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Veröffentlicht am 30.08.2019

Auftakt einer Familiensaga

Das Savoy - Aufbruch einer Familie
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Inhalt:
Das Hotel Savoy ist Londons erste Adresse für die künstlerische und intellektuelle Avantgarde Europas. Laurence Wilder führt seit vielen Jahren das Haus mit großem Erfolg. Wegen einer schweren ...

Inhalt:
Das Hotel Savoy ist Londons erste Adresse für die künstlerische und intellektuelle Avantgarde Europas. Laurence Wilder führt seit vielen Jahren das Haus mit großem Erfolg. Wegen einer schweren Krankheit muss er die Leitung nun abgeben. Aber er betraut nicht etwa seinen Sohn damit, der darauf doch schon jahrelang wartet. Nein, er verfügt, dass seine uneheliche Enkelin das Hotel weiter führen soll. Violet ist hin- und hergerissen. Einerseits war sie gerade dabei, sich eine Karriere beim Radio und als Schauspielerin aufzubauen, andererseits ist ihr der Großvater und die Loyalität zu ihm sehr wichtig.

Meinung:
Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Autor beschreibt in groben Zügen das Hotelwesen, die Gäste, die dort absteigen, die Aufgaben der diversen Bediensteten, sowie die Arbeit Violets und deren Zwiespalt zwischen zwei Männern. Doch in all der Idylle werden Intrigen gesponnen.

In der zweiten Hälfte jedoch hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Obwohl gerade in der zweiten Hälfte mehr passierte, fand ich doch, dass es gerade hier auch seine Längen hatte. Außerdem gab es einen Vorfall, der meiner Meinung nach so nicht passieren könnte - nicht so geplant. Leider kann ich darauf nicht näher eingehen, ohne zu spoilern. Und das hat mir den Spaß an dem Buch ein bisschen genommen.

Auch war der Zwiespalt von Violet nicht besonders umfassend geschildert. Darauf hätte man ruhig tiefer eingehen können. Einerseits der Zwiespalt zwischen eigenem Leben und der Loyalität zum Großvater, andererseits aber auch der Zwiespalt zwischen zwei Männern. Da war mir die Abhandlung teilweise etwas zu einfach.

Fazit:
Das Buch ist meiner Meinung nach insgesamt nicht anspruchsvoll, aber trotzdem unterhaltsam und schnell zu lesen. Wahrscheinlich werde ich auch die Fortsetzung lesen, denn es interessiert mich ja doch, wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Unterhaltsames Buch mit mehreren Erzählsträngen

Der Wächter der Winde
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Inhalt:

Der exzentrische Erfinder Ross fühlt sich von allen verraten, kommt auf seiner Flucht in einen Sturm und baut mit Hilfe magischer Mächte die Welt unter dem Winde. Vor allem anderen möchte er seine ...

Inhalt:

Der exzentrische Erfinder Ross fühlt sich von allen verraten, kommt auf seiner Flucht in einen Sturm und baut mit Hilfe magischer Mächte die Welt unter dem Winde. Vor allem anderen möchte er seine Tochter beschützen und führt mit ihr in seiner kleinen Welt ein beschauliches Leben. Doch mit 17 Jahren fühlt sich seine Tochter Mira eingesperrt, sie möchte mehr Menschen sehen bzw die "richtige" Welt sehen.
Ein erneuter Sturm an der gleichen Stelle bringt vier Geschäftsleute, ein Schmugglerpärchen und einen jungen Mann aus dem Wilden Westen in die Welt unter dem Winde, über die Ross wie ein König gebietet. Dort verfangen sie sich in Intrigen, Erinnerungen und Schuld und eine Rückkehr in ihr altes Leben scheint nicht möglich ...

Meinung:

Die Geschichte wird von der Perspektive mehrerer Charaktere und in mehreren Erzählsträngen erzählt. Leider bin ich durch diese Erzählweise nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen. Lange wusste ich nicht, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Erst ca ab der Mitte des Buches wurde es für mich besser.

Das Buch hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden bin. Mit Mira wohl noch am ehesten. Vielleicht lag das auch daran, dass wir so viele Charaktere auf ihrem Weg begleiteten.

Aber trotz all der anfänglichen Schwierigkeiten muss ich sagen, dass die Geschichte ein tolles Ende hatte. Sehr gut gelöst, so dass keinerlei offene Fragen übrig geblieben sind.

Das Cover des Buches finde ich genial! Hier kommen alle Erzählstränge zusammen und es passt wunderbar zum Buch.

Fazit:

Ein Buch, das mich nicht wirklich packen konnte, insgesamt aber ganz unterhaltsam war.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Nette Idee, aber man hätte mehr daraus machen können

Das Glück hat viele Seiten
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Inhalt:

Hannah, die in einer PR-Agentur Karriere machen will, erbt überraschend den Buchladen von ihrer Tante Marlies in einem kleinen Dorf in der Eifel. Eigentlich will sie damit nichts zu tun haben ...

Inhalt:

Hannah, die in einer PR-Agentur Karriere machen will, erbt überraschend den Buchladen von ihrer Tante Marlies in einem kleinen Dorf in der Eifel. Eigentlich will sie damit nichts zu tun haben und will den Laden so schnell wie möglich verkaufen. Sie war schon ewig nicht mehr in Kempenich und hat auch schon jahrelang keine Bücher mehr gelesen. Beides birgt einfach zu viel Erinnerungen. In Ben hat sie auch schnell einen Käufer gefunden und er weckt auch Gefühle in ihr. Doch als sie herausfindet, was er wirklich mit dem Buchladen vor hat, versucht sie alles, um den Verkauf doch noch rückgängig zu machen.

