Ich habe dieses Buch im Urlaub förmlich verschlungen. Ich hab gelacht und mit den Protagonisten geweint. Das Buch ist so mitfühlend geschrieben, ich konnte es nicht bei Seite legen und wollte unbedingt ...
Ich habe dieses Buch im Urlaub förmlich verschlungen. Ich hab gelacht und mit den Protagonisten geweint. Das Buch ist so mitfühlend geschrieben, ich konnte es nicht bei Seite legen und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Nele und Claas sind ein tolles Paar. Die Geschichte zieht auch immer wieder Verknüpfungen zu den vorherigen Büchern von Petra Hülsmann. Damit meine ich nicht nur Knut und Irina, sondern auch Annika, Sebastian und Kai - die Mitbewohnerin bzw. die Nachbarn/ Freunde. Ich finde es schade, dass offen bleibt, ob Lenny das Praktikum bekommt, Claas in der Agentur bleibt und ob Kai mit seinem Kumpel zusammenkommt. Stoff für die Fortsetzung?
Durch diese Reihe bin ich überhaupt erst zu den Cosy-Krimis gekommen – und seit Band 1 habe ich jeden Teil gelesen. Jede Neuerscheinung landet bei mir fest im Kalender, entsprechend hoch sind meine Erwartungen.
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Durch diese Reihe bin ich überhaupt erst zu den Cosy-Krimis gekommen – und seit Band 1 habe ich jeden Teil gelesen. Jede Neuerscheinung landet bei mir fest im Kalender, entsprechend hoch sind meine Erwartungen.
Auch Mordseeparty von Emmi Johannsen hat mich zunächst wieder gut ins Setting geholt. Der Fund der Leiche von Uwe Petersen ist ein spannender Einstieg, und die kursiven Tätergedanken sowie die vielen Hinweise laden erneut zum Miträtseln ein.
Ab der Hälfte nimmt die Geschichte spürbar Fahrt auf, und ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles auflöst. Der Fall an sich ist solide konstruiert und unterhaltsam.
Allerdings bleibt dieser Band für mich hinter den vorherigen zurück. Gerade die Nebenhandlungen wirken teilweise oberflächlich und nicht ganz durchdacht. Die Familie spielt zwar eine Rolle, bleibt aber blass, und einige Entwicklungen – besonders rund um die Geburtstagsfeier – waren für mich nicht immer nachvollziehbar.
Auch die Dynamik zwischen Caro, Jan und Conny bringt zwar Spannung hinein, wirkte auf mich aber stellenweise eher zäh als mitreißend.
Fazit: Ein gut lesbarer Cosy-Krimi mit spannendem Kern und gewohntem Insel-Feeling, der mich insgesamt unterhalten hat, aber nicht ganz an die Stärke der vorherigen Bände heranreicht. Ich hoffe, dass Emmi Johannsen im nächsten Teil wieder mehr Tiefe und Stringenz in die Nebenhandlungen bringt – Potenzial ist definitiv da.
Das Buch greift viele Themen auf, die unsere Arbeitswelt aktuell prägen: New Work, Homeoffice-Erfahrungen seit Corona, veränderte Erwartungen und der Einfluss von KI. Vieles davon fühlt sich beim Lesen ...
Das Buch greift viele Themen auf, die unsere Arbeitswelt aktuell prägen: New Work, Homeoffice-Erfahrungen seit Corona, veränderte Erwartungen und der Einfluss von KI. Vieles davon fühlt sich beim Lesen sehr nah an der eigenen Realität an.
Die musikalische Bildsprache (Mischpult, Takt, Remix) macht das Modell anschaulich und lädt zur Selbstreflexion ein. Besonders der Gedanke des „Feintunings“ statt eines kompletten Neustarts erscheint mir praxisnah. Gleichzeitig zeigt sich: Nicht alles ist beliebig remixbar. Viele Ideen stoßen in bestehenden Strukturen, gesetzlichen Vorgaben oder Teamrealitäten an Grenzen. Gegen Ende geht es mir etwas schnell und manche Impulse bleiben eher theoretisch.
Gestalterisch ist das Buch hochwertig: Softcover, etwas größer als A5, mit rauer Oberfläche. Das dominante Blau und der Kassettenrekorder auf dem Cover wecken 80er-Assoziationen und passen gut zum Remix-Gedanken.
Der Preis von 39 € ist allerdings ambitioniert.
