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Veröffentlicht am 08.11.2016

Ein wunderbarer Kinderkrimi in Afrika, der auch gut für Erwachsene geeignet ist.

Thabo. Detektiv & Gentleman 1. Der Nashorn-Fall
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Titel: Thabo - Detektiv und Gentleman: Der Nashorn-Fall
Autorin: Kirsten Boie
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.02.2016
Verlag : Oetinger
Fester Einband 304 Seiten

Das ist der erste Band zu der Kinderbuch-Reihe ...

Titel: Thabo - Detektiv und Gentleman: Der Nashorn-Fall
Autorin: Kirsten Boie
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.02.2016
Verlag : Oetinger
Fester Einband 304 Seiten

Das ist der erste Band zu der Kinderbuch-Reihe "Thabo - Detektiv und Gentleman"

Inhalt:

Thabo, ein Junge aus Swasiland, möchte gerne Gentleman oder Privatdetektiv werden oder am besten beides. Er bekommt die Gelegenheit, Erfahrung in Detektivarbeit zu sammeln, als sich ein Nashornmord im Lion Park ereignet, bei dem das Horn gestohlen wird. Um seinen Onkel von jeglichem Verdacht zu befreien, sucht er gemeinsam mit seinen Freunden Sifiso und Emma nach Spuren in diesem Kriminalfall. Bald kommt er dem Täter auf die Spur, doch er ahnt nicht, dass es gefährlich werden kann.

Meinung:

Ein sehr schönes Buch, das meiner Meinung nach eher für einen Erwachsenen geeignet ist, der Kinderbücher mag, als für Kinder. Durch den langwierigen Schreibstil, der durchaus sehr schöne Informationen zum Alltagsleben in Afrika übermittelt, könnte das Buch für Kinder zu langatmig und uninteressant sein. Für mich als Erwachsene ist das Buch jedoch eine tiefsinnige und informative Lektüre, die mich für kurze Zeit nach Afrika entführt hat.

Die Krimihandlung ist nicht besonders genial ausgefeilt. In der Mitte des Buches konnte ich schon erahnen, wer der Täter war. Aber nicht die Kriminalhandlung macht das Buch so lesenswert, sondern die Darstellung der Lebensweise in Afrika. Insbesondere die unbekümmerte, manchmal naive aber sehr charmante Schilderung aus Sicht eines Kindes, welches andere Länder nur als Filmen kennt und denkt, dass England evtl. zu wenig Kinder hat. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive des Jungen geschrieben und zeichnet sich durch einen großen Bezug zum Leser aus: der Leser wird oft angesprochen, so dass man den Eindruck hat, man ist mitten in der Geschichte drin.

Im Buch werden wichtige Themen angesprochen, die ich als tiefsinnig erachte und die es verdienen, dass man darüber auch zweimal nachdenkt. Beispielsweise hatte Thabo Sifisos jüngerem Bruder versprochen, aus einer Plastiktüte ein Fußball zu basteln - für dortige Kinder ein durchaus wertvolles Spielzeug. Was in den Industrieländern als Müll angesehen wird, ist in einem armen Land wie Swasiland noch lange nicht Müll.

Frau Boie gelingt es, einen Bruchteil der Kultur und der Sichtweise sowie der Lebensweise der dortigen Bewohner glaubhaft und vor allem farbenprächtig und interessant zu beschreiben. Ich habe mich so gefühlt, als hätte ich dort meine Ferien in der Lodge verbracht und die Geschichte miterlebt. Viele Beschreibungen der dortigen Verhältnisse zum Thema Wetter, zu Tieren, zu Polizisten,... sind anschaulich und geben eine authentisch wirkende Einsicht in das Leben und der Gesellschaft in Afrika.

