahrzehnten verteidigt, um das Reich zu retten.
Die Handlung konzentriert sich auf die Ermittlungen zum Mord an einer Adligen in der Handelsstadt Galetal. Swan gelingt es, den Fall mit zahlreichen Wendungen abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Die Ermittlungen machen einen wesentlichen Teil des Romans aus und bieten dem Leser Einblicke in den Prozess und die Herausforderungen des justiziellen Systems. Dabei sind die Elemente der Gewalt und Aktion sparsam dosiert, aber wirkungsvoll, wenn sie eingesetzt werden.
Die Welt, die Richard Swan erschafft, ist stark von verschiedenen europäischen Epochen inspiriert. Das Justizsystem im Kaiserreich Sova integriert Elemente aus der englischen Rechtsprechung und dem römisch-germanischen Recht. Die Gesellschaft ist gespalten, und während einige Bürger vom neuen Wohlstand profitieren, kämpfen viele andere mit Armut und Gewalt. Religiöse Fundamentalisten sorgen zusätzlich für Spannungen, indem sie die sovanische Staatsreligion gewaltsam durchsetzen.
Magie spielt in dieser Welt eine zurückhaltende Rolle und beschränkt sich auf ausgewählte magische Fähigkeiten, die Richter wie Konrad nutzen. Diese Fähigkeiten sind erlernbare Techniken, die mit körperlichen Anstrengungen verbunden sind und den Nutzern keine unbegrenzte Macht verleihen. Die Kaiserstimme, die es Konrad ermöglicht, die Wahrheit aus Menschen herauszuzwingen, ist ein Beispiel für diese magischen Einschränkungen.
Insgesamt vereint "Im Namen des Wolfes" die Elemente eines Justiz-Krimis und einer Fantasy-Geschichte, während die emotionalen Konflikte und die Entwicklung der Charaktere das Leseerlebnis bereichern. Die düstere Atmosphäre und die komplexen moralischen Fragen, die im Laufe der Handlung aufgeworfen werden, machen neugierig auf die Fortsetzung der Geschichte.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Fokus eher auf Erotik

New York Affair
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New York Affair von Louise Bay ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe, in der Anna mit ihrer Freundin nach New York reist und dort Ethan kennenlernt. Obwohl ihr One-Night-Stand nach ihren Regeln verlaufen ...

New York Affair von Louise Bay ist der erste Band einer dreiteiligen Reihe, in der Anna mit ihrer Freundin nach New York reist und dort Ethan kennenlernt. Obwohl ihr One-Night-Stand nach ihren Regeln verlaufen sollte, ändert sich alles nach dieser einen Nacht. Die Geschichte, obwohl einfach und vorhersehbar, hat einen besonderen Charme und Reiz, insbesondere durch die herrliche Dynamik zwischen den Charakteren Anna und Ethan.
Der Schreibstil ist flüssig und erotisch, was dazu führt, dass die eigentliche Handlung etwas in den Hintergrund tritt. Die Beziehung zwischen Anna und Ethan entwickelt sich schnell, was einige Leser als zu überstürzt empfinden könnten. Anna wurde von ihrem Freund betrogen, während ihre beste Freundin Leah versucht, sie mit einem Bekannten zu verkuppeln.
Trotz der schnellen Annäherung der Charaktere entwickelt sich die eigentliche Handlung langsam und nicht übereilt. Der Reihenauftakt endet mit einem kleinen Cliffhanger und hat insgesamt gut gefallen. Trotz des Fokus auf Erotik hat die Geschichte für mich einen besonderen Charme und Reiz.

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Veröffentlicht am 06.06.2020

Aktuelles Thema mit gutem Einstieg und viel ungenutztem Potential

V is for Virgin
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V is for Virgin ist der erste Teil der Kellywood Dilogie von Kelly Oram. Die Autorin kennt man höchstwahrscheinlich durch die Cinder & Ella Bücher. Daher war der Anspruch an die neue "Reihe" doch etwas ...