Insgesamt ein zeitgemäßes, gut strukturiertes Buch mit starken Denkanstößen – mit leichten Abzügen in Praxisnähe und Preis.
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig erzählt vom Neuanfang in Portugal und vom Aufeinandertreffen dreier Generationen. Angelika und Hans wandern nach Faro aus, Tochter Sandra und Enkel Finn kommen ...
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig erzählt vom Neuanfang in Portugal und vom Aufeinandertreffen dreier Generationen. Angelika und Hans wandern nach Faro aus, Tochter Sandra und Enkel Finn kommen zu Besuch – und bringen ihre ganz eigenen Themen mit.
Besonders gelungen finde ich die wechselnden Erzählperspektiven von Angelika, Sandra und Finn. Dadurch werden die unterschiedlichen Sichtweisen und inneren Konflikte greifbar. Angelikas Angst vor Einsamkeit, Sandras harter Schutzpanzer – der in der Begegnung mit Alexander langsam Risse bekommt – und Finns Orientierungslosigkeit zwischen Trotz, Unsicherheit und dem Wunsch nach einem eigenen Weg werden nachvollziehbar geschildert. Gerade Finn bleibt für mich eine spannende, wenn auch nicht immer ganz greifbare Figur.
Mit Fellina kommt nicht nur Wärme in die Geschichte. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an, und aus dem leichten Familienroman wird zeitweise fast ein kleiner Krimi. Manche Entwicklungen wirken nicht ganz rund, und ein kurzer Epilog hätte offene Fragen schön abrunden können.
Das Cover finde ich ganz nett: Es passt gut zum Titel und hat einen Wiedererkennungswert zu den vorherigen Büchern. Das Rosa ist zwar nicht ganz mein Fall – ich hätte mir eher eine typisch portugiesische Farbe gewünscht – aber die ungewöhnlich weiche Haptik gefällt mir.
Insgesamt ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann: unterhaltsam, warmherzig und mit einigen kleinen Ungereimtheiten.
„Den lass ich gleich an“ von Ellen Berg ist eine leichte Sommerlektüre im gewohnt lockeren, humorvollen Stil der Autorin. Das Cover macht sofort Lust aufs Lesen, und auch der Einstieg ist charmant und ...
„Den lass ich gleich an“ von Ellen Berg ist eine leichte Sommerlektüre im gewohnt lockeren, humorvollen Stil der Autorin. Das Cover macht sofort Lust aufs Lesen, und auch der Einstieg ist charmant und flüssig geschrieben.
Im Mittelpunkt steht Lulu, alleinerziehende Mutter einer achtjährigen Tochter. Sie arbeitet als Fotografin, jongliert Job und Kind und hat kaum Raum für sich selbst. Dating? Fehlanzeige. Als sich ein vermeintliches Date als beruflicher Termin entpuppt und Lulu später völlig erschöpft zusammenklappt, schickt ihre Mutter Gil sie kurzerhand auf eine Reise nach Mallorca. Während Tochter Lotte begeistert ist, blickt Lulu dem Urlaub zwischen scheinbar perfekten Familien eher skeptisch entgegen.
Vor Ort wird schnell klar, dass das Single-Dasein als Alleinerziehende auch im Paradies nicht unbedingt einfacher ist. Am Strand lernt Lulu Alex kennen – ein sympathischer Mann –, dem sie allerdings verschweigt, dass sie Mutter ist. Damit ist die Richtung der Geschichte früh absehbar.
Thematisch dreht sich der Roman um Familie, Freundschaft, Selbstfindung und natürlich die Liebe. Das liest sich angenehm und locker, allerdings fehlte mir über weite Strecken die Spannung. Viele Entwicklungen wirkten sehr vorhersehbar und liefen fast schon zu glatt: Jobangebot, Traumfinca, Traummann – vieles fügt sich ohne größere Konflikte. Auch das plötzliche Auftauchen von Mutter, Freundin Sabrina und Assistent Philipp im Urlaub wirkte eher konstruiert und wenig glaubwürdig.
Trotz dieser Schwächen lässt sich das Buch gut und schnell lesen. Der Stil ist flüssig, humorvoll und typisch Ellen Berg – ideal für entspannte Lesestunden am Strand oder auf dem Balkon.
Fazit: Eine nette, herzige Sommerlektüre für zwischendurch, der es jedoch an Überraschungen und Tiefe fehlt. Unterhaltsam, aber etwas zu vorhersehbar – daher solide 3,5 Sterne. 🌴📖