Meinung:

Eine junge Frau, ein gut aussehender, charmanter Mann und der Buchladen. Hannah geht die ganze Sache viel zu naiv an. Sie lässt sich von Ben beschwatzen, überprüft seine Angaben nicht, glaubt ihm alles, entwickelt auch noch Gefühle für ihn und verkauft ihm sofort den Buchladen. Keine zweite Meinung, kein zweites Angebot, sie sieht sich den Buchladen nicht einmal vorher an.

Natürlich ist dann das Entsetzen und die Entrüstung groß, als sie feststellt, dass nicht alles stimmt, was Ben ihr erzählt hat und dass er eigentlich etwas ganz anderes mit dem Buchladen vor hat. Nun beginnt sie um den Buchladen zu kämpfen - und das Ganze geht sie auch wieder relativ naiv an, dafür aber mit Engagement und mit Unterstützung der Freundinnen von ihrer Tante, die auch für sie da sind, als sie von Erinnerungen und Schuldgefühlen überwältigt wird.

Die ganze Geschichte war ein bisschen seicht und und etwas langatmig. Was mich manchmal ziemlich genervt hat, waren diese widersprüchlichen Gefühle, die Ben und Hannah fast durch das ganze Buch ständig geäußert bzw gedacht haben. Natürlich verständlich, dass man in einer solchen Situation zwiegespalten sein kann, aber das immer und immer wieder in mehr oder weniger dem gleichen Wortlaut zu lesen, nervt dann doch mit der Zeit.

Fazit:
Nette Idee, man hätte aber mehr daraus machen können.

Veröffentlicht am 19.07.2019

Das Buch hat mich gut unterhalten, überwältigend war es jedoch nicht

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
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Inhalt:

Das Buch spielt 1899 in Manhattan, wo die Schwestern Elisabeth und Diana Holland behütet in der High Society aufwachsen. Das wichtigste ist das Benehmen einer Dame zu lernen, hübsch zu sein, schöne ...

Inhalt:

Das Buch spielt 1899 in Manhattan, wo die Schwestern Elisabeth und Diana Holland behütet in der High Society aufwachsen. Das wichtigste ist das Benehmen einer Dame zu lernen, hübsch zu sein, schöne Kleiner anzuhaben usw. Nachdem der Vater der Mädchen erst vor Kurzem gestorben ist, muss ihnen die Mutter ein schreckliches Geheimnis offenbaren, das ihre Welt auf den Kopf stellen könnte. Elisabeth, die eigentlich in den Kutscher Will verliebt ist, muss nun ihr eigenes Wohl hinten anstellen, um ihrer Familie weiterhin ein sorgloses Leben ermöglichen zu können.

Meinung:

Ich bin etwas schwer in das Buch hineingekommen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und nimmt erst nach einiger Zeit zumindest etwas Fahrt auf. Besonders spannend oder aufregend wird es eigentlich nie, aber zumindest will man dann doch wissen, wie es weiter geht. Wie geht Elisabeht mit der Offenbarung des Geheimnisses ihrer Mutter um. Wird sie sich für die Familie oder ihre große Liebe entscheiden? Außerdem werden Intrigen gesponnen und es gibt ein regelrechtes Durcheinander, wer nun den Herzenbrecher Henry liebt, bekommt, nicht liebt ... Es geht um Kleider, Stoffe, Spitzen, Sonntagsbesuche, Kutschenausfahrten ... Und dann gibt es noch ein Hausmädchen, das mit ihrer Arbeit und ihrer Herrin nicht zufrieden ist ...

Fazit:
Das Buch hat mich ganz gut unterhalten, unbedingt überwältigend ist es aber nicht.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Gute Idee, manchmal etwas verwirrend

Nachtjäger
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Eine Rose für das Biest - Nachtjäger ist ein gutes Buch. Es geht um Vincent, dessen Nachtseite immer stärker die Oberhand gewinnt, und Nina, die ihn retten will. Die zwei lernen sich zufällig kennen und ...

Eine Rose für das Biest - Nachtjäger ist ein gutes Buch. Es geht um Vincent, dessen Nachtseite immer stärker die Oberhand gewinnt, und Nina, die ihn retten will. Die zwei lernen sich zufällig kennen und man merkt sofort diese erotische Spannung zwischen ihnen. Leider kann Vincent dann aber das Monster nicht zurückhalten. Nina kommt das aber bekannt vor und lässt sich von ihm nicht abschütteln.

An und für sich finde ich das Buch gelungen. Es ist eine gute Idee, die hier auch gut umgesetzt wurde. Warum dann nur 3 Sterne? Erstens, weil die Geschichte von Vincent und Nina nur einen Teil des Buches ausmacht. Und ich speziell am Anfang des Buches mehr als verwirrt war durch die vielen Namen und die verschiedenen Erzählstränge, die erst so nach und nach einen Sinn und Zusammenhang ergaben. Außerdem konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie ich es gewohnt bin. Normalerweise fiebere ich mit den Protagonisten mit und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das war hier leider nicht der Fall.

Trotzdem ein gutes Buch mit einer guten Idee dahinter!