V is for Virgin ist der erste Teil der Kellywood Dilogie von Kelly Oram. Die Autorin kennt man höchstwahrscheinlich durch die Cinder & Ella Bücher. Daher war der Anspruch an die neue "Reihe" doch etwas höher angesetzt als es sonst vielleicht der Fall gewesen wäre. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lesejury lesen und habe mich riesig darüber gefreut, genommen worden zu sein.

Das Cover mag ich. Es passt auch super zum Genre. Auf die Farbgestaltung bezogen erkennt man Band 1 und 2 sofort und man hat bei den beiden von ersten Moment an schon Eyecatcher vor sich.

Ich war, sobald der Titel bei One zu sehen war, angefixt von dem Buch. Der Klappentext hat ein wundervolles New Adult Buch versprochen und auch die Leseprobe gefiel mir richtig gut. Durch Cinder & Ella hatte ich das Gefühl, dass mich auch aufgrund der Thematik etwas Großes erwarten würde. Insgesamt kann man auch sagen, dass das Buch gut geeignet für zwischendurch ist. Da die Handlung stückweise recht oberflächlich bleibt.

Valerie Jensen mochte ich zu Beginn wirklich sehr. Sie strahlte eine Kraft aus und war gleichzeitig nie eingebildet oder überheblich. Für mich eine toller Start in die Geschichte. Ihr Pendant dazu ist Kyle. Der Rockstar und ehemalige Schüler der gleichen Schule. Ihn konnte ich anfangs nicht einschätzen. Sein Verhalten war kindisch und bockig, doch irgendwann sind bei mir die Sympathien geswitched. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, ab welchem Zeitpunkt das genau passierte. Irgenwann mochte ich Kyle und seine Art irgendwie. Er ist absolut nicht einfach zu händeln und man weiß nie wirklich voran man bei ihm ist und dennoch gab er sich bezogen auf Val wirklich Mühe und zumindest ich habe gemerkt, dass er versuchte sich für Val bzw. bei Val besser zu benehmen als zu Beginn.

Die Entwicklung zwischen den beiden empfand ich sehr starr und voller Vorurteile. Man hatte das Gefühl wenn beide zunächst einen Schritt aufeinander zu gingen, dass sie sich am Ende mehr voneinander entfernt hatten als sie selbst einschätzen konnten. Zudem stach immer mehr in den Vordergrund, dass Valerie ihr Ziel aus den Augen verloren hat. Ihr ursprünglicher Anhaltspunkt für alles, was nach dem Auftritt in der Cafeteria passierte, war ihr innerer Wunsch bzw. das Versprechen an ihre Mutter, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Doch für mich trat dieser Gedanke immer mehr in den Hintergrund und erweckte den Anschein, dass es zu einer "Sex ist furchtbar und verzichtet auf ihn" Kampagne wurde.

Zudem hat mich die Entwicklung zwischen Val und ihrer besten Freundin Cara extrem vor den Kopf gestoßen. Man hatte anfangs immer das Gefühl die beiden bekommt niemand auseinander und sie sind die Freundinnen, auf die immer Verlass ist.. Doch je mehr die Story voran schritt, desto unsympathischer wurde mir die Beziehung der beiden. Ab einem gewissen Punkt war auch abzusehen, dass die Freundschaft gegen den Baum gefahren wird. Durch beide Seiten. Aber das Schlimme daran? Ich habe es die ganze Zeit geahnt und irgendwann auf jeder Seite damit gerechnet.

Insgesamt hatte ich sehr viel mehr Gefühl erwartet, mehr Tiefe und Bedacht im Umgang mit dem Thema Jungfräulichkeit und Sex vor der Ehe. Und obwohl viele (in der Leserunde) meinten, dass Kyle ein Draufgänger und katastrophaler Protagonist ist, so mochte ich ihn immer mehr. Schließlich reagierte er irgendwann genau so, wie man es von ihm erwartet hat. Daher freue ich mich wirklich darauf, dass die Geschichte in Band 2 "A is for Abstinence" aus seiner Sicht erzählt wird. Die Leseprobe dazu hat mir schon wahnsinnig gut gefallen. :)

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Veröffentlicht am 31.07.2019

Maybe this Love

Maybe this Love - Und plötzlich ist es für immer
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Aufgrund dessen, dass mein tolino keine Farben abbildet, habe ich versehentlich mit dem zweiten Teil der Colorado Ice Reihe begonnen, ohne es zu Beginn mitzubekommen. Nachdem ich dann aber mitbekommen ...

