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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2019

6 junge Leute, aber nur 5 überleben

Die Verbindung
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Inhalt:

Der erste Tag am Elite-College Hawthorne. Malin fragt sich, ob sie hier wohl Freunde finden wird und wie die nächsten Jahre ausschauen werden. Doch sie wird sehr schnell in die Clique rund um ...

Inhalt:

Der erste Tag am Elite-College Hawthorne. Malin fragt sich, ob sie hier wohl Freunde finden wird und wie die nächsten Jahre ausschauen werden. Doch sie wird sehr schnell in die Clique rund um Ruby und John aufgenommen. Dazu gehören auch Khaled, Gemma und Max, der Cousin von John. Die Gruppe wird schnell unzertrennlich, bespricht alles miteinander und sie ziehen sogar in ein eigenes Haus. Doch als Ruby und John ein Paar werden, bröckelt die Vertrautheit und die Gemeinschaft und Malin kann den Abschluss der Ausbildung kaum mehr abwarten. Doch einer von ihnen wird diesen Tag nicht erleben ...

Meinung:

Das Buch ließ sich sehr leicht lesen. Es machte Spaß, die 6 jungen Leute näher kennenzulernen und das Leben am College mitzuverfolgen. Noch dazu wird der Leser von Anfang an darauf aufmerksam gemacht, dass einer von ihnen nicht überleben wird. Also möchte man natürlich wissen, wer sterben wird und warum bzw wie.

Nun, das will man das ganze Buch wissen und dieser Punkt bringt auch etwas Spannung hinein. Denn auch wenn ich das Buch gern gelesen habe, habe ich mich doch manchmal gefragt, ob die Autorin auf irgendetwas hinarbeitet?

Immer wieder haben wieder haben wir Zeitsprünge, in denen von der Vergangenheit Malins erzählt wird. Auch hier fragt man sich lange, warum das eigentlich so wichtig ist.

Erst gegen Ende des Buches gibt es dann das Aha-Erlebnis und alles macht etwas Sinn. Allerdings finde ich, dass dieses zu spät kommt. Man hätte ev. noch mehr Spannung erzeugen können, wenn man darüber schon früher geschrieben hätte.

Fazit:
Das Buch hat mich gut unterhalten, war aber insgesamt doch etwas verwirrend und nicht besonders spannend.

Veröffentlicht am 22.09.2019

Alkoholkranker, überheblicher Ermittler

Messer (Ein Harry-Hole-Krimi 12)
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Dies war mein erstes Harry Hole Buch und ich muss leider gestehen, dass es mich nicht überzeugt hat. Mir war der Super-Ermittler nicht wirklich sympathisch. Ein Alkoholiker, der sich mehr als einmal fast ...

Dies war mein erstes Harry Hole Buch und ich muss leider gestehen, dass es mich nicht überzeugt hat. Mir war der Super-Ermittler nicht wirklich sympathisch. Ein Alkoholiker, der sich mehr als einmal fast bewusstlos trinkt. Vielleicht bin ich da aber auch etwas voreingenommen, da ich es absolut nicht mag, wenn der Protagonist Alkoholiker ist. Ein Ermittler, der vielleicht bis jetzt viel erreicht hat, dadurch aber meiner Meinung nach etwas überheblich geworden ist. Jemand, der nur auf sein Bauchgefühl hört als auf die Beweise. Deshalb gibt es mehrmals Abschnitte, in denen nur in eine Richtung ermittelt wird und alles andere außen vor gelassen wird.
Worum geht es überhaupt? Rakel hat sich (ev schon im letzten Buch, das weiß ich nicht) von Harry Hole getrennt. Der Ermittler ist am Boden zerstört und versucht alles, um Rakel zurückzugewinnen bzw trinkt Alkohol, um zu vergessen oder um mit der Situation besser umgehen zu können.
Doch Rakel wird eines Tages ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Damit bricht eine Welt für Harry zusammen. Sie war sein Leben. Natürlich möchte er herausfinden, wer für ihren Tod verantwortlich ist. Allerdings darf er in dem Fall nicht selbst ermitteln, da er der Toten zu nahe stand. Aber darum kümmert sich Harry Hole nicht, er ermittelt auf eigene Faust ...
Ich kann gut verstehen, warum er auf eigene Faust ermittelt. Er hat einen geliebten Menschen verloren und auch einen Verdacht, wer sie ermordet haben könnte. Wie schon oben erwähnt, wird dieser Verdacht vor allem von seinem Bauchgefühl gestützt. Ev. Beweise werden so umgelegt, dass sie auch zum Verdächtigen passen oder ignoriert. Und Harry tut alles dafür, diesen Mann zu schnappen. Dafür setzt er sogar das Leben einer unschuldigen Frau auf´s Spiel. Was zwar irgendwie verständlich war, aber trotzdem verwerflich.
Es war auch so, dass ich von Anfang an einen Verdacht hatte, wie das Ganze stattgefunden hat, sodass ich nicht unbedingt überrascht war von der Auflösung. Das ist nicht unbedingt ein Punkt, der einen Krimi gut macht.
Der Schreibstil war aber sehr flüssig und auch spannend, sodass ich trotz all der Kritikpunkte weiterlesen wollte und das Ende wissen wollte.
Insgesamt hat mich das Buch recht gut unterhalten, bewegt mich aber nicht dazu, die anderen Bücher über Harry Hole zu lesen.