Die Protagonisten (Thabo, Sifiso, Emma, Tante Agatha, ...) sind allesamt sympathisch beschrieben und haben alle ihren Charme, dass man sie einfach mögen muss. Sifiso muss sich um seine Geschwister kümmern, Tante Agatha kann mit Technik wenig anfangen, Emma ist eine Frühaufsteherin, Thabo träumt davon, Detektiv zu werden. Diese Charaktere passen so wundervoll in die Geschichte und vor allem vor den Hintergrund Afrikas hinein, dass die Geschichte durch sie einfach einzigartig wird - charmant, spaßig und liebenswert.

Hinten im Buch ist ein zweieinhalb-seitiges Glossar zu finden. Dort sind viele afrikanische Begriffe aufgeführt, die in der Geschichte verwendet werden. Mich hat der Einbau von afrikanischen Wörtern nicht gestört, im Gegenteil - ich fand es sehr positiv, denn durch das Glossar konnte ich alles verstehen und durch diese Schreibweise der Autorin wirkt die Geschichte viel authentischer und der Leser ist näher am Geschehen.

Das Buch ist sehr empfehlenswert für Erwachsene, die Kinderkrimis mögen. Von mir gibt es 4,4* zu diesem Buch.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Wie kommt man auf eine solche Geschichte?!

Anonym
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Buchtitel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
Verlag: ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
Genre: Krimi und Thriller

Inhalt:

In Raum Hamburg wird gemordet. Hierbei hat ein jeder ...

Buchtitel: Anonym
Autor: Ursula Poznanski, Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
Verlag: ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
Genre: Krimi und Thriller

Inhalt:

In Raum Hamburg wird gemordet. Hierbei hat ein jeder Mensch auf der Welt die Chance zu bestimmen, wer seinen Löffel abgeben muss: Das Forum Morituri fordert User dazu auf, für vorgeschlagene Kandidaten zu wählen. Dem Gewinner winkt der Tod. Verzweifelt versucht die Polizei, allen voran Kommissar Buchholz und seine Kollegin Salomon, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Ein Wettrennen mit der Zeit beginnt, denn die nächsten Wahlen stehen an.

Meinung:

Schon allein beim Schreiben der Inhaltsangabe hat mich mehr als nur einmal der Gedanken ereilt, wie das Autorenpaar denn auf so eine absurde Idee kommt und wie sie es schaffen, diese so realistisch erzählen. Es ist unglaublich.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist nicht zu düster, farblich eher eintönig gehalten, aber dafür mit so vielen Nuancen, dass es schon wieder interessant wirkt. Meines Erachtens spiegelt das Cover sowie der Titel die Atmosphäre der Geschichte äußerst treffend wider.

Die Geschichte beginnt recht schnell mit einem Mord. Die Charaktere werden sehr schnell vorgestellt, insgesamt fühlte sich die Einleitung sehr knapp an, der Leser wird sogleich zu Anfang in die Handlung gesogen.

Die Ermittler sind verzweifelt, ganz Hamburg und die Welt schaut zu. Die Spannung und die Verzweiflung ist für den Leser sogar fast mit den Händen greifbar. Dem Autorenpaar ist es sehr gut gelungen, den Spannungsbogen so zu gestalten, dass der Leser kaum das Buch weglegen kann. Ich hätte am liebsten meine Fingernägel zerkaut, aber zum Glück habe ich diese Angewohnheit nicht.

Die Idee ist absurd, verrückt, originell und atemberaubend gut. Das ganze Konzept finde ich umwerfend, denn wie kommt man so auf eine verrückte Idee und kann diese auch noch in eine Geschichte verpacken, die ziemlich realistisch wirkt.

Die Charakter und die Charakterentwicklungen sind gut herausgearbeitet. Sowohl Daniel, als auch Nina sind glaubwürdig herübergekommen. Nur Trajan war mir zu geheimnisvoll und bis zum Schluss hatte ich immer noch so einige Fragezeichen in meinen Gedanken bezüglich diesem geheimnisvollen Mörder.