Aufgrund dessen, dass mein tolino keine Farben abbildet, habe ich versehentlich mit dem zweiten Teil der Colorado Ice Reihe begonnen, ohne es zu Beginn mitzubekommen. Nachdem ich dann aber mitbekommen habe, dass da doch noch was vorher kommen muss war's schon zu spät, sodass ich einfach weitergelesen habe. :D
Die Teile sind in sich geschlossen, sodass man sie durchaus durcheinander lesen kann. (Zu meinem Vorteil.)

Das Cover gefällt mir wirklich gut, da es durch seine farbenfrohe Aufmachung doch mal ein Farbtupfer darstellt. Das Schema zieht sich durch die bisherigen Bände durch und für mich ist das ne willkommene Abwechslung.

Man lernt beide sehr schnell sehr gut kennen und ich mochte Ben und Olivia sofort. Das was Olivias Mandantin über ihn berichtet haben muss, scheint ihre Meinung zu Beginn sehr beeinflusst zu haben. Jedoch ist er tatsächlich ganz anders als von außen beschrieben.
Ebenso empfand ich das beim Klappentext. Er suggeriert hier einen Partys feiernden und von Bett zu Bett hüpfenden NHL-Star. Doch das kommt im Buch zu keiner Zeit zum Tragen. Er trinkt nicht viel und wenn ist er davon regelrecht von jetzt auf gleich betrunken oder zumindest gut angeheitert.

Olivia hat alles was sie in ihrer beruflichen Laufbahn erreichen wollte, nur im Privaten läuft es nicht so, wie sie es gern möchte. Als Karrierefrau hat sie es nicht immer einfach und da sie in jüngeren Jahren schlechte Erfahrung mit Sportlern gemacht hat, sind ihre Klienten meist die Spielerfrauen. Da trifft es sich überhaupt nicht gut, dass ausgerechnet Ben ihr Herz aus dem Takt bringt.

Da ich keinen Vergleich zum Vorgänger habe kann ich nur sagen, dass ich das Buch super amüsant finde und die Familie Westmore unglaublich sympathisch, herzlich und liebenswert ist. Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt und würde das Buch für zwischendurch immer empfehlen. Es liest sich schnell und der Schreibstil ist auch wirklich angenehm. Es gibt keine großen Dramen und auch sonst plätschert das Buch so vor sich hin - aber nicht im negativen Sinne, sondern mit viel Charme und einer wunderbaren Leichtigkeit. Auch wenn mir das Kinderwunschthema von Olivia gegen Ende etwas zu verkrampft und aufgedrückt wirkte.

Veröffentlicht am 03.07.2019

The Wicked Horse

The Wicked Horse 1: Wicked Fall
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Tjaa… was lässt sich großartig über Woolf und Carrie sagen, ohne viel zu verraten? Das Cover ist für mich genretypisch und passt meines Erachtens auch gut zur Geschichte. Man wird dadurch schon gut in ...

Tjaa… was lässt sich großartig über Woolf und Carrie sagen, ohne viel zu verraten? Das Cover ist für mich genretypisch und passt meines Erachtens auch gut zur Geschichte. Man wird dadurch schon gut in die „Mainstory“ eingeführt und weiß durch den Klappentext auch sofort worauf man sich bei dem Buch einlässt.
Wicked Fall ist der erste Band der Reihe und bildet auch einen wunderbaren ersten Teil. Die Folgebände haben eine hohe Messlatte, mit der sie mithalten müssen.
Die Geschichte lässt sich super leicht und locker lesen. Der Schreibstil wirkt authentisch und nicht gestellt, sodass man die Funken beim Lesen regelrecht sprühen sehen kann. Auch das Knistern und die allgemeine Stimmung im Buch kann die Autorin den Lesern perfekt transportieren. :) Mir hat es richtig gut gefallen Carrie und Woolf auf ihrer „Reise“ zu begleiten und ich bin gespannt was die weiteren Bände für uns so bereithalten. Denn heiß und spritzig wird es ganz bestimmt werden. ;)