Veröffentlicht am 30.08.2019

Auftakt einer Familiensaga

Das Savoy - Aufbruch einer Familie
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Inhalt:
Das Hotel Savoy ist Londons erste Adresse für die künstlerische und intellektuelle Avantgarde Europas. Laurence Wilder führt seit vielen Jahren das Haus mit großem Erfolg. Wegen einer schweren ...

Inhalt:
Das Hotel Savoy ist Londons erste Adresse für die künstlerische und intellektuelle Avantgarde Europas. Laurence Wilder führt seit vielen Jahren das Haus mit großem Erfolg. Wegen einer schweren Krankheit muss er die Leitung nun abgeben. Aber er betraut nicht etwa seinen Sohn damit, der darauf doch schon jahrelang wartet. Nein, er verfügt, dass seine uneheliche Enkelin das Hotel weiter führen soll. Violet ist hin- und hergerissen. Einerseits war sie gerade dabei, sich eine Karriere beim Radio und als Schauspielerin aufzubauen, andererseits ist ihr der Großvater und die Loyalität zu ihm sehr wichtig.

Meinung:
Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Autor beschreibt in groben Zügen das Hotelwesen, die Gäste, die dort absteigen, die Aufgaben der diversen Bediensteten, sowie die Arbeit Violets und deren Zwiespalt zwischen zwei Männern. Doch in all der Idylle werden Intrigen gesponnen.

In der zweiten Hälfte jedoch hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Obwohl gerade in der zweiten Hälfte mehr passierte, fand ich doch, dass es gerade hier auch seine Längen hatte. Außerdem gab es einen Vorfall, der meiner Meinung nach so nicht passieren könnte - nicht so geplant. Leider kann ich darauf nicht näher eingehen, ohne zu spoilern. Und das hat mir den Spaß an dem Buch ein bisschen genommen.

Auch war der Zwiespalt von Violet nicht besonders umfassend geschildert. Darauf hätte man ruhig tiefer eingehen können. Einerseits der Zwiespalt zwischen eigenem Leben und der Loyalität zum Großvater, andererseits aber auch der Zwiespalt zwischen zwei Männern. Da war mir die Abhandlung teilweise etwas zu einfach.

Fazit:
Das Buch ist meiner Meinung nach insgesamt nicht anspruchsvoll, aber trotzdem unterhaltsam und schnell zu lesen. Wahrscheinlich werde ich auch die Fortsetzung lesen, denn es interessiert mich ja doch, wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Unterhaltsames Buch mit mehreren Erzählsträngen

Der Wächter der Winde
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Inhalt:

Der exzentrische Erfinder Ross fühlt sich von allen verraten, kommt auf seiner Flucht in einen Sturm und baut mit Hilfe magischer Mächte die Welt unter dem Winde. Vor allem anderen möchte er seine ...