Der Plot war spannend und überraschend mit einigen für mich vorhersehbaren Wendungen, z.B. wer hinter Trajan steckt. Es war nicht allzu offensichtlich, aber da ich schon einige Romane von Frau Poznanski gelesen habe, vermutete ich bereits den Täter unter bekannten Gesichtern.

Meine einzigen Kritikpunkte sind folgende:

Die Hauptprotagonistin Nina Salomon fand ich sehr unsympathisch. Auch wenn durch ihre Handlungsweise die Ermittlungen letzten Endes sehr große Fortschritte gemacht haben, konnte ich mich mit ihrer Arbeitsweise nicht anfreunden. Aufmüpfig, Regeln missachtend, unhöflich und misstrauisch - so erscheint sie mir in der Hälfte der Geschichte. Sie hatte meine Nerven sehr viel strapaziert.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die Erzählperspektive. Nina und Daniel wechseln sich dabei ab - die Ich-Perspektive wird verwendet. Doch bestimmt habe ich bei 30% der Kapitel erstmal die Erzähl-Person verwechselt, weil ich die Protagonisten nicht so gut kannte, dass ich ihre Erzählungen gleich auseinanderhalten konnte und das Autorenpaar auch leider keine Hilfestellung leistet, dass der Leser gleich weiß, in wessen Kopf er eigentlich steckt. Wie viel unkomplizierter wäre es, wenn gleich zu Anfang des Kapitels die Erzählsicht, z.B. als Titel der Name der Erzählperson, erwähnt wird. Das hätte mir viel Verwirrung erspart, denn nicht immer achte ich darauf, wer eigentlich mit dem Erzählen dran ist.

Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, doch aufgrund der Kritikpunkte muss ich leider einen Stern abziehen. 4 Sterne für diese geniale Geschichte mit kleinen Schwächen.

Veröffentlicht am 15.10.2025

Warum ist das Buch nur für Frauen gedacht?!

Ausgesorgt - Finanztipps und Vermögensaufbau, mit praktischen Planungshilfen
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Dieses Finanzbuch richtet sich speziell an Frauen. In diesem Buch werden verschiedenste Aspekte rund um Finanzen (z.B. Investitionsmöglichkeiten, Finanzen während Elternzeit, etc.) kurz beleuchtet, erklärt, ...

Dieses Finanzbuch richtet sich speziell an Frauen. In diesem Buch werden verschiedenste Aspekte rund um Finanzen (z.B. Investitionsmöglichkeiten, Finanzen während Elternzeit, etc.) kurz beleuchtet, erklärt, erörtert. Dabei ist der Fokus stets auf die Perspektive der Frau zugeschnitten. Ich finde, es ist  ein gutes Buch für Einsteiger, da verschiedene Themen kurz angeschnitten werden, so dass man zum Thema Finanzbildung schnell einen umfassenden Überblick bekommt.
Was mich besonders stört, ist der Fokus auf die Rolle der Frau. Ich finde, hier wird die Frau unnötig als aus finanztechnischer Sicht ungebildet und als "Opfer" dargestellt. Meiner Meinung nach gibt es gleichermaßen viele Männer sowie Frauen, die mehr finanzielle Bildung brauchen. Und Frauen, die sich dieses Buch zur Gemüte führen, besitzen größtenteils bereits ein großes Maß an Bildung/finanzieller Bildung. Würden Frauen, die finanzielle Bildung nötig haben, solch ein Buch lesen? Ich bin mir unsicher.
Lässt man den Fokus auf die Frau außer Acht, ist es ein solides Einsteigerbuch. Es ist leicht verständlich geschrieben und gut strukturiert. Wer aber bereits tiefer in den Themen steckt, entdeckt wenig Neues. Es ist eben ein Werk für diejenigen, die bisher wenig mit Finanzen zu tun hatten.