Inhalt:

Der exzentrische Erfinder Ross fühlt sich von allen verraten, kommt auf seiner Flucht in einen Sturm und baut mit Hilfe magischer Mächte die Welt unter dem Winde. Vor allem anderen möchte er seine Tochter beschützen und führt mit ihr in seiner kleinen Welt ein beschauliches Leben. Doch mit 17 Jahren fühlt sich seine Tochter Mira eingesperrt, sie möchte mehr Menschen sehen bzw die "richtige" Welt sehen.
Ein erneuter Sturm an der gleichen Stelle bringt vier Geschäftsleute, ein Schmugglerpärchen und einen jungen Mann aus dem Wilden Westen in die Welt unter dem Winde, über die Ross wie ein König gebietet. Dort verfangen sie sich in Intrigen, Erinnerungen und Schuld und eine Rückkehr in ihr altes Leben scheint nicht möglich ...

Meinung:

Die Geschichte wird von der Perspektive mehrerer Charaktere und in mehreren Erzählsträngen erzählt. Leider bin ich durch diese Erzählweise nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen. Lange wusste ich nicht, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Erst ca ab der Mitte des Buches wurde es für mich besser.

Das Buch hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden bin. Mit Mira wohl noch am ehesten. Vielleicht lag das auch daran, dass wir so viele Charaktere auf ihrem Weg begleiteten.

Aber trotz all der anfänglichen Schwierigkeiten muss ich sagen, dass die Geschichte ein tolles Ende hatte. Sehr gut gelöst, so dass keinerlei offene Fragen übrig geblieben sind.

Das Cover des Buches finde ich genial! Hier kommen alle Erzählstränge zusammen und es passt wunderbar zum Buch.

Fazit:

Ein Buch, das mich nicht wirklich packen konnte, insgesamt aber ganz unterhaltsam war.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Nette Idee, aber man hätte mehr daraus machen können

Das Glück hat viele Seiten
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Inhalt:

Hannah, die in einer PR-Agentur Karriere machen will, erbt überraschend den Buchladen von ihrer Tante Marlies in einem kleinen Dorf in der Eifel. Eigentlich will sie damit nichts zu tun haben ...

Inhalt:

Hannah, die in einer PR-Agentur Karriere machen will, erbt überraschend den Buchladen von ihrer Tante Marlies in einem kleinen Dorf in der Eifel. Eigentlich will sie damit nichts zu tun haben und will den Laden so schnell wie möglich verkaufen. Sie war schon ewig nicht mehr in Kempenich und hat auch schon jahrelang keine Bücher mehr gelesen. Beides birgt einfach zu viel Erinnerungen. In Ben hat sie auch schnell einen Käufer gefunden und er weckt auch Gefühle in ihr. Doch als sie herausfindet, was er wirklich mit dem Buchladen vor hat, versucht sie alles, um den Verkauf doch noch rückgängig zu machen.

Meinung:

Eine junge Frau, ein gut aussehender, charmanter Mann und der Buchladen. Hannah geht die ganze Sache viel zu naiv an. Sie lässt sich von Ben beschwatzen, überprüft seine Angaben nicht, glaubt ihm alles, entwickelt auch noch Gefühle für ihn und verkauft ihm sofort den Buchladen. Keine zweite Meinung, kein zweites Angebot, sie sieht sich den Buchladen nicht einmal vorher an.

Natürlich ist dann das Entsetzen und die Entrüstung groß, als sie feststellt, dass nicht alles stimmt, was Ben ihr erzählt hat und dass er eigentlich etwas ganz anderes mit dem Buchladen vor hat. Nun beginnt sie um den Buchladen zu kämpfen - und das Ganze geht sie auch wieder relativ naiv an, dafür aber mit Engagement und mit Unterstützung der Freundinnen von ihrer Tante, die auch für sie da sind, als sie von Erinnerungen und Schuldgefühlen überwältigt wird.

Die ganze Geschichte war ein bisschen seicht und und etwas langatmig. Was mich manchmal ziemlich genervt hat, waren diese widersprüchlichen Gefühle, die Ben und Hannah fast durch das ganze Buch ständig geäußert bzw gedacht haben. Natürlich verständlich, dass man in einer solchen Situation zwiegespalten sein kann, aber das immer und immer wieder in mehr oder weniger dem gleichen Wortlaut zu lesen, nervt dann doch mit der Zeit.

Fazit:
Nette Idee, man hätte aber mehr daraus machen können.