Insgesamt 3 Sterne und eine eingeschränkte Empfehlung.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Der aufgrund des Hypes erwartete Wow-Effekt bleibt aus

Der Stau
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In diesem Buch geht es um einen Mord mitten in einem Stau auf einer vollgesperrten Autobahn, auf der es weder vor noch zurück geht.
Die fast-pensionierte Polizeiermittlerin Billy Kidd sowie andere Nebenfiguren ...

In diesem Buch geht es um einen Mord mitten in einem Stau auf einer vollgesperrten Autobahn, auf der es weder vor noch zurück geht.
Die fast-pensionierte Polizeiermittlerin Billy Kidd sowie andere Nebenfiguren stecken mittendrin. Trotz Widerwillen aufgrund der Vorkommnisse in ihrer Vergangenheit beginnt sie die Suche nach dem Mörder, der unter ihnen weilt...

Ich lese für gewöhnlich selten Thriller, bin aber ein großer Krimifan von Whodoneits.
So hat mich das Setup eines Locked-room-murder sehr angesprochen, vor allem die Idee finde ich sehr originell und vielversprechend.

Der Leser wird recht zügig ins Geschehen katapultiert und mit der Leiche sowie einer erfahrenen Ermittlerin konfrontiert.

Die Handlung ist spannend - vor allem durch den Zeitdruck, da der Stau jederzeit aufgelöst und der Mörder dadurch entkommen kann. Allerdings war stellenweise die Geschichte zäh zu lesen. Im Laufe der Geschichte gibt es verschiedene Perspektivenwechsel, bei denen die Nebencharaktere (Verdächtige) auch zu Wort kommen. So erhält der Leser zu jedem auch ein wenig Hintergrundstory. Zum Schluss gibt es dann eine zufriedenstellende Auflösung des Ganzen.

Gut gefallen haben mir die Uhrzeitangabe bei den Kapiteln. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie viel Handlung bzw. Seiten im Buch in so kurze Storyzeit hineinpassen.

Insgesamt ein gutes solides Buch, auch wenn es mich nicht umgehauen hat.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Eine ewige und tragische Liebe

Our Infinite Fates
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Our infinite fates handelt von einer tragischen Liebe, die über Leben und über Jahrhunderte hinweg andauert. In jedem Leben finden Evelyn und Arden zueinander und aus irgendeinem Grund muss Arden Evelyn ...

Our infinite fates handelt von einer tragischen Liebe, die über Leben und über Jahrhunderte hinweg andauert. In jedem Leben finden Evelyn und Arden zueinander und aus irgendeinem Grund muss Arden Evelyn in jedem davon umbringen. Wie kann Evelyn dem entkommen und warum wird sie fortwährend vor ihrem 18. Geburtstag getötet?

Die Geschichte wird aus Evelyns Sicht erzählt.
Evelyn ist eine angenehme, mehr oder weniger kluge und starke Protagonistin, die tatkräftig nach dem Warum und auch nach einer Lösung aus diesem Teufelskreis sucht.
Die Geschichte fängt geheimnisvoll an und das ganze Buch hinweg wird die Spannung gut aufrecht erhalten, indem Evelyns und Ardens schicksalhafte Vergangenheit langsam enthüllt wird. Die Auflösung zum Schluss ruft bei mir nicht unbedingt ein 'Wow, das haut mich echt um.' hervor, aber sie stellt mich zufrieden.

Dem Buch halte ich zwei Punkte zugute: einmal die originelle Storyidee und zum andern die sehr interessante Art zu erzählen (kapitelweise entweder Gegenwart oder eines der vergangenen Leben). Bemerkenswert ist auch das wunderschöne Cover, durch welches ich erst auf dieses Buch aufmerksam wurde.
Ansonsten ist dieses Buch eines, welches man nach dem Lesen zur Seite legt und auch bald wieder vergessen hat. Es hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, da es in jeglicher Hinsicht bis auf die oben genannten zwei positiven Aspekte recht durchschnittlich und typisch Romantasy ist.

Solide 3 Sterne für Our infinite fates.

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